| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 20.094 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2021 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Komfort
- Verarbeitung
- Durchzugskraft
- Langstreckentauglichkeit
- Gewicht
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 275 | kg |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Länge | 2.230 | mm |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 1.450 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 1.298 | ccm |
| Hub | 66 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 144 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 134 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 25 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Rahmenbauart | Brücken | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
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Harley-Davidson Low Rider S vs. Yamaha FJR 1300 AE: Motorradvergleich für Cruiser- und Tour-Fans
Wer zwischen Harley-Davidson Low Rider S und Yamaha FJR 1300 AE schwankt, steht vor einer spannenden Entscheidung: Auf der einen Seite steht ein markanter Cruiser mit eigenem Stil und einem Motor, der sich nach Harley anfühlt. Auf der anderen Seite bietet die Yamaha FJR 1300 AE den Ansatz eines Sporttourers, der auf Komfort, Reichweite und Alltagstauglichkeit ausgelegt ist. Beide Motorräder können begeistern – aber sie spielen ihre Stärken in unterschiedlichen Szenarien aus.
Grundidee der beiden Motorräder: Charakter statt Kompromiss
Harley-Davidson Low Rider S: Cruiser-Feeling mit klarer Handschrift
Die Harley-Davidson Low Rider S setzt auf den klassischen Cruiser-Ansatz: eine entspannte, markant wirkende Sitzposition, ein kräftiger Motorcharakter und ein Fahrgefühl, das eher „genießen“ als „optimieren“ will. Das Motorrad wirkt wie gemacht für Fahrten, bei denen der Weg das Ziel ist – mit einem Sound und einer Präsenz, die man nicht überhört.
Yamaha FJR 1300 AE: Sporttourer für lange Strecken
Die Yamaha FJR 1300 AE verfolgt einen anderen Weg: Sie ist als Touring-Maschine gedacht, die auch bei längeren Etappen Ruhe ins Fahrgefühl bringt. Der Fokus liegt auf Stabilität, Windschutz und einer Ausstattung, die den Alltag erleichtert. Wer häufig unterwegs ist, profitiert von der Art, wie die FJR 1300 AE Strecke „wegarbeitet“ – ohne dass man ständig gegen Müdigkeit ankämpfen muss.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Im Vergleich zeigt sich ein deutlicher Unterschied in der Art, wie die beiden Maschinen Kraft bereitstellen. Die Harley-Davidson Low Rider S wirkt in der Praxis oft „direkter“ und betont den Drehmoment-Charakter. Das macht sie besonders attraktiv, wenn Beschleunigung aus dem Stand oder aus niedrigen Drehzahlen heraus eine große Rolle spielt. Das Fahrgefühl ist dabei weniger auf fein dosierbare Dynamik ausgelegt, sondern mehr auf den typischen Cruiser-Flow.
Die Yamaha FJR 1300 AE spielt ihre Stärken dagegen bei gleichmäßigem Tempo und auf längeren Strecken aus. Der Motor unterstützt das Konzept des Sporttourers: gleichmäßige Leistung, gute Durchzugskraft und ein Fahrstil, der sich auch bei hoher Kilometerzahl nicht „anstrengend“ anfühlt. Während die Harley eher Emotion und Charakter in den Vordergrund stellt, wirkt die FJR 1300 AE wie ein Werkzeug, das für Touren optimiert wurde.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Fahrwerk zeigt sich die Ausrichtung beider Motorräder. Die Harley-Davidson Low Rider S vermittelt ein souveränes Cruiser-Gefühl, das auf ruhiges Gleiten und kontrollierte Linienführung setzt. In Kurven kann sie durchaus Spaß machen, aber die Abstimmung zielt eher auf „entspanntes“ Fahren als auf maximale sportliche Präzision.
Die Yamaha FJR 1300 AE ist im Vergleich klar auf Stabilität und Langstreckenkomfort getrimmt. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten und wechselnden Bedingungen wirkt sie wie ein sehr verlässlicher Reisebegleiter. Das Handling ist dabei nicht nur auf Kurven ausgelegt, sondern auf das Gesamtpaket: Geradeauslauf, Rückmeldung und die Fähigkeit, auch nach vielen Stunden noch kontrolliert zu bleiben.
Sitzposition und Ergonomie: Cruiser-Look oder Tour-Komfort?
Ein zentraler Unterschied liegt in der Sitzposition. Die Harley-Davidson Low Rider S bietet eine Haltung, die zum Cruiser-typischen Fahrstil passt: eher entspannt, mit Blick auf eine angenehme Körperhaltung bei kürzeren bis mittleren Strecken. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist oder gern „gemütlich“ fährt, wird die ergonomische Ausrichtung schnell zu schätzen wissen.
Die Yamaha FJR 1300 AE ist dagegen auf Touring ausgelegt. Die Sitzposition unterstützt längere Fahrten, und der Windschutz spielt eine größere Rolle. Dadurch sinkt die Belastung, die bei langen Autobahn- oder Landstraßenetappen sonst schnell spürbar wird. Wer regelmäßig weite Strecken fährt, profitiert von dieser Ausrichtung deutlich.
Ausstattung und Elektronik: Komfort-Features im Vergleich
Im Alltag machen Unterschiede in der Ausstattung oft den größten Unterschied. Die Yamaha FJR 1300 AE punktet im Vergleich typischerweise mit einem Touring-orientierten Paket: Komfortfunktionen, die das Fahren leichter machen, und eine Elektronik, die auf Sicherheit und Alltagstauglichkeit abzielt. Gerade bei wechselnden Bedingungen oder wenn die Strecke länger wird, wirkt das wie ein „zweiter Fahrer“, der mitdenkt.
Die Harley-Davidson Low Rider S setzt stärker auf das Wesentliche: Fahrgefühl, Stil und den direkten Kontakt zur Straße. Das bedeutet nicht, dass sie „weniger“ wäre – aber der Schwerpunkt liegt weniger auf dem maximalen Touring-Komfort und mehr auf dem Charakter des Motorrads. Wer Technik-Funktionen als Priorität sieht, wird die FJR 1300 AE vermutlich als klaren Vorteil empfinden.
Windschutz und Alltagstauglichkeit: Wer profitiert auf langen Strecken?
Beim Thema Windschutz zeigt sich die unterschiedliche Philosophie. Die Yamaha FJR 1300 AE ist als Sporttourer gebaut, um den Fahrer bei höheren Geschwindigkeiten zu entlasten. Das wirkt sich besonders auf längeren Strecken aus: weniger „Windstress“, mehr Konzentration auf die Straße und ein insgesamt entspannteres Fahrgefühl.
Die Harley-Davidson Low Rider S kann natürlich auch längere Strecken fahren, aber sie fühlt sich eher nach „Fahrt mit Pausen“ an. Wer Touren plant, bei denen der Genuss im Vordergrund steht und man gern stoppt, wird mit der Harley sehr glücklich. Wer dagegen möglichst viele Kilometer am Stück zurücklegen möchte, wird die FJR 1300 AE als komfortabler erleben.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Harley-Davidson Low Rider S
- Charakter und Sound: Cruiser-Feeling, das sofort erkennbar ist.
- Drehmomentorientiertes Fahrgefühl: macht Spaß beim entspannten Beschleunigen.
- Stil und Präsenz: wirkt besonders im Stadt- und Landstraßenalltag.
Schwächen bzw. Grenzen der Harley-Davidson Low Rider S
- Touring-Komfort nicht im Fokus: weniger „Langstrecken-Entlastung“ als bei der FJR.
- Agilitätsanspruch: wer sportlich „spitz“ fahren will, könnte die Ausrichtung als weniger kompromisslos empfinden.
Stärken der Yamaha FJR 1300 AE
- Komfort auf langen Strecken: Windschutz und Touring-Setup zahlen sich aus.
- Verlässlichkeit: stabil und berechenbar, besonders bei längeren Etappen.
- Ausstattung und Elektronik: unterstützt den Fahrer im Alltag und auf Reisen.
Schwächen bzw. Grenzen der Yamaha FJR 1300 AE
- Charakter anders als Cruiser: weniger „rohe“ Emotion, mehr „Touring-Tool“.
- Fahrgefühl: wer den direkten Cruiser-Drive sucht, könnte die FJR als zu „geordnet“ empfinden.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Entscheidung hängt weniger von „besser“ ab, sondern davon, wie gefahren wird. Die Harley-Davidson Low Rider S passt besonders gut zu Fahrern, die Wert auf Stil, Sound und ein kraftvolles Cruiser-Gefühl legen. Sie ist ideal, wenn der Alltag, kurze bis mittlere Touren und das Erleben des Motorrads im Vordergrund stehen.
Die Yamaha FJR 1300 AE ist die bessere Wahl für alle, die regelmäßig längere Strecken fahren, viel Autobahn oder zügige Landstraßenetappen mögen und dabei Komfort sowie Ausstattung nicht missen wollen. Wer ein Motorrad sucht, das auch nach vielen Stunden noch souverän wirkt, wird mit der FJR 1300 AE sehr wahrscheinlich zufriedener sein.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die richtige Wahl, wenn Cruiser-Charakter, Sound und ein kraftvolles, drehmomentbetontes Fahrgefühl im Mittelpunkt stehen. Sie wirkt besonders dort stimmig, wo Fahrten eher genussorientiert sind und das Motorrad vor allem durch Präsenz und Emotion überzeugt. Ihre Grenzen liegen weniger in der Fahrbarkeit, sondern eher darin, dass der Touring-Komfort nicht so stark im Fokus steht wie bei der Konkurrenz.
Die Yamaha FJR 1300 AE spielt ihre Stärken vor allem auf langen Strecken aus: Windschutz, Touring-Ausrichtung und eine Ausstattung, die den Alltag erleichtert, machen sie zur klaren Empfehlung für regelmäßige Touren und entspannte Kilometer. Wer ein Motorrad sucht, das Komfort und Verlässlichkeit priorisiert, findet in der FJR 1300 AE den passenderen Begleiter.
Kurz gesagt: Cruiser-Fans mit Fokus auf Stil und Charakter greifen zur Low Rider S, Tourer mit Anspruch auf Langstreckenkomfort zur FJR 1300 AE.