| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 12.240 € | |
| Baujahr | von 1998 bis 2010 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Sportlicher Motor
- Guter Komfort
- Zupackende Bremsen
- Preis-Leistung
- Zuverlässiges Modell
- Sicht nach hinten
- Vibrationen
- Rangieren anstrengend
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 249 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.130 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.190 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V4 90 Grad Viertakt | |
| Hubraum | 782 | ccm |
| Hub | 48 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 109 PS bei 10.500 U/Min | |
| Drehmoment | 80 NM bei 8.800 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 244 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 350 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | Telegabel, Ø 43 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55-ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Dreikolbensattel ( Ø 296 mm) | |
| Bremsen hinten | Dreikolbensattel ( Ø 256 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
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Harley-Davidson Low Rider S vs Honda VFR 800 – Vergleich der Charaktere
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Honda VFR 800, wird der Vergleich spannend: Hier trifft ein klassischer, markanter Cruiser-Ansatz auf einen sportlich orientierten Sporttourer mit Fokus auf Alltag, Strecke und ausgewogenes Handling. Beide Modelle haben ihre Fans – und beide haben klare Stärken. Entscheidend ist am Ende weniger, wer „besser“ ist, sondern wer besser zum eigenen Fahrstil passt.
Grundidee: Cruiser-Feeling vs. Sporttourer-Logik
Die Harley-Davidson Low Rider S steht für den typischen Harley-Charakter: kräftiger Auftritt, spürbare Drehmoment-Impulse und ein Fahrgefühl, das sich weniger nach „präziser Rennstrecke“ anfühlt, sondern nach souveräner Kontrolle und Sound. Die Sitzposition und die Art, wie das Motorrad auf Gasbefehle reagiert, sind auf ein entspanntes, aber entschlossenes Fahren ausgelegt.
Die Honda VFR 800 verfolgt dagegen eine andere Philosophie: Sie ist als Sporttourer gebaut, also für Fahrerinnen und Fahrer, die nicht nur kurze Strecken genießen, sondern auch längere Touren mit sportlicher Dynamik verbinden möchten. Das Motorrad wirkt insgesamt „technischer“ im Sinne von Fahrbarkeit: stabil, berechenbar und mit einem Charakter, der auch bei wechselnden Bedingungen überzeugt.
Motor und Antrieb: Drehmoment-Charme vs. Drehfreude
Beim Vergleich der Motorcharaktere zeigt sich der größte Unterschied: Die Harley-Davidson Low Rider S spielt ihre Stärken vor allem im Bereich, in dem Cruiser typischerweise glänzen – beim kräftigen Anfahren und beim zügigen Beschleunigen aus mittleren Drehzahlen. Das Motorrad vermittelt dabei ein Gefühl von „Druck“, der direkt nach vorne geht. Wer gerne mit Gefühl fährt und nicht ständig im Drehzahlbereich jongliert, wird den Charakter schnell mögen.
Die Honda VFR 800 wirkt dagegen drehfreudiger und „sportlicher“ im Ansprechverhalten. Im Vergleich der Leistungsentfaltung zeigt sich: Während die Harley eher durch den massiven Schub aus dem unteren bis mittleren Bereich punktet, bringt die Honda ihre Stärke stärker aus dem Bereich, in dem man sportlich beschleunigt und das Motorrad aktiv bewegt. Das macht sie besonders interessant, wenn häufig zügig gefahren wird und Kurvenausgänge „mit Schwung“ kommen sollen.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Stadtfahrten und entspanntes Cruisen kann die Low Rider S besonders stimmig sein, weil sie ohne großes Taktieren schnell „da“ ist. Die VFR 800 ist ebenfalls alltagstauglich, aber sie fühlt sich eher dann richtig gut an, wenn die Fahrt etwas mehr Tempo bekommt und man das Motorrad bewusst in den Fahrfluss einbindet.
Fahrwerk und Handling: Souveränität vs. Agilität
Beim Fahrwerk zeigt sich ein typischer Klassenunterschied. Die Harley-Davidson Low Rider S ist auf Stabilität und ein ruhiges, kontrolliertes Fahrgefühl ausgelegt. Das Motorrad liegt spürbar „auf der Straße“, ohne dass es wie ein kompromissloses Sportbike wirkt. In schnellen, fließenden Passagen fühlt sich das sehr stimmig an, während enge Kehren eher nach dem eigenen Stil verlangen: Wer die Harley dynamisch bewegt, bekommt viel zurück – wer sie zu hektisch „um die Ecke“ zwingen will, merkt schneller die Cruiser-typische Geometrie.
Die Honda VFR 800 ist im Vergleich deutlich agiler. Sie unterstützt das Einlenken, bleibt dabei aber stabil genug, um auch bei längeren Fahrten nicht an „Nerven“ zu verlieren. Gerade auf kurvigen Strecken zeigt sich die Stärke eines Sporttourers: Man kann zügig fahren, ohne dass das Motorrad ständig nach Korrektur verlangt. Das macht sie besonders attraktiv, wenn man häufig zwischen Alltag und Tour pendelt.
Kurvenverhalten im Vergleich
Die Harley wirkt in Kurven eher wie ein schwerer, kraftvoller Cruiser, der mit Ruhe und Gefühl gefahren werden möchte. Die Honda dagegen lädt stärker dazu ein, die Linie aktiv zu fahren. Beide können Spaß machen – aber auf unterschiedliche Art: Die Low Rider S belohnt den „ruhigen Druck“, die VFR 800 den „sauberen Rhythmus“.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen durch Dosierbarkeit
Im Bremsvergleich zeigt sich, dass beide Motorräder auf Kontrolle ausgelegt sind. Die Harley-Davidson Low Rider S bietet ein Bremsgefühl, das sich gut dosieren lässt, besonders wenn man aus dem Cruiser-typischen Fahrstil heraus bremst. Die Bremsleistung wirkt dabei eher „kraftvoll und direkt“, ohne dass man ständig gegen das Motorrad arbeiten muss.
Die Honda VFR 800 punktet im Vergleich häufig mit einem sehr gleichmäßigen Ansprechverhalten. Gerade bei wiederholtem Bremsen aus höheren Geschwindigkeiten oder bei wechselnden Bedingungen ist das ein Vorteil: Die Honda vermittelt schnell ein Gefühl von Stabilität, sodass man sich auf die Linie konzentrieren kann.
Komfort und Ergonomie: Langstrecke vs. Cruiser-Entspannung
Komfort ist bei beiden Modellen ein wichtiges Thema, aber die Schwerpunkte sind unterschiedlich. Die Harley-Davidson Low Rider S setzt auf eine entspannte Sitzhaltung, die das Fahren weniger „sportlich“ und mehr „genießend“ macht. Für viele ist genau das der Reiz: Man sitzt so, dass man die Fahrt wahrnimmt, statt ständig in einer sportlichen Haltung zu „arbeiten“.
Die Honda VFR 800 ist ebenfalls komfortorientiert, aber auf eine andere Art. Als Sporttourer ist sie darauf ausgelegt, auch längere Strecken ermüdungsarm zu absolvieren. Im Vergleich der Ergonomie fällt oft auf: Die Honda unterstützt den Fahrer stärker dabei, die Fahrt über Stunden aktiv zu steuern, ohne dass der Körper komplett in eine „Tour-Pose“ gezwungen wird.
Alltagstauglichkeit
Im Alltag kann die Harley durch ihre Charakteristik und die entspannte Haltung überzeugen, besonders auf kurzen Strecken und bei gemütlichem Tempo. Die VFR 800 ist im Vergleich oft die bessere Wahl, wenn der Alltag viele unterschiedliche Situationen bietet: Stadtverkehr, Pendelstrecken und gelegentliche Ausflüge in die Berge – ohne dass man das Motorrad jedes Mal „neu erlernen“ muss.
Ausstattung und Fahrpraxis: Was man wirklich merkt
Bei der Ausstattung und der Fahrpraxis zeigt sich: Die Harley-Davidson Low Rider S ist stark in ihrem „Look & Feel“ und in der Art, wie sie sich anfühlt. Das Motorrad wirkt wie ein Statement – und genau das spürt man auch beim Fahren. Wer Wert auf Stil, Sound und einen klaren Auftritt legt, wird sich hier schnell zuhause fühlen.
Die Honda VFR 800 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das man einfach nutzt. Sie ist weniger „Show“, mehr „Funktion“. Im Vergleich der Alltagspraxis ist das ein Vorteil: Man kann sich auf die Fahrt konzentrieren, während das Motorrad zuverlässig mitspielt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Low Rider S
- Stärken: starker Cruiser-Charakter, kräftiges Ansprechverhalten aus dem Drehzahlkeller, souveräne Präsenz und ein Fahrgefühl, das sich nach „Druck“ anfühlt.
- Schwächen: weniger „sportlich-agil“ als ein Sporttourer; wer sehr dynamisch und eng kurvig fährt, muss den Cruiser-Charakter stärker berücksichtigen.
Honda VFR 800
- Stärken: ausgewogenes Handling, sporttourer-typische Agilität, sehr gut für wechselnde Streckenprofile und längere Fahrten.
- Schwächen: wer ausschließlich den Cruiser-Schub und den markanten Harley-Charakter sucht, wird den Fokus der Honda anders erleben.
Welche Wahl passt zu welchem Fahrstil?
Die Entscheidung wird leichter, wenn man sich fragt, was beim Fahren am meisten zählt. Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die gerne mit Charakter unterwegs sind: kräftig beschleunigen, den Sound genießen und das Motorrad als Erlebnis sehen. Sie eignet sich gut für Touren mit Fokus auf Genuss und für Strecken, auf denen man nicht ständig das Tempo „ausreizen“ muss.
Die Honda VFR 800 ist die bessere Wahl, wenn häufig gefahren wird, wenn Touren länger werden und wenn das Motorrad sowohl sportlich als auch komfortabel funktionieren soll. Sie passt zu Menschen, die gerne zügig fahren, aber dabei ein Motorrad möchten, das sich über Stunden hinweg stabil und berechenbar anfühlt.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist für alle die richtige Wahl, die Cruiser-Feeling, markanten Auftritt und kräftigen Schub aus dem Drehzahlbereich suchen. Sie macht besonders dann Spaß, wenn die Fahrt nach „Genuss mit Druck“ aussehen soll und man das Motorrad eher mit Ruhe und Gefühl bewegt. Die Honda VFR 800 empfiehlt sich dagegen, wenn ein ausgewogener Sporttourer gefragt ist: agiles Handling, gute Langstreckentauglichkeit und ein Fahrstil, der auch bei zügiger Fahrt kontrolliert bleibt. Wer viel zwischen Alltag und Tour wechselt und dabei ein Motorrad möchte, das sich schnell „richtig“ anfühlt, liegt mit der VFR 800 oft näher am Ziel. Kurz gesagt: Low Rider S für Charakter und Cruiser-Emotion, VFR 800 für vielseitige Dynamik und Tourenkomfort.