| UVP | 11.799 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 21.390 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- kompakt, leicht, wendig
- elektronisch komplett ausgestattet
- V2-Sound
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- gutes Fahrwerk
- Bremse hinten mit langem Regelintervall
- 48 PS Version obenraus dünn
- etwas zu kleine Anzeigen im TFT-Display
- satte Straßenlage
- 1.000 km Stück kein Problem
- luxuriöser Sitzkomfort für Fahrer und Beifahrer
- bäriger Motor mit sattem Durchzug
- voll ausgestattet nicht ganz billig
- schwer -> eingeschränkte Rangierfähigkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 183 | kg |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Länge | 1.995 | mm |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Gewicht | 279 | kg |
| Radstand | 1.485 | mm |
| Länge | 2.222 | mm |
| Radstand | 1.485 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 5 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe Viertakt mit 270 Grad Hubzapfenversatz | |
| Hubraum | 659 | ccm |
| Hub | 64 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum | 1.254 | ccm |
| Hub | 76 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Luft-/Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
Fahrleistungen
| Leistung | 100 PS bei 10.500 U/Min | |
| Drehmoment | 67 NM bei 8.500 U/Min | |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 306 | km |
| Leistung | 136 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 143 NM bei 6.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 25 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 526 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen, Motor mittragendes Element | |
| Federung vorne | Kayaba USD 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55-ZR17 | |
| Rahmenbauart | Zweiteiliges Rahmenkonzept aus Haupt- und daran angeschraubtem Heckrahmen, mittragender Motor | |
| Federung vorne | BMW Motorrad Telelever, Zentralfederbein, Standrohrdurchmesser 37 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | BMW Motorrad Paralever; WAD Federbein (Federweg 136)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Vierkolben Festsattel, radial verschraubt ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse ( Ø 276 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die Aprilia RS 660 hält, was sie verspricht: Sie ist ein rassiger Supersportler und fährt sich auch so. Was A2-Führerscheininhaber jetzt vermutlich nicht so gerne hören wollen: Zu dieser Art Maschine passen 100 PS wesentlich besser als 48 PS. Gerade in oberen Drehzahlbereichen passiert bei der A2-Maschine einfach zu wenig - was aber nur derjenige bemerken wird, der schon einmal 100 PS oder mehr gefahren ist. Insofern werden die A2-Biker vermutlich wenig vermissen, weil sie es halt nicht anders kennen.Die RS660 macht auf Landstraßen jedenfalls viel Spaß und jeder Inhaber wird sich an der wirklich super-kompletten Ausstattung erfreuen können. Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von ZTS (Zweiradtechnik Schielmann in Bokel) zur Verfügung gestellt. Dort steht sie als Vorführer und freut sich auf Probefahrten!
Fazit - was bleibt hängen
Wenn ein echter Reise-Tourer, dann RT! Allerdings nur dann, wenn man auf der Straße bleibt. Für Schotter oder Gelände ist die RT gänzlich ungeeignet. Wer aber möglichst komfortabel (und schnell?) von Hamburg nach München kommen will, der wird auf der BMW R 1250 RT nicht nur seinen Spaß haben, sondern auch völlig entspannt ankommen. Da die RT auch statt Kette einen Kardanantrieb hat, muss man auch nicht ständig Kettenpflege betreiben.Die zahlreichen technischen Features inkl. des QuickShifters braucht man vielleicht nicht unbedingt, aber sie funktionieren alle blendend und lassen sich vor allem leicht bedienen. Die Lautsprecher vorne wirken dabei vielleicht ein bisschen nach Alt-Herren-Bike, aber wir müssen zugeben: Wir haben sie genutzt und es genossen. Vielleicht gehören wir aber auch einfach schon zur typischen RT-Generation ...
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Pinneberg - vielen Dank.
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Aprilia RS 660 vs. BMW R 1250 RT: Vergleich der Gegensätze
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich auftreten wie die Aprilia RS 660 und die BMW R 1250 RT, wird der Vergleich spannend. Die RS 660 ist klar auf Agilität und sportliches Fahren ausgelegt, während die RT als Tourer vor allem Komfort, Reichweite und entspanntes Reisen in den Mittelpunkt stellt. Genau diese Gegensätze ziehen sich durch das gesamte Fahrgefühl: von der Sitzposition über das Fahrwerk bis hin zur Art, wie beide Maschinen mit Alltag und längeren Strecken umgehen.
Grundcharakter: Sportliche Leichtigkeit vs. Tourenkomfort
Die Aprilia RS 660 wirkt wie ein Motorrad, das schnell in den Rhythmus kommt. Die Maschine ist darauf ausgelegt, Kurven dynamisch zu nehmen und das Tempo dort aufzubauen, wo es Spaß macht. Das Fahrwerk und die Geometrie unterstützen ein zügiges Handling, wodurch sich die RS 660 besonders in kurvigen Regionen wohlfühlt.
Die BMW R 1250 RT verfolgt dagegen einen anderen Ansatz: Sie ist ein Motorrad, das lange Strecken souverän abspult. Der Fokus liegt auf Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten, gutem Windschutz und einem Gesamtpaket, das auch nach vielen Stunden noch entspannt wirkt. Wo die RS 660 eher nach „kurz rein, zack raus“ klingt, steht bei der RT „durchziehen und genießen“ im Vordergrund.
Motor & Antrieb: Wie sich die Kraft im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Antriebskonzepte zeigt sich schnell, warum die beiden Motorräder so unterschiedlich wirken. Die Aprilia RS 660 setzt auf ein sportlich abgestimmtes Leistungsbild, das sich besonders beim dynamischen Fahren bemerkbar macht. Die Maschine lässt sich zügig hochdrehen und unterstützt ein Fahrgefühl, das an sportliche Motorräder erinnert: Gas geben, Linie halten, rausbeschleunigen.
Die BMW R 1250 RT bringt ihre Stärke vor allem aus dem Drehmoment und der Art, wie sie Leistung über einen breiten Bereich bereitstellt. Das macht sie im Reisealltag angenehm: weniger ständiges „nachschieben“ durch Drehzahlwechsel, mehr gleichmäßiges Vorankommen. Gerade auf langen Strecken und bei wechselnden Geschwindigkeiten wirkt das wie ein Vorteil, weil die RT auch ohne dauerndes Hochdrehen souverän bleibt.
Fahrwerk & Handling: Kurvenfokus vs. Stabilität
Im Fahrwerksvergleich zeigt sich ein klares Profil. Die Aprilia RS 660 ist auf agiles Handling ausgelegt. Das Motorrad vermittelt ein direktes Feedback, wodurch sich Richtungswechsel und das Halten der Linie leichter anfühlen. In engen Kurven und auf kurvigen Strecken spielt die RS 660 ihre Stärken aus: Sie wirkt leichtfüßig und lässt sich mit einem sportlichen Anspruch fahren.
Die BMW R 1250 RT steht dagegen für Stabilität und Ruhe. Das Fahrwerk ist so abgestimmt, dass es bei höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Etappen gelassen bleibt. Gerade wenn die Straße nicht perfekt ist oder wenn Wind und Wetter stärker werden, spielt die RT ihre Tourer-Qualitäten aus. Das Handling ist nicht „sportlich-kantig“ wie bei der RS 660, sondern eher „kontrolliert und souverän“.
Bremsen & Sicherheit: Wie sich Verzögern anfühlt
Beim Thema Bremsen geht es nicht nur um die reine Verzögerungsleistung, sondern auch um Dosierbarkeit und Gefühl. Die Aprilia RS 660 bietet ein sportlich abgestimmtes Bremsverhalten, das sich gut anfühlt, wenn zügig in Kurven eingelenkt und später wieder beschleunigt wird. Die Bremsanlage wirkt darauf ausgelegt, Vertrauen zu geben und schnelle Manöver zu unterstützen.
Die BMW R 1250 RT setzt ebenfalls auf sicheres Verzögern, aber mit einem anderen Schwerpunkt: gleichmäßige Wirkung und gute Kontrolle auch dann, wenn man entspannt fährt oder längere Strecken abspult. In der Praxis bedeutet das: Die RT bremst so, dass man sie gut „mitfahren“ kann, ohne dass das Motorrad hektisch wirkt.
Elektronik & Assistenz: Sportliche Unterstützung vs. Touren-Setup
Elektronik ist bei beiden Motorrädern ein wichtiges Thema, aber die Ausrichtung unterscheidet sich. Die Aprilia RS 660 nutzt elektronische Helfer, um sportliches Fahren zu unterstützen. Das zeigt sich vor allem darin, wie das Motorrad Antrieb und Traktion in dynamischen Situationen begleitet. Wer gern zügig fährt, profitiert von einer Abstimmung, die das Fahrgefühl nicht ausbremst, sondern sinnvoll ergänzt.
Die BMW R 1250 RT bringt dagegen ein Tourenpaket mit, das Komfort und Sicherheit im Alltag zusammenbringt. Hier geht es weniger um „sportliche Show“, sondern um eine Elektronik, die das Fahren über Stunden erleichtert. Dazu gehören Assistenz- und Komfortfunktionen, die gerade auf Reisen den Unterschied machen können: weniger Stress, mehr Routine.
Sitzposition & Ergonomie: Kurzer Draht vs. Langstreckenhaltung
Der größte Unterschied im Alltag liegt oft in der Ergonomie. Die Aprilia RS 660 ist für eine sportlichere Sitzposition ausgelegt. Das bedeutet: Arme und Oberkörper sind näher am sportlichen Konzept, wodurch sich die Maschine dynamischer anfühlt. Für kurze bis mittlere Strecken und für Fahrten mit Fokus auf Kurven ist das ein Vorteil.
Die BMW R 1250 RT ist klar auf Langstreckenkomfort getrimmt. Die Sitzposition wirkt so gestaltet, dass man auch nach mehreren Stunden noch entspannt bleibt. Dazu kommt der Tourencharakter: Windschutz und Gesamtpaket sind darauf ausgelegt, dass das Motorrad nicht nur schnell ist, sondern vor allem „angenehm zu fahren“.
Windschutz & Alltag: Wer gewinnt bei Regen und auf der Autobahn?
Gerade bei wechselnden Bedingungen zeigt sich, wie unterschiedlich die Philosophie ist. Die Aprilia RS 660 ist eher ein Motorrad für Fahrer, die den Fahrtwind bewusst spüren möchten. Das kann auf kurvigen Landstraßen super sein, wird aber auf langen Autobahnabschnitten oder bei starkem Wind schnell weniger angenehm.
Die BMW R 1250 RT spielt hier ihre Stärken aus. Der Windschutz und die tourentypische Verkleidung sorgen dafür, dass das Fahren bei höheren Geschwindigkeiten ruhiger wirkt. In der Praxis bedeutet das: weniger Ermüdung, mehr Konzentration auf die Strecke.
Stärken & Schwächen im direkten Vergleich
Aprilia RS 660 – Stärken
- Sportliches Handling mit direktem Feedback in Kurven
- Dynamisches Leistungsgefühl, das zum zügigen Fahren einlädt
- Agiles Fahrverhalten für Landstraße und sportliche Ausfahrten
- Sportorientierte Abstimmung bei Bremsen und Elektronik
Aprilia RS 660 – Schwächen
- Weniger Komfortfokus für lange Autobahnfahrten
- Sportliche Ergonomie kann auf Dauer anstrengender wirken
- Touren-Setup ist nicht die Hauptstärke der RS 660
BMW R 1250 RT – Stärken
- Langstreckenkomfort durch Ergonomie und Tourenpaket
- Ruhiges, stabiles Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten
- Angenehmes Drehmomentgefühl für entspanntes Fahren
- Elektronik & Assistenz mit Fokus auf Alltag und Reise
BMW R 1250 RT – Schwächen
- Weniger „leichtfüßig“ im sportlichen Kurvenangriff als die RS 660
- Tourenorientierung kann für reine Kurvenfans weniger „pur“ wirken
- Komfortpaket bedeutet oft: mehr Motorrad fürs Reisegefühl, weniger für spontane Sportfahrten
Für wen lohnt sich welche Wahl?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern davon, wie und wo gefahren wird. Die Aprilia RS 660 ist besonders attraktiv, wenn Fahrten vor allem aus Kurven, zügigem Tempo und sportlichem Handling bestehen. Wer gern die Maschine spürt, schnell in den Rhythmus kommt und das Motorrad als Werkzeug für dynamische Ausfahrten nutzt, findet in der RS 660 einen starken Partner.
Die BMW R 1250 RT ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf Reisen, Komfort und entspanntem Vorankommen liegt. Wer häufig lange Strecken fährt, Wert auf Windschutz, Ruhe und eine Elektronik legt, die den Alltag erleichtert, wird mit der RT deutlich zufriedener sein. Auch wenn das Motorrad nicht „sportlich-kantig“ wirkt, überzeugt es durch Souveränität und ein Gesamtpaket, das über Stunden trägt.
Fazit:
Die Aprilia RS 660 ist die richtige Wahl für alle, die vor allem kurvige Strecken genießen, ein direktes sportliches Handling suchen und das Motorrad als dynamischen Begleiter für zügige Ausfahrten sehen. Ihre Stärken liegen im agilen Fahrgefühl, im sportlichen Leistungscharakter und in einer Abstimmung, die Kurvenfahren belohnt.
Die BMW R 1250 RT passt besser zu Fahrern, die Langstrecke planen, auf Komfort und Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten setzen und ein Tourenpaket möchten, das den Alltag und Reisen spürbar erleichtert. Wer häufig unterwegs ist und dabei möglichst entspannt ankommen will, findet in der RT den überzeugenderen Ansatz.
Kurz gesagt: RS 660 für sportliche Leidenschaft, R 1250 RT für entspanntes Reisen.