| UVP | 12.690 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2026~ | |
| UVP | 5.720 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Sehr agiles, wendiges Bike
- Herrlicher V2 mit viel Charakter
- Schöne Details, tolles Design
- Brabbeliger Sound
- Sehr lebendiges Motorrad
- Soziusfussrasten bei großen Stiefeln im Weg
- Hinterradbremse könnte bissiger sein
- Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig
- Für große Leute etwas zu klein
- exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
- vitaler Motor
- sehr leichtes und gutmütiges Handling
- ideal für Einsteiger und Stadtverkehr
- Tripper-Dash-TFT-Display mit integrierter Kartennavigation
- Bequeme, aufrechte und zugängliche Ergonomie
- eingeschränkte Langstreckentauglichkeit
- Brems- und Kupplungshebel sind nicht einstellbar
- geringer Windschutz
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 185 | kg |
| Radstand | 1.449 | mm |
| Länge | 2.100 | mm |
| Radstand | 1.449 | mm |
| Sitzhöhe: | 795 | mm |
| Höhe | 1.150 | mm |
| Gewicht | 184 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.145 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.125 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V | |
| Hubraum | 803 | ccm |
| Hub | 66 | mm |
| Bohrung | 88 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Einzylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile | |
| Hubraum | 452 | ccm |
| Hub | 82 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 73 PS bei 8.250 U/Min | |
| Drehmoment | 65 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 195 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 260 | km |
| Leistung | 40 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 40 NM bei 5.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 150 | km/h |
| Tankinhalt | 11 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 324 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel von Kayaba mit 41 mm Standrohrdurchmesser (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Federbein von Kayaba mit einstellbarer Vorspannung (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 110/80 R18 | |
| Reifen hinten | 180/55 R17 | |
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Ø43-mm Telegabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Mono-Federbein (Federweg 145)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 160/60-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe,radial verschraubter 4-Kolben-Bremssattel mit Bosch Kurven-ABS ( Ø 330 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe,schwimmend gelagerter 1-Kolben-Bremssattel ( Ø 245 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe mit Zweikolben-Bremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe mit Einkolben-Bremssattel ( Ø 270 mm) | |
Fazit - Das bringt Laune!
Die Full Throttle hat zum Glück das typische Ducati Scrambler Feeling auch in das Jahr 2023 transportieren können. Dieses Motorrad ist einfach eine echte Spaß-Granate, mit dem so ziemlich jeder Biker gut zurechtkommen sollte. Obendrauf gibt es zwei Jahre Garantie ohne Kilometer-Begrenzung. Wegen der komplexen Ventilspiel-Steuerung geht es allerdings alle 12.000 km zum Service.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Bremervörde zur Verfügung gestellt. Holger, einer der Verkäufer vor Ort, ist ein echter Ducatisti und erklärt Euch in aller Ruhe bei einem Kaffee, welche Ducati am besten zu Euch passt. Es gibt jede Menge Vorführer von Ducati und Suzuki und viele gebrauchte Maschinen. Auf nach Bremervörde!
Fazit: Kein Poser, sondern ein Kumpel auf zwei Rädern
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist kein Motorrad für Stammtisch-Superlative. Sie gewinnt keine Leistungsduelle, sie protzt nicht mit Elektronik, und sie tut nicht so, als wäre sie ein verkleideter Rennstrecken-Drache. Genau deshalb ist sie so sympathisch. Sie konzentriert sich auf das, was auf echten Straßen zählt: einfache Bedienung, gutes Gefühl, genug Leistung, ehrliches Handling und einen Preis, bei dem man nicht sofort die Lebensplanung neu aufstellen muss.
Besonders stark ist sie für A2-Fahrerinnen und -Fahrer, Pendler, Wiedereinsteiger und alle, die ein unkompliziertes Naked Bike mit Charakter suchen. Die Guerrilla 450 kann seriös, aber sie bleibt dabei frech. Sie ist bequem genug für den Alltag, agil genug für die Hausstrecke und charmant genug, um auch nach Wochen noch gern den langen Weg nach Hause zu nehmen. Wer viel Autobahn fährt oder maximale Sportlichkeit sucht, sollte sich woanders umsehen. Wer aber ein Motorrad möchte, das nach fünf Minuten vertraut wirkt und nach zehn Minuten Laune macht, liegt hier ziemlich richtig.MotorradTest.de auf YouTube
Ducati Scrambler Full Throttle vs. Royal Enfield Guerrilla 450 – Vergleich & Empfehlung
Scrambler sind mehr als nur ein Stil: Sie stehen für eine Mischung aus Alltagstauglichkeit, unkomplizierter Handhabung und dem gewissen Retro-Charme. Genau in diese Richtung zielen sowohl die Ducati Scrambler Full Throttle als auch die Royal Enfield Guerrilla 450. Doch während die Ducati den Fokus stark auf den kernigen Charakter und das „Ducati-Gefühl“ legt, versucht die Royal Enfield vor allem, mit moderner Technik, einem stimmigen Gesamtpaket und einem klaren Preis-Leistungs-Ansatz zu überzeugen.
Im folgenden Vergleich werden die typischen Eigenschaften beider Motorräder gegenübergestellt: Wie unterscheiden sich Motorcharakter, Fahrwerk, Bremsen, Ergonomie, Ausstattung und das Gesamtgefühl im Alltag? Dabei geht es nicht um einzelne Zahlen, sondern um das, was am Ende wirklich zählt – wie sich die Motorräder im Alltag und auf der Feierabendrunde anfühlen.
Grundcharakter: Ducati Scrambler Full Throttle vs. Royal Enfield Guerrilla 450
Ducati: kompakt, direkt und mit viel „Punch“
Die Ducati Scrambler Full Throttle wirkt wie ein Motorrad, das man nicht lange erklären muss: Sie ist auf eine direkte Ansprache ausgelegt. Der Motor und die Abstimmung vermitteln ein spürbar sportliches Temperament, das sich besonders dann lohnt, wenn zügig beschleunigt, dynamisch beschleunigt und das Motorrad aktiv bewegt werden soll. Das Fahrgefühl ist dabei eher „hands-on“: Man hat das Gefühl, dass die Maschine auf jede Eingabe reagiert.
Royal Enfield: modern interpretiert, alltagstauglich und gelassen
Die Royal Enfield Guerrilla 450 verfolgt einen anderen Ansatz. Sie bringt den Scrambler-Look in eine moderne, stimmige Form und wirkt insgesamt darauf ausgelegt, im Alltag souverän zu funktionieren. Der Motorcharakter ist weniger auf „Sportmodus“ getrimmt, sondern eher auf gleichmäßige Durchzugskraft und entspannteres Fahren. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn Strecken nicht nur aus Kurven bestehen, sondern aus Stadtverkehr, Ampelstopps und wechselnden Geschwindigkeiten.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beide Motorräder sind für Fahrspaß gemacht, aber die Art des Spaßes unterscheidet sich. Die Ducati Scrambler Full Throttle spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn das Gas bewusst geöffnet wird und das Motorrad spürbar „nach vorne“ zieht. Das Ansprechverhalten wirkt lebendig, wodurch sich Überholmanöver und zügige Passagen leichter anfühlen.
Die Royal Enfield Guerrilla 450 punktet dagegen mit einem eher harmonischen, gut dosierbaren Antrieb. Gerade im Stadtverkehr und auf kürzeren Strecken ist das angenehm: Das Motorrad lässt sich ruhig bewegen, ohne dass man ständig „arbeiten“ muss. Wer häufig in wechselnden Situationen unterwegs ist, profitiert von dieser Art der Kraftentfaltung.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. souveräne Ruhe
Ducati: sportlich straff, präzise in Kurven
Die Ducati Scrambler Full Throttle vermittelt ein eher sportliches Setup. Das Fahrwerk unterstützt eine zügige Linie durch die Kurven und macht das Motorrad zu einem Werkzeug für dynamische Fahrten. Dabei bleibt die Maschine insgesamt gut kontrollierbar, aber sie belohnt eher aktive Fahrerinnen und Fahrer, die das Motorrad bewusst führen.
Royal Enfield: komfortorientiert, dennoch handlich
Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt im Vergleich etwas alltagstauglicher abgestimmt. Unebenheiten und wechselnde Straßenbeläge werden tendenziell entspannter verarbeitet. Gleichzeitig bleibt das Handling nicht „träge“: Die Maschine ist wendig genug, um in der Stadt und auf Landstraßen sicher zu wirken. Wer häufig längere Feierabendrunden fährt oder auch mal über schlechteren Asphalt rollt, wird diese souveräne Art zu schätzen wissen.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beim Bremsen zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den Konzepten. Die Ducati Scrambler Full Throttle wirkt darauf ausgelegt, zügig und direkt zu verzögern. Das gibt ein gutes Gefühl, wenn es schnell gehen muss – etwa beim Herausbeschleunigen aus Kurven oder beim spontanen Abbremsen vor Kreuzungen.
Die Royal Enfield Guerrilla 450 bietet ebenfalls ein solides Bremsgefühl, wirkt aber in der Tendenz eher auf gleichmäßige Dosierbarkeit ausgelegt. Das ist im Alltag ein Plus, weil sich Bremsmanöver dadurch sehr gut planen lassen. Gerade wenn der Verkehr unruhig ist oder die Strecke häufig Stop-and-Go enthält, ist diese „berechenbare“ Art angenehm.
Ergonomie und Sitzgefühl: Wer sitzt wie bequem?
Ergonomie ist bei Scramblern oft der entscheidende Punkt: Die Sitzposition soll sportlich genug sein, aber nicht unbequem. Die Ducati Scrambler Full Throttle wirkt tendenziell kompakter und „direkter“ in der Haltung. Das passt gut zu Fahrern, die das Motorrad aktiv bewegen möchten und bei denen eine leicht sportlichere Position gut funktioniert.
Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt im Vergleich etwas entspannter im Gesamteindruck. Das kann ein Vorteil sein, wenn längere Strecken anstehen oder wenn das Motorrad auch mal für alltägliche Wege genutzt wird. Wer häufig zwischen Stadt und Land pendelt, profitiert oft von dieser alltagstauglicheren Sitzhaltung.
Ausstattung und Praxis: Was im Alltag wirklich hilft
Bei beiden Motorrädern spielt die Ausstattung eine Rolle, aber auf unterschiedliche Weise. Die Ducati Scrambler Full Throttle wirkt wie ein Motorrad, das stark auf den „Premium“-Charakter und die stimmige Gesamtanmutung setzt. Das zeigt sich in der Art, wie Bedienelemente und Fahrgefühl zusammenpassen – weniger als „Technik um der Technik willen“, sondern als stimmiges Paket.
Die Royal Enfield Guerrilla 450 setzt stärker auf moderne, praktische Lösungen, die den Alltag erleichtern. Gerade wenn das Motorrad nicht nur für die Wochenendrunde gedacht ist, sondern auch für regelmäßige Fahrten, zählt, wie gut sich das Gesamtpaket im Alltag nutzen lässt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Ducati Scrambler Full Throttle
- Direktes, lebendiges Fahrgefühl mit sportlicher Ansprache
- Kurvenorientiertes Handling, das dynamisches Fahren unterstützt
- Premium-Charakter im Gesamteindruck und in der Abstimmung
Schwächen bzw. Grenzen der Ducati Scrambler Full Throttle
- Wer vor allem entspannt cruisen möchte, könnte die Ducati als „zu aktiv“ empfinden
- Je nach Fahrstil kann das sportliche Setup weniger verzeihend sein als ein komfortorientierteres Konzept
Stärken der Royal Enfield Guerrilla 450
- Alltagssouverän mit gut dosierbarem, harmonischem Fahrgefühl
- Komfortorientierte Abstimmung, die auch auf wechselndem Belag funktioniert
- Stimmiges Gesamtpaket für regelmäßige Nutzung
Schwächen bzw. Grenzen der Royal Enfield Guerrilla 450
- Wer maximale Sportlichkeit sucht, wird die Ducati als „spitzer“ erleben
- Das Konzept wirkt stärker auf Alltag und Ausgewogenheit als auf kompromisslose Dynamik
Für wen passt welches Motorrad?
Die Ducati Scrambler Full Throttle ist besonders interessant für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich bei Gasstößen und in Kurven spürbar „öffnet“. Wer gerne dynamisch fährt, das Motorrad aktiv bewegt und den Premium-Charakter der Marke spüren möchte, findet in der Ducati einen starken Partner.
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist dagegen die bessere Wahl für alle, die ein Scrambler wollen, der im Alltag unkompliziert funktioniert. Wer häufig pendelt, unterschiedliche Straßenbedingungen hat und ein Motorrad bevorzugt, das sich entspannt fahren lässt, wird mit der Royal Enfield sehr zufrieden sein. Auch für Einsteigerinnen und Einsteiger, die einen modernen Scrambler suchen und nicht nur auf Sportlichkeit, sondern auf Gesamtkomfort achten, ist sie eine sehr passende Option.
Fazit:
Die Ducati Scrambler Full Throttle gewinnt vor allem dort, wo Fahrgefühl und Dynamik im Vordergrund stehen: Wer Kurven liebt, gern zügig beschleunigt und ein direktes, sportlich geprägtes Setup möchte, bekommt mit der Ducati den „spürbaren“ Unterschied. Sie ist ideal für Menschen, die das Motorrad nicht nur fahren, sondern aktiv erleben.
Die Royal Enfield Guerrilla 450 punktet dagegen mit Alltagstauglichkeit und einem ausgewogenen, gut dosierbaren Charakter. Wenn Strecken abwechslungsreich sind, Komfort zählt und das Motorrad regelmäßig genutzt wird, wirkt die Royal Enfield oft die passendere Wahl. Sie ist besonders für Fahrerinnen und Fahrer geeignet, die einen modernen Scrambler suchen, der souverän bleibt, ohne ständig nach sportlicher Härte zu verlangen.
Kurz gesagt: Ducati für dynamische Ansprüche, Royal Enfield für entspannte Alltags-Souveränität.