| UVP | 21.600 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Durchzug - bäriger Motor
- Verarbeitung
- Details
- Komfort
- Hoher Preis
- Kraftaufwand für Vorderradbremse
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 345 | kg |
| Radstand | 1.731 | mm |
| Länge | 2.440 | mm |
| Radstand | 1.731 | mm |
| Sitzhöhe: | 690 | mm |
| Höhe | 1.232 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum | 1.802 | ccm |
| Hub | 100 | mm |
| Bohrung | 107 | mm |
| Kühlung | Luft-/ölgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 91 PS bei 4.750 U/Min | |
| Drehmoment | 158 NM bei 3.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 285 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Stahlrahmen mit angeschraubten Unterzügen | |
| Federung vorne | Teleskopgabel (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 90)mm | |
| Aufhängung hinten | Stahl-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 R 19 | |
| Reifen hinten | 180/65 B16 | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, 4-Kolben-Festsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, 4-Kolben-Festsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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BMW R 18 vs. MV Agusta Superveloce 800 – Motorradvergleich
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die BMW R 18 und die MV Agusta Superveloce 800, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht vor allem darum, wie sich die Maschinen anfühlen: Wie reagiert der Motor, wie liegt das Motorrad in der Kurve, wie entspannt ist die Fahrt im Alltag und wie souverän bleibt es auf längeren Strecken? Genau diese Punkte stehen im Mittelpunkt, wenn BMW R 18 und MV Agusta Superveloce 800 gegenübergestellt werden.
Erster Eindruck: Charakter statt Kompromiss
Die BMW R 18 steht für einen klaren Cruiser-Ansatz: viel Präsenz, ein massiver Look und ein Fahrgefühl, das eher auf Gelassenheit setzt. Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das die sportliche Seite betont. Sie ist kompakter im Auftritt, dynamischer im Gesamteindruck und zielt spürbar auf Kurven und zügiges Fahren.
Beide Modelle haben ihren eigenen Anspruch. Der Vergleich zeigt daher schnell: Wer vor allem entspannt cruisen möchte, findet bei der BMW R 18 eine stimmige Richtung. Wer dagegen ein Motorrad sucht, das im Alltag schnell „anspringt“ und in Kurven besonders lebendig wirkt, wird die Superveloce 800 stärker im Fokus haben.
Motor und Antrieb: Drehmoment vs. sportliche Reaktion
Beim Vergleich der Motorwerte wird der Unterschied im Charakter besonders deutlich. Die BMW R 18 ist auf ein kräftiges, gleichmäßiges Drehmoment ausgelegt. Das zeigt sich im Fahrgefühl vor allem dann, wenn es nicht um Höchsttempo geht, sondern um sauberes Anfahren, ruhiges Beschleunigen und ein souveränes Gleiten bei moderaten Drehzahlen. Die BMW wirkt dabei wie ein „Dampfhammer“: nicht hektisch, sondern kraftvoll und kontrolliert.
Die MV Agusta Superveloce 800 setzt dagegen stärker auf sportliche Motorreaktionen. Im Vergleich der Leistungs- und Drehmomentwerte zeigt sich: Die Superveloce ist darauf ausgelegt, bei passender Drehzahl zügig zuzupacken und das Motorrad spürbar nach vorn zu schieben. Das macht sie besonders interessant für Fahrer, die gern dynamisch fahren, Gangwechsel bewusst nutzen und das Motorrad im Kurveneingang „mitnehmen“.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
- BMW R 18: Stärken liegen in der entspannten Kraftentfaltung und dem ruhigen, souveränen Vortrieb. Schwäche kann sein, dass sie weniger „sportlich“ wirkt, wenn konsequent sportliche Fahrweise mit hoher Drehzahl gesucht wird.
- MV Agusta Superveloce 800: Stärken liegen in der lebendigen Beschleunigung und dem sportlichen Ansprechverhalten. Schwäche kann sein, dass die Maschine bei sehr gemütlicher Fahrweise weniger „mühelos“ wirkt als ein Cruiser, der vor allem aus dem Drehmoment heraus überzeugt.
Fahrwerk und Handling: Cruiser-Stabilität vs. sportliche Agilität
Auch beim Fahrwerk zeigt sich der unterschiedliche Fokus. Die BMW R 18 ist im Vergleich auf Stabilität und Komfort ausgelegt. Das Motorrad vermittelt ein sicheres Gefühl, besonders auf geraden Strecken oder bei längeren Fahrten, wenn die Maschine ruhig und kontrolliert bleiben soll. In Kurven fährt sie zwar durchaus souverän, aber der Schwerpunkt liegt eher auf gleichmäßigem Tempo und entspannter Linienführung.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt dagegen agiler. Im Vergleich der Fahrwerkswerte und der typischen Abstimmung wird klar: Die Superveloce ist darauf ausgelegt, Kurven dynamisch anzunehmen, schneller zu reagieren und das Motorrad „direkter“ zu fühlen. Wer gern zügig unterwegs ist, profitiert von dieser lebendigen Charakteristik.
Komfort vs. Sportlichkeit
Im Alltag entscheidet oft die Frage: Wie leicht lässt sich das Motorrad bewegen, ohne dass die Fahrt anstrengend wird? Die BMW R 18 punktet hier mit dem Cruiser-Gefühl und einer eher entspannten Sitzhaltung. Die Superveloce 800 ist sportlicher, was sich positiv auf das Kurvengefühl auswirkt, aber bei sehr langen, gemütlichen Fahrten spürbar werden kann.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen in der Verzögerung
Beim Vergleich der Bremswerte und der typischen Abstimmung zeigt sich: Beide Motorräder sind grundsätzlich auf sicheres Verzögern ausgelegt, aber mit unterschiedlichem Fokus. Die BMW R 18 vermittelt beim Bremsen eher das Gefühl von kontrollierter, ruhiger Verzögerung – passend zum Cruiser-Charakter. Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt im Vergleich sportlicher: Der Bremsaufbau und das Ansprechverhalten passen besser zu einer Fahrweise, bei der häufiger zügig verzögert und die Maschine aktiv in die Kurve gebracht wird.
Wichtig ist dabei weniger, wer „besser“ ist, sondern wer besser zum eigenen Fahrstil passt. Wer häufig aus höheren Geschwindigkeiten sportlich verzögert und die Maschine aktiv führt, wird die Superveloce 800 als stimmiger empfinden. Wer vor allem entspannt fährt und dabei auf souveräne Kontrolle setzt, findet in der BMW R 18 eine passende Grundlage.
Ergonomie und Sitzposition: Cruiser-Lounge vs. sportliche Haltung
Die Sitzposition ist im Vergleich ein entscheidender Punkt. Die BMW R 18 bietet eine eher entspannte, aufrechte Haltung, die sich besonders im Stadtverkehr und auf längeren Strecken angenehm anfühlt. Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen sportlicher positioniert. Das kann sich im Kurvengefühl auszahlen, weil die Körperhaltung das aktive Fahren unterstützt. Gleichzeitig kann es bei sehr langen, entspannten Touren weniger „loungeartig“ wirken.
Für wen passt welche Haltung?
- BMW R 18: ideal für Fahrer, die Wert auf Komfort, entspannte Arm- und Rückenhaltung und ein ruhiges Fahrgefühl legen.
- MV Agusta Superveloce 800: ideal für Fahrer, die eine sportliche Sitzposition mögen und das Motorrad gern dynamisch bewegen.
Ausstattung und Alltag: Was zählt im echten Leben
Im Vergleich der Ausstattung wird deutlich, dass beide Modelle ihren Anspruch haben. Die BMW R 18 wirkt wie ein Motorrad, das auf Stil, Wertigkeit und eine „große“ Präsenz setzt. Das passt besonders zu Fahrern, die ihr Motorrad auch als Statement verstehen und im Alltag gern mit Komfort und Ruhe unterwegs sind.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das Technik und sportliche Ausrichtung stärker in den Vordergrund stellt. Im Alltag zeigt sich das vor allem dann, wenn häufig kurze Strecken gefahren werden, wenn die Maschine schnell „bereit“ sein soll und wenn Kurvenfahrten regelmäßig Teil der Route sind.
Design und Markenimage: Zwei unterschiedliche Welten
Design ist natürlich Geschmackssache, aber im Vergleich lässt sich der Unterschied klar beschreiben: Die BMW R 18 steht für klassische Cruiser-Ästhetik mit moderner Technik. Die MV Agusta Superveloce 800 steht für italienische Sportlichkeit, die sich nicht versteckt. Wer auf Stil und Charakter setzt, wird bei beiden Modellen fündig – nur eben in unterschiedlichen Richtungen.
Wirtschaftlichkeit und Nutzung: Kaufentscheidung mit Blick auf den Alltag
Auch wenn der Vergleich vor allem das Fahrgefühl betrifft, spielt die Nutzung im Alltag mit hinein. Cruiser werden oft gewählt, weil sie sich leicht im Alltag bewegen lassen und lange Strecken angenehm machen. Sportlichere Modelle werden oft gewählt, weil sie mehr „Fahrspaß pro Kilometer“ liefern, besonders auf kurvigen Strecken.
Im direkten Vergleich bedeutet das: Die BMW R 18 ist häufig die bessere Wahl, wenn das Motorrad vor allem als komfortabler Begleiter dienen soll. Die MV Agusta Superveloce 800 ist häufig die bessere Wahl, wenn das Motorrad mehr als „Fahrmaschine“ verstanden wird – also als Werkzeug für dynamische Touren und aktive Fahrten.
Fazit:
Die BMW R 18 ist die stimmige Wahl für Fahrer, die vor allem Komfort, ruhige Kraftentfaltung und Cruiser-Feeling suchen. Im Vergleich der Motor- und Fahrwerkscharakteristik wirkt sie besonders dann überzeugend, wenn entspanntes Fahren im Vordergrund steht: gleichmäßiger Vortrieb, souveräne Stabilität und eine Sitzposition, die lange Strecken angenehm macht. Wer sein Motorrad gern als stilvollen Alltagsbegleiter nutzt und nicht ständig sportlich am Limit unterwegs sein muss, wird mit der BMW R 18 sehr glücklich.
Die MV Agusta Superveloce 800 passt besser zu Fahrern, die sportliche Reaktion, Agilität und Kurvenfreude priorisieren. Im Vergleich zeigt sie ihre Stärken vor allem bei dynamischer Fahrweise: lebendiges Ansprechverhalten, ein direkteres Handling und ein Gesamtpaket, das aktives Fahren belohnt. Wer gern zügig unterwegs ist, häufig kurvige Strecken fährt und das Motorrad als „Spaßmaschine“ versteht, findet in der Superveloce 800 die passendere Option.