| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 8.499 € | |
| Baujahr | von 2016 bis 2020 | |
Pro und Kontra
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
- Motor
- Verarbeitung
- Fahrkomfort
- Gesamtpaket
- Windschild klein
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 196 | kg |
| Radstand | 1.404 | mm |
| Länge | 2.138 | mm |
| Radstand | 1.404 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
| Höhe | 1.270 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 689 | ccm |
| Hub | 69 | mm |
| Bohrung | 80 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
| Leistung | 75 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 68 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 282 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 245 mm) | |
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
Einfach gut
Auch zum Schluss unser äußerst vergnüglichen Testkilometer bleibt das Fazit gleich: Dies ist ein gutes Motorrad. Alltagstauglich, auf Langstrecke nerven weder Winddruck noch ein extremer Kniewinkel, bequeme Sitzbank oder eine Bedienung, die Rätsel aufgibt.
Die Yamaha Tracer 700 fährt sich allseits locker, flockig und kontrolliert. Yamaha eben. Das gilt, auch dies dürfte wenig überraschend kommen, für die routinierte und hochwertige Verarbeitung.
Wer seine Tracer werkseitig aufrüsten will, der hat die Auswahl aus verschiedenen Zubehörangeboten und vier Paketen. Da reicht die Spanne vom größeren Windschild, Sportauspuff bis zu verschiedenen Behältern und Taschen. Dann allerdings ist Schluss mit günstig: Volle Ausstattung lässt den Preis auf mehr als 12.000 Euro steigen.
Das Testbike wurde uns von Tecius & Reimers in Hamburg zur Verfügung gestellt.
Extras:
Reise-Paket1248,95 €
Kofferset
Hohes Windschild
Komfortsitzbank
USB Anschluss im Cockpit
Wochenende-Paket772,95 €
ABS-Softtaschen
Hohes Windschild
Tankpad
USB Anschluss im Cockpit
Urban-Paket439,95 €
USB Anschluss im Cockpit
Gepäckbrücke
Top Case
Rückenlehne Sozius
Sport Paket419,95€
Kurzer Kennzeichenhalter
Kettenschutz
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Harley-Davidson Low Rider S vs Yamaha Tracer 700 – Vergleich
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Low Rider S und die Yamaha Tracer 700, wird der Vergleich besonders spannend. Die Low Rider S steht für den klassischen Harley-Ansatz: massiver Look, markanter Sound und ein Fahrgefühl, das eher nach Charakter als nach Effizienz klingt. Die Tracer 700 dagegen ist ein moderner Allrounder, der auf Alltag, Touren und eine entspannte, aber sportlich kontrollierte Fahrweise ausgelegt ist. Wer sich zwischen diesen beiden Welten entscheidet, sollte vor allem prüfen, welche Art von Fahrspaß im Alltag wirklich zählt.
Grundcharakter: Cruiser-Feeling vs. Tourer-Allround
Harley-Davidson Low Rider S: Präsenz und Drehmomentgefühl
Die Low Rider S ist ein Cruiser, der sich nicht versteckt. Das Motorrad wirkt breit, tief und bewusst „schwer“ im Auftritt. Genau daraus entsteht der typische Eindruck: Man sitzt nicht einfach nur auf einem Motorrad, man bewegt eine Maschine mit eigener Haltung. Im Fahrbetrieb zeigt sich das besonders beim Anfahren und beim Herausbeschleunigen aus Kurven: Der Fokus liegt auf dem kraftvollen, gleichmäßigen Vortrieb und auf dem Gefühl, dass der Motor „zieht“, statt nur zu drehen.
Yamaha Tracer 700: Agilität und Alltagstauglichkeit
Die Tracer 700 ist dagegen ein Motorrad, das sich schnell in den Alltag einfügt. Der Charakter ist klar tourenorientiert, aber nicht überladen. Die Sitzposition wirkt aufgeräumt und unterstützt eine kontrollierte Haltung, wodurch sich das Motorrad sowohl auf Landstraßen als auch auf längeren Strecken angenehm bewegt. Wer häufig pendelt oder Touren plant, profitiert von der Art, wie die Tracer 700 Tempo aufbaut und dabei stabil bleibt.
Sitzposition und Ergonomie: Wie sich die Motorräder „anfühlen“
Bei der Sitzposition trennt sich die Spreu schnell. Die Low Rider S setzt auf eine Cruiser-typische Haltung: Die Beine sind stärker angewinkelt, der Oberkörper wirkt entspannter, und das Motorrad lädt dazu ein, den Fahrtverlauf gelassen zu genießen. Das ist ein klarer Vorteil, wenn kurze Wege, Stadtfahrten oder gemütliche Landstraßenfahrten im Vordergrund stehen. Gleichzeitig kann diese Haltung bei sehr langen Tagen oder bei sportlicher Fahrweise weniger „neutral“ wirken als bei einem Tourer.
Die Tracer 700 bietet eine ergonomische Balance, die eher auf Vielseitigkeit ausgelegt ist. Die Sitzhaltung unterstützt eine aktive Fahrweise, ohne unbequem zu werden. Dadurch eignet sich das Motorrad besonders für Fahrer, die unterschiedliche Strecken fahren: von der schnellen Runde bis zur längeren Tour. Wer häufig unterwegs ist und nicht jedes Mal „umdenken“ möchte, findet hier meist den leichteren Einstieg.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Wendigkeit
Im Handling zeigen sich die Unterschiede zwischen Cruiser- und Tourer-Philosophie. Die Low Rider S vermittelt ein souveränes, ruhiges Fahrgefühl. Gerade bei gleichmäßigem Tempo und auf fließenden Strecken wirkt das Motorrad sehr präsent und stabil. In engen Situationen kann das Gewichtsempfinden jedoch stärker spürbar sein als bei leichteren, tourenorientierten Maschinen. Das ist kein Nachteil für alle, aber es beeinflusst, wie „leicht“ sich das Motorrad im Alltag anfühlt.
Die Tracer 700 spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo häufig gewechselt wird: Stadtverkehr, Landstraße mit vielen Richtungswechseln oder kurvige Abschnitte. Das Motorrad wirkt agiler und lässt sich oft intuitiver bewegen. Dazu kommt, dass die Tracer 700 durch ihre tourentaugliche Abstimmung auch bei längeren Fahrten nicht „kippt“: Das Fahrwerk bleibt berechenbar, und das Motorrad unterstützt eine saubere Linie.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen beim Verzögern
Beide Motorräder sind so ausgelegt, dass sie im Alltag sicher funktionieren. Dennoch unterscheiden sie sich in der Art, wie das Vertrauen entsteht. Die Low Rider S wirkt beim Bremsen eher wie ein Cruiser: stabil, kräftig und mit einem Gefühl von „Kontrolle durch Masse“. Wer vorausschauend fährt, profitiert von der ruhigen Dosierbarkeit. In Situationen mit häufigem Stop-and-go kann die Handhabung im Stadtverkehr jedoch stärker vom persönlichen Stil abhängen.
Die Tracer 700 zielt stärker auf präzises Ansprechen und kontrollierte Verzögerung. Gerade bei wechselnden Geschwindigkeiten und bei sportlicherer Gangart wirkt das Motorrad oft harmonischer in der Abstimmung. Für Fahrer, die gern dynamisch unterwegs sind oder häufig zwischen Autobahn, Landstraße und Stadt wechseln, ist das ein echter Pluspunkt.
Motor und Antrieb: Charakter, Drehmoment und Fahrbarkeit
Der größte Unterschied liegt im Motorcharakter. Die Low Rider S steht für den Harley-typischen Ansatz: Drehmoment und ein spürbares, „mechanisches“ Fahrgefühl. Das macht sie besonders attraktiv für alle, die nicht nur von A nach B wollen, sondern den Weg genießen. Beim Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlen wirkt das Motorrad besonders stimmig, weil es den Vortrieb nicht nur liefert, sondern auch „inszeniert“.
Die Tracer 700 ist dagegen auf gleichmäßige Fahrbarkeit und eine moderne Leistungsentfaltung ausgelegt. Sie fühlt sich oft dann besonders gut an, wenn man konstant fährt oder zügig überholt, ohne dass das Motorrad „zu viel“ verlangt. Das macht sie zu einer guten Wahl für Fahrer, die ein Motorrad möchten, das sich leicht in den Alltag integrieren lässt und auf Touren nicht anstrengend wird.
Windschutz und Verkleidung: Komfort auf längeren Strecken
Hier hat die Tracer 700 klare Vorteile. Durch die tourenorientierte Auslegung mit Windschutz und der generellen Verkleidungsphilosophie wird der Fahrtwind spürbar besser abgefangen. Das bedeutet weniger Ermüdung auf längeren Strecken und ein entspannteres Gefühl, wenn die Fahrtzeit steigt. Wer regelmäßig Autobahn oder zügige Landstraßen fährt, merkt den Unterschied schnell.
Die Low Rider S ist dagegen stärker auf den Cruiser-Look und das offene Fahrgefühl ausgelegt. Das kann auf kurzen bis mittleren Strecken sehr reizvoll sein, weil die Fahrt direkter wirkt. Auf sehr langen Autobahnabschnitten kann der fehlende bzw. geringere Windschutz jedoch stärker ins Gewicht fallen – nicht als „Problem“, aber als Unterschied im Komfortniveau.
Ausstattung und Alltag: Was im echten Leben zählt
Im Alltag entscheidet oft die Summe aus Komfort, Bedienbarkeit und praktischen Details. Die Tracer 700 ist als Tourer-Allrounder darauf ausgelegt, dass man sich schnell zurechtfindet und das Motorrad unkompliziert nutzen kann. Dazu passt auch die Art, wie sie sich im Alltag bewegt: leicht zu handeln, gutmütig im Tempo und verlässlich im Fahrgefühl.
Die Low Rider S punktet vor allem dort, wo Stil und Charakter gefragt sind. Sie ist ein Motorrad, das man gern fährt, weil es sich „besonders“ anfühlt. Gleichzeitig ist sie weniger auf maximale Tourenfunktion getrimmt, sondern eher auf den Genuss des Fahrens. Wer viel Wert auf eine offene, direkte Verbindung zur Straße legt, wird die Low Rider S besonders schätzen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Harley-Davidson Low Rider S
- Charakterstarkes Fahrgefühl mit spürbarem Drehmoment und „Cruiser-Identität“
- Präsenter Auftritt und ein Motorradgefühl, das nicht beliebig wirkt
- Stabile, ruhige Fahrweise bei gleichmäßigem Tempo
Schwächen bzw. Grenzen der Harley-Davidson Low Rider S
- Weniger tourenorientierter Komfort bei langen Autobahnfahrten durch geringeren Windschutz
- Handling im engen Alltag kann sich durch das Cruiser-Gefühl schwerer anfühlen
- Ergonomie ist stark vom Cruiser-Konzept geprägt und nicht für jeden Fahrstil gleich ideal
Stärken der Yamaha Tracer 700
- Allround-Tauglichkeit für Stadt, Landstraße und Touren
- Komfort durch Windschutz und entspannteres Langstrecken-Gefühl
- Agiles, kontrolliertes Handling bei wechselnden Streckenprofilen
Schwächen bzw. Grenzen der Yamaha Tracer 700
- Weniger „Cruiser-Inszenierung“ im Sinne von Sound- und Charakterfokus
- Tourer-Ansatz kann für Fans eines sehr direkten Cruiser-Feel weniger emotional wirken
- Stil und Optik sind Geschmackssache: Nicht jeder möchte einen funktionalen Tourer-Look
Welche Maschine passt zu welchem Fahrertyp?
Die Entscheidung hängt weniger von „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern davon, was im Alltag wirklich Freude macht. Die Low Rider S ist ideal für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das sich wie ein Statement anfühlt: mit starkem Charakter, ruhiger Stabilität und einem Fahrgefühl, das vor allem beim Beschleunigen und beim entspannten Cruisen überzeugt. Wer gern in einem eigenen Rhythmus fährt, wird hier besonders glücklich.
Die Tracer 700 ist die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad möchten, das viele Aufgaben abdeckt: Pendeln, Wochenendtouren, längere Fahrten mit weniger Ermüdung und ein Handling, das auch bei wechselnden Bedingungen leicht bleibt. Wer häufig unterwegs ist und dabei nicht jedes Mal Kompromisse bei Komfort und Kontrolle eingehen will, findet in der Tracer 700 meist die passendere Basis.
Fazit:
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die richtige Wahl, wenn der Fokus auf Cruiser-Charakter, Präsenz und einem kraftvollen, emotionalen Fahrgefühl liegt. Sie spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn entspanntes Cruisen, souveränes Vorankommen und ein Motorrad mit eigener Identität im Vordergrund stehen. Ihre Grenzen zeigen sich vor allem dort, wo maximaler Langstrecken-Komfort durch Windschutz und eine besonders leichte Alltagsbeweglichkeit gefragt sind.
Die Yamaha Tracer 700 überzeugt vor allem als vielseitiger Tourer-Allrounder: mit besserem Windschutz, agilerem Handling und einem Komfortniveau, das längere Strecken angenehmer macht. Wer ein Motorrad sucht, das sich unkompliziert für unterschiedliche Streckenprofile eignet und dabei kontrolliert bleibt, trifft mit der Tracer 700 meist die praktischere Entscheidung. Kurz gesagt: Low Rider S für Charakter und Cruiser-Genuss, Tracer 700 für Tourenkomfort und Allround-Fahrspaß.