| UVP | 16.990 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 7.545 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Motor mit Dampf bei mittleren Drehzahlen
- brummeliger Sound
- einfachstes Fahrverhalten
- gutes Fahrwerk
- hoher Fahrspaß
- ab 7.000 Umin geht die Puste aus
- eingeschränkter Sozius-Komfort
- Bremse vorne könnte besser sein
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Sitzhöhe: | 860 | mm |
| Höhe | 1.256 | mm |
| Gewicht | 188 | kg |
| Radstand | 1.410 | mm |
| Länge | 2.055 | mm |
| Radstand | 1.410 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 1.065 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Luft/Ölgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 109 PS bei 7.000 U/Min | |
| Drehmoment | 115 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 304 | km |
| Leistung | 68 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 64 NM bei 6.700 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 341 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Teleskopgabel, Durchmesser 45 mm, Federbasis einstellbar, Zug- und Druckstufendämpfung einstellbar (Federweg 210)mm | |
| Federung hinten | direkt angelenktes, wegabhängig gedämpftes Zentralfederbein, Federbasis einstellbar, Zug- und Druckstufendämpfung einstellbar (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90 -21 | |
| Reifen hinten | 150/70 R 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | 41-mm-Teleskopgabel (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 160/60ZR17M/C (69W) | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, axial verschraubt, Brembo 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, Brembo 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Die neue BMW R12 G/S schafft den Spagat zwischen Retro-Optik und moderner Technik spielerisch. Sie fährt sich sehr entspannt, kann aber auch kraftvoll nach vorne spurten und erfreut den Fahrer / die Fahrerin mit wunderbarer Boxer-Romantik - so wie es die modernen 1300er Boxer leider nicht mehr hinbekommen.Etwas doof finden wir, dass die Reise-Tugenden bzw. die Möglichkeiten für Koffer oder sonstiges Gepäck-Gedöns von BMW eher unterbelichtet umgesetzt wurden. Die G/S will mit ihren langen Federwegen und dem 21 Zöller aber sowieso eher ins Gelände als ans Nordkap. Und genau danach fühlt sie sich auch an. Trotzdem ist sie auch was für normale Straßenfahrer wie mich. Ich bin verliebt.
Die Maschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Neumünster. Dort stehen nicht nur jede Menge BMW Modelle zur Probefahrt bereit, es gibt auch viele gebrauchte Maschinen zu bestaunen. Da sich die Filiale am Ortsrand von Neumünster befindet, ist man schnurstracks auf Landstraßen oder auch auf der Autobahn A7 unterwegs und kann dem Testbike mal so richtig auf den Zahn fühlen.
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BMW R 12 GS vs. Kawasaki Z 650 S: Vergleich für Alltag, Tour und Fahrgefühl
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick komplett unterschiedliche Welten bedienen, wird der Vergleich besonders spannend. Die BMW R 12 GS steht für den klassischen GS-Ansatz: souverän, reisefreudig und mit einem Fokus auf Alltagstauglichkeit auch abseits der ausgetretenen Pfade. Die Kawasaki Z 650 S dagegen ist eher die sportlich-elegante Straßenmaschine: leicht zu bewegen, agil im Stadtverkehr und mit einem Fahrgefühl, das Lust auf Kurven macht.
Im Folgenden geht es nicht um einzelne Zahlen, sondern um das, was sich im Alltag wirklich bemerkbar macht: Wie unterscheiden sich die beiden Modelle in ihrem Charakter? Wo liegen die Stärken, wo die Grenzen? Und vor allem: Für wen passt welches Motorrad am besten?
Grundcharakter: Reiseenduro vs. straßenorientierter Allrounder
Die BMW R 12 GS wirkt wie ein Motorrad, das für längere Strecken gemacht ist. Der Aufbau und die Auslegung zielen darauf, dass sich das Bike auch bei wechselnden Bedingungen stabil und berechenbar anfühlt. Wer gern plant, packt und losfährt – ob Wochenendtour oder längere Reise – findet hier eine passende Basis.
Die Kawasaki Z 650 S ist dagegen stärker auf das tägliche Fahren und die Straße fokussiert. Das Motorrad vermittelt ein agiles, direktes Gefühl. Gerade in der Stadt und auf kurvigen Landstraßen macht sich die straßennahe Ausrichtung bemerkbar: schnell im Kopf, schnell am Gas, schnell in der Linie.
Fahrgefühl im Vergleich: Wie sich die Motorräder anfühlen
BMW R 12 GS: souverän, ruhig und tourorientiert
Die BMW spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn es nicht nur um „schnell von A nach B“ geht. Das Fahrgefühl ist eher auf Stabilität und Gelassenheit ausgelegt. In flotten Passagen bleibt das Motorrad gut kontrollierbar, und auch wenn die Strecke wechselt, wirkt das Setup insgesamt harmonisch.
Das bedeutet nicht, dass die BMW träge wäre. Eher im Gegenteil: Sie wirkt wie ein Motorrad, das Kraft und Ruhe kombiniert. Wer gern zügig fährt, aber dabei nicht ständig „arbeiten“ möchte, bekommt ein stimmiges Gesamtpaket.
Kawasaki Z 650 S: agil, leichtfüßig und straßennah
Die Kawasaki Z 650 S punktet mit einem direkten Ansprechverhalten. Das Motorrad lässt sich im Alltag unkompliziert bewegen, und das Fahrgefühl ist spürbar „näher“ an der Straße. Gerade bei häufigen Richtungswechseln, beim Einfädeln in den Verkehr oder auf kurzen Ausfahrten ist das ein echter Vorteil.
In Kurven vermittelt die Z 650 S ein sportliches, aber alltagstaugliches Gefühl. Sie lädt dazu ein, die Linie sauber zu fahren und das Tempo aus dem Kurvenausgang heraus aufzubauen.
Komfort und Ergonomie: Alltagstauglichkeit vs. sportliche Haltung
Bei der Ergonomie unterscheiden sich die beiden Konzepte deutlich. Die BMW R 12 GS ist eher auf komfortorientiertes Sitzen ausgelegt. Das hilft besonders auf längeren Strecken, wenn der Rücken und die Handgelenke nicht ständig entlastet werden müssen. Auch bei wechselndem Wetter und unterschiedlichen Fahrbahnbelägen wirkt die BMW insgesamt „reise-kompatibel“.
Die Kawasaki Z 650 S setzt dagegen stärker auf eine straßenbetonte Sitzposition. Das ist nicht automatisch unbequem, aber es fühlt sich sportlicher an. Wer kurze bis mittlere Strecken fährt oder gern dynamisch unterwegs ist, wird die Haltung oft als angenehm und motivierend empfinden. Für lange Autobahnphasen oder sehr ausgedehnte Touren kann der Komfortfokus der BMW jedoch klar im Vorteil sein.
Fahrwerk und Bremsen: Wo die Unterschiede im Alltag sichtbar werden
Beim Fahrwerk zeigt sich der Unterschied zwischen „Reise“ und „Straße“. Die BMW R 12 GS ist darauf ausgelegt, Unebenheiten souverän zu schlucken und dabei die Stabilität zu halten. Das macht sie besonders attraktiv, wenn die Strecke nicht perfekt ist oder wenn Gepäck und wechselnde Bedingungen dazukommen.
Die Kawasaki Z 650 S ist spürbar auf agiles Handling getrimmt. Das Fahrwerk unterstützt ein zügiges, kurvenorientiertes Fahren. In typischen Straßen-Szenarien – Landstraße, Stadtverkehr, kurvige Abschnitte – wirkt das Setup lebendig und leicht zu dosieren.
Auch bei den Bremsen zeigt sich das Konzept: Die BMW vermittelt eher das Gefühl von konstanter Reserven und kontrollierter Verzögerung über längere Zeit. Die Kawasaki liefert ebenfalls überzeugende Bremsleistung, wirkt aber stärker auf „sportlich und direkt“ abgestimmt – ideal, wenn häufiges Bremsen und Beschleunigen im Alltag vorkommt.
Elektronik und Assistenz: Komfort-Mehrwert vs. Fokus auf Fahrspaß
Moderne Elektronik ist bei beiden Motorrädern ein Thema, aber die Ausrichtung ist unterschiedlich. Die BMW R 12 GS zielt stärker darauf, das Gesamtpaket aus Kontrolle, Sicherheit und Langstreckenkomfort zu unterstützen. Gerade auf wechselnden Untergründen oder bei unterschiedlichen Fahrzuständen kann das den Unterschied machen.
Die Kawasaki Z 650 S wirkt dagegen so, als stünde der Fahrspaß im Vordergrund. Elektronik unterstützt hier vor allem das dynamische Fahren und die Alltagstauglichkeit. Das Ergebnis: ein Motorrad, das sich unkompliziert anfühlt und schnell „mitgeht“, ohne den Fahrer ständig zu bremsen oder zu verunsichern.
Motorcharakter: Kraftentfaltung und Fahrbarkeit
Der Motor ist bei beiden Bikes ein zentraler Punkt – aber die Art, wie die Leistung nutzbar wird, unterscheidet sich. Die BMW R 12 GS steht für einen Charakter, der sich auf Durchzug und gleichmäßige Leistungsentfaltung konzentriert. Das macht sie besonders attraktiv, wenn es nicht nur um maximale Beschleunigung geht, sondern um entspanntes Fahren mit Reserven.
Die Kawasaki Z 650 S wirkt dagegen „straßenwach“. Die Leistungsentfaltung ist so gestaltet, dass man das Motorrad häufig im passenden Drehzahlbereich nutzt. Das unterstützt ein dynamisches Fahren und macht das Bike besonders interessant für Kurvenfahrten und kurze Ausfahrten.
Stärken und Schwächen: Direkter Vergleich ohne Schönfärberei
BMW R 12 GS – Stärken
- Reise- und Langstreckenfokus: Das Motorrad fühlt sich auf längeren Strecken besonders stimmig an.
- Stabilität und Souveränität: Auch bei wechselnden Bedingungen bleibt das Fahrgefühl kontrolliert.
- Komfortorientierte Ergonomie: Hilft, wenn der Tag länger wird.
- Elektronik als Sicherheits- und Komfort-Mehrwert: Unterstützt das Gesamtpaket.
BMW R 12 GS – Schwächen
- Konzeptbedingt weniger „leichtfüßig“ als ein straßenorientiertes Bike: Wer nur kurze, sportliche Fahrten macht, merkt den Reise-Fokus eventuell stärker als gewünscht.
- Anspruch an die eigene Erwartung: Wer ein reines Kurven-„Spielzeug“ sucht, könnte die BMW als zu „erwachsen“ empfinden.
Kawasaki Z 650 S – Stärken
- Agiles Handling: Ideal für Stadt, enge Passagen und kurvige Landstraßen.
- Direktes Fahrgefühl: Das Motorrad reagiert schnell und macht Spaß beim aktiven Fahren.
- Alltagsfreundlichkeit: Unkompliziert im täglichen Einsatz.
- Sportlicher Charakter: Passt gut zu Fahrern, die gern dynamisch unterwegs sind.
Kawasaki Z 650 S – Schwächen
- Reise-Komfort nicht im gleichen Fokus: Für sehr lange Strecken kann die BMW im Vorteil sein.
- Konzeptgrenze bei „Allround-Reise“: Wer häufig abseits der typischen Straßenroutine fährt oder viel Gepäck mitnimmt, wird die BMW eher als stimmiger empfinden.
Für wen passt welches Motorrad?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern davon, welche Art von Fahren im Vordergrund steht.
BMW R 12 GS: die richtige Wahl für
- Fahrerinnen und Fahrer, die regelmäßig Touren machen – auch über längere Distanzen.
- Menschen, die ein Motorrad suchen, das komfortabel und souverän bleibt, wenn die Strecke anspruchsvoller wird.
- Wer gern plant, Ausrüstung mitnimmt und das Motorrad als Reisebegleiter sieht.
Kawasaki Z 650 S: die richtige Wahl für
- Fahrerinnen und Fahrer, die viel in der Stadt unterwegs sind oder kurze bis mittlere Strecken bevorzugen.
- Wer ein Motorrad möchte, das agil und direkt wirkt und Kurvenfahrten besonders leicht macht.
- Menschen, die ein straßenbetontes Bike suchen, das einfach Spaß macht, ohne dass man ständig „groß planen“ muss.
Fazit:
Die BMW R 12 GS ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad vor allem als Langstrecken- und Reiseplattform gedacht ist: komfortorientierte Ergonomie, souveränes Fahrgefühl und ein Konzept, das auch bei wechselnden Bedingungen Ruhe ausstrahlt. Wer häufig Touren fährt, gern entspannt unterwegs ist und ein Motorrad sucht, das Reserven bietet, wird mit der BMW deutlich zufriedener sein.
Die Kawasaki Z 650 S spielt ihre Stärken dort aus, wo Alltag und Straße im Mittelpunkt stehen: leichtes Handling, direktes Ansprechverhalten und ein sportlicher Charakter, der Kurvenfahrten und spontane Ausfahrten besonders attraktiv macht. Wer vor allem in der Stadt unterwegs ist oder kurze bis mittlere Strecken dynamisch genießt, bekommt mit der Kawasaki das passendere Gesamtgefühl.
Kurz gesagt: Reise und Souveränität sprechen für die BMW, Agilität und Fahrspaß im Alltag sprechen für die Kawasaki.