| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 11.145 € | |
| Baujahr | von 2005 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- wunderschönes Retro-Design
- Sitzhöhe passt auch für kleinere Personen
- ordentliches Drehmoment
- herrlicher Twin-Sound
- einfache Bedienung
- zweifach analoges Cockpit
- für größere Piloten etwas zierlich
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 228 | kg |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Radstand | 1.450 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.100 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe mit Hubzapfenversatz | |
| Hubraum | 900 | ccm |
| Hub | 80 | mm |
| Bohrung | 85 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 65 PS bei 7.400 U/Min | |
| Drehmoment | 80 NM bei 3.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 185 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 354 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Stahlrohr-Schleifenrahmen | |
| Federung vorne | Ø41 mm Cartridge-Gabel (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Stereo-Federbeine (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-18 | |
| Reifen hinten | 150/70 R17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Brembo Doppelkolben-Schwimmsattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Nissin Doppelkolben-Schwimmsattel ( Ø 255 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Fazit - was bleibt hängen
Die Triumph Bonneville T100 Jahrgang 2021 ist ein durch und durch stimmiges Bike. Die Komponenten um den herrlichen 900er Twin sind super abgestimmt. Nichts überrascht oder wirkt unpassend. Wer glaubt, der 900 ccm Motor bietet zu wenig Leistung und daher zu 1200er Modellen von Triumph tendiert, der sollte unbedingt mal eine Probefahrt machen. Wir finden den kleinen Motor lässiger und für Retro-Bikes auch passender.Der Wettbewerb zur T100 kommt vor allem aus dem eigenen Haus: Die Street Twin und die Street Scrambler haben den gleichen Motor und sind in vielerlei Hinsicht ähnlich. So klassisch wie die T100 kommen sie aber nicht daher, wem also der Retro-Style wichtig ist, der ist bei dieser Bonnie goldrichtig. Als Alternative kommen unserer Meinung nach noch die Kawasaki W800, die Guzzi V7 und die Royal Enfield 650 Interceptor in Frage.
Die Testmaschine haben wir freundlicherweise von Triumph Hamburg zur Verfügung gestellt bekommen.
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Harley-Davidson Low Rider S vs. Triumph Bonneville T100 – Vergleich
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Triumph Bonneville T100, wird der Vergleich besonders spannend. Hier treffen ein klassischer US-Cruiser-Ansatz mit markantem Auftritt und kraftvollem Durchzug auf eine britische Retro-Interpretation, die auf Alltagstauglichkeit, Fahrbarkeit und zeitlosen Stil setzt. Beide Bikes machen Spaß – aber auf unterschiedliche Art. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Wie unterscheiden sich die beiden Modelle in ihrem Fahrgefühl, in der Art, wie sie sich im Alltag bewegen, und welche Stärken bzw. Schwächen sich aus den jeweiligen Eigenschaften ableiten lassen.
Erster Eindruck: Charakter und Design
Harley-Davidson Low Rider S
Die Low Rider S steht für Präsenz. Der Look ist klar auf „Cruiser“ getrimmt: tiefer, bulliger, mit einer Silhouette, die sofort nach Straße und Ausfahrt aussieht. Schon beim Anblick wird deutlich, dass das Motorrad nicht nur transportieren soll, sondern auch eine Haltung vermittelt. Der Sound und die Art, wie der Motor arbeitet, passen dazu: eher kernig und direkt, mit dem Gefühl, dass man nicht „irgendwie“ fährt, sondern spürbar vorankommt.
Triumph Bonneville T100
Die Triumph Bonneville T100 wirkt dagegen wie ein moderner Klassiker. Retro-Details, runde Formen und ein stimmiges Gesamtbild sorgen dafür, dass das Bike sowohl in der Stadt als auch auf Landstraßen gut aussieht. Der Charakter ist weniger „laut und massiv“, sondern mehr „smooth und kultiviert“. Die T100 vermittelt den Eindruck, dass sie sich wie ein Motorrad anfühlt, das man gern jeden Tag bewegt – ohne dass man ständig das Gefühl hat, man müsse es „ausfahren“.
Motor und Fahrgefühl: Durchzug vs. Alltagspower
Beim Vergleich der beiden Motorräder zeigt sich schnell: Die Low Rider S zielt stärker auf einen kraftvollen, spürbaren Vortrieb ab. Das merkt man besonders beim Anfahren und beim Beschleunigen aus niedrigeren Drehzahlen. Die Art, wie der Motor arbeitet, wirkt auf viele Fahrerinnen und Fahrer wie ein „Schub“, der das Bike souverän nach vorn zieht. Das ist ein klarer Vorteil, wenn häufig im Stadtverkehr oder auf kurvigen Strecken aus dem Stand bzw. aus dem Rollen heraus beschleunigt wird.
Die Bonneville T100 setzt dagegen stärker auf eine gleichmäßige Leistungsentfaltung. Das Fahrgefühl ist oft „harmonischer“: Gas geben fühlt sich kontrolliert an, und das Motorrad bleibt dabei gut beherrschbar. Gerade auf längeren Strecken oder bei wechselnden Geschwindigkeiten ist das angenehm, weil sich die T100 nicht wie ein Bike anfühlt, das ständig nach Drehzahl verlangt. Wer ein Motorrad sucht, das sich leicht in den Alltag integrieren lässt, findet hier eine passende Basis.
Sitzposition und Ergonomie: Cruiser-Lage vs. klassische Haltung
Ein großer Unterschied liegt in der Sitzposition. Die Low Rider S ist typischerweise auf eine Cruiser-Lage ausgelegt: der Körper wirkt entspannter, die Beine sind anders positioniert als bei klassischen Roadstern, und das Motorrad lädt dazu ein, die Fahrt „zu genießen“ statt ständig aktiv zu arbeiten. Das kann auf längeren Strecken sehr angenehm sein, wenn die Haltung zur eigenen Statur passt.
Die Bonneville T100 bietet eine eher klassische, ausgewogene Ergonomie. Sie fühlt sich oft so an, als würde sie zwischen Alltag und Tour vermitteln: nicht zu sportlich, aber auch nicht so „schwer“ in der Haltung wie manche Cruiser. Dadurch kann die T100 besonders dann punkten, wenn häufig zwischen Stadtverkehr, Landstraße und gelegentlichen Ausfahrten gewechselt wird.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Im Handling zeigen sich die typischen Stärken der jeweiligen Motorradphilosophie. Die Low Rider S wirkt häufig dann besonders stark, wenn sie „läuft“: Geradeaus und in flüssigen Passagen fühlt sie sich stabil an und vermittelt Vertrauen. In schnell gefahrenen Kurven oder bei dynamischer Fahrweise kann das Bike sehr souverän wirken – allerdings hängt das stark davon ab, wie die eigene Fahrtechnik zur Geometrie passt. Wer ein Motorrad bevorzugt, das eher mit Ruhe und Kraft arbeitet, wird hier viel Freude haben.
Die Triumph Bonneville T100 spielt ihre Stärken oft in Situationen aus, in denen es um Wendigkeit und spontane Richtungswechsel geht. Auf kurvigen Landstraßen kann die T100 dadurch sehr lebendig wirken. Gleichzeitig bleibt sie alltagstauglich, weil sie nicht „zickig“ reagiert, sondern gut dosierbar ist. Wer häufig in wechselndem Tempo fährt und dabei ein Motorrad möchte, das schnell auf Eingaben reagiert, findet in der T100 häufig den besseren Match.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Beim Thema Bremsen geht es weniger um „besser oder schlechter“, sondern um das Gefühl, das beim Verzögern entsteht. Die Low Rider S bringt durch ihren Cruiser-Ansatz oft eine direkte, kräftige Bremswirkung mit, die sich besonders dann gut anfühlt, wenn das Motorrad aus dem Vortrieb heraus kontrolliert werden soll. Das ist vor allem im Stadtverkehr und bei zügigen Beschleunigungsphasen ein Plus.
Die Bonneville T100 punktet häufig mit guter Dosierbarkeit. Gerade wenn es darum geht, sanft zu bremsen oder in Situationen mit wechselndem Grip die Kontrolle zu behalten, kann das ein Vorteil sein. Insgesamt wirkt die T100 so, als würde sie dem Fahrer ein ruhiges Sicherheitsgefühl geben – ohne dass man ständig „gegensteuern“ muss.
Komfort im Alltag: Stadt, Landstraße und längere Touren
Beide Motorräder können für längere Strecken genutzt werden, aber sie bringen unterschiedliche Komfort-Schwerpunkte mit. Die Low Rider S ist oft dann besonders angenehm, wenn die Fahrt mehr nach „Cruisen“ aussieht: gleichmäßiges Tempo, entspannte Passagen und das Gefühl, dass das Motorrad die Arbeit übernimmt. Wer viel im Stadtverkehr unterwegs ist, profitiert zusätzlich von der Art, wie der Motor den Alltag abdeckt – allerdings sollte man darauf achten, ob die Cruiser-Ergonomie zur eigenen Körpergröße und zum eigenen Fahrstil passt.
Die Bonneville T100 ist häufig die bessere Wahl, wenn der Alltag gemischt ist: kurze Strecken, längere Ausfahrten, gelegentliche Touren. Die T100 wirkt dabei oft wie ein Motorrad, das man nicht „für eine bestimmte Art von Fahrt“ braucht, sondern das einfach funktioniert. Gerade wenn häufig zwischen verschiedenen Geschwindigkeitsbereichen gewechselt wird, zeigt sich die Stärke der gleichmäßigen Fahrbarkeit.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Low Rider S – Stärken
- Starker, spürbarer Vortrieb für souveräne Beschleunigung aus dem unteren Bereich.
- Präsenz und Sound – das Motorrad macht optisch und akustisch Eindruck.
- Stabile Fahrweise in flüssigen Passagen, oft sehr vertrauensvoll.
- Alltagstauglichkeit durch kraftvolle Motorcharakteristik.
Harley-Davidson Low Rider S – Schwächen
- Ergonomie ist nicht für alle gleich ideal: Cruiser-Haltung kann polarisieren.
- Agilität wirkt stärker „cruiser-typisch“ als „sportlich-leicht“ – je nach Fahrstil.
- Für sehr dynamische, enge Manöver kann die Charakteristik weniger „spielerisch“ wirken.
Triumph Bonneville T100 – Stärken
- Ausgewogenes Fahrgefühl mit gut dosierbarer Leistungsentfaltung.
- Retro-Charme mit moderner Alltagstauglichkeit.
- Oft sehr angenehme Handhabung bei wechselnden Streckenprofilen.
- Komfort für gemischte Einsätze – Stadt bis Landstraße.
Triumph Bonneville T100 – Schwächen
- Weniger „massiver Schub“ als bei einem Cruiser-Ansatz – wer maximalen Punch sucht, könnte das als Unterschied spüren.
- Charakter ist eher kultiviert als „roh“ – nicht jeder mag diesen Stil.
- Für Fans von sehr tiefer Cruiser-Lage ist die Sitzposition eventuell weniger „genau richtig“.
Welches Motorrad passt besser? (Empfehlungen nach Fahrprofil)
Die Entscheidung zwischen Harley-Davidson Low Rider S und Triumph Bonneville T100 hängt vor allem davon ab, welche Art von Motorradgefühl gesucht wird. Wer ein Bike möchte, das sich wie ein Statement anfühlt, mit kraftvollem Vortrieb und Cruiser-typischer Ruhe, trifft mit der Low Rider S oft die richtige Wahl. Sie ist besonders passend für Fahrten, bei denen das Motorrad nicht nur „von A nach B“ bringt, sondern bei denen der Weg selbst im Vordergrund steht – mit viel Präsenz und spürbarer Kraft.
Die Triumph Bonneville T100 ist dagegen häufig die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das sich unkompliziert in den Alltag einfügt und dabei auf Landstraßen genauso überzeugt wie in der Stadt. Der Fokus liegt auf Fahrbarkeit, Dosierbarkeit und einem stimmigen Gesamtpaket aus Retro-Design und moderner Handhabung. Wer ein Motorrad bevorzugt, das sich leicht bewegt und sich nicht auf eine einzige Art von Fahrt festlegt, wird sich mit der T100 wohler fühlen.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die richtige Wahl für alle, die einen klaren Cruiser-Charakter suchen: viel Präsenz, spürbaren Vortrieb und ein Fahrgefühl, das Stabilität und Durchzug in den Vordergrund stellt. Besonders passend ist sie für Fahrten, bei denen das Motorrad vor allem Kraft und „Cruising-Vibes“ liefern soll – und wenn die Cruiser-Ergonomie zur eigenen Statur passt.
Die Triumph Bonneville T100 empfiehlt sich vor allem dann, wenn ein Motorrad für gemischte Einsätze gesucht wird: Stadt, Landstraße und gelegentliche Touren sollen sich gleichermaßen gut anfühlen. Die T100 punktet mit ausgewogener Fahrbarkeit, gut dosierbarer Leistung und einem Gesamtpaket, das sich unkompliziert und angenehm steuern lässt. Wer einen modernen Klassiker mit alltagstauglichem Charakter bevorzugt, findet in der Bonneville T100 meist die stimmigere Wahl.