UVP 23.190 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
UVP 13.250 €
Baujahr von 2016 bis 2021
Der Power-Cruiser mit dem 117er Milwaukee-Eight im Test
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Katze für die lange Tour
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Pro und Kontra

Pro:
  • brachialer Motor
  • brachialer Sound
  • brachiales Motorrad-Erlebnis
  • brachiale Emotionen
Kontra:
  • Sitzposition nicht für jedermann
  • schwer
Pro:
  • Leistung und Drehmoment
  • Leichte Bedienung
  • Verarbeitung
  • Tourentauglichkeit
Kontra:
  • Preis
  • Nicht sonderlich handlich

Abmessungen & Gewicht

Gewicht308kg
Radstand1.615mm
Länge2.355mm
Radstand1.615mm
Sitzhöhe: 710 mm
Höhe1.160mm
Gewicht241kg
Radstand1.540mm
Länge2.150mm
Radstand1.540mm
Sitzhöhe: 830 mm
Höhe1.330mm

Motor

Motor-BauartMilwaukee-Eight V2
Hubraum1.923ccm
Hub114mm
Bohrung104mm
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge6
Motor-Bauart3-Zylinder-12V-DOHC-Reihenmotor
Hubraum1.050ccm
Hub71mm
Bohrung79mm
Kühlungflüssig
AntriebX-Ring-Kette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung106 PS bei 5.020 U/Min
Drehmoment168 NM bei 3.500 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite338km
Leistung126 PS bei 9.475 U/Min
Drehmoment106 NM bei 7.000 U/Min
Höchstgeschw.220km/h
Tankinhalt20Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite385km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vorneShowa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 112)mm
Aufhängung hintenDreieckschwinge
Reifen vorne110/90 B19 62 H
Reifen hinten180/70 B16 77H
RahmenbauartDoppelrohr-Brückenrahmen
Federung vorne43 mm Showa Upside Down-Gabel mit einstellbarer Vorspannung und Druckstufendämpfung (Federweg 140)mm
Federung hintenShowa Monoshock mit einstellbarer Vorspannung und Zugstufendämpfung (Federweg 155)mm
Aufhängung hintenLeichtmetall-Einarmschwinge mit exzentrischem Kettenspannmechanismus
Reifen vorne120/70 ZR17
Reifen hinten180/55 ZR17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm)
Bremsen vorneSchwimmend gelagerte Doppelbremsscheibe, Nissin 4-Kolben-Radialsättel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Nissin Doppelkolben-Bremssattel ( Ø 255 mm)

Fazit

Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.
 
Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 22.795€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 15.000€
  • Baujahre: seit 2017
  • Farben: Grau, Rot, Blau, Schwarz

Fazit - was bleibt hängen

Nicht missverstehen: Sie kann das mit dem Touren, aber das ist eigentlich nicht ihr Wesen. Jedes Adventure-Bike ist ein Kompromiss, die Triumph tendiert eindeutig in Richtung Sport. Zusammen mit dieser gewissen Leichtigkeit von Bedienung und dem ganzen Fahrverhalten macht sie es selbst weniger geübten Tourenfahrern einfach, die Welt entspannt zu erkunden. Und dennoch wären diese nicht die geeigneten Piloten der Tiger. 
Die Vorzüge der Triumph genießt am besten der Biker, der sportlich fahren will. Alles andere ist für die Großkatze, denn trotz des guten Drehmoments animiert die Triumph Tiger 1050 Sport eher dazu, die Fußrasten in Richtung Teer zu schicken, statt mit dem serienmäßigen Tempomaten durch die Gegend zu gondeln. 
Für die Stadt ist sie ebenfalls nicht die erste Wahl, das fängt schon mit dem breiten Lenker an und hört mit der Verkleidung nicht auf.
Wer den Tiger und Sport will, im Eiltempo zum Ziel und da jede Menge Spaß haben - bitte sehr, die Triumph steht bereit.

Das Testmotorrad wurde uns freundlicher Weise von Motorrad Ruser zur Verfügung gestellt. Sie ist dort als gebrauchtes Modell für 9.990 Euro käuflich zu erwerben.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 12.600 Euro
  • Gebraucht (2 Jahre alt): 9.500 Euro 
  • Baujahre: seit 2007 (Tiger 1050)
  • Farben: Matt-Schwarz, Aluminium-Silber

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Harley-Davidson Low Rider S vs. Triumph Tiger Sport 1050: Welches Motorrad passt besser?

Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Welten verkörpern, wird ein Vergleich besonders spannend. Die Harley-Davidson Low Rider S steht für den klassischen Cruiser-Charakter: kraftvoll, direkt und mit einem unverwechselbaren Auftritt. Die Triumph Tiger Sport 1050 dagegen bewegt sich im sportlich orientierten Touring-Segment und zielt auf vielseitige Einsätze ab – von flotten Ausfahrten bis zu längeren Strecken. Genau hier lohnt sich der Blick auf die Unterschiede: Wie wirken sich Motor, Fahrwerk, Ergonomie und Ausstattung im Alltag aus? Und wo liegen die Stärken – aber auch die Grenzen?

Grundcharakter: Cruiser-Feeling vs. sportliches Touring

Die Harley-Davidson Low Rider S ist ein Motorrad, das man nicht „nebenbei“ fährt. Der Motorcharakter ist spürbar präsent, die Sitzposition wirkt bewusst gewählt und das Gesamtgefühl ist eher „kraftvoll und gelassen“ als „hochdrehzahl-orientiert“. Wer gern mit Drehmoment arbeitet, lange Strecken entspannt angehen möchte und den Look eines Cruisers liebt, findet hier schnell den richtigen Ton.

Die Triumph Tiger Sport 1050 verfolgt dagegen einen anderen Ansatz: Sie ist sportlich genug, um Kurven dynamisch zu nehmen, bleibt aber gleichzeitig alltagstauglich. Das Motorrad fühlt sich so an, als sei es für wechselnde Anforderungen gemacht – Stadt, Landstraße und längere Touren. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur für eine bestimmte Art von Fahrt „funktioniert“, sondern flexibel bleibt, wird die Tiger Sport 1050 besonders interessant finden.

Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Fahrgefühl unterscheidet

Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Low Rider S spielt ihre Stärken vor allem über den Charakter des Motors aus. Die Kraft steht spürbar an, und das Motorrad lässt sich häufig ohne ständiges Hochdrehen zügig bewegen. Das macht das Fahren im Alltag angenehm, weil man weniger „arbeiten“ muss, um Tempo aufzubauen.

Die Tiger Sport 1050 wirkt dagegen insgesamt „sportlicher im Zugriff“. Der Antrieb unterstützt dynamisches Fahren, und das Motorrad lädt dazu ein, die Gänge sauber zu nutzen und das Potenzial im Bereich der Drehzahlen auszuschöpfen. Wer gern zügig beschleunigt, häufig wechselt zwischen sportlicher Linie und entspanntem Cruisen, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket.

Stärken und Schwächen im Antriebskonzept

  • Low Rider S: Stärken liegen im kraftvollen, direkten Ansprechverhalten und im entspannten Fahrstil. Schwäche kann sein, dass der Fokus weniger auf „sportlicher Drehzahlorgie“ liegt – wer maximal sportliche Dynamik sucht, muss sich bewusst sein, dass der Cruiser-Ansatz anders tickt.
  • Tiger Sport 1050: Stärken liegen in der sportlich nutzbaren Leistungsentfaltung und der Vielseitigkeit. Schwäche kann sein, dass der „Cruiser-Vibe“ weniger im Vordergrund steht – wer vor allem den klassischen Harley-Charakter sucht, wird eher woanders glücklich.

Fahrwerk und Handling: Stabilität, Kurvengefühl und Alltag

Beim Fahrwerk zeigt sich ein klarer Unterschied in der Philosophie. Die Low Rider S vermittelt ein Gefühl von Stabilität und Ruhe. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man kontrolliert bewegt und bei dem der Fahrer das Tempo eher „setzt“, statt ständig gegen das Motorrad zu arbeiten. In flotten Passagen bleibt sie dabei souverän, aber sie ist nicht darauf optimiert, sich wie ein kompromissloses Sportbike zu verhalten.

Die Tiger Sport 1050 ist spürbar auf agiles Handling ausgelegt. Gerade in Kurven und bei Richtungswechseln zeigt sich, dass das Motorrad für sportliches Fahren gebaut ist, ohne den Touring-Gedanken komplett zu verlieren. Das macht sie besonders interessant für Strecken, auf denen sich Kurven, Tempo und Fahrbahnbeschaffenheit ständig abwechseln.

Kurven und Fahrbahn: Wo die Unterschiede im Alltag sichtbar werden

Auf kurvigen Landstraßen kann die Tiger Sport 1050 ihre sportliche Auslegung leichter ausspielen. Die Low Rider S bleibt zwar gut beherrschbar, wirkt aber eher wie ein Cruiser, der Kurven „mitnimmt“, statt sie maximal sportlich zu attackieren. Wer häufig lange Strecken fährt und dabei ein ruhiges, souveränes Gefühl bevorzugt, wird die Harley oft als entspannter empfinden. Wer dagegen gern dynamisch fährt und das Motorrad aktiv in die Linie bringt, wird die Triumph als passender erleben.

Ergonomie und Sitzposition: Komfort vs. sportliche Ausrichtung

Die Ergonomie ist ein entscheidender Punkt, weil sie den Unterschied zwischen „macht Spaß“ und „macht auf Dauer Freude“ ausmachen kann. Die Low Rider S bietet eine Sitzposition, die typisch Cruiser ist: eher entspannt, mit einem Fokus auf Kontrolle und Wohlgefühl. Das kann auf längeren Strecken angenehm sein, vor allem, wenn man nicht ständig in eine sehr sportliche Haltung wechseln möchte.

Die Tiger Sport 1050 ist dagegen sportlich orientiert. Die Sitzhaltung unterstützt dynamisches Fahren und wirkt so, als sei sie für zügige Ausfahrten gemacht. Für viele Fahrer ist das ein guter Kompromiss: genug Komfort für längere Fahrten, aber gleichzeitig die Haltung, die man auch bei flotterem Tempo gern einnimmt.

Stärken und Schwächen bei der Ergonomie

  • Low Rider S: Stärken sind der Cruiser-Komfort und das entspannte Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass die sportliche Aktivität in Kurven weniger im Vordergrund steht.
  • Tiger Sport 1050: Stärken sind die sportlich unterstützende Sitzposition und die schnelle „Fahrbereitschaft“. Schwäche kann sein, dass manche Fahrer die Haltung bei sehr langen, entspannten Touren als weniger „laid-back“ empfinden.

Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen beim Tempo

Beim Thema Bremsen und Fahrstabilität zeigt sich im Vergleich vor allem, wie die Motorräder ihre jeweilige Fahrphilosophie absichern. Die Low Rider S vermittelt beim Bremsen ein Gefühl von Kontrolle und Ruhe. Sie ist darauf ausgelegt, das Tempo souverän zu managen – besonders dann, wenn man nicht ständig maximal sportlich unterwegs ist.

Die Tiger Sport 1050 wirkt in schnellen Situationen insgesamt „sportlicher“ im Gesamtpaket. Das Motorrad unterstützt zügiges Fahren und gibt beim Bremsen das Vertrauen, das man braucht, um auch in dynamischen Passagen sicher zu bleiben. Gerade auf Strecken mit vielen Kurven und häufigen Tempowechseln spielt das seine Vorteile aus.

Ausstattung und Alltag: Was im Alltag wirklich zählt

Im Alltag entscheidet nicht nur die reine Performance, sondern auch die Ausstattung und das, was man während der Fahrt spürt: Windschutz, Bedienbarkeit, Übersichtlichkeit und das Gefühl, dass das Motorrad für verschiedene Situationen gemacht ist. Die Low Rider S punktet vor allem mit dem Cruiser-typischen Gesamtgefühl und einem klaren Fokus auf Fahrspaß. Wer gern „einfach fährt“ und den Charakter des Motorrads im Vordergrund sieht, wird das als Vorteil empfinden.

Die Tiger Sport 1050 ist stärker auf Allround-Einsatz ausgelegt. Das zeigt sich besonders dann, wenn die Tour nicht nur aus einer Art Strecke besteht. Wer häufig unterwegs ist, zwischen entspanntem Fahren und sportlicherem Tempo wechselt und dabei ein Motorrad möchte, das sich schnell anpasst, findet hier eine überzeugende Basis.

Stärken und Schwächen in der Praxis

  • Low Rider S: Stärken liegen im emotionalen Charakter, im souveränen Cruiser-Gefühl und in der angenehmen Art, Tempo aufzubauen. Schwäche kann sein, dass sie weniger „Touring-Tool“ ist, wenn man sehr viel Wert auf sportliche Vielseitigkeit legt.
  • Tiger Sport 1050: Stärken liegen in der sportlich-touringorientierten Auslegung und der Flexibilität. Schwäche kann sein, dass der klassische Cruiser-Look und das Harley-typische Fahrgefühl nicht im gleichen Maße getroffen werden.

Welches Motorrad ist die bessere Wahl? (Vergleich der Zielgruppen)

Die Frage „welches ist besser?“ lässt sich am Ende nur beantworten, wenn klar ist, welcher Fahrstil und welche Prioritäten im Vordergrund stehen. Die Harley-Davidson Low Rider S ist besonders passend für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich wie ein Statement anfühlt: kraftvoll, charakterstark und mit einem Fahrgefühl, das nicht auf maximale Sportlichkeit reduziert ist. Sie eignet sich besonders für Touren, bei denen das Tempo angenehm fließt und der Genuss im Vordergrund steht.

Die Triumph Tiger Sport 1050 ist dagegen die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad möchten, das sportlich genug ist, um Kurven dynamisch zu fahren, aber gleichzeitig für längere Strecken und wechselnde Anforderungen taugt. Wer häufig unterschiedliche Strecken fährt und dabei ein Motorrad bevorzugt, das sich schnell anpasst, wird die Triumph als sehr stimmig erleben.

Fazit:

Die Harley-Davidson Low Rider S ist die richtige Wahl, wenn der Fokus auf Cruiser-Charakter, kraftvollem Ansprechverhalten und einem souveränen, eher entspannten Fahrgefühl liegt. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die emotionalen Stil und kontrollierte Fahrfreude suchen und weniger darauf aus sind, das Motorrad maximal sportlich auszureizen. Die Triumph Tiger Sport 1050 empfiehlt sich dagegen, wenn sportliches Handling, vielseitige Einsatzmöglichkeiten und ein dynamischer Zugriff auf Leistung im Vordergrund stehen. Wer häufig kurvige Strecken fährt, zwischen entspanntem Cruisen und flotterem Tempo wechselt und dabei ein alltagstaugliches Touring-Gefühl möchte, findet in der Tiger Sport 1050 den besseren Match. Kurz gesagt: Cruiser-Liebe und Charakter sprechen für die Low Rider S – sportliche Vielseitigkeit und aktives Fahren sprechen für die Tiger Sport 1050.

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