UVP 23.190 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
UVP 12.499 €
Baujahr von 2017 bis 2026~
Der Power-Cruiser mit dem 117er Milwaukee-Eight im Test
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Mal ganz was anderes
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Pro und Kontra

Pro:
  • brachialer Motor
  • brachialer Sound
  • brachiales Motorrad-Erlebnis
  • brachiale Emotionen
Kontra:
  • Sitzposition nicht für jedermann
  • schwer
Pro:
  • Fahrkomfort
  • Wendigkeit
  • Krawalliger, kräftiger Motor
  • Geländetauglichkeit
Kontra:
  • Soziusbetrieb
  • Reisetauglichkeit

Abmessungen & Gewicht

Gewicht308kg
Radstand1.615mm
Länge2.355mm
Radstand1.615mm
Sitzhöhe: 710 mm
Höhe1.160mm
Gewicht158kg
Radstand1.504mm
Radstand1.504mm
Sitzhöhe: 920 mm

Motor

Motor-BauartMilwaukee-Eight V2
Hubraum1.923ccm
Hub114mm
Bohrung104mm
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge6
Motor-Bauart1-Zylinder, 4-Takt Motor
Hubraum693ccm
Hub84mm
Bohrung102mm
KühlungFlüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung106 PS bei 5.020 U/Min
Drehmoment168 NM bei 3.500 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite338km
Leistung75 PS bei 8.000 U/Min
Drehmoment74 NM bei 6.500 U/Min
Höchstgeschw.193km/h
Tankinhalt13Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite342km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vorneShowa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 112)mm
Aufhängung hintenDreieckschwinge
Reifen vorne110/90 B19 62 H
Reifen hinten180/70 B16 77H
RahmenbauartGitterrohrrahmen
Federung vorneTelegabel Upside-Down (Federweg 275)mm
Federung hintenWP (Federweg 275)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne21 Zoll
Reifen hinten18 Zoll

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm)
Bremsen vorneEinzelscheibe ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe ( Ø 240 mm)

Fazit

Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.
 
Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 22.795€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 15.000€
  • Baujahre: seit 2017
  • Farben: Grau, Rot, Blau, Schwarz

Spaß ohne Ende - leider ein teurer

Also, hat das Experiment geklappt? Tja, ein eindeutiges Fazit ist schwierig. Für die Fernreise ist der Serientank klein, Sitzposition, Sitzbank und Fahrwerk auf der Anreise zum Ziel eher anstrengend.

Ansonsten ist die Husqvarna 701 Enduro ein echtes Spaßgerät. Als Erstmotorrad spielt sie sicher nicht die Idealbesetzung in der Garage, aber wer möchte und kann, sollte das mal ausprobieren. Wie schön doch kurzer Radstand und 75 PS harmonieren können!

Zum Schluss noch ein kleiner Wermutstropfen: Ist schon Mama KTM nicht für ihre zurückhaltende Preisgestaltung berühmt, tut die Tochter es ihr gleich: Das Motorrad mit praktisch null Ausstattung und wenig Neigung zum Soziusbetrieb kostet 10.395 Euro. Glückwunsch an die, die es sich leisten können.

Also: Wer ein Moped mit einem Klasse-Motor, tollem Fahrwerk, niedrigem Gewicht und brutalen Bremsen sucht, aber kaum etwas anderem, der kann einchecken. Wer Unvernunft für vernünftig im tieferen Sinn hält, der ist hier richtig. Für alle anderen gilt: „zurückbleiben bitte“.

Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 10,395€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 6.700€
  • Baujahre: seit 2017
  • Verfügbarkeit: mittel
  • Farben: weiß

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Harley-Davidson Low Rider S vs Husqvarna 701 Enduro – Vergleich für Straße, Alltag und Abenteuer

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Husqvarna 701 Enduro, geht es im Vergleich selten nur um Daten. Es geht um Fahrgefühl, Prioritäten und darum, wie ein Motorrad im Alltag genutzt wird. Während die Low Rider S mit Cruiser-Charakter, markanter Optik und einem Motorauftritt für das „Genießen“ steht, ist die 701 Enduro eher die Maschine für Dynamik, Neugier und wechselnde Strecken – von der Stadt bis zu Schotterwegen. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich spannend.

Grundidee: Cruiser-Style vs Enduro-Agilität

Die Harley-Davidson Low Rider S ist als Cruiser gedacht, der auf der Straße besonders souverän wirkt. Der Fokus liegt auf einem kräftigen, gut dosierbaren Vortrieb und auf einem Fahrstil, der nicht auf „Höchsttempo um jeden Preis“ ausgerichtet ist, sondern auf ruhige Kontrolle und ein starkes Drehmomentgefühl. Das Motorrad vermittelt dabei eine gewisse Gelassenheit: Man sitzt tief, fährt entspannt und spürt den Charakter des Motors.

Die Husqvarna 701 Enduro dagegen ist ein Enduro-Konzept, das auf Beweglichkeit und Vielseitigkeit setzt. Sie wirkt leichter und „wach“ im Handling, was sich besonders beim Wechsel zwischen engen Passagen, Landstraßen und unbefestigten Abschnitten bemerkbar macht. Wer gern dynamisch fährt oder auch mal abseits der üblichen Route unterwegs ist, findet in der 701 Enduro eine Maschine, die Lust auf Abwechslung macht.

Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt

Low Rider S: Drehmoment und Cruiser-Charakter

Beim Vergleich der Motorwerte zeigt sich schnell, warum die Low Rider S als Cruiser so beliebt ist: Der Antrieb ist auf einen kräftigen Schub ausgelegt, der sich besonders im mittleren Drehzahlbereich angenehm anfühlt. Das macht Überholvorgänge und das Beschleunigen aus dem Stand heraus unkompliziert. Statt ständig „hochzudrehen“, lässt sich die Maschine häufig mit einem entspannten Gasgriff führen.

701 Enduro: lebendiger Antritt und mehr „Biss“

Die Husqvarna 701 Enduro setzt dagegen auf einen Motorcharakter, der sich dynamischer und direkter anfühlt. Im Vergleich der Leistungsentfaltung wirkt die 701 Enduro oft „spritziger“, vor allem wenn es darum geht, zügig zu reagieren oder die Linie in Kurven aktiv zu gestalten. Das passt gut zu Fahrern, die gern sportlich unterwegs sind oder die Maschine auch auf wechselndem Untergrund nutzen möchten.

Fahrwerk und Handling: Stabilität vs Agilität

Beim Thema Fahrwerk und Fahrverhalten unterscheiden sich beide Motorräder deutlich. Die Low Rider S ist auf ein souveränes, straßenorientiertes Setup ausgelegt. Das Motorrad liegt spürbar ruhig, vermittelt Vertrauen bei gleichmäßigem Tempo und wirkt besonders dann stark, wenn die Strecke planbar ist: Landstraße, Autobahnabschnitte oder längere Fahrten mit konstantem Rhythmus.

Die 701 Enduro ist dagegen auf Beweglichkeit ausgelegt. Im Vergleich der Fahrwerksauslegung und der Abstimmung zeigt sich: Die Husqvarna nimmt Unebenheiten anders auf und bleibt dabei handlich. Gerade wenn die Straße nicht mehr „perfekt“ ist – etwa bei schlechtem Belag, Schlaglöchern oder Schotterstücken – kann die Enduro-Charakteristik Vorteile bringen. Das Handling fühlt sich oft leichter an, und das Motorrad lädt dazu ein, die Linie aktiv zu fahren.

Bremsen und Sicherheit: Wie gut lässt sich das Tempo kontrollieren?

Bei der Bremsleistung geht es nicht nur um reine Zahlen, sondern um das Zusammenspiel aus Bremsgefühl, Dosierbarkeit und Standfestigkeit. Im Vergleich zeigt sich: Die Low Rider S zielt auf eine kontrollierte Verzögerung im Cruiser-typischen Fahrstil. Das Bremssystem wirkt darauf ausgelegt, das Motorrad stabil und berechenbar zu halten, ohne dass man ständig „gegensteuern“ muss.

Die 701 Enduro ist hingegen für wechselnde Bedingungen gedacht. Im Vergleich der Bremscharakteristik und der Gesamtbalance kann die Husqvarna besonders dann punkten, wenn es rutschiger wird oder wenn die Fahrbahn unruhig ist. Die Enduro-typische Geometrie und das Setup unterstützen dabei, das Motorrad auch in anspruchsvolleren Situationen sicher zu führen.

Ergonomie und Sitzposition: Komfort für lange Strecken vs aktive Haltung

Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt im Vergleich. Die Harley-Davidson Low Rider S bietet eine Cruiser-typische Ergonomie: Der Fahrer sitzt eher entspannt, die Haltung wirkt weniger „sportlich gestreckt“. Das ist angenehm, wenn der Fokus auf entspanntem Cruisen liegt. Für längere Fahrten kann das ein Vorteil sein, weil die Belastung gleichmäßiger verteilt wird.

Die Husqvarna 701 Enduro bringt eine aktivere Haltung mit. Je nach Fahrweise fühlt sich die Maschine eher wie ein „Werkzeug“ an, das man bewegt: in Kurven, beim Rangieren und auch dann, wenn man auf unebenem Untergrund unterwegs ist. Wer gern dynamisch fährt oder öfter mal stehen bzw. die Position anpasst, wird die Enduro-Ergonomie häufig als passend empfinden.

Alltagstauglichkeit: Stadtverkehr, Reichweite und Nutzbarkeit

Im Alltag zählen Faktoren wie Reichweite, Tank- und Fahrkonzept, sowie wie gut sich das Motorrad im Verkehr bewegt. Im Vergleich der aufgelisteten Eckdaten wird klar: Die Low Rider S ist stärker auf „Straßen-Routinen“ ausgelegt. Sie wirkt wie gemacht für Fahrten, bei denen man Strecke plant und das Motorrad dann über längere Zeit im gleichen Rhythmus nutzt.

Die 701 Enduro ist dagegen vielseitiger im Einsatz. Durch die Enduro-Ausrichtung kann sie auch dann Spaß machen, wenn die Route spontan wird. Im Vergleich der Nutzbarkeit zeigt sich: Wer gern abseits der Hauptstrecken unterwegs ist, profitiert von der Enduro-Logik. Gleichzeitig bleibt die Husqvarna im Stadtverkehr ein Motorrad, das man aktiv fahren kann – allerdings ist sie auch eher „bereit“, wenn man sie fordert.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Harley-Davidson Low Rider S – Stärken

  • Cruiser-typischer Motorcharakter mit starkem Gefühl für Drehmoment und entspanntes Fahren.
  • Straßenorientierte Stabilität und ein ruhiges, souveränes Fahrverhalten.
  • Ergonomie für entspanntes Cruisen, passend für längere Touren.

Harley-Davidson Low Rider S – Schwächen

  • Weniger „Enduro-Feeling“ bei unbefestigten Strecken; der Fokus liegt klar auf der Straße.
  • Wer maximale Agilität in engen, wechselhaften Situationen sucht, könnte die Husqvarna als handlicher empfinden.

Husqvarna 701 Enduro – Stärken

  • Agiles Handling und lebendiger Charakter, der zu dynamischer Fahrweise passt.
  • Vielseitigkeit für unterschiedliche Untergründe, inklusive leichter Offroad-Abschnitte.
  • Aktive Fahrposition, die Kontrolle und Anpassung an die Strecke unterstützt.

Husqvarna 701 Enduro – Schwächen

  • Wer vor allem „Cruiser-Komfort“ und ruhiges Dahingleiten sucht, könnte die Charakteristik als weniger entspannend empfinden.
  • Je nach persönlichem Geschmack kann die Enduro-Logik im reinen Langstrecken-Cruisen weniger „klassisch“ wirken.

Welche Kaufentscheidung passt zu welchem Fahrstil?

Der Vergleich wird am Ende dann richtig klar, wenn man sich fragt: Welche Art von Fahrten steht im Vordergrund? Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders attraktiv für Fahrer, die das Motorrad als Erlebnis auf der Straße sehen – mit starkem Cruiser-Charakter, souveränem Fahrgefühl und einer Haltung, die auf Genuss ausgelegt ist.

Die Husqvarna 701 Enduro passt dagegen besser zu Menschen, die gern flexibel sind: Stadt, Landstraße und auch mal ein Weg, der nicht im klassischen Routenplan steht. Wer das Motorrad als „Allrounder“ für unterschiedliche Bedingungen betrachtet, findet in der 701 Enduro eine sehr stimmige Basis.

Fazit:

Die Harley-Davidson Low Rider S ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf straßenorientiertem Cruisen liegt: Der Motorcharakter wirkt kraftvoll und angenehm dosierbar, das Fahrverhalten ist auf Stabilität ausgelegt und die Ergonomie unterstützt entspanntes Fahren über längere Strecken. Wer vor allem die klassische Motorrad-Atmosphäre sucht und die Route überwiegend auf Asphalt plant, wird mit der Low Rider S sehr glücklich.

Die Husqvarna 701 Enduro empfiehlt sich, wenn Abwechslung wichtiger ist als ein reiner Straßenfokus: Das Handling wirkt agiler, die Maschine lädt zu dynamischer Fahrweise ein und bleibt auch auf unruhigerem Untergrund gut kontrollierbar. Wer gern spontan fährt, gelegentlich Schotterwege mitnimmt oder einfach ein Motorrad möchte, das sich vielseitig anfühlt, trifft mit der 701 Enduro die passendere Entscheidung.

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