| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2011 bis 2016 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- leicht und wendig
- unkompliziert
- günstiger Verbrauch
- solide Verarbeitung
- genug Platz für Beifahrer/in
- versprüht wenig Emotionen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 192 | kg |
| Radstand | 1.477 | mm |
| Länge | 2.165 | mm |
| Radstand | 1.477 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Hubraum | 652 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 100 | mm |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 48 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 5.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Brücken | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
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Harley-Davidson Low Rider S vs. BMW G 650 GS: Vergleich für unterschiedliche Fahrwelten
Wenn zwei Motorräder so unterschiedliche Konzepte verfolgen, wird ein Vergleich besonders spannend: Die Harley-Davidson Low Rider S steht für markanten Cruiser-Charakter, kräftiges Auftreten und ein Fahrgefühl, das vor allem auf Stil, Drehmoment und entspannte Kontrolle setzt. Die BMW G 650 GS dagegen ist als Reiseenduro gedacht – mit Fokus auf Alltagstauglichkeit, unkomplizierte Handhabung und der Fähigkeit, auch abseits der reinen Asphalt-Route eine gute Figur zu machen.
Im Folgenden werden die im Vergleich herangezogenen Werte beider Modelle nicht als isolierte Zahlen betrachtet, sondern zueinander eingeordnet: Wie wirken sich Motor- und Leistungsdaten, Gewicht, Sitzhöhe, Fahrwerksauslegung, Bremsen und die generelle Ausrichtung auf das Fahrverhalten aus? Genau daraus entsteht am Ende ein klares Bild: Für wen passt welches Motorrad besser – und wo liegen die typischen Grenzen.
Grundcharakter: Cruiser-Drive vs. Reiseenduro-Logik
Harley-Davidson Low Rider S: Schwerpunkt auf Drehmoment und Präsenz
Die Low Rider S ist als Cruiser gebaut, und das merkt man bereits an der Art, wie sie sich im Vergleich positioniert. Die Kombination aus Motorcharakter und dem typischen Cruiser-Aufbau zielt darauf ab, dass sich das Motorrad bei moderaten Geschwindigkeiten souverän anfühlt. Im Vergleich zeigt sich: Während die BMW eher auf „leichtes Vorankommen“ und Vielseitigkeit setzt, wirkt die Harley stärker auf „kraftvoller Vortrieb“ und ein dynamisches, aber cruiser-typisch kontrolliertes Tempo.
BMW G 650 GS: Vielseitigkeit und Alltagstauglichkeit
Die BMW G 650 GS folgt einer anderen Philosophie. Im Vergleich fällt auf, dass sie stärker auf Handlichkeit und einen pragmatischen Einsatz ausgelegt ist. Gerade im Alltag und auf Touren mit wechselnden Bedingungen spielt das Konzept seine Stärken aus: Die Sitzposition, die Fahrwerksabstimmung und die generelle Geometrie sind darauf ausgerichtet, dass das Motorrad auch dann noch „einfach“ bleibt, wenn die Strecke nicht perfekt geplant ist.
Motor und Antrieb: Wie sich die Werte im Fahrgefühl übersetzen
Leistung und Drehmoment im Vergleich
Beim Vergleich der Motorwerte zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Low Rider S ist so abgestimmt, dass sie im unteren bis mittleren Drehzahlbereich spürbar Druck aufbaut. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufiges Beschleunigen aus dem Stand oder aus niedrigen Geschwindigkeiten gefragt ist – etwa im Stadtverkehr oder beim zügigen Anfahren an Ampeln.
Die BMW G 650 GS wirkt dagegen im Vergleich eher wie ein „gleichmäßiger Reisebegleiter“. Die Leistungsentfaltung ist weniger auf das große, spontane Schieben ausgelegt, sondern auf kontinuierliches Fahren. Das ist nicht automatisch „langsam“, aber es fühlt sich anders an: Die BMW lädt eher dazu ein, die Strecke flüssig zu fahren, statt jede Beschleunigung als Ereignis zu behandeln.
Getriebegefühl und Fahrbarkeit
Auch wenn beide Motorräder unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, entscheidet am Ende das Zusammenspiel aus Motor, Getriebe und Fahrwerk. Im Vergleich wird deutlich: Die Harley vermittelt mehr „Kraft aus dem Konzept heraus“, während die BMW stärker mit einer gutmütigen, leicht zu dosierenden Fahrbarkeit punktet. Wer häufig zwischen Stop-and-go und Landstraße wechselt, profitiert oft von der BMW-Logik. Wer dagegen vor allem das Gefühl von kräftigem Cruiser-Vortrieb sucht, wird an der Low Rider S mehr Freude haben.
Fahrwerk, Handling und Stabilität
Gewicht und Schwerpunkt: Unterschiedliche Stärken
Im Vergleich der Gewichts- und Fahrwerkswerte zeigt sich ein klarer Trend: Die Harley wirkt durch ihren Cruiser-Aufbau tendenziell „massiver“ und setzt auf Stabilität und ruhiges Rollen. Das kann auf längeren Strecken sehr angenehm sein, weil das Motorrad weniger „zappelig“ wirkt und die Linie leichter zu halten ist.
Die BMW G 650 GS ist dagegen auf Beweglichkeit ausgelegt. Im Vergleich fällt die Tendenz auf, dass sie sich leichter in Richtungswechsel bringen lässt und dadurch besonders im Alltag und auf wechselndem Untergrund Vorteile hat. Das ist vor allem dann spürbar, wenn die Strecke nicht nur aus Autobahn und glattem Asphalt besteht.
Sitzposition und Ergonomie
Die Sitzposition ist bei beiden Modellen ein entscheidender Faktor. Die Low Rider S bietet typischerweise eine cruiser-typische Haltung, die eher auf entspanntes Sitzen und eine kontrollierte, „breite“ Fahrweise ausgelegt ist. Die BMW dagegen zielt auf eine aufrechtere, tourentaugliche Sitzposition, die das Motorrad auch dann noch gut beherrschbar macht, wenn man längere Zeit fährt oder die Route wechselt.
Im Vergleich bedeutet das: Wer lange Strecken komfortabel und ohne viel „Sportlichkeit“ fahren möchte, findet in der Harley oft den passenden Charakter. Wer dagegen eine Position bevorzugt, die auch bei wechselnden Bedingungen aktiv genutzt werden kann, wird mit der BMW eher glücklich.
Bremsen und Sicherheit: Was die Werte im Alltag bedeuten
Beim Vergleich der Bremskomponenten zeigt sich meist ein Unterschied in der Art, wie die Motorräder Verzögerung und Dosierung vermitteln. Die Harley steht durch ihren Cruiser-Ansatz oft für eine direkte, kräftige Bremswirkung, die sich gut anfühlt, wenn man zügig aus dem Tempo heraus verzögert. Die BMW wiederum wirkt im Vergleich häufig so, dass sie sich sehr gut dosieren lässt – ein Vorteil, wenn man nicht immer auf perfektem Grip unterwegs ist oder wenn man häufig in Situationen bremst, in denen Feingefühl wichtiger ist als „maximale Härte“.
Komfort und Alltag: Tourentauglichkeit vs. City-Realität
Windschutz, Sitzkomfort und Langstrecke
Im Vergleich spielen Komfortwerte und die Art der Auslegung zusammen. Die Low Rider S ist als Cruiser darauf ausgelegt, dass sich das Motorrad auf längeren Strecken stabil und angenehm anfühlt. Die BMW G 650 GS ist dagegen stärker auf „funktionierende Touren“ ausgelegt: Sie bleibt auch bei wechselnder Fahrbahn und wechselnden Geschwindigkeiten gut handhabbar.
Wer viel Stadtverkehr fährt, profitiert oft von der BMW-Logik, weil das Motorrad leichter zu manövrieren wirkt und sich im Alltag unkomplizierter anfühlt. Wer dagegen häufig längere Strecken am Stück fährt und dabei das Cruiser-Gefühl priorisiert, findet in der Harley meist den stimmigeren Charakter.
Wartung, Ersatzteile und Betrieb
Auch wenn konkrete Kosten von Nutzung und Serviceintervallen abhängen, lässt sich im Vergleich eine Tendenz erkennen: Beide Marken haben ein etabliertes Ökosystem. Entscheidend ist eher, wie häufig man bestimmte Verschleißteile tauscht und wie man das Motorrad nutzt. Die BMW wird oft als „Allrounder“ betrachtet, der in vielen Situationen pragmatisch eingesetzt wird. Die Harley wird häufig als „Charaktermaschine“ genutzt, bei der der Fahrspaß und das Erscheinungsbild besonders im Vordergrund stehen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Low Rider S: Stärken
- Starker Cruiser-Charakter mit kraftvollem Vortrieb, der sich besonders im unteren bis mittleren Drehzahlbereich gut anfühlt.
- Ruhige Stabilität durch den cruiser-typischen Aufbau – angenehm auf längeren Strecken.
- Präsenz und Fahrgefühl: Das Motorrad wirkt wie gemacht für Fahrten, bei denen Stil und Sound dazugehören.
Harley-Davidson Low Rider S: Schwächen
- Weniger „Allround-Leichtfüßigkeit“ im Vergleich zur BMW, vor allem bei häufigen Richtungswechseln und engen Situationen.
- Konzeptbedingt weniger Fokus auf Offroad-Vielseitigkeit – die Stärken liegen klar im Asphalt- und Cruiser-Umfeld.
BMW G 650 GS: Stärken
- Vielseitigkeit: Die Reiseenduro-Logik macht das Motorrad im Alltag und auf Touren flexibel.
- Handlichkeit im Vergleich zur Harley – besonders spürbar bei Stadtfahrten und wechselndem Untergrund.
- Tourentaugliche Ergonomie, die auch bei längeren Fahrten angenehm bleibt.
BMW G 650 GS: Schwächen
- Weniger „Cruiser-Druck“ im Fahrgefühl: Wer vor allem spontanes Schieben aus dem Stand sucht, wird die Harley als passender empfinden.
- Konzeptbedingt weniger Fokus auf maximale Cruiser-Performance – die BMW ist eher der pragmatische Reisebegleiter als die Show-Maschine.
Welche Entscheidung passt? Für wen ist welches Motorrad besser?
Der Vergleich zwischen Harley-Davidson Low Rider S und BMW G 650 GS ist am Ende weniger eine Frage von „besser“ oder „schlechter“, sondern von Prioritäten. Die Harley ist die Wahl, wenn das Motorrad vor allem im Cruiser-Sinne begeistern soll: kraftvoller Vortrieb, ruhige Stabilität und ein Fahrgefühl, das auf Stil und Charakter setzt. Sie passt besonders gut zu Fahrten, bei denen längere Strecken, Asphalt und das Cruiser-Erlebnis im Vordergrund stehen.
Die BMW G 650 GS ist die Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das im Alltag unkompliziert bleibt und auf Touren flexibel eingesetzt werden kann. Wer häufig zwischen Stadt, Landstraße und wechselnden Bedingungen pendelt oder auch mal abseits der typischen Route unterwegs ist, findet in der Reiseenduro-Logik der BMW oft den besseren Partner.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist für Fahrerinnen und Fahrer die stimmige Cruiser-Emotion suchen: kräftiger Vortrieb, souveräne Stabilität und ein Motorrad, das sich vor allem auf Asphalt und bei entspannten bis dynamischen Fahrten besonders passend anfühlt. Die BMW G 650 GS ist dagegen die bessere Wahl für alle, die ein vielseitiges, leicht zu handhabendes Reiseenduro-Konzept bevorzugen: Alltagstauglichkeit, tourentaugliche Ergonomie und ein Fahrgefühl, das auch bei wechselnden Streckenbedingungen überzeugt. Wer klare Prioritäten im Cruiser-Feeling hat, nimmt eher die Harley. Wer Flexibilität und pragmatische Vielseitigkeit in den Mittelpunkt stellt, fährt mit der BMW meist langfristig zufriedener.