BMW F 850 GS versus BMW R 1250 GS

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Modell
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BMW

BMW F 850 GS

Adventure
BMW

BMW R 1250 GS

Adventure

Baujahr / UVP / Testbericht

Baujahr von 2018 bis 2023
Baujahr von 2018 bis 2023
UVP 13.000 €
UVP 18.300 €
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Pro:
  • erhabene Sitzposition
  • gutes Fahrverhalten auf Straße und im Gelände
  • reichhaltiges Angebot an Extras und Zubehörartikeln
  • gelungene Optik
Pro:
  • Motor, durchzugstark und drehwillig
  • Wiederverkaufswert (als Verkäufer)
  • Fahrwerk
  • Verarbeitung
  • Fahrleistungen
Kontra:
  • Windschild könnte etwas größer ausfallen
  • Preis schnellt durch Extras in die Höhe
  • nicht ganz so wendig
Kontra:
  • Preis (vor allem für Extras)
  • Wiederverkaufswert (als Käufer)
  • Sitzhöhe

Abmessungen & Gewicht

Radstand: 1.593 mm
Länge :
2.305 mm , Höhe : 1.356 mm
Sitzhöhe :
860 mm bis 880 mm
Gewicht :
229 (max: 445 ) kg
Radstand: 1.525 mm
Länge :
2.207 mm , Höhe : 1.430 mm
Sitzhöhe :
850 mm
Gewicht :
249 (max: 465 ) kg

Motor

Motor-Bauart: Reihe 2 Zylinder
Hubraum: 853 ccm
Hub: 77 mm
Bohrung: 84 mm
Kühlung: wassergekühlt
Antrieb: Kette
Gänge: 6
Motor-Bauart: Boxer 2 Zylinder
Hubraum: 1.254 ccm
Hub: 76 mm
Bohrung: 102 mm
Kühlung: wassergekühlt
Antrieb: Kardan
Gänge: 6

Fahrleistungen

Höchstgeschwindigkeit: 204 km/h
Leistung: 95 PS bei 8.250 U/Min
Drehmoment: 92 NM bei 6.250 U/Min
Tankinhalt: 15 Liter
Verbrauch:
4 l
Reichweite:
341 km
Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h
Leistung: 136 PS bei 7.750 U/Min
Drehmoment: 143 NM bei 6.250 U/Min
Tankinhalt: 20 Liter
Verbrauch:
5 l
Reichweite:
400 km

Fahrwerk

Rahmenbauart:
Stahlbrückenrahmen in Schalenbauweise (Stahl )
Federung vorne:
Upside-down Gabel, Ø 43 mm (Federweg 204 mm)
Federung hinten:
Monofederbein (Federweg 219 mm)
Aufhängung hinten:
Zweiarmschwinge
Reifen vorne: 90/90 21
Reifen hinten: 150/70 R17
Rahmenbauart:
Zweiteiliges Rahmenkonzept
Federung vorne:
Telelever 37cm (Federweg 190 mm)
Federung hinten:
WAD Mono-Federbein mit Paralever (Federweg 200 mm)
Aufhängung hinten:
Aluminiumguss-Einarmschwinge
Reifen vorne: 120/70 R19
Reifen hinten: 170/60 R17

Bremsen

Bremse vorne
Doppelscheibe ( 305 mm) Bremse hinten
Scheibe ( 265 mm)
Bremse vorne
Doppelscheibe, 4-Kolben-Radialbremssättel ( 305 mm) Bremse hinten
Einscheibenbremse, Doppel-Kolben Schwimmsattel ( 276 mm)

Fazit - was bleibt hängen

An der BMW F 850 GS werden zu Weilen Preis und Herkunft kritisiert. So finden sich in unserem Testkanal auf YouTube zum Beispiel Kommentare wie: "... Motorrad aus China, Preis aus Bayern..." "... ohne Navi, mit 'nem Chinamotor (da spart nur BMW richtig Geld)..." oder "... China Böller als Premiummarke...".

Sicherlich, BMW-Motorräder haben Ihren Preis, das ist keine Frage. Allerdings finden wir den Einstiegspreis für das Serienmodell mit 11.900 € (die aktuelle CRF1000L Africa Twin kostet immerhin 13.490 € in der Basisvariante) nicht so überzogen. Problematisch ist eher, dass - und darüber lässt sich auch trefflich diskutieren - die lange Liste an Sonderausstattunsmöglichkeiten den Preis schnell in die Höhe steigen lässt. Da landet man je nach Wunschliste problemlos auch mal bei 15.000 € und mehr. Und ja, auch das ist leider typisch BMW.

Aber es hilft am Ende nix: BMW Bikes erfreuen sich einer großen Fangemeinde, trotz des hohen Preises, weil es eben gelungene und solide Motorräder sind. Die These, dass die F 850 GS durch ihre Herkunft qualitativ nicht Schritt halten kann, können wir in unserem Test nicht stützen. In unseren Augen ist die BMW F 850 GS deutlich erwachsener geworden als ihre Vorgängerinnen und rückt damit ganz klar näher an ihre große Boxer-Schwestern. Inwieweit es allerdings gelingt, den Vorsprung der Africa Twin (die wollen wir uns übrigens in den nächsten Tagen mal für einen Test besorgen) von Konkurrent Honda einzuholen, muss man sehen. Wir drücken jedenfalls die Daumen denn die Bayerin hat uns an sich ganz gut gefallen.

Ein Motorrad, zwei Meinungen

Und nun, bei so viel Licht und so wenig Schatten? Kaufen oder nicht? Dietmar sagt, sie wäre ihm zu teuer (@Dietmar: Jetzt mal unter uns, das hälst du keine zwei Jahre durch, spätestens dann hast du 'ne Gebrauchte). ;) Ansonsten ist er begeistert, was man bei aller Objektivität auch sein kann. Ihm wäre die jüngste Überarbeitung auf jeden Fall Grund genug, das alte Modell in Zahlung zu geben.
Das sehe ich natürlich anders. Der Preis ist auf den ersten Blick ein Argument, und vor allem bei den Extras langt BMW schwer zu. Aber die Konkurrenz aus Ducati oder KTM ist nicht viel günstiger, insofern zieht das wieder nicht. Mir ist sie erstens zu groß, mit meinen etwas kurzen Beinen komme ich nicht mal vernünftig herauf. Davon abgesehen ist mir die GS einfach zu perfekt. Ich mag es, wenn mein Moped arbeiten muss, wenn ich sie aktiv führe und immer etwas angestrengt zurückkomme. 
Wenn mir einer sagen würde, ich hätte übersehen, dass die BMW während des Tests die ganze Zeit autonom gefahren wäre - ich würde das glauben.

Unser Dank an Bergmann und Söhne für die leihweise Überlassung der BMW.

Preis / Verfügbarkeit / Farben / Baujahre

  • Preis: ab 16.150€. Testbike: 20.870€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 12.000€
  • Baujahre: seit 1987
  • Verfügbarkeit: riesiges Angebot
  • Farben: aktuell: schwarzmetallic, weiß (HP-Design), und schwarz-gelb