| UVP | 14.460 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | 15.190 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- prächtiger Motor mit Dampf
- topfiger Boxersound
- sehr gute Qualitätsanmutung
- sehr gute Bremsen
- chilliges Dahincruisen ebenso möglich wie sportliches Angasen
- QuickShifter ruckelt
- Fussrasten stören im Stand
- Blinkerintegration im Rücklicht
- Bremsen und Fahrwerk
- nicht zu schwer
- technisch gut ausgestattet
- toller Motor mit ordentlich Bums
- handlich dank tiefem Schwerpunkt
- Tank polarisiert optisch
- Turbulenzen und Lärm am Helm
- Tempomat-Schalter zwar vorhanden, Funktion muss aber freigeschaltet werden (Aufpreis)
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 227 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.200 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 754 | mm |
| Höhe | 1.110 | mm |
| Gewicht | 196 | kg |
| Radstand | 1.528 | mm |
| Radstand | 1.528 | mm |
| Sitzhöhe: | 850 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Luft/Ölgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 889 | ccm |
| Hub | 69 | mm |
| Bohrung | 91 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 95 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 110 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 203 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 275 | km |
| Leistung | 105 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 100 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 239 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 444 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel, Durchmesser 45 mm (Federweg 90)mm | |
| Federung hinten | direkt angelenktes, wegabhängig gedämpftes Zentralfederbein, Federbasis einstellbar, Zugstufendämpfung einstellbar (Federweg 90)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90 R19 | |
| Reifen hinten | 150/80 R16 | |
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX USD 43mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Monoshock (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll | |
| Reifen hinten | 18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, schwimmend gelagerte Bremsscheiben, 4-Kolben-Monobloc-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse, 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Vierkolben-Radialfestsattel, Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Schwimmsattel, Einzelscheibe ( Ø 260 mm) | |
Fazit
Die BMW R12 hält, was sie verspricht: Lässiges Cruisen mit dem Dampf des guten alten Lufti-Boxers. Den Leistungsunterschied zur nineT merkt man nicht, die Kiste geht ab wie ein Fuchs. Sie bremst toll, fühlt sich ausgereift und sicher an und vermittelt jede Menge Fahrspaß. Ein "echter" Cruiser á la Harley ist sie zwar schon aufgrund der Fußrasten-Position nicht, dennoch bringt sie den Fahrer runter und verleitet zum lässigen Dahingleiten. Wunderbar.Die Testmaschine wurde uns von Bergmann & Söhne in Pinneberg für diesen Test zur Verfügung gestellt. Die R12 steht dort als Vorführer und freut sich über Probefahrer. Wer den direkten Vergleich zur ebenfalls neuen R12 nineT machen will - die steht da auch als Vorführer. Also, ab geht's nach Pinneberg, zweimal Probefahrt buchen. Bringt voll Bock!
Fazit - was bleibt hängen?
Mehr Dampf, mehr Technik, mehr Spaß? Diese Eingangsfrage können wir nach unserem Test mit Ja beantworten. Allerdings müssen Inhaber einer 790 Adventure jetzt nicht gleich zum KTM-Händler laufen und sich eine 890er kaufen. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Bikes sind nicht so groß, wie KTM es gerne darstellt. Trotzdem: Die 890 Adventure ist das bessere Motorrad.Wettbewerber sind die Triumph Tiger 900, die Suzuki V-Strom 1050 und die Ducati Multistrada 950 - also die Reise-Enduros der gehobenen Mittelklasse. Der Unterschied zu den Oberklasse-Dickschiffen wie BMW GS 1250 und 1290 SAS ist deutlich spürbar, was aber wie oben beschrieben sowohl Vor- als auch Nachteile hat.
Das Test-Motorrad wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Motorrad-Ruser aus Haseldorf - vielen Dank.
MotorradTest.de auf YouTube
BMW R 12 vs KTM 890 Adventure: Vergleich für Touring, Alltag und Abenteuer
Wenn es um Adventure-Bikes geht, treffen zwei Philosophien aufeinander: Die BMW R 12 steht für einen souveränen, eher entspannten Charakter mit Fokus auf Komfort und Langstrecke. Die KTM 890 Adventure wirkt dagegen spürbar agiler und sportlicher ausgelegt – mit dem Anspruch, auch abseits der Straße schnell und sicher voranzukommen. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich spannend: Welche Maschine passt besser zu dem eigenen Fahrstil, zu den typischen Strecken und zu den Erwartungen an Handling, Elektronik und Fahrgefühl?
Grundidee im Vergleich: Charakter und Einsatzprofil
Beide Modelle sind für Reisen und wechselnde Untergründe gedacht, aber sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die BMW R 12 zielt stärker auf ruhiges, gleichmäßiges Vorankommen. Das merkt man besonders dann, wenn Strecken länger werden und das Motorrad nicht ständig „aktiv“ gefahren werden soll. Die KTM 890 Adventure ist dagegen stärker auf Dynamik ausgelegt: Sie fühlt sich schneller „bereit“ an, wenn es zügig durch Kurven geht oder wenn die Straße plötzlich endet und Schotter beginnt.
Stärken der BMW R 12
Die BMW spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo Komfort und ein stimmiges Gesamtpaket zählen. Das Motorrad wirkt in der Abstimmung oft harmonisch: Motor und Fahrwerk greifen zusammen, sodass sich auch längere Etappen ohne ständiges Nachjustieren angenehm fahren lassen. Wer viel auf Landstraßen unterwegs ist, dabei aber nicht permanent sportlich unterwegs sein möchte, findet in der R 12 häufig die passende Mischung aus Ruhe und Kontrolle.
Stärken der KTM 890 Adventure
Die KTM punktet vor allem mit dem Gefühl von Leichtigkeit und direktem Feedback. In Situationen, in denen häufig gewechselt wird – Tempo anpassen, Linie ändern, Untergrund wechseln – wirkt die 890 Adventure oft handlicher und „spritziger“. Das macht sie besonders attraktiv für Fahrten, bei denen nicht nur die Strecke zählt, sondern auch das Fahrgefühl: Kurven, Serpentinen, Feldwege und alles dazwischen.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich von BMW R 12 und KTM 890 Adventure geht es weniger um reine Zahlen als um die Art, wie Leistung umgesetzt wird. Die BMW vermittelt häufig den Eindruck, dass sie Drehzahlen souverän „mitnimmt“ und dabei gleichmäßig bleibt. Dadurch entsteht ein entspanntes Fahrbild – besonders bei konstantem Tempo oder bei moderater Gangwahl.
Die KTM hingegen wirkt oft lebendiger im Ansprechverhalten. Das kann im Alltag ein Vorteil sein, wenn häufig beschleunigt wird oder wenn man auf kurzen Strecken schnell reagieren möchte. Gerade beim Überholen oder beim zügigen Herausbeschleunigen aus Kurven zeigt sich die sportlichere Ausrichtung. Gleichzeitig kann genau diese Lebendigkeit auch bedeuten, dass man die KTM bewusster dosieren möchte, wenn es eher gemütlich sein soll.
Fahrwerk und Handling: Komfort vs. Agilität
Der größte Unterschied im Fahrgefühl zeigt sich meist im Zusammenspiel aus Fahrwerkseigenschaften und Handling. Die BMW R 12 wirkt tendenziell auf Stabilität und ruhiges Gleiten ausgelegt. Das ist angenehm, wenn die Strecke wellig ist oder wenn man lange Autobahn- und Landstraßenabschnitte abspult. Auch bei wechselnden Belägen bleibt das Motorrad oft berechenbar.
Die KTM 890 Adventure ist dagegen häufig die Maschine, die „mitlenkt“ und schnell auf Impulse reagiert. Das macht sie stark, wenn es darum geht, Linien zu wechseln oder das Motorrad aktiv zu führen. Auf kurvigen Strecken und bei moderatem Offroad-Einsatz kann diese Agilität ein echter Vorteil sein. Gleichzeitig kann ein sportlicheres Setup für manche Fahrerinnen und Fahrer auf sehr langen, komfortorientierten Touren weniger „entspannt“ wirken – je nach persönlichem Geschmack.
Bremsen und Stabilität
Beide Motorräder sind auf sicheres Bremsen ausgelegt, aber die Charakteristik kann sich unterscheiden: Die BMW wirkt oft so, dass sie das Tempo kontrolliert und dabei ein ruhiges Gefühl vermittelt. Die KTM bietet häufig ein direkteres Ansprechverhalten, das beim sportlichen Fahren oder bei häufigen Verzögerungen als Vorteil empfunden wird. Wer häufig in wechselnden Situationen bremst – Stadtverkehr, Landstraße, kurvige Abschnitte – merkt schnell, welche Abstimmung besser zum eigenen Stil passt.
Elektronik und Assistenz: Unterstützung im Alltag
In der Praxis entscheidet Elektronik nicht nur darüber, wie „modern“ ein Motorrad wirkt, sondern auch darüber, wie entspannt man fahren kann. Bei beiden Modellen spielt das Zusammenspiel aus Fahrmodi, Traktionskontrolle und weiteren Systemen eine Rolle. Die BMW R 12 setzt dabei häufig auf ein stimmiges, eher harmonisches Gesamtpaket, das sich gut in den Fahrfluss einfügt. Das ist besonders hilfreich, wenn man nicht ständig an Einstellungen drehen möchte.
Die KTM 890 Adventure bietet ebenfalls moderne Assistenz und Fahrmodi, wirkt aber oft als Maschine, die man gern „konfiguriert“: Je nach Untergrund und Fahrstil kann es Spaß machen, die passenden Modi zu wählen. Wer gern experimentiert oder gezielt auf unterschiedliche Strecken reagiert, findet in der KTM häufig mehr Spielraum im Setup-Gefühl.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie gut?
Adventure-Bikes müssen für viele Situationen passen: Aufrecht für lange Strecken, stabil für Offroad-Passagen, und gleichzeitig so, dass man nicht nach kurzer Zeit verkrampft. Die BMW R 12 wirkt dabei oft auf eine entspannte Sitzhaltung ausgelegt. Das kann besonders dann überzeugen, wenn längere Touren geplant sind und man möglichst wenig „arbeiten“ möchte.
Die KTM 890 Adventure kann je nach Körpergröße und Fahrweise sportlicher wirken. Wer gern aktiv fährt, sich nach vorn lehnt oder das Motorrad in Kurven „führt“, profitiert häufig von der dynamischeren Auslegung. Für sehr lange, rein komfortorientierte Fahrten kann die BMW im Empfinden oft die entspanntere Wahl sein – während die KTM dafür in aktiven Momenten mehr Freude macht.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße, Reise
Im Alltag zählt nicht nur die Leistung, sondern auch, wie gut sich ein Motorrad im Alltag „handhaben“ lässt: Anfahren, Rangieren, Sicht, Übersicht und das Gefühl bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die BMW R 12 wirkt häufig wie ein Motorrad, das sich im Alltag ruhig und kontrolliert bewegt. Das ist angenehm, wenn der Weg zur Tour schon ein Teil des Tages ist.
Die KTM 890 Adventure kann dagegen im Stadt- und Landstraßenmix oft mit einem lebendigeren Handling punkten. Gerade wenn häufig abgebremst, beschleunigt und die Linie gewechselt wird, fühlt sich die KTM oft schneller „zur Hand“. Auf der anderen Seite kann die sportlichere Ausrichtung bedeuten, dass man das Motorrad im gemütlichen Modus bewusst ruhiger fahren möchte.
Offroad-Potenzial: Schotter, Waldwege und Grenzen
Beide Motorräder sind als Adventure-Bikes gedacht, aber sie fühlen sich unterschiedlich an, wenn der Untergrund rauer wird. Die BMW R 12 kann auf Schotter und festen Wegen sehr souverän wirken, besonders wenn man gleichmäßig fährt und das Motorrad arbeiten lässt. Sie ist oft eine gute Wahl, wenn Offroad eher „mitgenommen“ wird – als Abwechslung auf dem Weg zum Ziel.
Die KTM 890 Adventure ist häufig stärker auf aktives Fahren ausgelegt. Wenn es darum geht, schnell zu reagieren, das Motorrad über Unebenheiten zu führen und die Linie auch mal spontan anzupassen, kann die KTM im Vorteil sein. Wer öfter auf Waldwegen unterwegs ist oder gern mehr „Abenteuer“ im Fahrstil hat, wird die KTM oft als passender empfinden.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
BMW R 12 – typische Stärken
- Ruhiges, harmonisches Fahrgefühl für lange Strecken
- Komfortorientierte Abstimmung, die wenig „Arbeit“ macht
- Elektronik wirkt oft unterstützend und leicht in den Fahrfluss integrierbar
- Gute Wahl, wenn Reise und Alltag im Vordergrund stehen
BMW R 12 – mögliche Schwächen
- Weniger „spritzig“ im Vergleich zur KTM, wenn maximale Agilität gewünscht ist
- Wer sehr aktiv fährt, könnte die dynamische Rückmeldung als weniger direkt empfinden
KTM 890 Adventure – typische Stärken
- Agiles Handling und lebendiges Ansprechverhalten
- Stark, wenn Kurven, Wechseluntergründe und aktives Fahren häufig vorkommen
- Elektronik und Fahrmodi lassen sich oft gut auf unterschiedliche Situationen abstimmen
- Gute Wahl für „mehr Abenteuer“ auf der Strecke
KTM 890 Adventure – mögliche Schwächen
- Kann je nach Fahrstil weniger entspannend wirken als die BMW bei sehr langen Touren
- Wer es möglichst unkompliziert und gleichmäßig mag, muss die KTM eventuell bewusster dosieren
Welche Maschine passt zu welchem Fahrprofil?
Die Entscheidung zwischen BMW R 12 und KTM 890 Adventure hängt vor allem davon ab, wie die eigenen Touren aussehen. Wer häufig lange Strecken fährt, dabei Komfort priorisiert und ein Motorrad sucht, das sich wie von selbst in den Tagesrhythmus einfügt, wird mit der BMW R 12 sehr wahrscheinlich glücklich. Sie ist besonders dann stark, wenn das Ziel wichtiger ist als das „ständige Aktivsein“ während der Fahrt.
Die KTM 890 Adventure ist dagegen die bessere Wahl, wenn die Fahrt selbst mehr Spaß machen soll: Kurven, wechselnde Untergründe, spontane Abstecher und ein Motorrad, das schnell reagiert. Wer gern aktiv fährt und auch mal mehr Offroad-Feeling möchte, findet in der KTM oft die passendere Basis.
Fazit:
Die BMW R 12 ist die stimmige Wahl für alle, die ein Adventure-Bike vor allem als Reise- und Alltagsmaschine nutzen: ruhiges Fahrgefühl, komfortorientierte Abstimmung und ein Gesamtpaket, das lange Etappen angenehm macht. Sie punktet besonders bei gleichmäßigem Tempo, entspannter Gangwahl und dem Wunsch, nicht ständig am Motorrad „arbeiten“ zu müssen. Die KTM 890 Adventure hingegen richtet sich stärker an Fahrerinnen und Fahrer, die Dynamik und Agilität spüren wollen: lebendiges Ansprechverhalten, direktes Handling und mehr Freude an aktiver Linienführung – auch dann, wenn der Untergrund wechselt. Wer häufiger Kurven jagt, Schotter als Teil der Route sieht und das Motorrad gern bewusst steuert, wird die KTM als passender empfinden. Kurz gesagt: BMW für Komfort und souveräne Langstrecke, KTM für Fahrspaß, Agilität und Abenteuer-Impulse.