| UVP | 16.280 € | |
| Baujahr | von 2014 bis 2026~ | |
| UVP | 13.239 € | |
| Baujahr | von 2007 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Leistung satt ...
- .. aber trotzdem gut kontrollierbar
- wertige Verarbeitung
- cooler Sound
- Soziusbetrieb nur für Notfälle
- Sitzposition für einige Personen vermutlich zu sportlich
- herrliche Drehorgel für Freunde jenseits der 10.000er
- 600er Jubel-Sound
- sehr guter Quickshifter
- hervorragende Bremsen
- sehr präzises Fahrwerk
- wer Sport will, bekommt Sport
- Hitzeentwicklung bei Stop & Go
- Display etwas klein geraten
- Untenrum passiert - nix.
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 199 | kg |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Sitzhöhe: | 814-830 | mm |
| Höhe | 1.115 | mm |
| Gewicht | 193 | kg |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Länge | 2.029 | mm |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.140 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihenvierzylinder 4-Takt | |
| Hubraum | 999 | ccm |
| Hub | 50 | mm |
| Bohrung | 80 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Vierzylinder-Reihenmotor, DOHC | |
| Hubraum | 599 | ccm |
| Hub | 42 | mm |
| Bohrung | 67 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 165 PS bei 11.000 U/Min | |
| Drehmoment | 114 NM bei 9.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 261 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 266 | km |
| Leistung | 121 PS bei 14.250 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 11.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 265 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 327 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Aluminiumverbund-Brückenrahmen, Motor mittragend | |
| Federung vorne | Teleskopgabel (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 117)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 190/55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Diamantrahmen | |
| Federung vorne | Showa BP Upside-Down 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | ProLink-Zentralfederbein (Federweg 128)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55-ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Bremssattel ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die S 1000 R ist im Grunde genommen eine Doppel-R, der man die Verkleidung abgenommen und den Drehmomentverlauf auf Landstraße optimiert hat. Sie ist supersportlich, was Vor- und Nachteil zugleich sein kann. Wer auf seinem Streetfighter aufrecht sitzen möchte, ist hier fehl am Platz. Wer die Nähe zu Vorderrad und Asphalt sucht, wird hier fündig!Wir hatten jedenfalls tonnenweise Fahrspaß und fühlten uns trotz der immensen Leistung nicht überfordert. Genau dafür muss man BMW ein Kompliment machen: Eine solche Granate für (fast) jedermann fahrbar auf die Räder zu stellen gelingt nicht allen Herstellern. Um Missverständnissen vorzugreifen: Eine Einsteigermaschine ist dieses Motorrad natürlich nicht!
Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Pinneberg - danke!
Fazit
Die Honda CBR600RR 2024 ist kein Motorrad, das sich jedem sofort erschließt. Und genau das ist ihre Stärke. Sie folgt nicht dem Trend zu immer mehr Hubraum, immer mehr Bequemlichkeit und immer mehr universeller Gefälligkeit. Stattdessen bleibt sie eine echte Supersportlerin mit einem hochdrehenden Reihenvierzylinder, präzisem Chassis, starker Bremse und nun endlich moderner Elektronik auf aktuellem Niveau. Sie verlangt Einsatz, belohnt dafür aber mit einem sehr direkten, klaren und ehrlichen Fahrerlebnis. Wer ein Motorrad sucht, das auf kurvigen Straßen und besonders auf der Rennstrecke glänzt, findet in ihr ein faszinierendes Angebot. Wer dagegen vor allem Drehmoment von unten, Tourenkomfort oder Alltagsneutralität will, wird mit anderen Konzepten glücklicher.
Unterm Strich ist die CBR600RR 2024 ein gelungenes Comeback einer fast ausgestorbenen Motorradgattung. Honda hat das Modell nicht nur zurückgebracht, sondern sinnvoll modernisiert, ohne seinen Kern zu verwässern. Genau deshalb dürfte dieses Motorrad nicht die breite Masse ansprechen, aber jene Fahrer umso stärker begeistern, die den klassischen 600er-Supersport-Geist vermisst haben. Als emotionales, fahraktives und technisch sauberes Sportmotorrad ist die neue CBR600RR ein starkes Statement. Sie ist vielleicht nicht das vernünftigste Motorrad ihrer Klasse – aber sehr wahrscheinlich eines der charakterstärksten.
Das Testbike wurde uns von "motofun", einem großen Honda-Händler in Kaltenkirchen nördlich von Hamburg zur Verfügung gestellt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine neue Honda zuzulegen, ist dort herzlich zu einer Probefahrt aller möglichen Modelle eingeladen. Bei motofun.de gibt es übrigens auch viele tolle gebrauchten Maschinen im 1. Stock - Sehenswert!MotorradTest.de auf YouTube
BMW S 1000 R vs. Honda CBR 600 RR: Vergleich der zwei Charaktere
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Welten bedienen, wird der Vergleich besonders spannend. Die BMW S 1000 R steht für sportliche Agilität mit Naked-Charakter: aufrecht, direkt und mit einem Motor, der sich sowohl für flotte Landstraßen als auch für dynamische Ausfahrten anbietet. Die Honda CBR 600 RR dagegen ist klar im Sportbike-Lager zu Hause. Mit Verkleidung, sportlicher Sitzposition und dem Fokus auf präzises Handling wirkt sie wie gemacht für ambitionierte Fahrer, die Kurven und Tempo lieben.
Im Folgenden geht es nicht um einzelne Zahlen, sondern um das, was im Alltag und auf der Strecke wirklich zählt: Wie fühlt sich der Antrieb an, wie arbeitet das Fahrwerk, wie gut lässt sich das Motorrad kontrollieren und wo zeigen sich die typischen Stärken und Schwächen der beiden Modelle.
Grundcharakter: Naked-Drive vs. Rennsport-Feeling
BMW S 1000 R: sportlich, aber alltagstauglicher
Die BMW S 1000 R wirkt wie ein „Best-of“ aus Alltag und Sport. Durch die aufrechtere Sitzposition und die offene Bauweise ist sie deutlich weniger kompromissbehaftet, wenn es nicht nur um die nächste Kurve, sondern auch um die Fahrt dorthin geht. Der Motor liefert dabei eine gleichmäßige, kraftvolle Basis, die sich gut dosieren lässt. Gerade beim Herausbeschleunigen aus Kurven fühlt sich die BMW oft wie ein Motorrad an, das die Linie hält und die Leistung sauber in Vortrieb umsetzt.
Honda CBR 600 RR: kompromisslos sportlich
Die Honda CBR 600 RR ist dagegen ein Motorrad, das den Fahrer spürbar in Richtung Sport drückt. Die Sitzposition ist deutlich sportlicher, die Verkleidung reduziert spürbar den Luftwiderstand und vermittelt ein „eingebautes“ Tempo-Gefühl. Der Motorcharakter ist stärker auf zügiges Fahren ausgelegt: Wer die Drehzahl nutzt, bekommt ein sehr direktes Ansprechverhalten und ein Gefühl von Kontrolle, besonders wenn es in den Kurven eng wird.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung anfühlt
BMW: souveränes Drehmoment für flüssiges Fahren
Die BMW S 1000 R spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn man nicht ständig am Limit der Drehzahl arbeiten will. Der Antrieb wirkt kraftvoll und gleichzeitig gut beherrschbar. Das macht sie attraktiv für Fahrten, bei denen man zügig unterwegs ist, aber nicht permanent „auf Kante“ fahren muss. In der Praxis bedeutet das: weniger hektisches Schalten, mehr flüssige Beschleunigung und ein sehr angenehmes Gefühl beim Überholen oder beim schnellen Richtungswechsel.
Honda: sportliche Drehfreude und präziser Schub
Die CBR 600 RR bringt den typischen 600er-Sportbike-Charakter mit: mehr Fokus auf Drehzahl und ein Antrieb, der bei passender Fahrweise sehr lebendig wirkt. Das ist ein Vorteil, wenn man gern dynamisch fährt und die Leistung in einem bestimmten Bereich „abruft“. Die Schwäche liegt weniger im Motorrad selbst, sondern in der Erwartung: Wer eher entspannt cruisen möchte, muss die Honda stärker „mitnehmen“ – sie belohnt sportliche Fahrtechnik und konsequentes Ausnutzen des Drehzahlbandes.
Fahrwerk und Handling: Wer liegt in den Kurven vorn?
BMW S 1000 R: Stabilität mit agilerem Charakter
Die BMW wirkt in Kurven oft wie ein Motorrad, das Stabilität und Agilität kombiniert. Gerade auf welligen Straßen oder bei wechselndem Grip fühlt sie sich kontrollierbar an. Das Fahrwerk unterstützt dabei, die Linie sauber zu halten, ohne dass man ständig gegenlenken muss. In schnellen Passagen ist die BMW besonders stark, wenn man zügig fährt, aber nicht jedes Mal maximal „sportlich“ auf Anschlag geht.
Honda CBR 600 RR: präzise Rückmeldung und sportliche Führung
Die Honda ist in ihrem Element, wenn es um präzises Einlenken und sportliches Kurvenfahren geht. Durch die sportliche Geometrie und die sportliche Auslegung vermittelt sie ein klares Feedback. Auf der Strecke fühlt sich das Motorrad oft „leicht“ an, obwohl es in Wahrheit eher nach Kontrolle als nach Leichtigkeit wirkt. Als Schwäche kann sich zeigen: Wer sehr entspannt fährt oder lange Strecken in aufrechter Haltung bevorzugt, empfindet die sportliche Sitzposition und den Fokus auf sportliche Fahrweise schneller als anstrengender.
Bremsen und Fahrgefühl: Vertrauen beim Verzögern
Beide Motorräder sind auf sportliches Fahren ausgelegt, aber sie vermitteln das Vertrauen unterschiedlich. Die BMW punktet häufig mit einem sehr gut dosierbaren Gefühl beim Verzögern und einer stabilen Basis, die das Motorrad auch bei wechselnden Bedingungen berechenbar wirken lässt. Die Honda hingegen wirkt beim Bremsen besonders „sportlich“: Sie unterstützt eine dynamische Fahrweise und macht es leicht, das Tempo kontrolliert zu reduzieren, wenn man zügig in die Kurve geht.
Als typische Schwäche zeigt sich bei beiden Modellen nicht „Bremsleistung“, sondern die Fahrweise: Wer zu grob dosiert oder zu spät bremst, wird bei sportlichen Motorrädern schneller an Grenzen stoßen. Die gute Nachricht: Beide Plattformen sind so ausgelegt, dass sie bei korrekter Technik ein sehr hohes Maß an Kontrolle bieten.
Elektronik und Assistenz: Moderne Unterstützung im Alltag
In der Praxis macht Elektronik vor allem dann einen Unterschied, wenn man nicht immer identische Bedingungen hat: Temperatur, Reifen, Beladung, Fahrbahnbelag. Die BMW S 1000 R wirkt dabei oft wie ein Motorrad, das Elektronik sinnvoll in den Fahrkomfort integriert. Das hilft, wenn man im Alltag unterwegs ist und nicht jedes Mal „perfekte“ Bedingungen vorfindet.
Die Honda CBR 600 RR setzt ebenfalls auf moderne Unterstützung, wirkt aber stärker auf sportliche Kontrolle ausgelegt. Das kann ein Vorteil sein, wenn man bewusst schnell fährt und die Elektronik als Sicherheitsnetz nutzt. Wer dagegen eher entspannt unterwegs ist, merkt die Elektronik weniger als „Feature“, sondern eher als Hintergrund, der das Fahren unkompliziert macht.
Sitzposition und Ergonomie: Komfort vs. Sporthaltung
BMW: entspannter über längere Strecken
Die BMW S 1000 R ist im Vergleich zur Honda deutlich weniger „verkrampft“. Die aufrechtere Haltung erleichtert längere Fahrten und macht das Motorrad alltagstauglicher. Auch im Stadtverkehr oder auf kürzeren Strecken wirkt sie weniger kompromissbehaftet. Wer häufig unterwegs ist, aber nicht jedes Mal eine Rennhaltung einnehmen möchte, findet hier einen klaren Pluspunkt.
Honda: sportliche Haltung für ambitionierte Fahrer
Die CBR 600 RR fordert mehr. Die sportliche Sitzposition ist ein Vorteil, wenn man aktiv fährt, früh bremst, sauber einlenkt und das Motorrad „arbeitet“. Für lange Touren oder für Tage, an denen man eher entspannt unterwegs sein will, kann die Honda jedoch schneller unbequem werden. Das ist keine Schwäche im Sinne von „schlecht“, sondern eine klare Ausrichtung: Sie ist für Sport gemacht.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der BMW S 1000 R
- Flüssiges, souveränes Fahrgefühl bei dynamischer Fahrweise ohne ständiges Hochdrehen.
- Alltagstauglichkeit durch aufrechtere Sitzposition und weniger Rennkompromisse.
- Stabilität und kontrollierbares Handling auf wechselnden Straßenbedingungen.
Schwächen der BMW S 1000 R
- Wer maximal „Trackday-Feeling“ sucht, könnte die sportliche Ausrichtung weniger intensiv empfinden als bei einer voll verkleideten Sportmaschine.
- Bei sehr sportlicher Fahrweise kann die Honda durch ihre Rennorientierung subjektiv „spitzer“ wirken.
Stärken der Honda CBR 600 RR
- Rennsportnahes Handling mit präzisem Einlenken und klarer Rückmeldung.
- Drehfreude und sportlicher Motorcharakter für ambitioniertes Fahren.
- Sportliche Kontrolle beim dynamischen Verzögern und in schnellen Passagen.
Schwächen der Honda CBR 600 RR
- Sportliche Sitzposition kann für lange Strecken oder weniger sportliche Tage anstrengender sein.
- Für entspanntes Cruisen muss die Fahrweise stärker an den Motorcharakter angepasst werden.
Für wen passt welches Motorrad?
BMW S 1000 R: die richtige Wahl für vielseitige Fahrer
Die BMW S 1000 R passt besonders gut, wenn ein Motorrad gesucht wird, das sportlich fährt, aber nicht jeden Tag nach Rennstrecke verlangt. Ideal ist sie für Fahrer, die häufig unterwegs sind, gern zügig fahren, aber auch Wert auf Komfort und eine entspanntere Ergonomie legen. Wer eine Maschine möchte, die sowohl Landstraße als auch Alltag gut abdeckt, findet in der BMW eine sehr stimmige Option.
Honda CBR 600 RR: die richtige Wahl für Sport-Fans
Die Honda CBR 600 RR ist die bessere Wahl, wenn der Fokus klar auf sportlicher Fahrweise liegt: Kurvenarbeit, dynamisches Beschleunigen und ein Motorrad, das sich wie ein Werkzeug für schnelle Runden anfühlt. Wer bereit ist, die sportliche Sitzposition zu akzeptieren und die Fahrweise an den Motorcharakter anzupassen, bekommt ein sehr direktes und begeisterndes Sportbike-Erlebnis.
Fazit:
Die BMW S 1000 R ist die Wahl für Fahrer, die ein sportliches Motorrad möchten, das im Alltag unkompliziert bleibt und auf der Landstraße souverän sowie flüssig wirkt. Ihr Plus liegt in der gut dosierbaren Kraft, der stabilen Fahrbasis und der deutlich entspannteren Ergonomie. Wer häufig fährt, auch mal längere Strecken plant und dabei trotzdem dynamisch unterwegs sein will, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Die Honda CBR 600 RR richtet sich an alle, die das Sportbike-Feeling wirklich suchen: sportliche Sitzposition, präzises Handling und ein Motorcharakter, der bei passender Drehzahl besonders viel Spaß macht. Wer Kurvenarbeit liebt, Tempo bewusst aufbaut und die Honda als sportliches Werkzeug einsetzen möchte, wird die Stärken der CBR deutlich stärker spüren.
Kurz gesagt: BMW für vielseitigen Sport mit mehr Komfort, Honda für kompromissloses Sportbike-Erlebnis.