| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2012 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Sportlich
- Unglaublich wendig
- Preis
- Alltagsnutzen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 162 | kg |
| Radstand | 1.476 | mm |
| Radstand | 1.476 | mm |
| Sitzhöhe: | 899 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 1-Zylinder 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 80 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 79 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 73 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 320 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | WP-USD Apex Ø 48 mm (Federweg 224)mm | |
| Federung hinten | WP APEX mit Pro-Lever Umlenkung (Federweg 240)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 160/60 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Scheibe, Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit: Man will sie mögen, aber einfach ist es nicht
Bekommt sie von uns den Daumen hoch? Schwierige Entscheidung. Denn trotzdem sie im Vergleich zur Konkurrenz die agilste und konsequenteste Supermoto ist, hat sie einfach zu viele Mängel für die meisten Interessenten. Dabei geht es nicht um solche Dinge wie die fehlende Soziustauglichkeit oder den nicht existierenden Windschutz. Über solche Dinge können engagierte KTM SMC R 690-Treiber nur Grinsen, und sie haben recht damit. Fans gibt es übrigens viele: Die Maschine liegt in der aktuellen Zulassungsstatistik auf Platz 15.
Nein, einen großen Nachteil gibt es: Sie liefert in ihrer Paradedisziplin nicht ab, denn wirklich schnell ist sie nur dann, wenn man das Treppenhaus des Hamburger Michel hochfahren möchte. Ansonsten ist da mehr Show als Shine. Wenn der stärkste Einzylinder der Welt nur 75 PS liefert, ist das eben das entscheidende Leistungsmanko im Vergleich zur nicht viel weniger wendigen Ducati Hypermotard mit ihren 114 PS. Das sind über 50% mehr.
Dass Vergleiche mit Ducatis überhaupt auftauchen, liegt an der sportlichen Preispolitik der Österreicher, von der selbst BMW noch etwas lernen könnte. Für die roh ausgestattete SMC R 690 verlangt KTM tatsächlich 10.799 Euro. Zum Vergleich: Der gleiche Motor wird in der 690 Enduro R für ebenfalls 10.799 Euro verbaut, im Naked Bike Duke 690 gibt es ihn für 8.899 Euro.
Motorräder der Marke Ducati gelten eigentlich nicht als Softies. Mag die Hypermotard das im Vergleich zur SMC sein, aber für einen Sitzplatz mehr, die umfangreiche Ausstattung und 114 PS verlangt Ducati 12.490 Euro und damit nur 1.691 Euro mehr.
Aber wahrscheinlich ist das alles nichts für die KTMler. Ja, sie ist die konsequenteste Supermoto auf dem Markt. Und damit ein Statement, wunderbar.
Danke an M.A.S. für das Testbike.
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Low Rider S vs KTM 690 SMC R: Vergleich für unterschiedliche Fahrwelten
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die KTM 690 SMC R, geht es im Vergleich selten nur um Daten. Es geht vor allem um den Charakter: Die Low Rider S steht für Cruiser-Feeling, kräftigen Auftritt und eine entspannte Art, Kilometer zu sammeln. Die KTM 690 SMC R dagegen ist auf Agilität, direktes Handling und sportliche Portionen ausgelegt – ein Bike, das sich wie ein Werkzeug anfühlt, um schnell von A nach B zu kommen und dabei Spaß zu haben.
Im Folgenden werden die im Vergleich gelisteten Eigenschaften beider Modelle miteinander gegenübergestellt. Dabei geht es um das, was im Alltag wirklich zählt: Fahrgefühl, Komfort, Bremsen, Fahrwerk, Ergonomie und die Frage, welches Motorrad die eigenen Prioritäten besser trifft.
Grundcharakter: Cruiser-Vibe vs. Supermoto-Attitüde
Harley-Davidson Low Rider S: souverän und präsent
Die Harley-Davidson Low Rider S wirkt wie ein Statement. Der Cruiser-Ansatz zeigt sich im gesamten Konzept: Sitzposition und Ergonomie sind auf entspanntes Fahren ausgelegt, das Motorrad vermittelt Stabilität und Ruhe. Gerade auf längeren Strecken oder bei gleichmäßigem Tempo spielt die Low Rider S ihre Stärken aus. Das Fahrgefühl ist weniger „zackig“ und mehr „kraftvoll und kontrolliert“.
KTM 690 SMC R: leichtfüßig und kompromisslos agil
Die KTM 690 SMC R ist dagegen ein Bike für alle, die gern aktiv fahren. Der Supermoto-Charakter sorgt für ein sehr direktes Ansprechverhalten. In Kurven wirkt das Motorrad schnell „im Kopf“, also ohne lange Übergangsphasen. Wer gern zügig unterwegs ist, häufig die Richtung wechselt oder sich an engen Strecken erfreut, findet in der KTM einen starken Partner.
Motor und Antrieb: Kraftentfaltung als Unterschied im Alltag
Im Vergleich zeigen sich die unterschiedlichen Philosophien besonders bei der Art, wie Leistung und Drehmoment nutzbar werden. Die Harley-Davidson Low Rider S setzt auf einen kraftvollen, cruiser-typischen Antritt, der sich vor allem bei moderaten Geschwindigkeiten angenehm dosieren lässt. Das macht sie attraktiv, wenn häufiges Beschleunigen aus dem Stand oder aus niedrigen Drehzahlen gefragt ist – ohne dass ständig „gearbeitet“ werden muss.
Die KTM 690 SMC R hingegen wirkt stärker auf sportliche Dynamik ausgelegt. Sie belohnt aktives Fahren und reagiert spürbar auf Gasbefehle. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das eher nach „mitgehen“ statt „entspannt rollen“ klingt. Wer gern beschleunigt, bremst und wieder ansetzt, wird die KTM als besonders lebendig empfinden.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Wendigkeit
Low Rider S: ruhige Linie, gutes Langstrecken-Gefühl
Die Harley-Davidson Low Rider S spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn die Strecke fließt. Das Fahrwerk vermittelt eine stabile Grundhaltung, die das Motorrad auch bei wechselnden Bedingungen berechenbar macht. In Kurven fühlt sich die Linie oft „geplant“ an: Man fährt nicht gegen das Motorrad, sondern mit ihm. Das ist besonders angenehm, wenn nicht jede Kurve zur sportlichen Übung werden soll.
690 SMC R: präzises Einlenken und agiles Tempo
Die KTM 690 SMC R ist im Vergleich das Bike, das schneller in den Vordergrund rückt, wenn es um Richtungswechsel und dynamisches Fahren geht. Das Handling wirkt direkt, das Motorrad lässt sich zügig positionieren. Gerade auf kurvigen Strecken oder bei häufigem Stop-and-go fühlt sich die KTM „handlicher“ an. Gleichzeitig bedeutet diese Agilität: Wer eher gemütlich cruisen möchte, empfindet die KTM möglicherweise als zu lebhaft – je nach Fahrstil.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen beim Bremsen
Beim Thema Bremsen zeigt sich im Vergleich vor allem der Unterschied zwischen souveränem Cruiser-Ansatz und sportlich-dynamischem Konzept. Die Harley-Davidson Low Rider S zielt auf kontrollierte Verzögerung und ein gutmütiges Gefühl ab. Das ist im Alltag ein Vorteil, weil man Bremsmanöver sauber dosieren kann, ohne dass das Motorrad „aus dem Konzept“ gerät.
Die KTM 690 SMC R ist dagegen stärker auf sportliche Anforderungen ausgelegt. Das Bremssystem unterstützt ein zügiges Fahrtempo und ein aktives Kurvenfahren. Wer gern spät bremst oder häufig die Geschwindigkeit anpasst, wird die KTM als besonders passend empfinden. Wer dagegen sehr entspannt fährt, kann die KTM als „sensibler“ wahrnehmen – das ist nicht negativ, sondern eine Frage des persönlichen Anspruchs.
Ergonomie und Komfort: Sitzgefühl entscheidet
Low Rider S: entspannte Haltung für längere Strecken
Die Harley-Davidson Low Rider S ist ergonomisch auf Komfort ausgelegt. Die Sitzposition unterstützt ein entspanntes Fahren, bei dem der Körper nicht ständig „gegen“ das Motorrad arbeitet. Das macht die Low Rider S besonders interessant, wenn Touren, längere Ausfahrten oder regelmäßige Fahrten mit ruhigem Tempo im Fokus stehen.
690 SMC R: sportlich, aktiv und eher für kürzere Sessions
Die KTM 690 SMC R bietet eine sportlichere Sitz- und Fahrhaltung. Das ist ideal, wenn das Motorrad als dynamisches Werkzeug genutzt wird: zügig durch die Stadt, über Landstraßen mit vielen Kurven oder für kurze, intensive Fahrten. Für sehr lange Touren kann die aktivere Haltung je nach Körpergefühl und Fahrpraxis weniger entspannend sein.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und „Zwischenräume“
Im Vergleich wird schnell klar: Beide Motorräder können im Alltag genutzt werden, aber sie erfüllen unterschiedliche Rollen.
Die Harley-Davidson Low Rider S wirkt besonders stimmig, wenn der Alltag nicht nur aus „von Ampel zu Ampel“ besteht, sondern auch aus längeren Strecken, auf denen Komfort und souveräne Fahrbarkeit zählen. Sie passt zu Fahrern, die gern entspannt unterwegs sind und dabei nicht auf Präsenz verzichten möchten.
Die KTM 690 SMC R ist dagegen ein starkes Bike für die „Zwischenräume“: kurze Wege, spontane Runden, kurvige Strecken und Situationen, in denen Wendigkeit und direktes Feedback wichtiger sind als maximaler Langstreckenkomfort. Sie ist außerdem interessant, wenn das Motorrad nicht nur für eine Art Fahrt gedacht ist, sondern flexibel bleiben soll.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Harley-Davidson Low Rider S
- Charakter und Cruiser-Feeling: Das Motorrad vermittelt ein stimmiges Gesamtbild aus Präsenz und Fahrruhe.
- Komfortorientierte Ergonomie: Besonders angenehm bei längeren Fahrten und gleichmäßigem Tempo.
- Kontrolliertes Fahrverhalten: Bremsen und Stabilität wirken auf entspannte Weise souverän.
Schwächen bzw. Grenzen der Harley-Davidson Low Rider S
- Weniger „sportlich-direkt“: Wer maximale Agilität sucht, wird die Cruiser-Charakteristik möglicherweise als weniger „zackig“ empfinden.
- Aktives Kurvenfahren weniger im Fokus: Für Fahrstile, die stark auf ständiges Umpositionieren setzen, kann die Low Rider S weniger passend wirken.
Stärken der KTM 690 SMC R
- Agiles Handling: Schnelles Einlenken und direktes Feedback machen Spaß.
- Sportliche Dynamik: Das Motorrad unterstützt ein aktives Fahrtempo und häufiges Anpassen der Geschwindigkeit.
- Vielseitig im Alltag: Besonders stark bei kurzen Strecken und kurvigen Abschnitten.
Schwächen bzw. Grenzen der KTM 690 SMC R
- Anspruch an Fahrstil: Wer sehr entspannt fährt, kann die KTM als zu lebhaft wahrnehmen.
- Komfortfokus geringer: Für sehr lange Touren kann die sportlichere Haltung je nach Person weniger angenehm sein.
Welche Kaufentscheidung passt? Kriterien statt Bauchgefühl
Damit die Entscheidung nicht nur vom ersten Eindruck abhängt, lohnt es sich, die eigenen Prioritäten klar zu machen. Im Vergleich beider Modelle lassen sich typische Käuferprofile ableiten:
Wenn Komfort und Cruiser-Feeling wichtiger sind
Dann ist die Harley-Davidson Low Rider S die naheliegendere Wahl. Sie passt zu Fahrern, die gern entspannt unterwegs sind, Wert auf eine stimmige Ergonomie legen und ein Motorrad suchen, das auf längeren Strecken souverän wirkt. Auch wenn der Alltag mal hektisch ist, bleibt die Low Rider S in ihrer Art eher „gelassen“.
Wenn Agilität und sportliche Dynamik wichtiger sind
Dann spielt die KTM 690 SMC R ihre Stärken aus. Sie ist besonders interessant, wenn häufig kurvige Strecken gefahren werden, wenn spontane Touren geplant sind oder wenn das Motorrad vor allem als lebendiges, direktes Fahrgerät genutzt werden soll. Wer gern aktiv fährt, wird die KTM als besonders belohnend empfinden.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist das Bike für alle, die Cruiser-Feeling, Komfort und eine souveräne, kontrollierte Art des Fahrens suchen. Sie passt besonders gut zu längeren Ausfahrten, zu gleichmäßigem Tempo und zu Fahrern, die Präsenz mögen, ohne ständig „sportlich arbeiten“ zu müssen. Die KTM 690 SMC R ist dagegen die richtige Wahl, wenn Wendigkeit, direktes Handling und sportliche Dynamik im Vordergrund stehen. Sie eignet sich hervorragend für kurvige Strecken, kurze intensive Fahrten und Situationen, in denen schnelles Reagieren wichtiger ist als maximaler Langstreckenkomfort. Wer eher entspannt cruisen möchte, findet in der Low Rider S den stimmigeren Begleiter. Wer hingegen Spaß an aktivem Fahren hat und ein Motorrad sucht, das schnell in jede Richtung „mitgeht“, wird mit der KTM 690 SMC R glücklicher. Am Ende entscheidet der eigene Fahrstil: Komfort und Ruhe oder Agilität und Tempo.