| UVP | 21.600 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2026~ | |
| UVP | 15.190 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Durchzug - bäriger Motor
- Verarbeitung
- Details
- Komfort
- Hoher Preis
- Kraftaufwand für Vorderradbremse
- Bremsen und Fahrwerk
- nicht zu schwer
- technisch gut ausgestattet
- toller Motor mit ordentlich Bums
- handlich dank tiefem Schwerpunkt
- Tank polarisiert optisch
- Turbulenzen und Lärm am Helm
- Tempomat-Schalter zwar vorhanden, Funktion muss aber freigeschaltet werden (Aufpreis)
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 345 | kg |
| Radstand | 1.731 | mm |
| Länge | 2.440 | mm |
| Radstand | 1.731 | mm |
| Sitzhöhe: | 690 | mm |
| Höhe | 1.232 | mm |
| Gewicht | 196 | kg |
| Radstand | 1.528 | mm |
| Radstand | 1.528 | mm |
| Sitzhöhe: | 850 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum | 1.802 | ccm |
| Hub | 100 | mm |
| Bohrung | 107 | mm |
| Kühlung | Luft-/ölgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 889 | ccm |
| Hub | 69 | mm |
| Bohrung | 91 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 91 PS bei 4.750 U/Min | |
| Drehmoment | 158 NM bei 3.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 285 | km |
| Leistung | 105 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 100 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 239 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 444 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Stahlrahmen mit angeschraubten Unterzügen | |
| Federung vorne | Teleskopgabel (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 90)mm | |
| Aufhängung hinten | Stahl-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 R 19 | |
| Reifen hinten | 180/65 B16 | |
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX USD 43mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Monoshock (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll | |
| Reifen hinten | 18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, 4-Kolben-Festsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, 4-Kolben-Festsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen vorne | Vierkolben-Radialfestsattel, Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Schwimmsattel, Einzelscheibe ( Ø 260 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen?
Mehr Dampf, mehr Technik, mehr Spaß? Diese Eingangsfrage können wir nach unserem Test mit Ja beantworten. Allerdings müssen Inhaber einer 790 Adventure jetzt nicht gleich zum KTM-Händler laufen und sich eine 890er kaufen. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Bikes sind nicht so groß, wie KTM es gerne darstellt. Trotzdem: Die 890 Adventure ist das bessere Motorrad.Wettbewerber sind die Triumph Tiger 900, die Suzuki V-Strom 1050 und die Ducati Multistrada 950 - also die Reise-Enduros der gehobenen Mittelklasse. Der Unterschied zu den Oberklasse-Dickschiffen wie BMW GS 1250 und 1290 SAS ist deutlich spürbar, was aber wie oben beschrieben sowohl Vor- als auch Nachteile hat.
Das Test-Motorrad wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Motorrad-Ruser aus Haseldorf - vielen Dank.
MotorradTest.de auf YouTube
BMW R 18 vs. KTM 890 Adventure: Zwei Philosophien, ein Ziel – das passende Motorrad finden
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken, wie die BMW R 18 und die KTM 890 Adventure, wird der Vergleich spannend: Hier steht ein Cruiser mit viel Charakter und klassischer Präsenz im Vordergrund, dort ein modernes Adventure, das auf Vielseitigkeit und Fahrspaß ausgelegt ist. Beide Modelle können für Touren genutzt werden, beide sind für längere Strecken gedacht – aber sie liefern das Erlebnis auf sehr unterschiedliche Weise. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Welche Maschine fühlt sich auf der Straße wie zu Hause an, welche überzeugt bei wechselnden Bedingungen, und wo zeigen sich die Grenzen der jeweiligen Ausrichtung?
Grundidee im Vergleich: Cruiser-Genuss vs. Adventure-Flex
Die BMW R 18 steht für Ruhe, Gewicht und einen souveränen Auftritt. Der Fokus liegt auf dem Fahrgefühl: gleichmäßige Kraftentfaltung, ein entspannter Rhythmus und eine Sitzposition, die eher nach „genießen“ als nach „sportlich attackieren“ klingt. Die R 18 ist damit besonders für Fahrer interessant, die auf langen Strecken Wert auf Komfort und eine stimmige Gesamtinszenierung legen.
Die KTM 890 Adventure verfolgt dagegen eine andere Logik: Sie ist als Reise- und Allrounder gedacht, der auch dann Spaß macht, wenn die Route nicht nur aus Autobahn und Landstraße besteht. Die Maschine wirkt agiler, die Fahrdynamik ist stärker auf Kontrolle und Tempo ausgelegt, und das Motorrad lädt dazu ein, häufiger zu wechseln: zwischen zügigem Fahren, kurvigen Passagen und unbefestigten Abschnitten.
Motorcharakter und Kraftentfaltung: Wie sich Leistung anfühlt
Beim Vergleich der BMW R 18 fällt schnell auf, dass der Motor vor allem durch seine Art zu ziehen überzeugt. Die Kraft wirkt weniger „spitz“, sondern eher wie ein gleichmäßiger Strom, der auch bei moderaten Drehzahlen zuverlässig vorwärts geht. Das macht das Motorrad besonders angenehm im Alltag und auf Touren, weil weniger „Arbeit“ im Kopf und am Handgelenk nötig ist. Stärken zeigt die R 18 vor allem dann, wenn entspanntes Fahren im Vordergrund steht und man nicht ständig in den Drehzahlbereich wechseln möchte.
Die KTM 890 Adventure spielt dagegen stärker mit dem Gefühl von Dynamik. Die Kraftentfaltung ist lebendiger, das Motorrad reagiert direkter auf Gasbefehle und wirkt dadurch besonders in kurvigen Strecken und bei zügigem Fahren motivierend. Wer gerne häufiger beschleunigt, die Maschine „mitnimmt“ und das Motorrad als aktiven Begleiter versteht, wird hier eher glücklich.
Fahrwerk und Handling: Stabilität oder Agilität?
Die BMW R 18 ist auf souveräne Stabilität ausgelegt. Das Fahrwerk vermittelt ein ruhiges, großes Gefühl – gerade bei längeren Strecken und gleichmäßigem Tempo. In schnellen Richtungswechseln oder engen Passagen zeigt sich jedoch auch die typische Cruiser-Logik: Das Motorrad ist nicht dafür gemacht, wie ein leichtes Adventure durch enge Kurven zu „huschen“. Stattdessen geht es um sauberes, vorausschauendes Fahren und darum, das Tempo passend zu wählen.
Die KTM 890 Adventure wirkt im Vergleich deutlich agiler. Das Handling ist darauf ausgelegt, dass man häufiger umstellt, Linien korrigiert und auch auf schlechterem Untergrund Kontrolle behält. Gerade wenn die Strecke wechselt – von Asphalt zu Schotter, von flüssig zu holprig – spielt die KTM ihre Stärken aus. Schwächen zeigen sich eher dann, wenn man kompromisslos „Cruiser-Ruhe“ erwartet: Das Fahrgefühl ist aktiver, und wer maximale Gelassenheit sucht, muss sich darauf einstellen.
Ergonomie und Sitzposition: Langstrecke bequem oder aktiv unterwegs?
Die BMW R 18 bietet eine Sitzposition, die auf Komfort und entspannte Haltung setzt. Das Motorrad lädt dazu ein, die Fahrt zu genießen, ohne ständig die Position zu verändern. Gerade für Fahrer, die auf Touren nicht nur Strecke abspulen, sondern auch ankommen wollen, ist das ein großer Pluspunkt.
Die KTM 890 Adventure setzt stärker auf eine aufrechte, aktive Sitzhaltung. Dadurch bleibt der Fahrer beweglicher, was bei wechselnden Untergründen und dynamischerem Fahren hilft. Wer häufig unterwegs ist, auch abseits der perfekten Straße, profitiert von dieser Flexibilität. Wer dagegen vor allem „entspannt sitzen und rollen“ möchte, empfindet die KTM möglicherweise als weniger „gemütlich im Cruiser-Sinn“.
Windschutz und Alltag: Wie gut schützt das Motorrad auf Tour?
Auf langen Strecken ist Windschutz ein entscheidender Faktor. Die BMW R 18 wirkt in ihrer Grundauslegung eher auf das Cruiser-Erlebnis fokussiert. Das heißt: Je nach Setup und persönlicher Größe kann der Windkomfort unterschiedlich ausfallen. Die Stärke liegt weniger in maximalem „Touring-Bunker“, sondern in der stimmigen Gesamtharmonie aus Motorgefühl, Sitzkomfort und ruhigem Vorwärtsdrang.
Die KTM 890 Adventure ist als Reiseplattform gedacht und bietet typischerweise mehr Ansatzpunkte für Touring-Setups. Dadurch kann sie sich bei längeren Fahrten leichter an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen. Wer viel auf der Autobahn oder in wechselnden Wetterlagen unterwegs ist, findet bei der KTM oft schneller einen passenden Kompromiss.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen in jeder Situation
Beide Motorräder müssen in der Praxis vor allem eines: verlässlich bremsen und stabil bleiben. Die BMW R 18 punktet dabei mit einem souveränen Gefühl, das zum Charakter des Motorrads passt. Die Bremsleistung wirkt kontrolliert, und das Motorrad lässt sich in der Regel gut dosieren. Die Schwäche liegt eher im „sportlichen Anspruch“: Wer sehr aggressiv bremst und häufig aus hohen Tempi in enge Kurven will, muss sich bewusst sein, dass die R 18 nicht als kompromissloses Performance-Motorrad entwickelt wurde.
Die KTM 890 Adventure bringt hier mehr „Adventure-Vertrauen“ mit: Sie fühlt sich auch bei wechselnden Bedingungen berechenbar an. Das ist besonders wertvoll, wenn die Straße nicht perfekt ist oder wenn man häufiger zügig unterwegs ist. Als mögliche Schwäche kann sich ergeben, dass das Motorrad durch seine Agilität stärker „mitarbeitet“ – wer nur maximal entspannt fahren möchte, empfindet das Handling manchmal als zu lebendig.
Elektronik und Assistenz: Moderne Unterstützung vs. klassischer Fokus
Elektronik ist heute ein großes Thema, und auch im Vergleich der BMW R 18 und KTM 890 Adventure zeigt sich die unterschiedliche Philosophie. Die R 18 wirkt insgesamt weniger wie ein „Technikpaket“, sondern eher wie ein Motorrad, das seinen Charakter aus Design, Motorgefühl und Fahrkultur zieht. Das kann ein Vorteil sein, wenn man bewusst weniger „Regelwerk“ spüren möchte.
Die KTM ist dagegen stärker auf moderne Unterstützung ausgelegt. Gerade bei wechselndem Grip oder wenn man die Maschine vielseitig einsetzt, kann das helfen, schneller ein sicheres Gefühl zu finden. Die Schwäche ist nicht die Elektronik selbst, sondern die Erwartungshaltung: Wer ein Motorrad sucht, das sich möglichst analog und „pur“ anfühlt, könnte die KTM als zu „modern“ empfinden.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
BMW R 18 – Stärken
- Charaktervolles Cruiser-Fahrgefühl mit gleichmäßigem Vortrieb
- Komfort und entspannte Sitzhaltung für lange Strecken
- Ruhige, souveräne Stabilität im Reisebetrieb
- Stimmiges Gesamtpaket aus Design, Motor und Fahrkultur
BMW R 18 – Schwächen
- Weniger Fokus auf enge, dynamische Passagen im Vergleich zu agilen Bikes
- Wind- und Touring-Komfort kann je nach Setup unterschiedlich ausfallen
- Adventure-Einsatz ist eher zweitrangig
KTM 890 Adventure – Stärken
- Agiles Handling und lebendige Fahrdynamik
- Vielseitigkeit für unterschiedliche Streckenprofile
- Aktives Fahrgefühl für kurvige Strecken und wechselnden Untergrund
- Moderne Unterstützung für mehr Sicherheit und Kontrolle
KTM 890 Adventure – Schwächen
- Weniger „Cruiser-Ruhe“ für Fahrer, die maximal entspannt rollen wollen
- Touring-Komfort hängt stärker vom Setup ab (z. B. Windschutz, Gepäck)
- Wer nur auf Asphalt und im gemütlichen Rhythmus unterwegs ist, nutzt nicht das volle Potenzial
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Entscheidung zwischen BMW R 18 und KTM 890 Adventure hängt weniger von „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern davon, wie die Fahrt sich anfühlen soll. Die R 18 ist die Wahl, wenn das Motorrad vor allem Komfort, Charakter und ruhigen Langstrecken-Genuss liefern soll. Sie passt besonders zu Fahrern, die Wert auf eine entspannte Sitzposition, ein souveränes Fahrgefühl und eine klare Cruiser-Identität legen.
Die KTM 890 Adventure ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad Allround-Fähigkeiten zeigen soll: kurvige Straßen, wechselnde Untergründe und Touren, bei denen die Route nicht immer planbar ist. Wer gerne aktiv fährt, öfter beschleunigt, Linien dynamisch wählt und auch abseits des perfekten Asphalts Spaß haben möchte, findet in der KTM einen deutlich passenderen Begleiter.
Fazit:
Die BMW R 18 ist das Motorrad für alle, die Cruiser-Feeling wirklich leben wollen: entspannte Sitzhaltung, souveräner Vortrieb und ein ruhiges, stimmiges Fahrgefühl machen sie zur idealen Wahl für lange Strecken im eigenen Rhythmus. Wer vor allem auf Asphalt unterwegs ist, Komfort priorisiert und das Motorrad als Genussobjekt versteht, wird mit der R 18 sehr wahrscheinlich glücklich.
Die KTM 890 Adventure empfiehlt sich dagegen, wenn Vielseitigkeit wichtiger ist als reiner Cruiser-Komfort. Ihr agiles Handling, die lebendige Kraftentfaltung und die moderne Unterstützung machen sie besonders stark, wenn die Route abwechslungsreich wird oder wenn dynamisches Fahren zur Routine gehört. Wer ein Motorrad sucht, das Touren nicht nur „abspult“, sondern aktiv begleitet – auch bei wechselnden Bedingungen – trifft mit der KTM die bessere Wahl.