| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2016 bis 2018 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Extrem wendig
- Sportlicher Motor
- Exklusiv
- Verarbeitung
- Autobahntauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 201 | kg |
| Radstand | 1.485 | mm |
| Länge | 2.100 | mm |
| Radstand | 1.485 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 860 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V | |
| Hubraum | 937 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 94 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 110 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 95 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 307 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | 43mm Upside-Down-Gabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | Pirelli Scorpion Trail, 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | Pirelli Scorpion Trail, 180/55 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit - gelingt der Kompromiss?
Ja. Tatsächlich gelingt der Kompromiss, aus einem der wendigsten Motorräder überhaupt ein tourentaugliches Motorrad zu schaffen, ohne dessen Kernkompetenzen einzuschränken. Der zweite Teil des Satzes ist allerdings der weitaus wichtigere, denn die Hyperstrada ist keinesfalls mit einem Tourer zu verwechseln. Trotz Scheibe ist der Windschutz stark eingeschränkt, die Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h reine Theorie. Kann man mal machen, aber nach kurzer Zeit pendelt sich die ideale Reisegeschwindigkeit bei 130 km/h ein. Der Weg ist hier nicht das Ziel, sondern die einigermaßen gut überstandene Prüfung bis zum nächsten Gebirgspass.Die Hyperstrada ist ein alltagstaugliches Funbike, mit dem man auch länger von zuhause wegbleiben kann und einen Mordsspaß geliefert bekommt.
Sie ist eine Ducati durch und durch. Positiv bedeutet das, dass die Ducati umso besser funktioniert, je schneller es voran geht. Aber eben vor allem dann. Wer ein Motorrad für die gemütliche Runde zwischendurch sucht, sollte beim freundlichen Händler einer anderen Marke vorstellig werden.
Negativ bedeuten die Bürde und Würde, eine echte Ducati zu sein, offensichtlich eine nur unterdurchschnittlich zu nennende Verarbeitungsqualität und manch unverständliche Entscheidungen. So sind die Koffer nicht wasserdicht. Ducati weiß das, und legt zwei wasserdichte Beutel bei, was zwar funktioniert, aber eben ein Gefummel ist.
Seit 2012 gehört Ducati den Qualitätsfanatikern von Audi. Liebe Audianer: Wollt ihr nicht mal kurz nach Italien fahren? Ist schön da, und nebenbei könntet Ihr dafür sorgen, dass Schrauben nach zwei Jahren (!) nicht rosten, der Kunststoff am Heck sowie das Display (siehe Bildergalerie) nicht ausgeblichen sind sowie langsam stumpf werden. Die hintere Bremse mag aus unerfindlichen Gründen nicht dauerhaft funktionieren - alle zwei Monate heißt es auf zum Händler, der dann wieder entlüften muss.
Danke. Würde mir sehr helfen.
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Harley-Davidson Low Rider S vs Ducati Hyperstrada 939 – Vergleich & Empfehlung
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken, wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Ducati Hyperstrada 939, dann geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht um Gefühl, um Prioritäten und darum, wie sich ein Motorrad im Alltag anfühlt: beim Anfahren an der Ampel, auf der Landstraße in den Kurven oder auf längeren Strecken, wenn Komfort und Stabilität wichtiger werden. Genau hier setzt dieser Vergleich an – mit Blick auf die typischen Stärken beider Modelle und auf die Punkte, die im Alltag je nach Anspruch eher zum Vorteil oder Nachteil werden.
Grundidee der beiden Motorräder: Charakter statt Kompromiss
Harley-Davidson Low Rider S: massiver Auftritt, klare Linie
Die Harley-Davidson Low Rider S steht für den klassischen V-Twin-Charakter: kräftig, präsent und mit einem Antrieb, der sich weniger wie ein „Sportgerät“ anfühlt, sondern eher wie ein souveräner Cruiser mit sportlicher Note. Das Motorrad wirkt wie gemacht für Fahrer, die gern spüren, was der Motor macht – und die den Sound sowie die Drehmoment-Logik im Alltag genießen.
Ducati Hyperstrada 939: sportlich, aber alltagstauglich
Die Ducati Hyperstrada 939 verfolgt eine andere Philosophie: sportliche Fahrdynamik trifft auf eine Position, die auch für längere Touren angenehm sein kann. Die Hyperstrada ist dabei nicht als „reines Showbike“ gedacht, sondern als Motorrad, das auf der Straße agil bleibt und zugleich genug Alltagstauglichkeit mitbringt, um auch außerhalb der perfekten Kurvenstrecke Spaß zu machen.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Im direkten Vergleich zeigt sich: Beide Motorräder liefern Fahrspaß, aber auf unterschiedliche Weise. Die Harley-Davidson Low Rider S spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn kräftiges Ansprechen und ein „dickes“ Gefühl beim Beschleunigen gefragt sind. Der V-Twin-Charakter sorgt dafür, dass sich das Motorrad auch bei moderaten Drehzahlen lebendig anfühlt. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufiges Hochschalten nicht im Vordergrund steht und wenn der Fokus auf entspanntem Vorankommen liegt.
Die Ducati Hyperstrada 939 wirkt dagegen stärker wie ein Motorrad, das man gern bewegt: Gas geben, die Maschine arbeiten lassen und die Dynamik in den Kurven nutzen. Je nach Fahrweise zeigt sich, dass die Ducati eher „sportlich geführt“ werden möchte. Wer gern zügig beschleunigt, die Gänge ausdreht und das Motorrad aktiv in die Linie bringt, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Fahrwerk und Handling unterscheiden sich die beiden Konzepte deutlich. Die Harley-Davidson Low Rider S ist tendenziell auf souveränes Gleiten und ruhiges Ansprechen ausgelegt. Das kann auf längeren Strecken sehr angenehm sein, weil das Motorrad nicht ständig nach Korrekturen verlangt. In flotten Passagen bleibt sie zwar fahrbar und kontrollierbar, aber sie vermittelt eher das Gefühl von „Stabilität“ als von „maximaler Leichtigkeit“.
Die Ducati Hyperstrada 939 punktet dagegen mit dem Eindruck von Agilität. In Kurven lässt sie sich oft direkter einlenken und wirkt wie ein Motorrad, das gern geführt wird. Wer häufig zwischen engen Kehren und schnellen Richtungswechseln unterwegs ist, wird die Ducati als wendiger und reaktionsfreudiger wahrnehmen. Gleichzeitig kann diese sportlichere Auslegung je nach Fahrstil auch bedeuten, dass man die Maschine aktiver „mitfahren“ muss, statt einfach nur entspannt zu rollen.
Bremsen und Fahrgefühl: Vertrauen in jeder Situation
Bei Bremsen und dem daraus entstehenden Fahrgefühl geht es im Vergleich vor allem um Dosierbarkeit und Stabilität. Die Harley-Davidson Low Rider S wirkt im Bremsverhalten oft wie ein Motorrad, das kontrolliert verzögert und dabei die Linie hält. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn häufig aus dem Stadtverkehr heraus oder aus moderatem Tempo gebremst wird und wenn ein gleichmäßiges Gefühl wichtiger ist als maximale Sport-Performance.
Die Ducati Hyperstrada 939 bringt dagegen häufig das Gefühl mit, dass man härter und präziser eingreifen kann. Gerade bei zügiger Fahrweise kann das Vertrauen in die Verzögerung steigen, weil die Ducati das Tempo sportlicher „verarbeitet“. Wer gern dynamisch fährt, profitiert hier von einem direkteren Rückmeldesystem.
Ergonomie und Komfort: Für kurze Wege und lange Touren
Ein Vergleich wäre unvollständig ohne den Blick auf Ergonomie und Komfort. Die Harley-Davidson Low Rider S ist typischerweise auf eine entspannte Sitzposition ausgelegt, die dem Cruiser-Gedanken folgt. Das kann im Alltag sehr angenehm sein, vor allem bei längeren Fahrten, bei denen man nicht ständig in eine „sportliche“ Haltung wechseln möchte. Gleichzeitig kann die eher cruiserartige Auslegung je nach Körpergröße und Fahrgewohnheit dazu führen, dass man bei sehr sportlicher Kurvenfahrt weniger „agil“ sitzt als auf einem sportlicheren Motorrad.
Die Ducati Hyperstrada 939 bietet eine Position, die oft als ausgewogener wahrgenommen wird: nicht zu extrem sportlich, aber auch nicht rein komfortorientiert. Dadurch kann sie für Fahrer interessant sein, die sowohl Stadtfahrten als auch Touren mögen und dabei gern eine gewisse Dynamik behalten möchten. Wer allerdings sehr lange Strecken in einer komplett entspannten Haltung bevorzugt, könnte die Harley als angenehmer empfinden.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und Reise
Im Alltag entscheidet oft die Summe aus Übersicht, Handlichkeit und dem, wie gut sich das Motorrad im „normalen“ Tempo bewegt. Die Harley-Davidson Low Rider S punktet vor allem durch ihren starken Charakter und das entspannte Fahrgefühl bei moderaten Geschwindigkeiten. Sie ist ein Motorrad, das man gern fährt, wenn der Weg das Ziel ist und wenn der Motor seine Stärken ausspielen darf.
Die Ducati Hyperstrada 939 ist dagegen häufig die bessere Wahl, wenn die Fahrt abwechslungsreich ist: mal zügig, mal kurvig, mal mit längeren Abschnitten. Die Ducati wirkt dabei wie ein Motorrad, das sich schneller an unterschiedliche Situationen anpasst. Wer gern „mitdenkt“, also die Maschine aktiv einsetzt, wird den Mehrwert besonders auf der Landstraße spüren.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Harley-Davidson Low Rider S
- Charakterstarker Antrieb mit kräftigem Gefühl beim Beschleunigen
- Entspanntes Fahrgefühl bei moderaten Drehzahlen
- Stabile Grundhaltung für ruhiges Vorankommen
- Touren-Feeling durch komfortorientierte Ergonomie
Schwächen bzw. Grenzen der Harley-Davidson Low Rider S
- Weniger „leichtfüßig“ im Vergleich zu sportlicher ausgelegten Motorrädern
- Bei sehr sportlicher Kurvenfahrt kann das Konzept weniger direkt wirken
- Wer maximale Agilität sucht, findet sie eher bei der Ducati
Stärken der Ducati Hyperstrada 939
- Agiles Handling und sportliches Einlenkverhalten
- Aktives Fahrgefühl für dynamische Fahrweise
- Gutes Zusammenspiel aus Bremsen, Fahrwerk und Rückmeldung
- Allround-Ansatz für Stadt und Landstraße
Schwächen bzw. Grenzen der Ducati Hyperstrada 939
- Wer maximal entspannt cruisen will, könnte die Harley als komfortabler empfinden
- Sportlicheres Konzept erfordert oft etwas mehr aktives Mitfahren
- Je nach Vorlieben kann die „Dynamik“ als weniger gelassen wirken
Welche Wahl passt besser? Empfehlung nach Fahrprofil
Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Fahrstil entscheiden. Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders dann die richtige Wahl, wenn der Fokus auf einem kräftigen V-Twin-Charakter, einem entspannten Cruiser-Gefühl und einem Motorrad liegt, das im Alltag Präsenz zeigt. Sie eignet sich für Fahrer, die gern gleichmäßig unterwegs sind, die Motorwirkung spüren möchten und Touren mit Komfort und Ruhe genießen.
Die Ducati Hyperstrada 939 ist dagegen die bessere Wahl, wenn Agilität, sportliche Rückmeldung und ein Motorrad im Vordergrund stehen, das sich gern bewegen lässt. Wer häufig kurvige Strecken fährt, gern zügig beschleunigt und dabei ein Motorrad möchte, das dynamisch und präzise reagiert, wird mit der Ducati sehr zufrieden sein.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die stimmige Wahl für alle, die den V-Twin-Charakter lieben, entspannt fahren möchten und ein Motorrad suchen, das vor allem durch souveräne Ruhe, kräftiges Ansprechverhalten und ein tourentaugliches Gesamtgefühl überzeugt. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die weniger „Sportprogramm“ wollen, sondern mehr Fahrspaß durch Präsenz und Gelassenheit.
Die Ducati Hyperstrada 939 empfiehlt sich dagegen, wenn ein Motorrad mit agilem Handling, direkterem Fahrgefühl und sportlicherer Dynamik gefragt ist. Wer Kurven gerne aktiv angeht, die Maschine gern führt und auch auf gemischten Strecken eine lebendige Performance spüren möchte, findet in der Ducati den passenderen Begleiter. Kurz gesagt: Cruiser-Vibe und entspannte Kraft auf der einen Seite – sportliche Agilität und aktives Fahren auf der anderen.