| UVP | 6.600 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2025 | |
| UVP | 10.645 € | |
| Baujahr | von 2011 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Geländetauglichkeit
- Fahrkomfort
- Verarbeitung
- Leistung
- Preis
- lässige Optik
- cooler Sound
- einfaches Fahrverhalten
- einfachste Bedienung
- viel Chrome
- Bremsen könnten stärker zupacken
- teilweise Vibrationen
- überschaubare Leistung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 170 | kg |
| Radstand | 1.420 | mm |
| Länge | 2.075 | mm |
| Radstand | 1.420 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.230 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.180 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.075 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Einzylinder | |
| Hubraum | 313 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 80 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 773 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 34 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 28 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 143 | km/h |
| Tankinhalt | 11 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 330 | km |
| Leistung | 48 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 2.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Upside-Down 41 mm (Federweg 180)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 180)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 110/80 R 19 | |
| Reifen hinten | 150/70 R 17 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm, nicht einstellbar (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 107)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 Zoll | |
| Reifen hinten | 130/80-18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe | |
Fazit - was bleibt hängen
Keine Ganganzeige, kein Benzinfüllstandsanzeige, keine Fahrmodi, kein gar nichts. Die Kawasaki W800 verzichtet bewusst auf alles, was heutige moderne Maschinen an Technik an Bord haben. Ist das schlimm? Im Gegenteil, bei einem Retrobike wie der W800 ist das genau richtig. Statt in irgendwelchen Menüs herumzufummeln starten wir einfach den Motor und fahren los. Herrlich. Übrigens hätte der W800 ein Kickstarter irgendwie auch gut zu Gesicht gestanden. Naja, im Alltag ist so ein Anlasser per Knopfdruck dann vielleicht doch ganz okay. Moderne Technik eben...Vielen Dank an Thomas aus Meldorf, der uns seine Kawasaki W800 für diesen Test zur Verfügung gestellt hat. Einen Kaffee und ein interessantes Gespräch zur Lage der Nation war auch noch drin - insgesamt daher ein schöner Tag mit einem schönen Motorrad.
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BMW G 310 GS vs. Kawasaki W 800: Vergleich für Alltag, Tour und Fahrgefühl
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick völlig unterschiedlich wirken, steckt oft genau darin die spannende Frage: Passt das eine besser zum eigenen Alltag, und das andere eher zu bestimmten Touren? Der Vergleich zwischen der BMW G 310 GS und der Kawasaki W 800 zeigt zwei sehr unterschiedliche Philosophien. Die BMW steht für praktische Vielseitigkeit und ein modernes, leicht zu handhabendes Konzept. Die Kawasaki dagegen setzt auf klassischen Retro-Charakter, einen charaktervollen Motor und ein Fahrgefühl, das man nicht nur fährt, sondern spürt.
Im Folgenden geht es nicht um reine Datenlisten, sondern darum, wie sich die typischen Eigenschaften beider Modelle im Alltag und auf der Landstraße bemerkbar machen. Dabei werden die Stärken und Schwächen beider Motorräder bewusst im direkten Vergleich betrachtet.
Grundcharakter: Zweckorientiert vs. klassisch
BMW G 310 GS – die pragmatische Allrounderin
Die BMW G 310 GS ist als kompakte Reise- und Alltagsmaschine gedacht. Das Konzept zielt darauf, dass man das Motorrad im Alltag sicher und entspannt bewegt, ohne sich ständig Gedanken über „zu groß“ oder „zu schwer“ machen zu müssen. Gerade im Stadtverkehr und auf kurzen Strecken wirkt die BMW dadurch sehr zugänglich. Auch wenn die Optik klar nach Abenteuer aussieht, bleibt der Fokus auf Alltagstauglichkeit und unkomplizierter Handhabung.
Kawasaki W 800 – Retro mit eigener Handschrift
Die Kawasaki W 800 verfolgt dagegen einen anderen Ansatz: Sie ist ein Motorrad mit klassischer Ausstrahlung und einem Motor, der für sein eigenes Tempo und seinen eigenen Rhythmus steht. Wer auf das Gefühl von „old school“ steht, findet hier eine Maschine, die sich weniger wie ein Werkzeug und mehr wie ein Erlebnis anfühlt. Die W 800 ist dabei nicht nur optisch Retro, sondern auch in der Art, wie sie sich beschleunigen lässt und wie sie auf Drehzahl reagiert.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
BMW: gleichmäßig und alltagstauglich
Beim Vergleich der Motorcharakteristik fällt auf, dass die BMW G 310 GS vor allem durch ihre gut dosierbare Art überzeugt. Der Antrieb wirkt im Stadtverkehr und bei moderatem Tempo besonders angenehm, weil er sich spontan und kontrolliert anfühlt. Für das Überholen auf der Landstraße oder das zügige Anfahren an Ampeln ist die BMW damit gut geeignet, ohne dass man ständig „arbeiten“ muss.
Die Schwäche zeigt sich eher dort, wo man sehr sportlich hohe Drehzahlen sucht oder lange Zeit im oberen Bereich fahren möchte. Dann wirkt die BMW weniger „emotional“ als die Kawasaki, weil der Fokus stärker auf Effizienz und Alltag liegt.
Kawasaki: drehzahlabhängig und emotional
Die Kawasaki W 800 spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn man entspannt fährt und den Motor nicht nur als Antrieb, sondern als Teil des Fahrgefühls betrachtet. Im Vergleich zur BMW wirkt die W 800 oft „präsenter“: Gasannahme und Motorlauf vermitteln mehr Charakter. Das macht sie attraktiv für Touren, bei denen man nicht nur Strecke abspult, sondern auch das Fahren selbst genießt.
Als Schwäche kann sich im Gegenzug bemerkbar machen, dass die W 800 weniger auf hektische Stadtmanöver ausgelegt wirkt. Wer häufig im Stop-and-Go unterwegs ist oder sehr feinfühliges Beschleunigen bei niedrigen Geschwindigkeiten braucht, wird die BMW als unkomplizierter empfinden.
Ergonomie und Sitzposition: Was passt zu welcher Körperhaltung?
BMW: aufrecht und flexibel
Die BMW G 310 GS bietet eine Sitzposition, die sich für viele Fahrerinnen und Fahrer als „natürlich“ anfühlt. Im Vergleich zur Kawasaki wirkt die BMW meist flexibler, weil die aufrechte Haltung das Handling erleichtert und die Sicht nach vorn sehr direkt bleibt. Das ist besonders praktisch, wenn man häufig zwischen Stadt, Landstraße und kurzen Ausflügen wechselt.
Auch bei längeren Fahrten ist die BMW tendenziell entspannter, weil man nicht ständig in eine bestimmte Haltung „hineinrutschen“ muss. Die Schwäche: Wer sehr sportlich nach vorn geneigt fahren möchte, wird bei der GS eher weniger „sportliches“ Gefühl bekommen.
Kawasaki: entspannt, aber mit Retro-Charakter
Die Kawasaki W 800 sitzt sich ebenfalls angenehm, aber anders: Die Haltung ist eher klassisch entspannt. Das Motorrad lädt dazu ein, mit gleichmäßigem Tempo zu fahren und die Umgebung zu genießen. Im Vergleich zur BMW wirkt die W 800 weniger „funktional“ und mehr „stilvoll“. Das kann ein großer Pluspunkt sein, wenn das Motorrad auch optisch und vom Fahrgefühl her zur eigenen Persönlichkeit passen soll.
Als mögliche Schwäche kann gelten, dass die W 800 nicht für jede Körpergröße gleich gut „passt“. Wer sehr häufig enge Passagen oder häufiges Rangieren braucht, wird die BMW oft als handlicher empfinden.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
BMW: agil im Alltag
Im direkten Vergleich wirkt die BMW G 310 GS im Handling oft agiler. Das macht sie besonders attraktiv, wenn man häufig zwischen Ampeln, Kreisverkehren und wechselnden Straßenverhältnissen unterwegs ist. Auch auf unebenen Abschnitten bleibt die BMW tendenziell gut kontrollierbar, weil das Konzept auf Alltag und Vielseitigkeit ausgelegt ist.
Die Schwäche liegt eher in dem Bereich, in dem man sehr lange, dynamische Autobahnabschnitte mit hoher Dauerlast erwartet. Dort spielt die Kawasaki ihren Charakter manchmal besser aus, weil sie sich eher wie ein „Cruiser“ anfühlt.
Kawasaki: souverän im ruhigen Rhythmus
Die Kawasaki W 800 wirkt im Vergleich zur BMW stärker auf „ruhiges Dahingleiten“ ausgelegt. Das Fahrwerk vermittelt ein Gefühl von Stabilität, besonders wenn man nicht ständig hektisch lenkt, sondern den Kurs hält. Auf Landstraßen mit gleichmäßigem Tempo macht das besonders Spaß.
Im Gegenzug kann die W 800 im engen Stadtverkehr weniger leichtfüßig wirken. Wer häufig zwischen engen Parklücken, schmalen Gassen oder dichtem Verkehr manövriert, wird die BMW als stressfreier erleben.
Bremsen, Kontrolle und Alltagstauglichkeit
Beide Motorräder sind grundsätzlich alltagstauglich, aber sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die BMW G 310 GS wirkt im Vergleich oft „berechenbarer“ im täglichen Umgang: Man kann das Motorrad schnell in den gewünschten Modus bringen, ohne dass man sich aufwendige Gedanken machen muss. Das ist ein Vorteil, wenn man regelmäßig pendelt oder häufig kurze Strecken fährt.
Die Kawasaki W 800 punktet im Alltag vor allem über den Komfort des Fahrgefühls: Wenn man einmal den passenden Rhythmus gefunden hat, fühlt sich das Motorrad stimmig an. Die Schwäche ist eher, dass sie nicht so stark auf „schnelles Reagieren“ im dichten Verkehr ausgelegt wirkt wie die BMW.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
BMW G 310 GS – Stärken
- Sehr zugängliches Handling für Stadt und Landstraße
- Pragmatischer Motorcharakter, gut dosierbar im Alltag
- Aufrechte, flexible Ergonomie für unterschiedliche Fahrstile
- Vielseitiger Charakter: vom Pendeln bis zur Wochenendtour
BMW G 310 GS – Schwächen
- Weniger „emotional“ als die W 800, wenn man klassischen Motorcharakter sucht
- Wer sportlich sehr dynamisch fahren will, könnte sich mehr „Biss“ wünschen
Kawasaki W 800 – Stärken
- Starker Retro-Charakter und spürbares Motorgefühl
- Fühlt sich besonders auf ruhigen Landstraßen und Touren stimmig an
- Gute Wahl für alle, die Stil und Fahrkultur priorisieren
Kawasaki W 800 – Schwächen
- Im dichten Stadtverkehr weniger „leicht“ im Handling als die BMW
- Weniger geeignet, wenn häufig sehr kurzfristig beschleunigt und rangiert werden muss
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Der Vergleich zeigt: Die BMW G 310 GS ist besonders dann die bessere Wahl, wenn das Motorrad vor allem im Alltag überzeugen soll. Wer regelmäßig pendelt, häufig in der Stadt unterwegs ist und ein Motorrad sucht, das sich unkompliziert bewegen lässt, findet in der GS ein sehr stimmiges Gesamtpaket. Auch für Einsteigerinnen und Einsteiger wirkt die BMW oft als „sicherer“ Einstieg, weil sie im Handling nicht überfordert und sich kontrolliert fahren lässt.
Die Kawasaki W 800 ist dagegen ideal für alle, die weniger das „schnell von A nach B“ suchen, sondern das Fahrgefühl und den Stil in den Vordergrund stellen. Wer gerne Touren fährt, das Motorrad gerne im eigenen Rhythmus bewegt und Retro-Charakter mag, wird mit der W 800 sehr viel Freude haben. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die das Motorrad nicht nur nutzen, sondern bewusst genießen.
Fazit:
Die BMW G 310 GS ist die bessere Wahl, wenn Alltag, Flexibilität und ein unkompliziertes Handling im Vordergrund stehen. Sie spielt ihre Stärken dort aus, wo häufig gewechselt wird zwischen Stadtverkehr, Landstraße und kurzen Touren – mit einem Motor, der sich gut dosieren lässt und einer Sitzposition, die viele Fahrerinnen und Fahrer entspannt unterstützt. Wer ein Motorrad sucht, das im Alltag zuverlässig funktioniert und dabei nicht unnötig fordert, liegt mit der GS richtig.
Die Kawasaki W 800 gewinnt dagegen, wenn der Fokus auf klassischem Stil, emotionalem Motorgefühl und ruhigem Touren-Charakter liegt. Auf Landstraßen und bei Fahrten, bei denen man den Rhythmus genießen möchte, wirkt die W 800 besonders stimmig. Wer Retro mag und ein Motorrad sucht, das sich wie ein Erlebnis anfühlt statt wie ein reines Transportmittel, findet in der Kawasaki die passendere Wahl.