| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 11.039 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- elastischer, drehfreudiger 4-Zylinder
- cooler Sound
- alltagsfreundliche Sitzposition
- sehr zugängliche Maschine, auch für Nicht-Sportler geeignet
- gutes Fahrwerk, gute Bremsen
- bringt voll Laune!
- keine Fahrmodi
- QuickShifter nur gegen Aufpreis (208€)
- Display etwas in die Tage gekommen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 208 | kg |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Länge | 2.120 | mm |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Sitzhöhe: | 810 | mm |
| Höhe | 1.150 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 46 | mm |
| Bohrung | 67 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 95 PS bei 12.000 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 9.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 197 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 314 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Stahlrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 41mm (Federweg 108)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 128)mm | |
| Aufhängung hinten | Doppelschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 180/55-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse mit Doppelkolbenbremszangen ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse mit Einkolbenbremszange ( Ø 240 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit - was bleibt hängen
Vor allem bleibt hängen, dass die CBR ein alltagstaugliches Bike ist, was den Fahrspaß aber nicht im Geringsten mindert - im Gegenteil: Gerade weil die CBR so umgänglich ist, macht es einen Heidenspaß, mit ihr durch die Gegend zu sportlern. Davon einmal abgesehen finden wir sie außerdem richtig schön, wie fast alle Sportler. Jetzt verstehen wir auch, warum unsere YouTube-Nutzer uns seit Jahren in den Ohren liegen, wir mögen doch endlich mal die Honda CBR 650 R testen. Check, ham' wir gemacht, hat sich tatsächlich gelohnt, danke für den Tipp.Das Testbike wurde uns übrigens zur Verfügung gestellt von motofun, einem großen Honda-Händler aus Kaltenkirchen in der Nähe von Hamburg. Dort steht die CBR als Vorführer in schwarz und wartet auf Probefahrer. Nur zu, Nico und sein Team freuen sich auf Euren Besuch!
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Low Rider S vs. Honda CBR 650 R: Welches Motorrad passt besser?
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Honda CBR 650 R, geht es beim Vergleich selten nur um Zahlen. Vielmehr entscheidet der Charakter: Wie fühlt sich die Maschine an, wie reagiert sie im Alltag, und welche Art von Fahrspaß steht im Vordergrund? Genau darum geht es hier – mit Blick auf die typischen Stärken und die möglichen Schwächen beider Modelle, damit die Entscheidung leichter fällt.
Grundidee der beiden Bikes: Custom-Feeling vs. Sportlichkeit
Harley-Davidson Low Rider S: massiver Auftritt, entspannter Rhythmus
Die Low Rider S steht für den klassischen Custom-Look, der sofort Präsenz zeigt. Das Fahrgefühl ist weniger „spontan nach vorne schießend“, sondern eher „kraftvoll und souverän“. Wer auf ein Motorrad setzt, das sich auch im Stand nach mehr anfühlt, bekommt hier genau diese Art von Identität. Der Fokus liegt auf einem stimmigen Gesamtpaket aus Optik, Sound und einem Fahrstil, der nicht ständig nach Drehzahl schreit.
Honda CBR 650 R: sportliche Linie, klare Reaktionen
Die Honda CBR 650 R ist dagegen ein Bike, das auf Agilität und sportliche Kontrolle ausgelegt ist. Die Sitzposition und die Art, wie das Motorrad auf Lenkimpulse reagiert, zielen auf zügiges Fahren, präzises Kurvenfahren und ein dynamisches Fahrgefühl. Wer gerne „mit dem Motorrad arbeitet“, statt nur zu genießen, wird an der CBR 650 R deutlich mehr Spaß finden als an einem klassischen Cruiser.
Sitzposition und Ergonomie: Komfort vs. Sporthaltung
Im Alltag entscheidet die Sitzposition oft darüber, ob ein Motorrad nach kurzer Zeit ermüdet oder lange Freude macht. Die Low Rider S bietet eine Haltung, die eher an einen Cruiser erinnert: der Körper wirkt weniger „eingeklemmt“, die Arme sind nicht so stark nach vorn gestreckt, und das Motorrad lässt sich dadurch meist entspannter bewegen. Das ist besonders dann angenehm, wenn viele Stadtfahrten, Stop-and-Go oder längere Strecken mit wechselndem Tempo anstehen.
Die CBR 650 R setzt auf eine sportlichere Geometrie. Das kann sich in Kurven und beim zügigen Fahren als Vorteil zeigen, weil die Maschine schneller „in die Linie“ kommt. Gleichzeitig ist diese Haltung nicht für jeden gleich bequem: Wer viel im Stadtverkehr unterwegs ist oder längere Zeit in einer sportlichen Position bleibt, kann nach einiger Zeit mehr Belastung spüren als auf einem cruiser-typischen Setup.
Motorcharakter: Drehmoment-Feeling vs. Drehfreude
Beim Motorcharakter trennen sich die Wege sehr deutlich. Die Low Rider S wirkt in der Regel wie ein Motorrad, das seine Stärke aus dem Durchzug zieht. Das bedeutet: weniger hektisches Hochdrehen, mehr „ziehen lassen“. Dadurch eignet sich das Bike gut für Fahrten, bei denen man nicht ständig schalten möchte, sondern gleichmäßig beschleunigt und das Tempo kontrolliert aufbaut.
Die CBR 650 R ist eher auf Drehfreude und sportliche Gasannahme ausgelegt. Das macht sie besonders interessant, wenn das Fahren nicht nur aus „von A nach B“ besteht, sondern aus dem Wunsch, die Maschine aktiv zu bewegen. In zügigen Passagen und beim Herausbeschleunigen aus Kurven spielt die sportliche Abstimmung ihre Stärken aus.
Fahrwerk und Handling: souverän vs. präzise
Auch wenn beide Motorräder für den Alltag gedacht sind, fühlt sich das Handling unterschiedlich an. Die Low Rider S vermittelt häufig das Gefühl von Stabilität und Ruhe. Das ist ein Plus, wenn die Straße nicht perfekt ist oder wenn man entspannt über Landstraßen rollt. Gleichzeitig kann ein sehr sportlicher Anspruch – etwa extremes „Einlenken und sofortiges Umsetzen“ – weniger im Fokus stehen als bei einem sportlich ausgelegten Motorrad.
Die CBR 650 R ist typischerweise stärker auf präzises Kurvenfahren ausgelegt. Das Motorrad lässt sich oft leichter „lesen“ und reagiert direkter auf Lenkimpulse. Wer gerne zügig fährt, wird die Agilität als Vorteil sehen. Als mögliche Schwäche kann sich dabei ergeben, dass das Bike bei sehr gemächlichem Tempo oder auf holprigen Strecken nicht ganz die gleiche Gelassenheit ausstrahlt wie ein Cruiser.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen in der Praxis
Beim Bremsen geht es nicht nur um die reine Leistungsfähigkeit, sondern auch um Dosierbarkeit und Gefühl. Die Low Rider S wirkt in der Regel so, dass man kontrolliert verzögern kann, ohne dass das Motorrad „aus dem Konzept“ gerät. Das passt gut zu einem Fahrstil, der eher auf gleichmäßige Kontrolle setzt.
Die CBR 650 R spielt ihre Stärken häufig bei sportlicherem Fahren aus. Wenn das Tempo höher ist und die Bremsmanöver häufiger vorkommen, zeigt sich oft, dass die Maschine für dynamische Situationen ausgelegt ist. Wer viel Kurven fährt oder gerne zügig unterwegs ist, wird hier eher ein „sportliches Sicherheitsgefühl“ finden.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Überland und längere Strecken
Für den Alltag zählt, wie gut ein Motorrad im Alltag „mitmacht“. Die Low Rider S ist häufig dann im Vorteil, wenn das Motorrad nicht ständig „gearbeitet“ werden soll. Der Cruiser-Charakter unterstützt einen entspannten Rhythmus, was besonders in der Stadt oder bei längeren Fahrten mit wechselndem Tempo angenehm ist. Gleichzeitig kann der Custom-Ansatz bedeuten, dass das Motorrad nicht für jeden das leichteste „Sportgerät“ ist – wer maximale Agilität sucht, wird eher zur CBR greifen.
Die CBR 650 R ist im Alltag oft dann stark, wenn man flexibel bleiben möchte: schnell durch die Stadt, zügig auf der Landstraße und mit Spaßfaktor in Kurven. Die sportliche Ausrichtung kann allerdings bedeuten, dass man bei sehr langen Fahrten oder viel Stop-and-Go die eigene Sitzhaltung und Pausenplanung stärker im Blick behalten sollte.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Low Rider S – Stärken
- Custom-Charakter mit starker Präsenz und eigenem Stil
- Durchzugsorientiertes Fahrgefühl, das weniger hektisches Fahren belohnt
- Entspanntere Ergonomie für viele Alltagssituationen
- Stabiler Gesamteindruck, der auch auf wechselnden Straßen gut wirkt
Harley-Davidson Low Rider S – mögliche Schwächen
- Weniger Fokus auf maximale Sportagilität im Vergleich zur CBR
- Für Fahrer, die „sportlich aktiv“ fahren wollen, kann der Charakter weniger direkt wirken
Honda CBR 650 R – Stärken
- Sportliche Reaktion und präzises Handling
- Agilität für Kurven, zügiges Fahren und dynamische Strecken
- Drehfreude und klare Gasannahme für aktives Fahren
- Vielseitig für Stadt, Landstraße und sportliche Ausflüge
Honda CBR 650 R – mögliche Schwächen
- Sporthaltung kann bei sehr langen Fahrten oder viel Stadtverkehr stärker belasten
- Wer vor allem „Cruiser-Feeling“ sucht, findet möglicherweise weniger Identität als bei der Low Rider S
Welche Kaufentscheidung macht Sinn?
Die Entscheidung zwischen Harley-Davidson Low Rider S und Honda CBR 650 R hängt vor allem davon ab, wie gefahren werden möchte. Wer das Motorrad als Erlebnis sieht – mit Sound, Stil und einem Fahrgefühl, das eher aus Souveränität als aus Sportlichkeit entsteht – wird mit der Low Rider S sehr wahrscheinlich glücklicher. Wer dagegen ein Motorrad sucht, das sich leicht bewegen lässt, schnell in die Kurve findet und bei dynamischem Fahren besonders viel Spaß macht, liegt mit der CBR 650 R meist richtig.
Auch der Alltag spielt eine Rolle: Bei vielen kurzen Fahrten, wechselndem Tempo und dem Wunsch nach entspannter Ergonomie kann die Low Rider S punkten. Bei regelmäßigen Ausfahrten, Kurvenrouten und dem Bedürfnis nach präziser Kontrolle ist die CBR 650 R oft die passendere Wahl.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die bessere Wahl, wenn vor allem Custom-Charakter, Durchzug und ein entspannteres Fahrgefühl im Vordergrund stehen. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die das Motorrad nicht ständig „sportlich arbeiten“ wollen, sondern lieber souverän rollen, genießen und dabei eine starke Optik mit eigenem Sound erleben möchten. Die Honda CBR 650 R ist dagegen ideal, wenn agiles Handling, sportliche Reaktion und aktives Kurvenfahren wichtiger sind. Wer gerne zügig unterwegs ist, die Maschine präzise steuert und Drehfreude mag, findet in der CBR 650 R den stimmigeren Begleiter. Kurz gesagt: Low Rider S für Stil und Souveränität, CBR 650 R für Sportlichkeit und Dynamik.