| UVP | 13.750 € | |
| Baujahr | von 2023 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- wirklich geländegängige Reise-Enduro
- bereits in Serie mit guter Ausstattung
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Fahrleistungen
- tolle Ergonomie für Stehend-Fahrer
- viele sinnvolle Offroad-Features
- etwas kleiner Tank, Reichweite könnte besser sein
- Sitzbank sehr straff
- Turbulenzen am Helm ab 100 km/h
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 219 | kg |
| Radstand | 1.590 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.590 | mm |
| Sitzhöhe: | 870-890 | mm |
| Höhe | 1.393 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder-Viertaktmotor | |
| Hubraum | 895 | ccm |
| Hub | 77 | mm |
| Bohrung | 86 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 105 PS bei 8.500 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 330 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen in Schalenbauweise | |
| Federung vorne | Upside-down Gabel, Durchmesser 43 mm, Federbasis manuell einstellbar, Zug- und Druckstufendämpfung einstellbar (Federweg 230)mm | |
| Federung hinten | direkt angelenktes WAD Zentralfederbein, Federbasis hydraulisch einstellbar, Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 215)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90 R21 | |
| Reifen hinten | 150/70 R17 | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben, Durchmesser 305 mm, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 305 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Durchmesser 265 mm, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Die neue BMW F 900 GS ist nun noch stärker Richtung Gelände ausgelegt als die Vorgängerin. Sie ist leichter, kräftiger, agiler und schöner - auch wenn das natürlich Ansichtssache ist. Der Abstand zwischen R 1300 GS und dieser Maschine ist damit größer geworden. Die R ist das eher straßenorientierte Adventure-Bike für die ganz lange Reise, die F ist das fluffigere Spielzeug für die Jungs, die es gerne mal in den Dreck zieht. Natürlich funktioniert die F 900 GS auch auf der Straße, dafür ist sie aber eigentlich gar nicht gemacht.Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Pinneberg für diesen Test zur Verfügung gestellt bekommen. Wer es mal ausprobieren will: Dort steht sie als Vorführer und freut sich auf Probefahrer. Wer nicht ganz so auf Gelände steht, dem empfehlen wir auch eine Probefahrt mit der F 800 GS, z.B. bei B&S in Neumünster.
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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BMW F 900 GS vs. MV Agusta Superveloce 800 – Vergleich
Wer zwischen der BMW F 900 GS und der MV Agusta Superveloce 800 schwankt, entscheidet im Grunde über zwei sehr unterschiedliche Motorradwelten. Die BMW F 900 GS steht für den pragmatischen Allround-Ansatz: vielseitig, alltagstauglich und darauf ausgelegt, auch auf längeren Strecken souverän zu bleiben. Die MV Agusta Superveloce 800 dagegen wirkt wie ein Statement aus der Sportecke – mit Fokus auf Dynamik, Emotion und einem Fahrgefühl, das deutlich mehr „Spaß“ als „Pflicht“ verspricht.
Im folgenden Vergleich werden die typischen Eigenschaften beider Modelle gegenübergestellt: Wie unterscheiden sich Charakter, Handling, Komfort, Elektronik und die Art, wie sich die Motorräder im Alltag und auf Touren anfühlen? Dabei geht es weniger um reine Daten, sondern um das, was man beim Fahren wirklich merkt.
Grundcharakter: Reise-Allrounder vs. Sport-Temperament
BMW F 900 GS: die flexible Reisebasis
Die BMW F 900 GS ist als Adventure-Motorrad gedacht, das sich nicht auf eine einzige Disziplin festnagelt. Der Gesamteindruck ist: leicht zugänglich, gutmütig genug für den Alltag und gleichzeitig stabil genug, um auf längeren Strecken nicht zu ermüden. Gerade wer häufig zwischen Stadt, Landstraße und gelegentlichen Ausflügen ins „Ungeplante“ wechselt, findet hier eine stimmige Grundlage.
MV Agusta Superveloce 800: sportlich, direkt, besonders
Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen stärker auf Fahrspaß und sportliche Akzente ausgelegt. Das Motorrad wirkt konzentriert: Das Ansprechverhalten und die Art, wie es in Kurven „mitgeht“, stehen im Vordergrund. Wer gern zügig fährt, sich an präzisem Handling erfreut und Wert auf ein markantes Auftreten legt, bekommt hier ein Bike, das sich nicht verstecken muss.
Motor und Antrieb: wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beide Motorräder bewegen sich im Bereich moderner Mittelkategorie, unterscheiden sich aber spürbar in der Art, wie Leistung nutzbar gemacht wird. Die BMW F 900 GS zielt auf einen gleichmäßigen, kontrollierbaren Vortrieb: Das macht sie besonders angenehm, wenn die Strecke nicht immer planbar ist oder wenn man nicht jedes Mal „auf Anschlag“ fahren will. Der Motorcharakter unterstützt ein entspanntes Tempo, ohne dass Dynamik komplett verloren geht.
Die MV Agusta Superveloce 800 setzt stärker auf ein unmittelbares, sportliches Gefühl. Beim Beschleunigen und beim Herausbeschleunigen aus Kurven wirkt das Motorrad oft „wach“, als würde es schneller auf Gasbefehle reagieren. Das ist ein Vorteil für Kurvenfahrten und für alle, die gern die Drehzahlbereiche ausnutzen. Gleichzeitig kann genau diese Direktheit im Alltag – je nach Fahrstil – etwas mehr Aufmerksamkeit verlangen.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
BMW F 900 GS: souverän und verlässlich
Die BMW F 900 GS spielt ihre Stärken vor allem in der Kombination aus Stabilität und gutem Fahrbahnkontakt aus. Gerade bei wechselnden Bedingungen – grober Asphalt, längere Autobahnabschnitte oder unruhigere Strecken – bleibt der Eindruck: Das Motorrad ist „da“, ohne hektisch zu werden. Das erleichtert das Fahren, weil man sich auf die Linie konzentrieren kann, statt ständig gegen das Motorrad zu arbeiten.
MV Agusta Superveloce 800: präzise und kurvenorientiert
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt im Vergleich stärker auf Kurvenarbeit getrimmt. Das Handling vermittelt das Gefühl, dass das Motorrad gern geführt wird und schnell reagiert. In flotten Passagen kann das ein echter Vorteil sein: Richtungswechsel wirken dynamischer, und das Motorrad lädt förmlich dazu ein, die Strecke aktiv zu fahren.
Stärken und Schwächen im Vergleich: Die BMW F 900 GS punktet mit Ruhe und Verlässlichkeit, während die MV Agusta Superveloce 800 mit sportlicher Agilität überzeugt. Wer viel „entspannt“ unterwegs ist, profitiert oft von der BMW-Charakteristik. Wer dagegen Kurvenfahrten liebt und das Motorrad als Werkzeug für Dynamik sieht, wird die MV Agusta eher als „direkter“ empfinden.
Ergonomie und Komfort: für lange Strecken oder kurze Impulse
Bei der BMW F 900 GS ist der Komfortgedanke deutlich: Sitzposition und Gesamtergonomie sind so ausgelegt, dass man auch über längere Zeit konzentriert bleibt. Das macht sie interessant für Touren, bei denen man nicht nur „von Kurve zu Kurve“ denkt, sondern auch an Pausen, Gepäck und Tagesetappen.
Die MV Agusta Superveloce 800 bringt eine sportlichere Haltung mit. Das kann sich auf der einen Seite sehr lebendig anfühlen – besonders auf der Landstraße oder bei zügigen Ausfahrten. Auf der anderen Seite kann die sportlichere Ausrichtung je nach Körperbau und Fahrgewohnheit schneller als „intensiver“ empfunden werden, wenn der Fokus auf langen, entspannten Etappen liegt.
Elektronik und Assistenz: wie modern beide wirken
Beide Motorräder sind heute nicht mehr „nur mechanisch“. Die BMW F 900 GS setzt dabei auf ein Paket, das vor allem das sichere, kontrollierte Fahren unterstützt. Das ist besonders wertvoll, wenn die Bedingungen variieren oder wenn man nicht immer mit maximalem Risiko unterwegs ist.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt in der Abstimmung stärker auf sportliche Performance ausgerichtet. Elektronik und Fahrmodi sind hier eher dazu da, das Temperament nutzbar zu machen – ohne dass man sich komplett aus der Verantwortung herausnimmt. Das kann sich für Fahrerinnen und Fahrer lohnen, die gern selbst steuern und trotzdem von modernen Eingriffen profitieren möchten.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen beim Verzögern
Beim Bremsen zeigt sich im Vergleich vor allem der Unterschied im Einsatzprofil. Die BMW F 900 GS vermittelt Vertrauen über die gesamte Bandbreite – vom Alltagsstopp bis zur stärkeren Verzögerung in flotteren Situationen. Die Bremsanlage wirkt darauf ausgelegt, auch bei wechselnder Belastung stabil zu bleiben.
Die MV Agusta Superveloce 800 spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn es sportlich wird: Verzögerung und Einlenken wirken oft als zusammenhängender Ablauf. Wer gern dynamisch fährt, bekommt hier ein Motorrad, das sich „sportlich“ anfühlt und das Tempo kontrolliert in Richtung Kurve lenkt.
Ausstattung und Alltag: wer profitiert wovon?
Die BMW F 900 GS ist im Alltag häufig die unkompliziertere Wahl. Das liegt nicht nur am Grundkonzept, sondern auch daran, dass sie als Plattform für verschiedene Lebensstile gedacht ist: Pendeln, Wochenendtour, längere Reisen – das Motorrad bleibt dabei ein verlässlicher Begleiter. Dazu kommt, dass die GS-Baureihe insgesamt eine große Community und eine breite Ersatzteil- bzw. Zubehörwelt hat, was die Planung für viele Fahrerinnen und Fahrer erleichtert.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen stärker „Motorrad für den Moment“. Sie passt besonders gut zu Menschen, die ihr Bike nicht nur als Transportmittel sehen, sondern als Erlebnis. Das Design und der sportliche Charakter sind Teil des Pakets. Wer häufig kurze, intensive Ausfahrten fährt, wird die MV Agusta oft als besonders passend empfinden.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
BMW F 900 GS – typische Stärken
- Vielseitigkeit: passt zu unterschiedlichen Streckenprofilen.
- Verlässliches Fahrgefühl: ruhig, kontrolliert, alltagstauglich.
- Tourenfokus: Komfort und Ergonomie unterstützen längere Fahrten.
- Pragmatische Gesamtwirkung: wirkt wie ein Motorrad, das man einfach nutzt.
BMW F 900 GS – mögliche Schwächen
- Wer ausschließlich sportliche „Krawall“-Dynamik sucht, könnte die Charakteristik als etwas weniger emotional empfinden.
- In sehr sportlich getakteten Situationen wirkt sie weniger „spontan“ als die MV Agusta.
MV Agusta Superveloce 800 – typische Stärken
- Sportlicher Charakter: direktes Ansprechverhalten und kurvenorientiertes Feeling.
- Agilität: macht dynamische Fahrten besonders attraktiv.
- Markantes Gesamtbild: wirkt besonders und hebt sich ab.
MV Agusta Superveloce 800 – mögliche Schwächen
- Alltagstauglichkeit hängt stärker vom persönlichen Komfortempfinden ab.
- Für sehr lange, entspannte Touren kann die sportlichere Ausrichtung schneller als „anspruchsvoller“ wirken.
Für wen welches Motorrad am besten passt
Die BMW F 900 GS ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das viele Rollen abdeckt: vom regelmäßigen Fahren im Alltag bis zur mehrtägigen Tour. Wer Wert auf ein ruhiges, verlässliches Fahrgefühl legt und ein Bike möchte, das auch bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt, trifft mit der GS häufig eine sehr gute Wahl.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen ideal für alle, die sportliche Dynamik priorisieren und das Motorrad als Erlebnis sehen. Wer gern zügig fährt, Kurven aktiv nutzt und ein Motorrad möchte, das sich deutlich „lebendiger“ anfühlt, wird mit der MV Agusta sehr viel Freude haben.
Fazit:
Die BMW F 900 GS gewinnt den Vergleich, wenn Vielseitigkeit, Tourenkomfort und ein kontrolliertes, verlässliches Fahrgefühl im Vordergrund stehen. Sie ist die bessere Wahl für Menschen, die ein Motorrad für viele Lebenslagen suchen und dabei nicht ständig zwischen „zu sportlich“ und „zu bequem“ abwägen möchten. Die MV Agusta Superveloce 800 ist hingegen die richtige Entscheidung, wenn der Fokus klar auf sportlicher Agilität, direktem Ansprechverhalten und einem besonders emotionalen Fahrgefühl liegt. Wer häufig dynamisch unterwegs ist und das Motorrad als Highlight jeder Ausfahrt betrachtet, wird die MV Agusta stärker genießen. Kurz gesagt: GS für den Allrounder-Anspruch, Superveloce für den Sport-Genuss.