UVP 23.190 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
UVP 7.680 €
Baujahr von 2021 bis 2023
Der Power-Cruiser mit dem 117er Milwaukee-Eight im Test
Weiter zum Testbericht
Günstige A2 Reise-Enduro im Test
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • brachialer Motor
  • brachialer Sound
  • brachiales Motorrad-Erlebnis
  • brachiale Emotionen
Kontra:
  • Sitzposition nicht für jedermann
  • schwer
Pro:
  • leicht und wendig
  • geringer Verbrauch, große Reichweite
  • günstig in Anschaffung Unterhalt
  • einfache Bedienung
Kontra:
  • Windschild nicht ohne Werkzeug verstellbar
  • Einzelscheibe vorne greift etwas spät

Abmessungen & Gewicht

Gewicht308kg
Radstand1.615mm
Länge2.355mm
Radstand1.615mm
Sitzhöhe: 710 mm
Höhe1.160mm
Gewicht197kg
Radstand1.445mm
Länge2.155mm
Radstand1.445mm
Sitzhöhe: 810-834 mm
Höhe1.410mm

Motor

Motor-BauartMilwaukee-Eight V2
Hubraum1.923ccm
Hub114mm
Bohrung104mm
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge6
Motor-BauartReihe
Hubraum471ccm
Hub67mm
Bohrung67mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung106 PS bei 5.020 U/Min
Drehmoment168 NM bei 3.500 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite338km
Leistung48 PS bei 8.600 U/Min
Drehmoment43 NM bei 6.500 U/Min
Höchstgeschw.175km/h
Tankinhalt18Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite491km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vorneShowa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 112)mm
Aufhängung hintenDreieckschwinge
Reifen vorne110/90 B19 62 H
Reifen hinten180/70 B16 77H
Federung vorneTelegabel 41 mm (Federweg 136)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 135)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne110/80-19
Reifen hinten160/60-17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm)
Bremsen vorneEinzelscheibe ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 240 mm)

Fazit

Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.
 
Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 22.795€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 15.000€
  • Baujahre: seit 2017
  • Farben: Grau, Rot, Blau, Schwarz

MotorradTest.de auf YouTube

Harley-Davidson Low Rider S vs Honda CB 500 X: Welches Motorrad passt besser?

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken, wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Honda CB 500 X, dann geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht vor allem um das Gefühl beim Losfahren, um die Art, wie sich das Motorrad im Alltag verhält, und darum, welche Prioritäten beim Fahren wirklich zählen. Die Low Rider S steht für markantes Cruiser-Design, kräftigen Antritt und eine gewisse „Mach-mich-fertig“-Haltung. Die CB 500 X dagegen ist die pragmatische Wahl: ein vielseitiges Allround-Motorrad, das sich für Stadt, Landstraße und auch für leichtes Gelände nicht aus der Ruhe bringen lässt.

Grundidee im Vergleich: Cruiser-Charakter vs. Allround-Vielseitigkeit

Harley-Davidson Low Rider S: Stil, Druck und Sound

Die Low Rider S ist ein Motorrad, das man nicht „nebenbei“ fährt. Sie ist gebaut für Fahrer, die gern im Vordergrund stehen – optisch und akustisch. Der Motorcharakter ist deutlich auf Drehmoment und Durchzug ausgelegt. Dadurch fühlt sich das Beschleunigen oft spontaner an, besonders wenn man aus dem Stadtverkehr heraus zügig Lücken schließt oder auf der Landstraße den nächsten Gang „einfach laufen lässt“.

Auch das Fahrwerk und die Geometrie sind auf den Cruiser-Fokus abgestimmt: stabil, mit einem klaren Schwerpunktgefühl. Das macht die Low Rider S besonders dann stark, wenn die Strecke fließt und man nicht ständig hektisch korrigieren muss.

Honda CB 500 X: Zweckmäßig, flexibel und tourentauglich

Die Honda CB 500 X ist dagegen ein Motorrad, das sich an viele Situationen anpasst. Sie wirkt wie ein Werkzeug, das man gern in die Garage stellt, weil es zuverlässig funktioniert – egal ob kurze Runde nach Feierabend oder längere Tour mit Gepäck. Die Sitzposition ist auf Alltag und Übersicht ausgelegt, und das Handling ist so gewählt, dass man sich schnell sicher fühlt.

Gerade auf wechselnden Straßenverhältnissen spielt die CB 500 X ihre Stärke aus: Sie bleibt gut kontrollierbar, ohne dass man ständig „arbeiten“ muss. Das macht sie interessant für Fahrer, die nicht nur eine Art Strecke fahren, sondern ein Motorrad suchen, das möglichst viele Einsatzbereiche abdeckt.

Fahrgefühl: Wie unterscheiden sich Motor und Antrieb?

Low Rider S: kräftiger Vortrieb und „Cruiser-Tempo“

Im direkten Vergleich wirkt die Low Rider S wie ein Motorrad, das lieber mit Druck arbeitet als mit Zurückhaltung. Der Antrieb liefert spürbar Schub, und das macht Überholmanöver oder das Beschleunigen aus niedrigen Geschwindigkeiten angenehm. Gleichzeitig ist das Fahrgefühl weniger „sportlich-reaktiv“ als vielmehr „kraftvoll und souverän“. Wer gern entspannt fährt, aber trotzdem jederzeit Reserven möchte, wird hier schnell warm.

Schwäche kann sein, dass die Low Rider S weniger für sehr dynamische, enge Wechselkurven gemacht ist. Wer häufig in engen Stadtbereichen mit vielen Richtungswechseln unterwegs ist, merkt eher, dass ein Cruiser-Fokus nicht automatisch die beste Wahl für jede Situation ist.

CB 500 X: gleichmäßige Leistungsentfaltung und Kontrolle

Die CB 500 X setzt auf eine gleichmäßigere, gut dosierbare Leistungsentfaltung. Das ist im Alltag ein echter Vorteil: Man kann sauber beschleunigen, ohne dass das Motorrad „zu viel auf einmal“ macht. Dadurch wirkt das Fahren oft entspannter, besonders wenn man nicht ständig am Limit arbeiten möchte.

Stärken zeigt die CB 500 X auch beim Handling: Das Motorrad lässt sich gut bewegen, und die Kontrolle fühlt sich auch bei wechselndem Tempo stabil an. Als Schwäche kann man eher die Erwartungshaltung sehen: Wer ausschließlich nach maximalem Cruiser-Druck sucht, wird die Low Rider S als emotionaler empfinden. Die CB 500 X ist eher die Wahl für ausgewogene Fahrbarkeit statt für „Show und Schub“.

Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie gut?

Low Rider S: entspannte Haltung, aber cruiser-typisch

Die Sitzposition der Low Rider S ist klar cruiser-orientiert. Das kann sehr angenehm sein, wenn man längere Zeit gleichmäßig unterwegs ist und die Fahrt eher genießen als „sportlich durchziehen“ möchte. Die Haltung unterstützt ein ruhiges Fahrgefühl und passt gut zu Fahrern, die gern mit Blick nach vorn fahren und nicht ständig in eine aggressive Position wechseln wollen.

Wer jedoch häufig sehr sportlich fährt oder viel im Stadtverkehr mit häufigem Schulterblick und schnellen Manövern unterwegs ist, könnte die cruiser-typische Sitzhaltung als weniger agil empfinden.

CB 500 X: auf Übersicht und Alltag ausgelegt

Die CB 500 X bietet eine Sitzposition, die auf Kontrolle und Übersicht optimiert ist. Dadurch fühlt sich das Motorrad oft „einfach richtig“ an – besonders für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich schnell anfühlt, als wäre es schon lange da. Auch für längere Strecken ist die Ergonomie meist angenehm, weil man nicht ständig gegen eine bestimmte Haltung anarbeiten muss.

Schwäche: Wer explizit den Cruiser-Look und das typische „Bauchgefühl“ einer Harley sucht, wird die CB 500 X eher als funktional statt als emotional dominierend wahrnehmen.

Komfort und Alltag: Wind, Vibrationen und Fahrruhe

Im Alltag entscheidet oft nicht nur der Motor, sondern wie sich das Motorrad bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten anfühlt. Die Low Rider S punktet mit dem cruiser-typischen Komfortgefühl und einer souveränen Art, die Geschwindigkeit „mitzunehmen“. Gleichzeitig kann das Fahrgefühl je nach Fahrweise und Strecke stärker von der Charakteristik des Cruisers geprägt sein.

Die CB 500 X ist dagegen auf Alltagskomfort ausgelegt: Sie wirkt wie ein Motorrad, das man auch nach mehreren Stunden noch gern fährt. Die Fahrruhe und die gut kontrollierbare Art helfen dabei, dass man sich weniger auf das Motorrad konzentrieren muss und mehr auf die Strecke.

Handling und Fahrwerk: Stabilität vs. Agilität

Low Rider S: stabiler Cruiser-Fokus

Die Low Rider S fühlt sich vor allem dann stark an, wenn man gleichmäßig fährt und Kurven nicht ständig „neu erfinden“ muss. Das Motorrad wirkt stabil und gibt dem Fahrer Vertrauen. Wer gern auf Landstraßen unterwegs ist und dabei nicht ständig maximalen Schräglagen-Anspruch sucht, wird die Abstimmung als passend empfinden.

In engen Bereichen oder bei häufigem Rangieren kann die Cruiser-typische Auslegung weniger leicht wirken. Das ist keine „Fehlkonstruktion“, sondern schlicht eine andere Prioritätensetzung.

CB 500 X: leicht zu bewegen, vielseitig nutzbar

Die CB 500 X ist im Handling oft die unkomplizierte Wahl. Sie lässt sich gut steuern, bleibt dabei berechenbar und eignet sich dadurch auch für Fahrer, die nicht jeden Tag mit großen Maschinen unterwegs sind. Gerade wenn die Strecke wechselt – Stadt, Land, mal schlechterer Asphalt – spielt die CB 500 X ihre Vielseitigkeit aus.

Schwäche im Vergleich: Wer eine besonders „große“ emotionale Wirkung wie bei einem Cruiser erwartet, wird die CB 500 X eher als ausgewogen und weniger als „Kultobjekt“ erleben.

Bremsen, Sicherheit und Fahrgefühl in kritischen Momenten

Bei beiden Motorrädern ist das Ziel klar: kontrolliertes Anhalten und sicheres Fahren. Im Vergleich zeigt sich aber, wie unterschiedlich die Motorräder zu ihrem Fahrstil passen. Die Low Rider S wirkt im Brems- und Fahrgefühl oft so, dass sie dem Fahrer ein souveränes Gefühl gibt, wenn man ruhig und vorausschauend fährt. Die CB 500 X wirkt dagegen besonders dann überzeugend, wenn man häufig zwischen Situationen wechselt und dabei schnell wieder „in den Flow“ kommen möchte.

Wer viel im Stadtverkehr unterwegs ist, profitiert meist von der gut dosierbaren, alltagstauglichen Art der CB 500 X. Wer dagegen vor allem auf längeren Strecken fährt und dabei den Cruiser-Charakter auskosten möchte, wird die Low Rider S als stimmig empfinden.

Typische Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Stärken der Harley-Davidson Low Rider S

  • Emotionaler Auftritt: Cruiser-Optik und Sound prägen das Fahrerlebnis.
  • Kräftiger Vortrieb: spürbarer Schub für souveräne Beschleunigung.
  • Stabiler Cruiser-Charakter: angenehm auf fließenden Strecken.

Schwächen der Harley-Davidson Low Rider S

  • Weniger agil in sehr engen, häufig wechselnden Situationen.
  • Charakter nicht für jeden Zweck: eher Cruiser-Fokus statt Allround-„Alles-kann“-Anspruch.

Stärken der Honda CB 500 X

  • Vielseitigkeit: Stadt, Landstraße und leichtes Gelände wirken stimmig.
  • Einfaches Handling: kontrollierbar und alltagstauglich.
  • Tourenfreundlich: Ergonomie und Fahrgefühl passen zu längeren Fahrten.

Schwächen der Honda CB 500 X

  • Weniger „Cruiser-Emotion“: wer Kult und Sound im Vordergrund sucht, findet das eher bei der Low Rider S.
  • Anspruch an Fahrstil: wer maximale Schub-Inszenierung erwartet, wird die CB 500 X als weniger „dominant“ erleben.

Für wen lohnt sich welches Motorrad?

Harley-Davidson Low Rider S: die richtige Wahl für…

Die Low Rider S ist besonders passend für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das nicht nur transportiert, sondern auch Eindruck macht. Wer gern mit kräftigem Antritt fährt, längere Strecken entspannt genießt und den Cruiser-Charakter bewusst auswählt, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket. Auch wenn die Priorität weniger auf maximaler Agilität liegt, sondern auf souveränem Fahrgefühl und emotionaler Wirkung, ist die Low Rider S eine starke Option.

Honda CB 500 X: die richtige Wahl für…

Die CB 500 X passt ideal zu Fahrern, die ein Motorrad für viele Situationen wollen: Pendeln, Wochenendtouren, wechselnde Straßen und gelegentlich auch mal abseits des perfekten Asphalts. Wer ein unkompliziertes Handling schätzt, Wert auf Übersicht und kontrollierbares Fahren legt und dabei trotzdem tourentauglich unterwegs sein möchte, findet in der CB 500 X einen sehr pragmatischen Begleiter.

Fazit:

Die Harley-Davidson Low Rider S ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf Cruiser-Feeling, markanter Optik und spürbarem Vortrieb liegt. Sie überzeugt vor allem dort, wo Strecken fließen und man das Motorrad als emotionalen Begleiter erlebt. Die Honda CB 500 X gewinnt dagegen, wenn Vielseitigkeit im Alltag wichtiger ist: Stadt, Landstraße und leichtes Gelände lassen sich mit ihr oft entspannter und kontrollierter angehen. Wer ein Motorrad sucht, das möglichst viele Einsatzbereiche abdeckt und dabei unkompliziert bleibt, wird mit der CB 500 X glücklicher. Wer hingegen bewusst den Cruiser-Charakter priorisiert und sich an Kraft, Sound und souveränem Fahrgefühl erfreut, trifft mit der Low Rider S die passendere Entscheidung.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙