| UVP | 11.199 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2026~ | |
| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Spaßgranate
- Starker Motor mit Druck und Charakter
- Fauchende Triple-Soundkulisse
- technisch bereis in Serie voll ausgestattet
- butterweicher QuickShifter
- agiles, wendiges Fahrverhalten
- Kupplungsgehäuse ragt rechts weit heraus
- Blinker-Rückstellungsintervall zu lang
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 189 | kg |
| Radstand | 1.430 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.430 | mm |
| Sitzhöhe: | 825 | mm |
| Höhe | 1.145 | mm |
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 119 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 235 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 280 | km |
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down 41 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 177)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR17 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
Fazit
"Spaßgranate", so lässt sich die neue MT-09 am besten in einem Wort zusammenfassen. Dies haben wir bei den Tests der älteren MTs allerdings auch schon gesagt und zum Glück hat Yamaha nicht vergessen, dass dies die DNA dieser Maschine ist.Die Updates haben dem 2024er Modell gut getan, vor allem in Sachen Bedienung. Die Qualitätsanmutung und die technische Ausstattung wurde nochmals verbessert und der Preis von 11.199 Euro geht vor allem im Vergleich zu den Wettbewerbern komplett in Ordnung.
Also, auf geht´s zum Yamaha Händler und zumindest Probesitzen ist Pflicht. Wem die MT-09 zu klein ist, dem empfehle ich ein zweites Probesitzen auf einer XSR 900. Die ist technisch sehr ähnlich, bietet größeren Piloten aber etwas mehr Platz. Wie auch immer: CP3 rules!
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
MotorradTest.de auf YouTube
Yamaha MT-09 vs Harley-Davidson Low Rider S: Vergleich für unterschiedliche Fahrstile
Wenn zwei Motorräder so grundverschieden wirken wie die Yamaha MT-09 und die Harley-Davidson Low Rider S, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht vor allem darum, wie sich die Maschinen anfühlen, wie sie sich im Alltag bewegen und welche Art von Fahrspaß sie liefern. Die MT-09 steht für agiles, direktes Handling und einen Motor, der schnell Lust auf Drehzahl macht. Die Low Rider S dagegen setzt auf den klassischen Cruiser-Charakter: kräftig, präsent und mit einem Fahrgefühl, das mehr auf Ruhe, Druck und Stil setzt.
Im Folgenden werden die typischen Vergleichspunkte gegenübergestellt – Motorleistung und Drehmoment-Charakter, Fahrwerk und Bremsen, sowie Komfort und Einsatzbereich. So wird klar, welches Motorrad eher zu welchem Fahrprofil passt.
Motorcharakter: Direktheit der MT-09 vs. Druck der Low Rider S
Yamaha MT-09: lebendig und drehfreudig
Die Yamaha MT-09 ist bekannt dafür, dass sie den Fahrer schnell „mitnimmt“. Im Vergleich zeigt sich: Während die Low Rider S eher auf einen kräftigen, souveränen Vortrieb ausgelegt ist, wirkt die MT-09 besonders dann stark, wenn es um spontane Beschleunigung und dynamische Fahrmanöver geht. Der Motor reagiert spürbar auf Gasbefehle, und das macht die Maschine im Stadtverkehr und auf kurvigen Strecken besonders attraktiv.
Harley-Davidson Low Rider S: kraftvoll und souverän
Die Harley-Davidson Low Rider S spielt ihre Stärken anders aus. Der Motorcharakter ist weniger „sportlich drehfreudig“, sondern eher „druckvoll“. Im Vergleich fällt auf, dass die Low Rider S ihren Punch besonders dann ausspielt, wenn es um zügiges Vorankommen aus dem Drehzahlkeller bis in den mittleren Bereich geht. Das sorgt für ein souveränes Gefühl, gerade wenn die Strecke nicht nur aus engen Kurven besteht, sondern auch aus längeren Abschnitten, in denen man entspannt Tempo aufbaut.
Fahrgefühl und Handling: Agilität vs. Cruiser-Flow
MT-09: leicht zu bewegen, schnell in der Linie
Beim Handling ist die MT-09 klar im Vorteil, wenn es um Agilität geht. Die Maschine wirkt im Vergleich „kompakt“ in der Bewegung: Richtungswechsel, das Anpassen der Linie in Kurven und das schnelle Umsetzen von Fahrimpulsen fühlen sich unkompliziert an. Wer gerne zügig fährt, findet in der MT-09 ein Motorrad, das sich wie ein Werkzeug für dynamische Fahrten anfühlt.
Low Rider S: stabil, präsent und auf Komfort getrimmt
Die Low Rider S ist weniger auf hektische Richtungswechsel ausgelegt, sondern auf einen stabilen, cruiser-typischen Flow. Im Vergleich wirkt sie „großer“ und ruhiger in der Bewegung. Das ist nicht automatisch ein Nachteil: Auf längeren Strecken und bei gleichmäßigem Tempo spielt sie ihre Stärken aus. Wer Wert auf eine souveräne Sitzposition und ein Motorrad legt, das auch optisch und akustisch Präsenz zeigt, wird sich hier schnell wohlfühlen.
Fahrwerk und Bremsen: Kontrolle in unterschiedlichen Welten
Fahrwerk der MT-09: sportliche Rückmeldung
Die Yamaha MT-09 liefert im Vergleich eine Rückmeldung, die zu sportlicher Fahrweise passt. Gerade wenn die Straße unruhig ist oder die Linie in Kurven öfter korrigiert werden muss, wirkt das Setup insgesamt „direkt“. Das hilft dabei, das Motorrad zügig zu kontrollieren und das Tempo sicher zu steigern.
Fahrwerk der Low Rider S: Komfortorientierung mit Druck
Die Harley-Davidson Low Rider S setzt stärker auf Komfort und Stabilität. Im Vergleich zeigt sich das besonders dann, wenn die Strecke nicht perfekt ist oder wenn längere Fahrten anstehen. Die Maschine bleibt dabei ruhig, ohne dass das Fahrgefühl komplett „weich“ wird. Wer eine Mischung aus entspanntem Cruiser-Charakter und trotzdem kräftigem Vortrieb sucht, findet hier einen stimmigen Ansatz.
Bremsen: je nach Fahrstil unterschiedlich im Fokus
Bei den Bremsen geht es im Vergleich weniger um „besser oder schlechter“, sondern um den Einsatz: Die MT-09 wirkt besonders dann überzeugend, wenn häufiges, präzises Dosieren und sportliches Verzögern gefragt sind. Die Low Rider S punktet eher mit einem sicheren Gefühl bei zügigem, aber cruiser-typischem Tempo. Beide Maschinen können Kontrolle liefern – die Frage ist, welcher Stil besser zum eigenen Fahrverhalten passt.
Komfort und Sitzposition: Alltagstauglichkeit im Vergleich
MT-09: sportlich, aber alltagstauglich
Die Yamaha MT-09 bietet eine Sitzposition, die eher Richtung „sportlich“ geht. Im Vergleich bedeutet das: Für viele Fahrten in der Stadt und für Touren mit vielen Kurven ist das Setup angenehm, weil man schnell reagieren kann. Bei sehr langen Strecken hängt das Komfortgefühl stark davon ab, wie man selbst mit einer sportlicheren Haltung zurechtkommt.
Low Rider S: Cruiser-Komfort mit Charakter
Die Harley-Davidson Low Rider S ist klar auf Cruiser-Komfort ausgelegt. Im Vergleich zeigt sich das in der Art, wie man auf dem Motorrad sitzt: entspannter, mit mehr „Ankommen“ statt „Fokus auf Sport“. Das macht die Maschine besonders attraktiv, wenn längere Fahrten, Landstraßen und Autobahnabschnitte im Vordergrund stehen.
Alltag, Sound und Image: Was bleibt nach der Probefahrt?
Im Vergleich spielt nicht nur die Technik eine Rolle. Gerade bei der MT-09 steht die Freude am Fahren im Vordergrund: schnell, leicht, lebendig. Bei der Low Rider S kommt zusätzlich das typische Harley-Gefühl dazu – mit einem Sound, der nicht nur gehört, sondern auch „gefühlt“ wird. Das Image ist dabei nicht nur Marketing: Es beeinflusst, wie man das Motorrad im Alltag wahrnimmt und welche Art von Fahrspaß man erwartet.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Yamaha MT-09 – Stärken
- Agiles Handling für dynamische Fahrten und schnelle Richtungswechsel
- Direkte Motorreaktion, die Lust auf zügiges Fahren macht
- Sportliche Rückmeldung bei Fahrwerk und Kontrolle
- Allround-Charakter für Stadt, Landstraße und Kurven
Yamaha MT-09 – mögliche Schwächen
- Wer einen stark cruiser-orientierten Komfort sucht, könnte die sportlichere Sitzhaltung als weniger „entspannt“ empfinden
- Bei sehr langen Autobahnabschnitten hängt das Wohlgefühl stärker von persönlicher Ergonomie ab
Harley-Davidson Low Rider S – Stärken
- Kräftiger, souveräner Vortrieb mit cruiser-typischem Druck
- Komfortorientiertes Fahrgefühl für längere Strecken
- Präsenz durch Design und Sound
- Stabilität bei gleichmäßigem Tempo
Harley-Davidson Low Rider S – mögliche Schwächen
- Für sehr sportliche, enge Manöver wirkt die Maschine weniger „leichtfüßig“ als die MT-09
- Wer maximale Agilität im Stadtverkehr erwartet, muss sich eher auf den Cruiser-Flow einlassen
Welche Maschine passt zu welchem Fahrertyp?
Die Entscheidung zwischen Yamaha MT-09 und Harley-Davidson Low Rider S hängt weniger davon ab, welche Maschine „objektiv besser“ ist, sondern davon, welche Art von Fahrspaß gesucht wird.
MT-09 ist besonders passend für…
- Fahrer, die agiles Handling und schnelle Reaktionen lieben
- Menschen, die oft in der Stadt unterwegs sind oder viele Kurven fahren
- Wer ein Motorrad möchte, das sich wie ein „Alltags-Sportgerät“ anfühlt
Low Rider S ist besonders passend für…
- Fahrer, die Cruiser-Komfort und eine entspannte Sitzhaltung bevorzugen
- Menschen, die auf Langstrecke und souveränes Tempo setzen
- Wer Wert auf Sound, Stil und Präsenz legt
Fazit:
Die Yamaha MT-09 ist die bessere Wahl, wenn im Alltag vor allem Agilität, direkte Gasannahme und ein sportlich lebendiges Fahrgefühl zählen. Sie eignet sich besonders für Kurven, spontane Beschleunigung und Fahrer, die ihr Motorrad gerne aktiv bewegen. Die Harley-Davidson Low Rider S spielt ihre Stärken aus, wenn Komfort, souveräner Druck und ein cruiser-typischer Flow im Vordergrund stehen. Wer längere Strecken entspannt genießen möchte und dabei nicht auf Präsenz verzichten will, findet in der Low Rider S den stimmigeren Begleiter. Kurz gesagt: MT-09 für dynamische Allround-Fahrfreude, Low Rider S für Cruiser-Charakter, Komfort und kraftvollen Stil. Die beste Entscheidung fällt dort, wo der eigene Fahrstil am ehesten zu den Stärken der jeweiligen Maschine passt.