| UVP | 16.390 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2012 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- toller V2-Motor mit ordentlicher Leistung
- herrlicher Sound, blubberiges Ansauggeräusch
- starke Bremsen
- sehr gute technische Ausstattung
- leicht und handlich, agiles Fahrverhalten
- auch für zwei Personen absolut reisetauglich
- zwei Sitzhöhen (verstellbar)
- Heizgriffe nicht Serie
- Sportlich
- Unglaublich wendig
- Preis
- Alltagsnutzen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 199 | kg |
| Radstand | 1.572 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.572 | mm |
| Sitzhöhe: | 830-850 | mm |
| Gewicht | 162 | kg |
| Radstand | 1.476 | mm |
| Radstand | 1.476 | mm |
| Sitzhöhe: | 899 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 96 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 1-Zylinder 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 80 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 116 PS bei 10.750 U/Min | |
| Drehmoment | 92 NM bei 8.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 215 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 345 | km |
| Leistung | 79 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 73 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 320 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Monocoque-Rahmen | |
| Federung vorne | Marzocchi USD-Gabel 45 mm, voll einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | Sachs Monofederbein, voll einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | WP-USD Apex Ø 48 mm (Federweg 224)mm | |
| Federung hinten | WP APEX mit Pro-Lever Umlenkung (Federweg 240)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 160/60 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Monoblock 4-Kolben, radial verschraubt, radiale Bremspumpe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 265 mm) | |
| Bremsen vorne | Scheibe, Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit
Die neue Multistrada V2 ist gegenüber der Vorgängerin dank der Gewichtseinsparung deutlich verbessert in Sachen Fahrbarkeit und auch bei der technischer Ausstattung. Der Preis ist angesichts der üppigen technischen Helferlein und der verbauten Komponenten gerechtfertigt - auch im Vergleich zum Wettbewerb. Ducati nennt die neue Multi V2 eine Cross-Over - das ist sie auch, sie ist aber eben auch sehr gut geeignet für die wirklich lange Reise, insofern irgendwo auch ein waschechtes Adventure-Bike.Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Bremervörde zur Verfügung gestellt. Dort stehen übrigens sowohl eine V2S als auch eine V2 als Vorführer für Probefahrten bereit. Ihr könnt den Unterschied beim Fahrwerk also direkt miteinander vergleichen - falls ihr einen findet, schreibt uns bitte.
Fazit: Man will sie mögen, aber einfach ist es nicht
Bekommt sie von uns den Daumen hoch? Schwierige Entscheidung. Denn trotzdem sie im Vergleich zur Konkurrenz die agilste und konsequenteste Supermoto ist, hat sie einfach zu viele Mängel für die meisten Interessenten. Dabei geht es nicht um solche Dinge wie die fehlende Soziustauglichkeit oder den nicht existierenden Windschutz. Über solche Dinge können engagierte KTM SMC R 690-Treiber nur Grinsen, und sie haben recht damit. Fans gibt es übrigens viele: Die Maschine liegt in der aktuellen Zulassungsstatistik auf Platz 15.
Nein, einen großen Nachteil gibt es: Sie liefert in ihrer Paradedisziplin nicht ab, denn wirklich schnell ist sie nur dann, wenn man das Treppenhaus des Hamburger Michel hochfahren möchte. Ansonsten ist da mehr Show als Shine. Wenn der stärkste Einzylinder der Welt nur 75 PS liefert, ist das eben das entscheidende Leistungsmanko im Vergleich zur nicht viel weniger wendigen Ducati Hypermotard mit ihren 114 PS. Das sind über 50% mehr.
Dass Vergleiche mit Ducatis überhaupt auftauchen, liegt an der sportlichen Preispolitik der Österreicher, von der selbst BMW noch etwas lernen könnte. Für die roh ausgestattete SMC R 690 verlangt KTM tatsächlich 10.799 Euro. Zum Vergleich: Der gleiche Motor wird in der 690 Enduro R für ebenfalls 10.799 Euro verbaut, im Naked Bike Duke 690 gibt es ihn für 8.899 Euro.
Motorräder der Marke Ducati gelten eigentlich nicht als Softies. Mag die Hypermotard das im Vergleich zur SMC sein, aber für einen Sitzplatz mehr, die umfangreiche Ausstattung und 114 PS verlangt Ducati 12.490 Euro und damit nur 1.691 Euro mehr.
Aber wahrscheinlich ist das alles nichts für die KTMler. Ja, sie ist die konsequenteste Supermoto auf dem Markt. Und damit ein Statement, wunderbar.
Danke an M.A.S. für das Testbike.
MotorradTest.de auf YouTube
Ducati Multistrada V2 vs KTM 690 SMC R: Vergleich für zwei völlig unterschiedliche Fahrstile
Wer sich zwischen der Ducati Multistrada V2 und der KTM 690 SMC R entscheiden möchte, merkt schnell: Hier treffen zwei Philosophie aufeinander. Die Multistrada V2 ist als Reiseenduro gedacht – mit dem Anspruch, lange Strecken komfortabel zu machen und dabei auch auf kurvigen Straßen souverän zu bleiben. Die KTM 690 SMC R dagegen ist ein Supermoto, das auf Agilität, direktes Ansprechverhalten und Spaß im Alltag ausgelegt ist. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich spannend: Es geht weniger darum, welches Motorrad „besser“ ist, sondern welches besser zum eigenen Fahrprofil passt.
Grundidee: Reiseenduro vs. Supermoto
Die Ducati Multistrada V2 wirkt wie ein Allrounder mit Reiseambitionen. Der Fokus liegt auf einem ausgewogenen Gesamtpaket: Motor und Fahrwerk sollen nicht nur sportlich wirken, sondern auch auf längeren Touren Ruhe und Kontrolle vermitteln. Dazu kommt der typische Enduro-Charakter, der sich im Handling zeigt – nicht als kompromissloses Offroad-Gerät, sondern als Motorrad, das auch abseits der Autobahn Spaß macht.
Die KTM 690 SMC R ist dagegen deutlich „städtischer“ im Charakter. Supermoto bedeutet: kurze Wege, schnelle Richtungswechsel, ein sehr direktes Fahrgefühl und ein Setup, das Kurven und Beschleunigung in den Vordergrund stellt. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist oder gern auf kurzen Strecken zügig fährt, findet hier eine Maschine, die sich wie ein Werkzeug für Dynamik anfühlt.
Motorcharakter und Fahrgefühl im Vergleich
Beim Motor geht es in diesem Vergleich vor allem um die Art, wie sich Leistung und Antrieb anfühlen. Die Ducati Multistrada V2 steht für einen eher „tourenden“ Charakter: Der Antrieb soll gleichmäßig ziehen, sich gut dosieren lassen und dabei auch bei moderatem Tempo nicht unruhig werden. Das macht sie besonders attraktiv, wenn Streckenplanung und Komfort eine Rolle spielen – etwa bei längeren Ausfahrten oder wenn man nicht ständig im oberen Drehzahlbereich fahren möchte.
Die KTM 690 SMC R wirkt dagegen spürbar unmittelbarer. Der Motor und das Gesamtkonzept sind darauf ausgelegt, dass Gasgeben schnell in Bewegung übersetzt wird. Das sorgt für ein sehr lebendiges Gefühl, besonders beim Herausbeschleunigen aus Kurven oder beim zügigen Fahren auf kurvigen Landstraßen. Gleichzeitig kann genau dieser „Direktmodus“ im Alltag auch bedeuten, dass man den Fahrstil bewusster anpassen muss, um stets entspannt unterwegs zu sein.
Fahrwerk und Handling: Wie sich die Motorräder in Kurven verhalten
Im Handling unterscheiden sich die beiden Maschinen deutlich. Die Ducati Multistrada V2 ist so abgestimmt, dass sie Stabilität und Kontrolle liefert. Das zeigt sich vor allem dann, wenn die Straße nicht perfekt ist oder wenn man zügig fährt, aber nicht ständig „am Limit“ arbeitet. Die Multistrada wirkt dabei wie ein Motorrad, das Vertrauen aufbaut: Man kann Linien sauber halten, und das Fahrwerk unterstützt den Fahrer dabei, ruhig zu bleiben.
Die KTM 690 SMC R ist dagegen auf Wendigkeit und schnelle Richtungswechsel ausgelegt. Das Fahrwerk und die Geometrie unterstützen ein sportliches, agiles Einlenken. In engen Kurven und auf Strecken mit vielen Wechseln zwischen Beschleunigen und Verzögern spielt sie ihre Stärken aus. Wer gern dynamisch fährt und das Motorrad aktiv „mitnimmt“, bekommt hier ein sehr direktes Feedback.
Stärken und Schwächen im Fahrwerksvergleich
- Multistrada V2: Stärke ist die souveräne, kontrollierte Art – besonders bei längeren Fahrten und wechselnden Bedingungen. Schwäche kann sein, dass sie weniger „leichtfüßig“ wirkt als ein reines Supermoto, wenn es um maximale Agilität auf engstem Raum geht.
- 690 SMC R: Stärke ist die schnelle Reaktion und das sportliche Handling. Schwäche kann sein, dass der Fokus auf Agilität im Alltag weniger Komfort vermittelt, wenn man viel Strecke am Stück fährt oder eher entspannt unterwegs ist.
Bremsen und Fahrstabilität
Bei Bremsen und Stabilität zeigt sich der Unterschied zwischen „Reise“ und „Sportlichkeit“. Die Ducati Multistrada V2 zielt darauf ab, dass Verzögerung berechenbar bleibt und das Motorrad beim Bremsen ruhig steht. Das ist besonders wertvoll, wenn man häufig aus höheren Geschwindigkeiten in Kurven hineinbremst oder wenn man auf längeren Touren nicht jedes Mal neu „anlernen“ möchte.
Die KTM 690 SMC R bringt ebenfalls eine sportliche Bremsperformance mit, aber der Charakter ist stärker auf zügiges Fahren und schnelle Aktionen ausgelegt. Das kann sich in kurzen, intensiven Situationen sehr gut anfühlen – etwa beim sportlichen Fahren in der Stadt oder auf kurvigen Abschnitten, wo man oft schnell reagiert. Wer dagegen lange Strecken in gleichmäßigem Rhythmus fährt, wird die Multistrada häufig als entspannter empfinden.
Ausstattung, Sitzposition und Alltagstauglichkeit
Die Sitzposition und die Ergonomie sind in diesem Vergleich ein entscheidender Punkt. Die Ducati Multistrada V2 ist tendenziell auf eine komfortablere Haltung ausgelegt, die auch bei längeren Fahrten nicht sofort ermüdet. Dazu passt der Reisegedanke: Das Motorrad soll nicht nur auf dem ersten Kilometer Spaß machen, sondern auch nach mehreren Stunden noch „stimmig“ wirken.
Die KTM 690 SMC R setzt stärker auf eine sportliche, aktive Sitzhaltung. Das unterstützt das schnelle Handling und das direkte Fahrgefühl. Für kurze bis mittlere Strecken ist das oft genau richtig. Bei sehr langen Touren kann die sportlichere Auslegung jedoch eher als „anstrengender“ empfunden werden – je nach Körperbau und persönlicher Vorliebe.
Komfort vs. Agilität
Im Alltag zeigt sich damit eine klare Tendenz: Die Multistrada V2 ist die bessere Wahl, wenn Komfort, entspannte Kontrolle und Tourenplanung im Vordergrund stehen. Die 690 SMC R ist die bessere Wahl, wenn kurze Wege, schnelle Kurven und ein Motorrad gesucht wird, das sich im Stadtverkehr und auf Feierabendrunden besonders lebendig anfühlt.
Stärken und Schwächen im Gesamtpaket
Wenn man beide Motorräder als Gesamtpaket betrachtet, wird der Unterschied besonders deutlich:
- Ducati Multistrada V2 – Stärken: ausgewogene Abstimmung, tourentauglicher Charakter, ruhiges Fahrverhalten und ein Gesamtgefühl, das auch auf längeren Strecken überzeugt. Schwächen: weniger „supermoto-typische“ Leichtigkeit im Handling und weniger Fokus auf maximale Agilität.
- KTM 690 SMC R – Stärken: sehr direktes Ansprechverhalten, agiles Handling und viel Fahrspaß auf kurvigen Strecken und in der Stadt. Schwächen: weniger Reise-Komfort und eher ein Motorrad, das man bewusst sportlich bewegt, um das Potenzial optimal zu nutzen.
Für wen lohnt sich welcher Vergleich?
Die Entscheidung hängt stark davon ab, wie und wo gefahren wird. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, gern auch mal entspannt unterwegs ist und ein Motorrad sucht, das sich als zuverlässiger Begleiter für Touren eignet, wird mit der Ducati Multistrada V2 deutlich besser bedient. Sie ist besonders passend, wenn das Motorrad nicht nur „Spaß“ liefern soll, sondern auch Alltag und längere Ausfahrten komfortabel zusammenbringt.
Wer dagegen häufig kurze Strecken fährt, in der Stadt unterwegs ist, enge Kurven liebt und ein Motorrad möchte, das schnell reagiert und sich wie ein Sportgerät anfühlt, findet in der KTM 690 SMC R die passendere Wahl. Sie ist ideal für alle, die Dynamik priorisieren und das Motorrad gern aktiv bewegen.
Fazit:
Die Ducati Multistrada V2 ist die bessere Wahl für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad für Touren, längere Strecken und ein ruhiges, kontrolliertes Fahrgefühl suchen. Ihr Charakter wirkt wie ein ausgewogener Reiseenduro-Ansatz: souverän, berechenbar und angenehm, wenn der Tag länger wird. Die KTM 690 SMC R passt dagegen besser zu einem Fahrstil, der auf Agilität, schnelle Richtungswechsel und unmittelbares Ansprechen setzt. Sie macht besonders dort Spaß, wo es eng wird, wo man oft beschleunigt und wo Kurven und kurze Strecken im Mittelpunkt stehen.
Kurz gesagt: Wer Komfort und Vielseitigkeit für längere Fahrten priorisiert, greift zur Multistrada V2. Wer maximale Direktheit und sportliche Wendigkeit für Stadt und Feierabendrunde sucht, ist mit der 690 SMC R besser unterwegs.