UVP 23.190 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
UVP 12.995 €
Baujahr von 2011 bis 2019
Der Power-Cruiser mit dem 117er Milwaukee-Eight im Test
Weiter zum Testbericht
Es lebe der Sport!
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • brachialer Motor
  • brachialer Sound
  • brachiales Motorrad-Erlebnis
  • brachiale Emotionen
Kontra:
  • Sitzposition nicht für jedermann
  • schwer
Pro:
  • Fahrleistungen
  • Komfort
  • Ausstattung
  • Preis-Leistung
Kontra:
  • Getriebe sehr kurz übersetzt

Abmessungen & Gewicht

Gewicht308kg
Radstand1.615mm
Länge2.355mm
Radstand1.615mm
Sitzhöhe: 710 mm
Höhe1.160mm
Gewicht235kg
Radstand1.440mm
Länge2.100mm
Radstand1.440mm
Sitzhöhe: 815 mm
Höhe1.185mm

Motor

Motor-BauartMilwaukee-Eight V2
Hubraum1.923ccm
Hub114mm
Bohrung104mm
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge6
Motor-BauartReihe
Hubraum1.043ccm
Hub56mm
Bohrung77mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung106 PS bei 5.020 U/Min
Drehmoment168 NM bei 3.500 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite338km
Leistung142 PS bei 10.000 U/Min
Drehmoment111 NM bei 7.300 U/Min
Höchstgeschw.247km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite327km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vorneShowa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 112)mm
Aufhängung hintenDreieckschwinge
Reifen vorne110/90 B19 62 H
Reifen hinten180/70 B16 77H
RahmenbauartDoppelprofilrahmen
Federung vorne41-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 120)mm
Federung hintenMonofederbein (Federweg 144)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70ZR17M/C (58W)
Reifen hinten190/50ZR17M/C (73W)

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 250 mm)

Fazit

Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.
 
Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 22.795€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 15.000€
  • Baujahre: seit 2017
  • Farben: Grau, Rot, Blau, Schwarz

MotorradTest.de auf YouTube

Harley-Davidson Low Rider S vs. Kawasaki Z 1000 SX – Vergleich

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Kawasaki Z 1000 SX, wird der Vergleich schnell spannend: Hier trifft ein klassischer Cruiser-Ansatz auf eine moderne, sportlich ausgelegte Allround-Maschine. Beide Modelle sind für unterschiedliche Fahrstile gebaut – und genau das macht die Entscheidung oft leichter, wenn klar ist, worin die Stärken liegen und wo die Grenzen des jeweiligen Konzepts sind.

Grundidee: Cruiser-Charakter vs. sportlicher Allrounder

Die Harley-Davidson Low Rider S steht für den typischen Harley-Charakter: markantes Design, ein souveränes Auftreten und ein Fahrgefühl, das eher auf „Dampf von unten“ und entspannte Kontrolle setzt. Der Fokus liegt weniger auf maximaler Agilität im engen Tempo, sondern auf dem Eindruck, den das Motorrad vermittelt – und auf dem Genuss, den man beim Cruisen hat.

Die Kawasaki Z 1000 SX verfolgt dagegen eine andere Philosophie: Sie ist als sportlicher Allrounder gedacht, der sowohl im Alltag als auch auf längeren Strecken überzeugt. Der Anspruch ist, dass man zügig unterwegs sein kann, ohne dabei den Komfort für längere Fahrten zu verlieren. Dadurch wirkt das Motorrad wie ein „Werkzeug“, das viele Aufgaben abdeckt.

Fahrgefühl im Vergleich: Wie sich die Motorräder anfühlen

Harley-Davidson Low Rider S: Druck, Sound und Gelassenheit

Die Low Rider S spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn das Tempo nicht ständig „auf Kante“ gefahren wird. Das Motorrad wirkt dabei ruhig und kraftvoll, besonders im unteren bis mittleren Drehzahlbereich. Wer gerne gleichmäßig beschleunigt, ohne ständig nachzulegen, findet hier ein stimmiges Gesamtpaket. Das Fahrgefühl ist weniger „spitz“ und mehr „durchsetzungsfähig“.

Kawasaki Z 1000 SX: Agilität, Dynamik und Alltagstempo

Die Z 1000 SX fühlt sich im Vergleich oft direkter an. Sie lädt dazu ein, zügig zu fahren, Kurven früh anzusteuern und das Motorrad aktiv zu bewegen. Das Konzept wirkt wie gemacht für Fahrer, die gerne zwischen Alltag, flotten Ausfahrten und längeren Touren wechseln. Gerade wenn das Tempo variiert, bleibt das Motorrad dabei handlich und kontrollierbar.

Handling und Fahrwerk: Stärken und Grenzen

Beim Handling zeigen sich die typischen Unterschiede zwischen Cruiser- und sportlich orientierten Konzepten. Die Harley-Davidson Low Rider S punktet mit einem souveränen, stabilen Eindruck. In flotten Passagen kann sie durchaus Spaß machen, aber sie ist eher auf „stabile Linie“ als auf extremes Einlenkverhalten ausgelegt. Das heißt: Wer das Motorrad wie einen sportlichen Kurvenjäger behandelt, wird schneller an Grenzen stoßen – wer es als kraftvollen Cruiser fährt, erlebt die Stärken deutlich.

Die Kawasaki Z 1000 SX ist dagegen stärker auf aktives Fahren ausgelegt. Das Motorrad unterstützt das schnelle Wechseln der Fahrweise, bleibt dabei gut kontrollierbar und wirkt insgesamt „leichtfüßiger“. Schwächen zeigen sich eher dort, wo man bewusst den Cruiser-Charakter sucht: Wer vor allem den entspannten, schweren Auftritt erwartet, könnte die Z 1000 SX als zu „sportlich“ empfinden.

Komfort und Ergonomie: Für kurze Wege und lange Strecken

Low Rider S: Cruiser-Komfort mit Charakter

Die Low Rider S ist auf eine entspannte Sitzposition ausgelegt, die zum Cruisen einlädt. Das Motorrad wirkt dabei weniger wie ein „Tourenwerkzeug“, sondern mehr wie ein stilvolles Gesamtpaket. Auf längeren Strecken kann das sehr angenehm sein, solange das Fahrtempo und die Fahrweise zum Konzept passen. Wer häufig im Stadtverkehr steht oder sehr lange am Stück fährt, achtet besonders auf die eigene Sitzhaltung und darauf, wie gut das Motorrad zur Körpergröße passt.

Z 1000 SX: Tourenfokus und Alltagstauglichkeit

Die Z 1000 SX ist klar auf vielseitige Nutzung ausgelegt. Gerade auf längeren Strecken spielt sie ihre Stärken aus, weil sie den Fokus auf Komfort und kontrollierte Fahrt legt. Der Windschutz und die insgesamt tourentaugliche Auslegung helfen dabei, dass man auch nach mehreren Stunden noch konzentriert fahren kann. Im Alltag ist das Motorrad ebenfalls praktisch: Es wirkt wie ein „immer passend“-Paket für unterschiedliche Streckenprofile.

Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Fahren

Beide Motorräder sind so konzipiert, dass man sich auf die Bremsleistung verlassen kann – allerdings mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Die Low Rider S vermittelt eher das Gefühl von kraftvoller Kontrolle, wenn man das Motorrad aus dem Cruiser-Tempo heraus verzögert. Die Z 1000 SX wirkt im Vergleich oft „sportlicher“ in der Dosierbarkeit, was besonders dann hilft, wenn man häufiger aus höheren Geschwindigkeiten in Kurven oder in wechselnde Situationen hinein bremst.

Leistung und Antrieb: Wie die Motorcharakteristik den Fahrstil prägt

Beim Vergleich der Antriebskonzepte wird deutlich, warum die Motorräder so unterschiedlich genutzt werden: Die Low Rider S setzt auf einen Charakter, der sich besonders gut für gleichmäßiges Beschleunigen und souveränes Vorankommen eignet. Das Motorrad fühlt sich dabei „kraftvoll“ an, ohne dass man ständig in hohe Drehzahlen gehen muss.

Die Z 1000 SX dagegen ist stärker darauf ausgelegt, Dynamik auch bei sportlicher Fahrweise bereitzustellen. Wer gerne zügig beschleunigt, Drehzahlspitzen nutzt und das Motorrad aktiv bewegt, findet hier ein stimmiges Gesamtbild. Dadurch wirkt die Kawasaki oft als die „flexiblere“ Wahl für Fahrer, die unterschiedliche Fahrmodi mögen – von entspannt bis flott.

Design und Alltag: Was man jeden Tag sieht und spürt

Optisch ist die Entscheidung schnell: Die Harley-Davidson Low Rider S steht für einen unverwechselbaren Cruiser-Look, der auf Treffen, in der Stadt und auf Landstraßen sofort auffällt. Die Kawasaki Z 1000 SX wirkt dagegen moderner und funktionaler – sportlich, aber mit dem Anspruch, auch als Tourenmaschine zu funktionieren.

Im Alltag zeigt sich das ebenfalls: Die Low Rider S ist eine bewusste Wahl für Menschen, die das Motorrad nicht nur fahren, sondern auch „leben“ möchten. Die Z 1000 SX ist eher die Wahl für alle, die ein Motorrad suchen, das viele Aufgaben übernimmt und dabei nicht jedes Mal neu „eingelernt“ werden muss.

Typische Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Harley-Davidson Low Rider S – Stärken

  • Charaktervolles Cruiser-Fahrgefühl mit souveränem Auftreten
  • Stimmiger Genussfokus für entspanntes Fahren und gleichmäßige Beschleunigung
  • Markantes Design, das stark zur Marke passt

Harley-Davidson Low Rider S – Schwächen

  • Weniger „sportlich-aggressiv“ im Handling als ein sportlicher Allrounder
  • Tourenanspruch hängt stärker von der eigenen Sitz- und Fahrweise ab

Kawasaki Z 1000 SX – Stärken

  • Vielseitigkeit für Alltag, flotten Feierabend und längere Strecken
  • Aktives Handling und sportlichere Dynamik
  • Tourenorientierter Komfort für längere Fahrten

Kawasaki Z 1000 SX – Schwächen

  • Weniger Cruiser-Feeling für Fahrer, die genau diesen Charakter suchen
  • Wer maximal entspannt cruisen will, empfindet die sportliche Auslegung eventuell als „zu präsent“

Welche Wahl passt zu welchem Fahrertyp?

Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders passend für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich nach Stil und Charakter anfühlt. Wer gerne gleichmäßig unterwegs ist, den Sound und das Cruiser-Gefühl schätzt und das Motorrad als Ausdruck seiner Fahrkultur sieht, wird mit der Low Rider S sehr wahrscheinlich glücklich.

Die Kawasaki Z 1000 SX ist die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad möchten, das flexibel bleibt: Stadt, Landstraße, zügige Ausfahrten und auch längere Touren sollen sich gut anfühlen. Wer Dynamik mag, das Motorrad aktiv bewegt und dabei nicht auf Komfort verzichten möchte, findet in der Z 1000 SX ein stimmiges Gesamtpaket.

Fazit:

Wer vor allem Cruiser-Charakter, markantes Auftreten und ein souveränes Fahrgefühl sucht, liegt mit der Harley-Davidson Low Rider S richtig. Sie überzeugt besonders dann, wenn das Fahren Genuss sein soll und die Kraft eher gleichmäßig als hektisch abgerufen wird. Die Grenzen zeigen sich vor allem dort, wo man ein extrem sportliches, sehr agiles Handling erwartet oder wenn der Fokus stark auf kompromissloser Tourenroutine liegt.

Die Kawasaki Z 1000 SX ist dagegen die rundere Allround-Entscheidung für Fahrer, die häufig zwischen Alltag und längeren Strecken wechseln. Sie spielt ihre Stärken in Dynamik, aktiver Fahrweise und tourentauglichem Komfort aus. Wer ein Motorrad möchte, das sich für viele Situationen „von selbst“ richtig anfühlt, bekommt mit der Z 1000 SX die passendere Basis.

Kurz gesagt: Low Rider S für Charakter und Cruiser-Genuss, Z 1000 SX für Vielseitigkeit, sportliche Dynamik und Tourenkomfort.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙