| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 7.900 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Viel Chrom ;)
- Fahrstabilität
- Verarbeitung
- kräftiger Motor
- Soziuskomfort
- Hinterradfederung unterdämpft
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 213 | kg |
| Radstand | 1.445 | mm |
| Länge | 2.185 | mm |
| Radstand | 1.445 | mm |
| Sitzhöhe: | 770 | mm |
| Höhe | 1.100 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2-Zylinder-Viertakt | |
| Hubraum | 744 | ccm |
| Hub | 74 | mm |
| Bohrung | 80 | mm |
| Kühlung | Luftgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 52 PS bei 6.200 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 4.900 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 342 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Doppelschleifenrahmen | |
| Federung vorne | Hydraulische Teleskopgabel, Ø 40 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zwei hydraulische Federbeine (Federweg 93)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90 - 18 | |
| Reifen hinten | 130/80 - 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Schwimmend gelagerte Bremsscheibe, 4-KolbenBremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 260 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Kleine, aber treue Fangemeinde
Was bleibt als Fazit? Die Moto Guzzi V7 findet sich in der Endabrechung in ungewohnter Nachbarschaft wieder: Ähnlich Choppern oder Supersportlern bedient die Guzzi eine relativ kleine Zielgruppe. Die Fans der Marke schätzen an ihr genau das, was andere als schrullig empfinden mögen.
Ein Motorrad wie dieses wird es niemals in die Top 10 der Zulassungsstatistik bringen. Das als Wert an sich zu begreifen, fällt bei der ungemein charakterstarken Moto Guzzi nicht schwer.
Das Testbike wurde uns von ZTS in Hamburg zur Verfügung gestellt.
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Harley-Davidson Low Rider S vs. Moto Guzzi V7 III – Vergleich & Kaufberatung
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach ganz unterschiedlichen Welten wirken, wird der Vergleich besonders spannend. Die Harley-Davidson Low Rider S steht für den klassischen amerikanischen Cruiser-Ansatz: kräftige Präsenz, ein markanter Motorcharakter und ein Fahrgefühl, das auf Gelassenheit und Durchzug setzt. Die Moto Guzzi V7 III dagegen verbindet Retro-Design mit einem eigenständigen italienischen Stil und einem Motor, der eher mit Charakter als mit Lautstärke im Kopf bleibt. Genau hier lohnt sich der Blick auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede – denn am Ende entscheidet nicht nur die Optik, sondern vor allem, wie sich die Werte der Motorräder im Alltag anfühlen.
Grundidee im Vergleich: Cruiser-Charakter vs. Retro-Alltag
Die Harley-Davidson Low Rider S ist im Kern ein Cruiser, der auf starke Beschleunigung und souveränes Dahingleiten ausgelegt ist. Die Moto Guzzi V7 III ist eher ein Motorrad für Menschen, die Retro mögen, aber trotzdem regelmäßig fahren wollen – mit einem Fahrstil, der sich leicht dosieren lässt und bei dem der Motor eine besondere Rolle spielt.
Beide Modelle sind nicht dafür gemacht, sich gegenseitig zu kopieren. Stattdessen zeigen sie, wie unterschiedlich „Genuss beim Fahren“ interpretiert werden kann: einmal mit dem Fokus auf Durchzug und Präsenz, einmal mit dem Fokus auf Balance, Alltagstauglichkeit und einem Motor, der sich wie ein Markenzeichen anfühlt.
Motor & Leistungsentfaltung: Wie sich die Werte im Alltag bemerkbar machen
Beim Motorvergleich geht es nicht nur um Zahlen, sondern darum, wie die Leistungsentfaltung und das Drehmomentverhalten zusammenarbeiten. Die Harley-Davidson Low Rider S wirkt in der Praxis oft wie ein „Schub-Motor“: Wenn die Drehzahl anliegt, fühlt sich der Vortrieb kräftig und direkt an. Das passt besonders gut zu Fahrten, bei denen zügiges Anfahren, Überholen oder das schnelle Aufbauen von Tempo im Vordergrund stehen.
Die Moto Guzzi V7 III spielt dagegen stärker die Karte „ruhig, aber lebendig“. Die Leistungswerte werden hier häufig so umgesetzt, dass sich das Motorrad in vielen Situationen entspannt fahren lässt. Statt ständig nach Drehzahl zu suchen, kann man oft mit einem gleichmäßigen Rhythmus unterwegs sein. Das ist angenehm auf Landstraßen, aber auch im Stadtverkehr, wo häufiges Beschleunigen und Abbremsen den Charakter eines Motorrads besonders sichtbar macht.
Stärken und Schwächen bei der Motor-Philosophie
- Harley-Davidson Low Rider S: Stärken liegen im kräftigen Vortrieb und im Gefühl von „Power auf Abruf“. Schwäche kann sein, dass der Fokus stärker auf Durchzug liegt und weniger auf ultrafeiner Dosierbarkeit bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten.
- Moto Guzzi V7 III: Stärken liegen in der gleichmäßigen Fahrbarkeit und dem charaktervollen Ansprechverhalten. Schwäche kann sein, dass wer maximale sportliche Dynamik erwartet, eher enttäuscht wird, weil der Fahrstil mehr auf Genuss als auf „Höchsttempo“ ausgelegt ist.
Fahrwerk & Handling: Stabilität vs. Leichtigkeit
Auch wenn beide Motorräder nicht als „Sportler“ gedacht sind, unterscheiden sich die Fahreindrücke deutlich. Die Harley-Davidson Low Rider S vermittelt häufig das Gefühl von Stabilität: Das Motorrad wirkt wie ein schwerer, souveräner Cruiser, der sich auf längeren Strecken wohlfühlt. Die Werte rund um Fahrwerksabstimmung und Geometrie unterstützen dieses Konzept – besonders dann, wenn die Straße fließt und man nicht ständig in engen Radien jonglieren muss.
Die Moto Guzzi V7 III setzt stärker auf ein ausgewogenes Handling. Die Kombination aus Gewichtsverteilung, Lenkgefühl und Fahrwerkssetup sorgt oft dafür, dass sich das Motorrad in Alltagssituationen leichter bewegt. Das macht es attraktiv für Strecken, auf denen man häufiger abbiegt, rangiert oder in wechselnden Geschwindigkeiten unterwegs ist.
Kurvenverhalten und Alltag
Im Vergleich zeigt sich: Die Low Rider S spielt ihre Stärken eher aus, wenn man zügig und stabil unterwegs ist. Die V7 III wirkt dagegen oft „handlicher“ im Alltag, ohne dabei den Charakter zu verlieren. Wer häufig in der Stadt fährt oder viele kurvige Abschnitte mit wechselnden Geschwindigkeiten hat, findet in der V7 III häufig den entspannteren Begleiter. Wer dagegen lange Strecken plant und ein Motorrad sucht, das sich wie ein fester Block anfühlt, wird mit der Low Rider S eher glücklich.
Bremsen & Sicherheit: Vertrauen in der Verzögerung
Bei den Bremsen zählt vor allem, wie gut die Verzögerung dosierbar ist und wie konstant sie sich über mehrere Situationen anfühlt. Die Harley-Davidson Low Rider S zielt auf ein sicheres, souveränes Bremsgefühl ab, das zu ihrem Cruiser-Ansatz passt. Die Moto Guzzi V7 III setzt ebenfalls auf kontrollierte Verzögerung, wirkt dabei aber häufig etwas „komfortorientierter“ in der Dosierung – besonders, wenn man im Alltag häufig bremsen muss.
Unterm Strich gilt: Beide Motorräder können im Alltag überzeugen. Der Unterschied liegt eher darin, wie die Bremsleistung zur Fahrphilosophie passt. Die Low Rider S wirkt dabei oft „direkter“ im sportlicheren Cruiser-Gefühl, während die V7 III eher auf gleichmäßige Kontrolle setzt.
Komfort & Ergonomie: Sitzposition entscheidet
Komfort ist bei Cruiser- und Retro-Motorrädern mehr als nur „bequem sitzen“. Entscheidend sind Sitzposition, Ergonomie und wie gut sich das Motorrad über längere Zeit führen lässt. Die Harley-Davidson Low Rider S bietet typischerweise eine Sitzhaltung, die dem Cruiser-Charakter entspricht: entspannter Oberkörper, Fokus auf ruhiges Fahren und eine Haltung, die man gerne einnimmt, wenn man nicht ständig „sportlich“ arbeiten will.
Die Moto Guzzi V7 III setzt auf eine ergonomische Balance, die häufig als alltagstauglich beschrieben wird. Gerade auf kürzeren bis mittleren Strecken kann das ein Vorteil sein, weil man sich schnell wohlfühlt und das Motorrad nicht „zu groß“ wirkt – auch wenn man nicht jeden Tag mit schweren Maschinen unterwegs ist.
Stärken und Schwächen im Komfort
- Low Rider S: Stärke ist das Cruiser-Feeling und die entspannte Haltung bei längeren Fahrten. Schwäche kann sein, dass die Sitzposition nicht für jeden Fahrstil gleich gut passt – besonders, wenn sehr aufrechte oder sehr sportliche Ergonomie bevorzugt wird.
- V7 III: Stärke ist die alltagstaugliche Balance und das schnelle Wohlfühlen. Schwäche kann sein, dass wer maximale „Langstrecken-Cruiser“-Bequemlichkeit im Sinne eines großen amerikanischen Setups sucht, eher zur Low Rider S greift.
Design & Charakter: Optik ist mehr als Deko
Beim Design sind beide Motorräder starke Statements. Die Harley-Davidson Low Rider S wirkt durch ihre typische amerikanische Formensprache besonders präsent. Die Moto Guzzi V7 III spielt mit Retro-Details und einem Stil, der sofort nach „italienischer Klassiker“ aussieht. Doch Design beeinflusst auch die Wahrnehmung der Technik: Man spürt den Unterschied, ob ein Motorrad eher auf „Show und Durchzug“ oder eher auf „zeitloser Klassiker und Alltag“ ausgelegt ist.
Wer Wert auf ein Motorrad legt, das man gerne vor der Tür stehen sieht und das auf Treffen sofort auffällt, findet in der Low Rider S oft den stärkeren visuellen Auftritt. Wer dagegen ein Motorrad möchte, das sich wie ein echter Klassiker anfühlt und dabei trotzdem regelmäßig genutzt werden soll, wird die V7 III häufig als stimmiger empfinden.
Wirtschaftlichkeit & Nutzung: Welche Werte zählen wirklich
Bei der Nutzung spielen Faktoren wie Kraftstoffverbrauch, Tankreichweite, Wartungsaufwand und die Frage eine Rolle, wie unkompliziert sich das Motorrad im Alltag betreiben lässt. Im Vergleich zeigt sich: Die Moto Guzzi V7 III wirkt oft als pragmatischer Begleiter, der sich gut in den Alltag integrieren lässt. Die Harley-Davidson Low Rider S ist ebenfalls alltagstauglich, aber der Charakter ist stärker auf „Fahren mit Anspruch“ ausgelegt – also auf Fahrten, bei denen man das Motorrad bewusst nutzt und nicht nur von A nach B hetzt.
Auch beim Thema Service und Werkstatt lohnt der Blick auf die Region: Verfügbarkeit, Ersatzteile und Erfahrungswerte können je nach Standort unterschiedlich sein. Das ist weniger ein Modell-Problem als ein Nutzungsfaktor, der in der Praxis oft wichtiger ist als einzelne technische Details.
Für wen passt welches Motorrad?
Der Vergleich wird am Ende klar, wenn man die eigenen Prioritäten kennt. Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders interessant, wenn ein Motorrad gesucht wird, das mit kräftigem Vortrieb, stabiler Cruiser-Anmutung und einem starken Auftritt überzeugt. Sie passt gut zu Fahrern, die gerne zügig unterwegs sind, längere Strecken mögen und ein Motorrad möchten, das sich wie ein Statement anfühlt.
Die Moto Guzzi V7 III ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das sich leicht in den Alltag einfügt, dabei aber trotzdem Charakter hat. Wer Retro-Optik mag, Wert auf ausgewogenes Handling legt und ein Motorrad sucht, das sich in vielen Situationen entspannt fahren lässt, findet in der V7 III häufig den stimmigeren Partner.
Typische Entscheidungsszenarien
- Mehr Spaß bei zügigem Cruiser-Fahren: eher Low Rider S.
- Mehr Alltag, kurze bis mittlere Strecken, entspanntes Handling: eher V7 III.
- Starker visueller Auftritt und Cruiser-Feeling: Low Rider S.
- Retro-Charme, pragmatische Nutzung und ausgewogene Balance: V7 III.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S und die Moto Guzzi V7 III verfolgen unterschiedliche Ideen von Fahrspaß. Die Low Rider S überzeugt vor allem durch ihren kräftigen Charakter und das Gefühl von Stabilität, das besonders bei zügigerem Cruiser-Fahren und längeren Strecken zur Geltung kommt. Wer ein Motorrad sucht, das Präsenz zeigt, Durchzug liefert und sich wie ein souveräner Cruiser anfühlt, trifft mit der Harley häufig die richtige Wahl.
Die Moto Guzzi V7 III punktet dagegen mit einem stimmigen Gesamtpaket aus Retro-Design, alltagstauglicher Ergonomie und einem Handling, das sich in vielen Situationen leicht und kontrolliert anfühlt. Wer regelmäßig fährt, kurze bis mittlere Strecken mag und ein Motorrad möchte, das sich unkompliziert in den Alltag einfügt, findet in der Guzzi oft den besseren Match.
Kurz gesagt: Low Rider S für Cruiser-Fans mit Fokus auf Durchzug und Auftritt, V7 III für alle, die Retro-Charme, Balance und entspanntes Fahren priorisieren.