| UVP | 7.220 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 13.995 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2016 | |
Pro und Kontra
- sehr leichtes Adventure-Bike
- gute Serien-Ausstattung mit Heizgriffen, ABS Pro, Connectivity mit Navi etc.
- gutmütiges Fahrverhalten
- elastischer Motor
- gute Verarbeitung, guter Qualitätseindruck
- kein Tempomat
- Sportlicher Motor
- Fahrwerksabstimmung
- Sound
- Langstreckentauglichkeit
- Gewicht
- Geländetauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 178 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.161 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.210 | mm |
| Gewicht | 238 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.255 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 860 | mm |
| Höhe | 1.485 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihentwin | |
| Hubraum | 420 | ccm |
| Hub | 52 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 LC8 4-Takt | |
| Hubraum | 1.195 | ccm |
| Hub | 69 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 48 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 43 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 165 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 368 | km |
| Leistung | 150 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 246 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 411 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen, Antriebseinheit mittragend, Stahlrohrheckrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 43 mm (Federweg 180)mm | |
| Federung hinten | Federbein mit einstellbarer Federvorspannung und Zugstufendämpfung inklusive wegeabhängiger Dämpfung (Federweg 180)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90 R19 | |
| Reifen hinten | 130/80 R17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-down-Gabel, Ø 48 mm (Federweg 190)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein, direkt angelenkt (Federweg 190)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge aus Aluminium | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben Durchmesser 310 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Durchmesser 240 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, radial verschraubter 4-Kolben-Festsattel, Brembo, schwimmend gelagerte Bremszangen ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe mit Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm) | |
Fazit: Kleine GS, großer Spaßfaktor
Die BMW F 450 GS ist genau das Motorrad, das der GS-Familie gefehlt hat: leicht, zugänglich, modern und trotzdem glaubwürdig. Sie bringt den Abenteuer-Gedanken zurück auf eine Größe, die im Alltag wirklich Sinn ergibt. Man muss keine Weltreise planen, um mit ihr Spaß zu haben. Eine Feierabendrunde, ein Schotterweg, ein Wochenende mit Softbags oder einfach der tägliche Weg zur Arbeit reichen völlig, damit sie ihren Charakter zeigt.
Ihr größter Trick ist nicht die Technik, nicht der Name und auch nicht die Optik. Ihr größter Trick ist, dass sie sofort Lust macht. Sie wirkt nicht kompliziert, nicht überdimensioniert und nicht wie ein Motorrad, das ständig beweisen muss, wie wichtig es ist. Sie fährt sich leicht, bietet genug Leistung, hat ein ordentliches Fahrwerk, sinnvolle Elektronik und diesen kleinen Schuss GS-Charme, der aus einem normalen Weg plötzlich eine kleine Tour macht.
Wer maximale Leistung, riesige Reichweite und Autobahn-Dominanz sucht, ist hier falsch. Wer aber ein Motorrad will, das im Alltag nicht nervt, auf der Landstraße grinst, im Gelände nicht gleich kapituliert und dabei hochwertig gemacht ist, sollte die F 450 GS sehr ernst nehmen. BMW hat hier keine Baby-GS gebaut, die nur süß aussehen soll. BMW hat eine kleine GS gebaut, die erwachsen genug ist, um vielen großen Motorrädern im echten Leben ziemlich frech auf den Koffer zu fahren.
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf den Autobahnen A7 oder A21 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.
Fazit
Die KTM 1190 Adventure ist eher der Handwerker unter den Adventure-Bikes. Praktisch, sinnvoll, aber für die Oper nicht geeignet. Sie hat viel von Ducatis Multistrada, mehr jedenfalls als aus der BMW GS-Serie. Sie ist wegen der sehr speziellen Motorauslegung nicht der ideale Allrounder, will sie auch nicht sein.Wer ein sportliches, rauhes Adventure-Bike sucht und die körperlichen Voraussetzungen mitbringt, hat hier eine gute Alternative zum Musterschüler aus Deutschland und macht ganz bestimmt nichts falsch.
Das Testbike wurde uns von Motorrad Ruser zur Verfügung gestellt.
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BMW F 450 GS vs KTM 1190 Adventure: Vergleich für Abenteuer auf Straße und Schotter
Wer ein Adventure-Bike sucht, steht schnell vor der Frage, wie viel „Offroad“ wirklich sein soll und wie viel Alltagstauglichkeit erwartet wird. Genau hier setzen die beiden Modelle an: Die BMW F 450 GS steht für ein modernes, leichtfüßiges Konzept, während die KTM 1190 Adventure eher das Bild eines großen, kraftvollen Allrounders zeichnet. Im Vergleich zeigen sich deutliche Unterschiede in Charakter, Fahrgefühl und dem, was sich am Ende für den jeweiligen Einsatzzweck am besten anfühlt.
Grundidee im Vergleich: Konzept und Einsatzprofil
Die BMW F 450 GS wirkt wie ein Bike, das vor allem dort Spaß macht, wo es agil bleiben soll: kurvige Landstraßen, zügiges Fahren mit viel Gefühl für die Linie und auch Schotterpassagen, bei denen man nicht nur „durchkommt“, sondern aktiv fährt. Die KTM 1190 Adventure verfolgt dagegen einen stärker reiseorientierten Ansatz: mehr „Bums“ aus dem Motor heraus, ein souveräner Auftritt und ein Setup, das auch längere Strecken mit Gepäck gut wegsteckt.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Im direkten Vergleich unterscheiden sich die beiden Motorräder vor allem im Charakter der Kraftentfaltung. Die BMW F 450 GS spielt ihre Stärken eher über ein kontrolliertes, gut dosierbares Ansprechverhalten aus. Das macht sie besonders interessant, wenn häufiges Beschleunigen aus mittleren Drehzahlen, sauberes Herausarbeiten aus Kurven und ein dynamisches, aber nicht überforderndes Fahrgefühl gefragt sind.
Die KTM 1190 Adventure wirkt dagegen wie ein Bike, das man spürt, sobald man den Gasgriff öffnet. Die Kraft steht spürbar „breiter“ zur Verfügung, wodurch Überholmanöver und zügiges Tempo auf der Landstraße sehr leicht wirken. Auf längeren Etappen kann das ein echter Vorteil sein, weil das Motorrad auch ohne ständiges Zurückschalten souverän zieht.
Stärken und Schwächen beim Motor
- BMW F 450 GS: Stärken liegen in der gut kontrollierbaren Dosierbarkeit und im agilen Gefühl. Schwäche kann sein, dass der „große“ Kick für Fahrer, die maximale Durchzugskraft suchen, weniger im Vordergrund steht.
- KTM 1190 Adventure: Stärken liegen in der kräftigen, reisetauglichen Leistungsentfaltung. Schwäche kann sein, dass das Motorrad im engen Gelände oder bei sehr langsamer Offroad-Passage mehr „Masse“ und mehr Aufmerksamkeit im Handling verlangt.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Souveränität
Beim Fahrwerk zeigt sich die Philosophie beider Bikes sehr klar. Die BMW F 450 GS wirkt im Vergleich eher darauf ausgelegt, Bewegungen schnell zuzulassen: Sie reagiert zügig auf Lenkimpulse und vermittelt das Gefühl, dass man auch auf wechselndem Untergrund schnell wieder „in die Spur“ findet. Gerade wenn die Strecke aus vielen Richtungswechseln besteht, spielt diese Agilität ihre Vorteile aus.
Die KTM 1190 Adventure steht dagegen für Stabilität und Ruhe bei höheren Geschwindigkeiten. Auf welligen Straßen, bei längeren Autobahn- oder Landstraßenetappen und auch auf gröberem Schotter wirkt sie oft wie ein Motorrad, das nicht so schnell aus dem Konzept gerät. Das ist besonders dann wertvoll, wenn man nicht nur „kurz mal“ fährt, sondern wirklich Touren plant.
Stärken und Schwächen beim Fahrwerk
- BMW F 450 GS: Stärken sind das spritzige Ansprechverhalten und die schnelle Rückmeldung. Schwäche kann sein, dass bei sehr langen, ruppigen Abschnitten der Komfortanspruch je nach Beladung und Fahrstil stärker in den Fokus rückt.
- KTM 1190 Adventure: Stärken sind Souveränität und Stabilität. Schwäche kann sein, dass das Handling im sehr langsamen Offroad-Bereich weniger „leicht“ wirkt als bei einem leichteren Konzept.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt besser für welche Tour?
Ein Adventure-Bike muss nicht nur fahren, sondern auch ermöglichen, dass man nach mehreren Stunden noch gerne weiterfährt. Im Vergleich wirkt die BMW F 450 GS tendenziell wie ein Motorrad, das sich gut anfühlt, wenn man aktiv mit dem Körper arbeitet: auf kurvigen Strecken, bei wechselnder Fahrbahn und wenn man öfter mal aus dem Sitz heraus arbeitet.
Die KTM 1190 Adventure wirkt hingegen wie ein Bike, das für längere Strecken ausgelegt ist. Die Sitzposition und die Art, wie das Motorrad sich aufrichtet, unterstützen das entspannte Vorankommen. Wer häufig große Distanzen fährt oder Touren mit Gepäck plant, profitiert oft davon, dass das Motorrad nicht ständig „gegen“ den Fahrer arbeitet.
Stärken und Schwächen bei Ergonomie
- BMW F 450 GS: Stärken sind die aktive Fahrweise und das agile Körpergefühl. Schwäche kann sein, dass der Komfort je nach persönlicher Statur und Setup weniger „reiseentspannt“ wirkt als bei einem stärker touring-orientierten Modell.
- KTM 1190 Adventure: Stärken sind Langstreckenkomfort und ein souveräner Auftritt. Schwäche kann sein, dass das Motorrad für sehr sportliche, enge Offroad-Passagen weniger „handlich“ wirkt.
Elektronik und Assistenz: Sicherheit und Fahrbarkeit
Bei modernen Adventure-Bikes spielt die Elektronik eine große Rolle, weil sie das Fahrgefühl stabilisiert und die Kontrolle auf wechselndem Untergrund erleichtert. Im Vergleich zeigt sich: Die BMW F 450 GS setzt auf ein Paket, das das Fahren planbar macht und besonders in Situationen hilft, in denen Grip nicht konstant ist. Das unterstützt vor allem Fahrer, die sich auf Schotter, Nässe oder unvorhersehbare Strecken verlassen möchten.
Die KTM 1190 Adventure bringt ebenfalls moderne Assistenzfunktionen mit, die das Motorrad in unterschiedlichen Situationen gut beherrschbar machen. Gerade bei höherem Tempo oder wenn man die Leistung stärker ausnutzt, kann das System helfen, dass das Motorrad nicht nur schnell, sondern auch kontrolliert bleibt.
Stärken und Schwächen bei Elektronik
- BMW F 450 GS: Stärken liegen in der Unterstützung für kontrolliertes Fahren und in der einfachen Nutzbarkeit im Alltag. Schwäche kann sein, dass Fahrer, die maximale „Performance-Feinheit“ suchen, je nach Fahrstil mehr Feintuning erwarten.
- KTM 1190 Adventure: Stärken liegen in der Stabilisierung bei kräftigem Antrieb und in der Unterstützung bei dynamischer Fahrweise. Schwäche kann sein, dass die Abstimmung für manche Fahrer im sehr langsamen Offroad-Bereich als „zu viel“ vorkommt, wenn man bewusst minimalistisch fahren möchte.
Reisetauglichkeit: Alltag, Gepäck und Langstrecke
Wenn es um Reisetauglichkeit geht, zählt nicht nur der Motor, sondern das Gesamtpaket: Komfort, Stabilität, Windschutzgefühl, Handhabung mit Gepäck und die Art, wie das Motorrad auf langen Strecken ermüdet oder eben nicht. Die KTM 1190 Adventure wirkt in diesem Vergleich wie die „klassische“ Reise-Variante: Sie ist stark darin, Kilometer zu sammeln, ohne dass man ständig nachjustieren muss.
Die BMW F 450 GS kann dagegen punkten, wenn die Reise nicht nur aus Autobahn und Landstraße besteht, sondern auch aus wechselnden Untergründen. Wer gerne flexibel bleibt, öfter mal abbiegt und Schotterstrecken als Teil der Route sieht, findet in der BMW oft das passendere Gefühl.
Für wen passt welches Bike? (ohne Zahlen, mit klarem Profil)
Im Vergleich wird schnell klar: Die BMW F 450 GS ist besonders dann die bessere Wahl, wenn Agilität, kontrollierbares Ansprechverhalten und ein Motorradgefühl im Vordergrund stehen, das auch abseits der perfekten Straße Spaß macht. Sie passt gut zu Fahrern, die gerne aktiv fahren, Kurven und wechselnden Untergrund mögen und ein Bike suchen, das sich nicht wie ein „großer Brocken“ anfühlt.
Die KTM 1190 Adventure ist dagegen häufig die bessere Wahl, wenn souveränes Vorankommen, kräftiger Durchzug und ein touring-orientierter Charakter wichtiger sind. Wer lange Strecken plant, gerne zügig fährt und dabei ein Motorrad möchte, das Stabilität ausstrahlt, wird mit der KTM oft glücklicher.
Typische Entscheidungsszenarien
- Mehr Straße, mehr Tempo, mehr Reise: eher KTM 1190 Adventure.
- Gemischte Strecken, viel Kurve, Schotter als Teil der Tour: eher BMW F 450 GS.
- Fahrstil „aktiv und leichtfüßig“: BMW.
- Fahrstil „kraftvoll und souverän“: KTM.
Fazit:
Die BMW F 450 GS und die KTM 1190 Adventure verfolgen unterschiedliche Adventure-Ideen. Die BMW wirkt im Vergleich wie die agilere Wahl: kontrollierbares Ansprechverhalten, ein leichtes Handling-Gefühl und ein Motorrad, das besonders auf gemischten Strecken überzeugt. Wer gerne aktiv fährt, Kurven und Schotter kombiniert und dabei ein Bike möchte, das schnell wieder „griffbereit“ ist, liegt mit der F 450 GS oft richtig.
Die KTM 1190 Adventure spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo Souveränität und kräftiger Vortrieb zählen. Sie passt besonders gut zu Touren mit längeren Etappen, zu Fahrern, die gern zügig unterwegs sind und ein Adventure-Bike suchen, das auch mit mehr Anspruch an Tempo und Stabilität entspannt bleibt.
Kurz gesagt: BMW F 450 GS für Agilität und vielseitiges Fahren abseits des Asphalts, KTM 1190 Adventure für Reisekomfort, Durchzug und einen kraftvollen, stabilen Auftritt.