| UVP | 7.149 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2026~ | |
| UVP | 10.645 € | |
| Baujahr | von 2011 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Drehwilliger Motor
- Präzises Fahrwerk
- Vergleichsweise alltagstauglich
- Bedienung
- Nur mittelmäßige Bremse
- lässige Optik
- cooler Sound
- einfaches Fahrverhalten
- einfachste Bedienung
- viel Chrome
- Bremsen könnten stärker zupacken
- teilweise Vibrationen
- überschaubare Leistung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 170 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.140 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.180 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.075 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder-Reihe, 4-Takt | |
| Hubraum | 321 | ccm |
| Hub | 44 | mm |
| Bohrung | 68 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 773 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 42 PS bei 10.750 U/Min | |
| Drehmoment | 29 NM bei 9.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Leistung | 48 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 2.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | USD-Gabel (Federweg 130)mm | |
| Reifen vorne | 110/70-17M | |
| Reifen hinten | 140/70-17M | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm, nicht einstellbar (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 107)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 Zoll | |
| Reifen hinten | 130/80-18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Doppelkolben-Schwimmsattel ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe | |
Fazit - was bleibt hängen
Keine Ganganzeige, kein Benzinfüllstandsanzeige, keine Fahrmodi, kein gar nichts. Die Kawasaki W800 verzichtet bewusst auf alles, was heutige moderne Maschinen an Technik an Bord haben. Ist das schlimm? Im Gegenteil, bei einem Retrobike wie der W800 ist das genau richtig. Statt in irgendwelchen Menüs herumzufummeln starten wir einfach den Motor und fahren los. Herrlich. Übrigens hätte der W800 ein Kickstarter irgendwie auch gut zu Gesicht gestanden. Naja, im Alltag ist so ein Anlasser per Knopfdruck dann vielleicht doch ganz okay. Moderne Technik eben...Vielen Dank an Thomas aus Meldorf, der uns seine Kawasaki W800 für diesen Test zur Verfügung gestellt hat. Einen Kaffee und ein interessantes Gespräch zur Lage der Nation war auch noch drin - insgesamt daher ein schöner Tag mit einem schönen Motorrad.
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Yamaha R3 vs. Kawasaki W 800: Vergleich der beiden Charakterköpfe
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die optisch und vom Grundgefühl her kaum unterschiedlicher sein könnten, wird der Vergleich besonders spannend. Die Yamaha R3 steht für sportliche Kompaktheit, agiles Handling und ein Setup, das auf Dynamik ausgelegt ist. Die Kawasaki W 800 dagegen setzt auf klassischen Retro-Charme, entspanntes Cruisen und eine Motorcharakteristik, die eher zum Genießen als zum Sprinten einlädt. Genau hier liegt der Kern des Vergleichs: Nicht nur die Technik entscheidet, sondern vor allem das Fahrgefühl, das sich aus den jeweiligen Stärken und Schwächen ergibt.
Grundidee und Zielgruppe: sportlich kompakt vs. entspannt retro
Die Yamaha R3 ist als sportlich orientiertes Motorrad konzipiert. Das merkt man an der Art, wie sie sich im Alltag bewegt: leicht zu handeln, schnell in der Linie und mit einem Fahrstil, der Kurven mag. Die Kawasaki W 800 verfolgt eine andere Philosophie. Sie wirkt wie gemacht für ruhige Ausfahrten, bei denen der Motor gleichmäßig schiebt und das Motorrad nicht ständig nach „mehr“ ruft, sondern nach „weiter“.
Im Vergleich zeigt sich: Die R3 ist eher das Motorrad für Fahrer, die sich gern mit dem Motorrad beschäftigen – Linie, Schräglage, Beschleunigung. Die W 800 ist eher das Motorrad für Fahrer, die das Motorrad als Begleiter sehen, der Komfort und Stil in den Vordergrund stellt.
Motor und Antrieb: Drehfreude auf der einen Seite, Drehmomentgefühl auf der anderen
Beim Motorcharakter trennen sich die Wege deutlich. Die Yamaha R3 wirkt insgesamt drehfreudig und sportlich abgestimmt. Das bedeutet: Wer zügig unterwegs sein möchte, findet in der Drehzahlzone schnell das passende Gefühl. Die Beschleunigung entsteht dabei spürbar aus dem „Mitdrehen“ – ideal für dynamische Fahrten auf der Landstraße oder für kurze, knackige Überholmanöver.
Die Kawasaki W 800 setzt hingegen stärker auf ein gleichmäßiges, entspanntes Schieben. Im Vergleich wirkt das Ansprechverhalten weniger „sportlich aggressiv“, sondern eher kultiviert und souverän. Wer gern frühzeitig Gang und Tempo findet, wird die W 800 als angenehm unaufgeregt erleben. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn die Fahrt nicht aus möglichst schnellen Momenten besteht, sondern aus flüssigem Vorankommen.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
- Yamaha R3: Stärke ist die sportliche Dynamik und das schnelle „Ankommen“ in der gewünschten Fahrweise. Schwäche kann sein, dass der sportliche Charakter mehr Aufmerksamkeit bei der Drehzahl verlangt, wenn es wirklich entspannt sein soll.
- Kawasaki W 800: Stärke ist das ruhige, gleichmäßige Fahrgefühl und die angenehmere Art, Tempo aufzubauen. Schwäche kann sein, dass der sportliche Kick weniger im Vordergrund steht als bei einer sportlich ausgelegten Maschine.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. souveräne Ruhe
Im Fahrwerk- und Handling-Vergleich zeigt sich die unterschiedliche Ausrichtung besonders klar. Die Yamaha R3 ist darauf ausgelegt, schnell auf Lenkimpulse zu reagieren. Das macht sie im Stadtverkehr und auf kurvigen Strecken angenehm, weil sie das Wechseln der Linie leicht unterstützt. Auch bei zügigerem Fahren fühlt sich die R3 „wach“ an – sie lädt dazu ein, Kurven aktiv zu fahren.
Die Kawasaki W 800 fährt sich dagegen eher wie ein klassisches Cruiser-/Retro-Motorrad: stabil, ruhig und auf gleichmäßigen Rhythmus ausgelegt. Das kann ein großer Vorteil sein, wenn die Strecke nicht ständig nach schnellen Richtungswechseln verlangt. In der Praxis bedeutet das: weniger „Sportmodus“, mehr „Flow“.
Bremsen und Fahrstabilität
Bei den Bremsen und der allgemeinen Fahrstabilität gilt: Beide Motorräder können sicher unterwegs sein, aber sie vermitteln das Gefühl unterschiedlich. Die R3 wirkt im Vergleich tendenziell sportlicher im Ansprechverhalten, was zu einer dynamischen Fahrweise passt. Die W 800 wirkt eher auf souveräne Verzögerung ausgelegt, die zu ihrem entspannten Charakter passt. Wer häufig hart und sportlich bremst, wird die R3 als direkter erleben. Wer eher vorausschauend fährt, wird mit der W 800 sehr gut zurechtkommen.
Sitzposition und Ergonomie: sportlicher Fokus vs. entspannter Cruiser-Ansatz
Ein entscheidender Unterschied liegt in der Sitzposition. Die Yamaha R3 ist sportlich orientiert: Fahrer finden typischerweise eine Position, die das aktive Fahren unterstützt. Das hilft beim Kurvenfahren, kann aber bei sehr langen, entspannten Fahrten weniger „komfortabel“ wirken als eine stärker aufrecht ausgelegte Alternative.
Die Kawasaki W 800 setzt auf eine eher aufrechte, entspannte Haltung. Das ist im Alltag und auf längeren Strecken oft angenehm, weil der Körper weniger in eine sportliche „Arbeitshaltung“ gedrückt wird. Im Vergleich ist die W 800 damit häufig die bessere Wahl für Fahrten, bei denen das Motorrad nicht ständig „gearbeitet“ werden soll, sondern einfach begleitet.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und Reisen im Vergleich
Im Bereich Alltagstauglichkeit unterscheiden sich beide Modelle in der Art, wie sie genutzt werden wollen. Die Yamaha R3 ist besonders stark, wenn der Alltag aus kurzen Wegen, zügigen Strecken und häufigem Richtungswechsel besteht. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man gern „mitnimmt“ – und das auch dann Spaß macht, wenn die Fahrt nicht lang ist.
Die Kawasaki W 800 spielt ihre Stärken aus, wenn die Fahrt mehr nach „Ausflug“ klingt: Landstraße, entspannte Touren, vielleicht auch mal eine längere Runde am Wochenende. Das Motorrad wirkt dabei weniger wie ein Werkzeug für Tempo, sondern mehr wie ein Erlebnis für Stil und Fahrkultur.
Stärken und Schwächen im Nutzungsszenario
- Yamaha R3: Stärken liegen in Agilität, sportlicher Dynamik und dem Gefühl, schnell auf Fahrwünsche zu reagieren. Schwächen zeigen sich eher dann, wenn eine sehr entspannte Sitzhaltung und „Cruise-first“ im Vordergrund stehen.
- Kawasaki W 800: Stärken liegen in Komfortgefühl, ruhigem Fahrrhythmus und dem Retro-Charakter, der lange Fahrten angenehm macht. Schwächen zeigen sich eher dann, wenn maximale Sportlichkeit und drehzahlbetonte Dynamik gesucht werden.
Design und Fahrkultur: Warum das Aussehen auch beim Vergleich zählt
Auch wenn es technisch betrachtet „nur“ um Motor, Fahrwerk und Bremsen geht: In der Praxis beeinflusst das Design die Erwartung an das Motorrad. Die Yamaha R3 wirkt wie ein sportliches Gesamtpaket – entsprechend fühlt sie sich auch an. Die Kawasaki W 800 bringt Retro-Vibes mit, die sich im Fahrgefühl wiederfinden: weniger hektisch, mehr gleichmäßig, mehr „Genuss“.
Das ist im Vergleich wichtig, weil viele Fahrer nicht nur nach Daten entscheiden, sondern nach dem, was sich stimmig anfühlt. Wer sich mit dem Charakter identifiziert, wird mit dem Motorrad langfristig zufriedener sein.
Welches Motorrad ist die bessere Wahl?
Der Vergleich lässt sich am besten über die Frage lösen, wie gefahren werden soll. Die Yamaha R3 ist besonders passend für Fahrer, die gern sportlich unterwegs sind, Kurven aktiv angehen und ein Motorrad möchten, das sich leicht und dynamisch anfühlt. Wer Freude daran hat, die Fahrweise zu steuern und das Motorrad „mitzunehmen“, wird an der R3 deutlich mehr Begeisterung finden.
Die Kawasaki W 800 ist die bessere Wahl für Fahrer, die entspannt cruisen möchten, eine aufrechtere Sitzposition bevorzugen und ein Motorrad suchen, das den Alltag und längere Touren angenehm begleitet. Wenn der Fokus auf Fahrkultur, Ruhe und gleichmäßigem Vorankommen liegt, passt die W 800 besonders gut.
Fazit:
Die Yamaha R3 ist im Vergleich die sportlichere Wahl: Sie wirkt agiler, unterstützt eine dynamische Fahrweise und macht besonders dann Spaß, wenn Kurven, Beschleunigung und ein drehzahlbetontes Fahrgefühl im Mittelpunkt stehen. Wer ein Motorrad sucht, das sich leicht bewegt und schnell auf Fahrimpulse reagiert, findet in der R3 einen starken Begleiter.
Die Kawasaki W 800 punktet dagegen mit ihrem entspannten Charakter: Sie vermittelt mehr Ruhe, unterstützt einen gleichmäßigen Fahrrhythmus und bietet eine ergonomische Ausrichtung, die für längere Touren oft angenehmer ist. Wer Cruisen, Stil und ein souveränes Fahrgefühl bevorzugt, wird mit der W 800 deutlich glücklicher.
Kurz gesagt: Sportliche Dynamik führt zur R3, entspanntes Cruisen zur W 800.