| UVP | 7.149 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Drehwilliger Motor
- Präzises Fahrwerk
- Vergleichsweise alltagstauglich
- Bedienung
- Nur mittelmäßige Bremse
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 170 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.140 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder-Reihe, 4-Takt | |
| Hubraum | 321 | ccm |
| Hub | 44 | mm |
| Bohrung | 68 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 42 PS bei 10.750 U/Min | |
| Drehmoment | 29 NM bei 9.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | USD-Gabel (Federweg 130)mm | |
| Reifen vorne | 110/70-17M | |
| Reifen hinten | 140/70-17M | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Doppelkolben-Schwimmsattel ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Yamaha R3 vs. MV Agusta Superveloce 800: Vergleich der zwei Charaktere
Wer zwei Motorräder gegenüberstellt, die auf den ersten Blick völlig unterschiedlich wirken, bekommt meist auch zwei sehr verschiedene Fahrerlebnisse. Genau das macht den Vergleich zwischen der Yamaha R3 und der MV Agusta Superveloce 800 so spannend: Die eine steht für leichtes Handling, unkomplizierte Dynamik und einen Einstieg in sportliches Fahren. Die andere ist deutlich näher an der Premium- und Performance-Welt, mit dem Anspruch, nicht nur schnell zu sein, sondern sich auch so anzufühlen.
Im Folgenden geht es darum, wie sich die beiden Modelle im Zusammenspiel aus Motor, Fahrwerk, Bremsen, Ergonomie und Praxisnutzen unterscheiden. Dabei werden die typischen Stärken und Schwächen herausgearbeitet – und vor allem, für welche Art von Fahrstil und Alltagssituation welches Motorrad besser passt.
Motor und Fahrgefühl: leichtes Ansprechverhalten vs. Premium-Performance
Yamaha R3: sportlich, aber alltagstauglich gedacht
Die Yamaha R3 ist in ihrem Charakter klar auf kontrollierte Dynamik ausgelegt. Der Motor liefert die Kraft so, dass sie sich im Alltag gut dosieren lässt. Gerade beim Anfahren, in der Stadt oder beim entspannten Landstraßen-Tempo wirkt das Zusammenspiel aus Gasannahme und Übersetzung sehr harmonisch. Das macht die R3 besonders für Fahrer interessant, die sportlich fahren möchten, ohne ständig am Limit zu arbeiten.
MV Agusta Superveloce 800: mehr Druck, mehr Anspruch
Die MV Agusta Superveloce 800 spielt in einer anderen Liga, wenn es um das Gefühl von „Bums“ und Durchzug geht. Der Motor wirkt kraftvoller und bietet mehr Reserven, wodurch Überholmanöver und zügiges Beschleunigen deutlich souveräner wirken. Gleichzeitig verlangt die Superveloce 800 mehr Aufmerksamkeit: Wer sie bewegt, spürt schneller, dass sie für sportliche Einsätze gebaut ist und nicht nur für „mal eben“.
Fahrwerk und Handling: agil und zugänglich vs. sportlich und präzise
R3: leicht zu bewegen, macht Kurven einfach
Beim Thema Handling punktet die Yamaha R3 vor allem durch ihre Zugänglichkeit. Das Motorrad lässt sich in engen Passagen gut positionieren, bleibt dabei stabil und vermittelt ein sicheres Gefühl. Gerade wenn die Strecke unruhig ist oder die Geschwindigkeit nicht konstant hoch bleibt, zeigt die R3 ihre Stärke: Sie ist unkompliziert, verzeiht Fehler eher und macht Lust auf Kurven – ohne dass man ständig „arbeiten“ muss.
Superveloce 800: präzise Linie, sportliche Rückmeldung
Die MV Agusta Superveloce 800 fühlt sich im Vergleich deutlich „sportlicher“ an. Das Fahrwerk unterstützt eine präzise Linienführung und gibt Rückmeldung, die sportlich orientierten Fahrern entgegenkommt. In schnellen Kurven und bei zügigem Tempo wirkt die Maschine sehr kontrolliert. Gleichzeitig kann das Setup je nach Fahrprofil weniger „entspannt“ wirken, weil die Superveloce 800 stärker auf sportliche Dynamik ausgelegt ist.
Bremsen und Sicherheit: dosierbar vs. leistungsorientiert
Yamaha R3: gut zu dosieren, zuverlässig im Alltag
Die Yamaha R3 zeigt bei den Bremsen vor allem eine Eigenschaft, die im Alltag Gold wert ist: Sie lässt sich gut dosieren. Das erleichtert das Fahren in der Stadt, an Ampeln und auf wechselnden Untergründen. Auch wenn es sportlich wird, bleibt die R3 dabei angenehm berechenbar.
MV Agusta Superveloce 800: mehr Reserven für ambitioniertes Fahren
Die MV Agusta Superveloce 800 bietet im Vergleich mehr Leistungsreserven. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn aus höherem Tempo verzögert werden muss oder wenn Kurvenkombinationen zügig gefahren werden. Die Bremsleistung wirkt insgesamt „direkter“ und sportlicher. Wer eher gemütlich fährt, bekommt dadurch zwar nicht automatisch einen Vorteil, aber wer regelmäßig zügig unterwegs ist, profitiert deutlich.
Ergonomie und Alltag: entspannter Einstieg vs. sportliche Sitzposition
R3: für viele Fahrertypen passend
Die Yamaha R3 ist ergonomisch so gestaltet, dass sie sich für unterschiedliche Fahrer gut anfühlt. Die Sitzposition wirkt eher „zugänglich“, wodurch längere Fahrten oder häufiges Stop-and-Go nicht sofort anstrengend werden. Das ist ein klarer Pluspunkt, wenn das Motorrad nicht nur für Wochenendtouren gedacht ist.
Superveloce 800: sportlicher Fokus, weniger „Alltagskomfort“
Die MV Agusta Superveloce 800 setzt stärker auf sportliche Haltung. Das kann sich bei flotter Fahrweise sehr gut anfühlen, weil der Körper automatisch in eine aktive Fahrposition kommt. Für sehr lange Strecken oder für häufige Stadtfahrten kann das jedoch weniger komfortabel wirken als bei der R3 – vor allem, wenn die Touren nicht konsequent sportlich geplant sind.
Design und Markencharakter: unterschätzt praktisch vs. Premium-Statement
Optisch und vom Markenimage her könnten die beiden Modelle kaum unterschiedlicher sein. Die Yamaha R3 wirkt modern, aber bewusst „funktional“: Sie ist ein Motorrad, das man gern fährt, weil es unkompliziert bleibt. Die MV Agusta Superveloce 800 hingegen ist ein echtes Premium-Statement. Wer sie fährt, bewegt nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern ein Stück Motorsport-Ästhetik.
Praxisnutzen: Stadt, Landstraße und sportliche Ausfahrten
Yamaha R3 für: lernen, üben, genießen
Die Yamaha R3 eignet sich besonders für Fahrer, die sportlich unterwegs sein wollen, aber Wert auf ein Motorrad legen, das im Alltag nicht kompliziert wird. In der Stadt ist sie leicht zu handhaben, auf der Landstraße macht sie Spaß, und beim Einstieg in dynamischere Fahrstile hilft sie, sauberer zu fahren. Die R3 ist damit oft die bessere Wahl, wenn das Motorrad vielseitig genutzt wird.
Superveloce 800 für: zügig fahren, Reserven nutzen
Die MV Agusta Superveloce 800 ist stärker auf ambitionierte Fahrten ausgelegt. Wer regelmäßig zügig fährt, Kurven konsequent ausfährt und beim Beschleunigen Reserven nutzen möchte, wird die Superveloce 800 deutlich mehr fordern – und genau das ist ihr Element. Auch wer Wert auf Premium-Feeling und sportliche Rückmeldung legt, findet hier eher die passende Ausrichtung.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Yamaha R3
- Einfacher Zugang zu sportlichem Fahren durch gut dosierbares Ansprechverhalten.
- Agiles Handling, das besonders in wechselnden Situationen überzeugt.
- Alltagstauglichkeit durch eine ergonomisch eher entspannte Auslegung.
- Berechenbarkeit bei Bremsen und Fahrverhalten.
Schwächen der Yamaha R3
- Wer dauerhaft sehr hohe Performance erwartet, stößt schneller an Grenzen.
- Bei maximal ambitioniertem Tempo wirkt die R3 weniger „reservenstark“ als die Superveloce 800.
Stärken der MV Agusta Superveloce 800
- Mehr Durchzug und spürbar sportlicherer Motorcharakter.
- Sportlich präzises Fahrgefühl mit starker Rückmeldung.
- Bremsen mit mehr Reserven für zügige Fahrweise.
- Premium-Charakter im Gesamtpaket aus Design und Fahranspruch.
Schwächen der MV Agusta Superveloce 800
- Die sportliche Ausrichtung kann im Alltag weniger entspannt wirken.
- Wer eher gemütlich fährt, nutzt nicht automatisch das volle Potenzial.
Welche Wahl passt zu welchem Fahrprofil?
Der Kernunterschied liegt weniger darin, dass eine Maschine „besser“ ist, sondern darin, wo sie ihre Stärken ausspielt. Die Yamaha R3 ist die Wahl für alle, die ein leicht zu bewegendes, gutmütiges und sportlich zugängliches Motorrad suchen. Die MV Agusta Superveloce 800 ist die Wahl für alle, die mehr Performance, mehr Premium-Feeling und ein deutlich sportlicheres Gesamtpaket möchten.
Fazit:
Die Yamaha R3 ist die bessere Wahl für Fahrer, die ein vielseitiges Motorrad suchen: Stadt, Landstraße und auch längere Fahrten lassen sich damit angenehm gestalten. Das Handling wirkt leicht, die Bremsen sind gut dosierbar und das Fahrgefühl bleibt kontrolliert – ideal, um sportlich zu fahren, ohne ständig an die Grenzen zu gehen. Wer dagegen ein Motorrad möchte, das bei zügiger Fahrweise spürbar mehr Reserven bietet, wird mit der MV Agusta Superveloce 800 glücklicher. Der stärkere Motorcharakter, die sportlichere Präzision und die leistungsorientierten Bremsen machen sie besonders attraktiv für ambitionierte Ausfahrten und Fahrer, die das Motorrad aktiv bewegen wollen. Kurz gesagt: R3 für zugänglichen Spaß und Alltagstauglichkeit, Superveloce 800 für Premium-Performance und sportlichen Anspruch.