| UVP | 20.900 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 14.750 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2023 | |
Pro und Kontra
- Motor mit Schmalz und Charakter
- Extrem gut ausgestattet inkl. semi-aktivem Fahrwerk
- Großes TFT-Touch-Cockpit mit Handyanbindung (inkl. Navi)
- Viel Platz für Fahrer & Beifahrer
- Eignet sich dank "Adaptive Ride Height" auch für kleinere Piloten
- Zuladung könnte höher ausfallen
- kurze Service-Intervalle
- kein Quick-Shifter erhältlich
- kein Kardan
- Bedienung erfordert Einarbeitung
- Motor
- Handling
- Bremsen
- Fahrwerk
- Qualitätsanmutung
- Optik
- fehlende Anzeigen für Benzinstand, Drehzahl und Gang
- Reisemöglichkeiten und Windschutz nicht auf GS-Niveau
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 258 | kg |
| Radstand | 1.585 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.585 | mm |
| Sitzhöhe: | 850-875 | mm |
| Höhe | 1.510 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.527 | mm |
| Länge | 2.175 | mm |
| Radstand | 1.527 | mm |
| Sitzhöhe: | 850 | mm |
| Höhe | 1.105 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V2 Revolution™ Max 1250 | |
| Hubraum | 1.252 | ccm |
| Hub | 72 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxer | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Öl-Luft | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 152 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 6.750 U/Min | |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 385 | km |
| Leistung | 110 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 321 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Dreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel, 47 mm, mit elektronisch einstellbarem semi-aktivem Dämpfungssystem (Federweg 191)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein mit automatischer elektronischer Einstellung der Federvorspannung und semi-aktiver Steuerung von Druckstufe und Zugstufe der Dämpfung (Federweg 191)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70R19 60 V | |
| Reifen hinten | 170/60R17 72 V | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Telegabel 43 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Paralever | |
| Reifen vorne | ZR | |
| Reifen hinten | ZR | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 265 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Mir gefällt die neue Pan America richtig gut. Vor allem die Optik hat es mir angetan. Die Maschine sieht aus wie ein V8-MuscleCar oder wie eine Lokomotive, die dann doch zum Motorrad wurde. Klar, dieses Bike polarisiert und gerade die Front wird nicht jedem zusagen. Aber lieber so als Einheitsbrei. Die Harley hat Charakter und ist auf 10 km sofort zu erkennen.Mit der Pan Am hat Harley nicht nur Mut bewiesen, sondern schon im 1. Wurf ein erstaunlich gutes Adventure-Bike auf die Beine gestellt. Sie wird sicher nicht gleich der GS den Rang ablaufen, aber wir sind uns sicher: Dieses Bike wird schon seine Käufer finden. Vielleicht sogar gerade die Reise-Enduro-Fraktion, die gerne einmal etwas anderes, etwas Besonderes fahren möchte. Gut gemacht, Harley!
Das Test-Bike wurde uns zur Verfügung gestellt von MTK, dem Harley-Davidson Vertragshändler in Kiel.
Fazit - was bleibt hängen
Betörend ist die Urban G/S ohne Frage. Unser Tester Markus ließ sich zur Anmerkung hinreißen, dass es in seinen Augen das derzeit schönste Motorrad auf dem Markt ist. Sie ist darüber hinaus ein typisches Boxer-Kind und von vorne bis hinten hochwertig verarbeitet. Wer nicht ständig zwischen Deutschland und der Mongolei pendelt, für den eignet sich die Urban G/S vielleicht sogar besser als eine normale GS, denn die Urban G/S ist handlicher und wiegt deutlich weniger.Das Testmotorrad wurde uns von Bergmann & Söhne in Pinneberg für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht genau dieses Bike als Vorführer und freut sich auf jeden Menge Probefahrer. Also, ab geht's nach Pinneberg bei Hamburg!
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Harley-Davidson Pan America 1250 Special vs. BMW R nineT Urban G/S – Vergleich
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach unterschiedlichen Welten wirken, wird der Vergleich besonders spannend. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special steht für große Reiseambitionen und ein Adventure-Setup, das auch längere Strecken souverän abspulen soll. Die BMW R nineT Urban G/S dagegen bringt den Charakter einer klassischen BMW-Interpretation in die moderne Stadt- und Landstraßenrealität: kompakt, markant und mit dem Anspruch, auch abseits des reinen Asphalt-Alltags Spaß zu machen.
Im Folgenden geht es darum, wie sich die beiden Modelle im direkten Vergleich schlagen: bei Fahrgefühl und Handling, bei Komfort und Ergonomie, bei Alltagstauglichkeit sowie bei der Frage, wie gut die jeweiligen Stärken auf unterschiedliche Streckenprofile passen.
Grundcharakter: Adventure-Reise vs. Urban-G/S-Philosophie
Die Pan America 1250 Special ist als großes Adventure-Motorrad gedacht. Das merkt man am Gesamtkonzept: Sie wirkt wie ein Motorrad, das für weite Touren gebaut ist und dabei auch dann noch Ruhe ausstrahlt, wenn die Strecke nicht perfekt vorbereitet ist. Die BMW R nineT Urban G/S verfolgt einen anderen Ansatz. Sie ist stärker auf den Mix aus Alltag, Landstraße und gelegentlichem Offroad-Feeling ausgelegt – ohne dabei den Fokus auf „große Reise“ komplett zu verlieren.
Damit ergeben sich typische Unterschiede: Während die Harley eher die Rolle des „Langstrecken-Kommandanten“ übernimmt, spielt die BMW ihre Stärken dort aus, wo Wendigkeit, Stil und ein direkteres Fahrgefühl gefragt sind.
Motor und Antrieb: Wie sich die Kraft im Alltag anfühlt
Beide Motorräder sind für kräftige Fahrleistungen bekannt, aber die Art, wie die Leistung ankommt, unterscheidet sich. Bei der Harley-Davidson Pan America 1250 Special steht häufig das entspannte, gleichmäßige Vorankommen im Vordergrund. Das macht sie besonders attraktiv, wenn längere Strecken mit konstantem Tempo gefahren werden oder wenn das Motorrad auch bei wechselndem Untergrund „einfach mitmacht“.
Die BMW R nineT Urban G/S wirkt im Vergleich oft unmittelbarer im Ansprechverhalten. Gerade im Stadtverkehr und auf kurvigen Landstraßen kann das den Unterschied machen: Man hat das Gefühl, schneller „im Takt“ zu sein und die Maschine präzise zu steuern. Das ist weniger ein Thema von reiner Spitzenleistung, sondern eher von Charakter und Dosierbarkeit.
Stärken und Schwächen im Antrieb
- Harley Pan America 1250 Special: Stärke in der gleichmäßigen Leistungsentfaltung und im entspannten Tourenmodus. Schwäche kann sein, dass das große Adventure-Gefühl nicht jedem liegt, der ein besonders leichtes, agiles Handling sucht.
- BMW R nineT Urban G/S: Stärke in der direkten Rückmeldung und dem „lebendigen“ Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass sie bei sehr langen, hochdynamischen Autobahnphasen oder bei schwerem Gepäck weniger „Reise-Ruhe“ ausstrahlt als die große Adventure-Schiene.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Handling zeigt sich der Unterschied zwischen beiden Konzepten besonders klar. Die Pan America 1250 Special ist auf Stabilität und kontrollierte Führung ausgelegt. Das hilft vor allem bei höheren Geschwindigkeiten, bei längeren Etappen und wenn die Fahrbahn nicht ganz sauber ist. Auch wenn es mal holprig wird, bleibt das Motorrad in der Regel gut berechenbar.
Die BMW R nineT Urban G/S spielt ihre Stärken eher in der Agilität aus. In engen Kehren, beim schnellen Richtungswechsel oder beim „zackigen“ Fahren auf Landstraßen wirkt sie oft handlicher. Das ist ein Vorteil, wenn das Motorrad nicht nur für die große Tour, sondern auch für spontane Ausfahrten genutzt wird.
Wie sich das auf verschiedene Strecken auswirkt
Auf langen Strecken punktet die Harley häufig mit dem Gefühl, dass sie „einfach trägt“ – man kommt entspannt voran. Auf kurvigen Strecken und im Alltag kann die BMW durch ihr agiles Handling mehr Fahrspaß erzeugen. Bei leichtem Offroad-Einsatz sind beide grundsätzlich geeignet, aber die Prioritäten sind unterschiedlich: Die Harley wirkt wie die Maschine, die eher für „mehr“ gemacht ist, während die BMW den Charakter „Urban G/S“ stärker ausspielt.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie bequem?
Ergonomie ist bei einem Motorradvergleich oft entscheidend, weil sie den Unterschied zwischen „macht Spaß“ und „macht auf Dauer Freude“ ausmacht. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special bietet typischerweise eine Sitzposition, die auf längere Fahrten ausgelegt ist. Das hilft besonders dann, wenn der Rücken über Stunden nicht ständig „gegenarbeitet“.
Die BMW R nineT Urban G/S wirkt im Vergleich oft etwas direkter und näher am Fahrer. Das kann sich auf kurzen bis mittleren Strecken sehr angenehm anfühlen, weil man das Motorrad intuitiv steuert. Für sehr lange Etappen hängt es stärker davon ab, wie die individuelle Körpergröße und der gewünschte Fahrstil zusammenpassen.
Komfort: Unterschiede, die man spürt
- Harley Pan America 1250 Special: Tendenz zu komfortorientierter Langstreckenwirkung. Schwäche: Das große Adventure-Setup kann sich im Stadtverkehr oder in engen Situationen „größer“ anfühlen.
- BMW R nineT Urban G/S: Tendenz zu direktem Fahrgefühl und guter Kontrolle. Schwäche: Bei sehr langen, gleichförmigen Strecken kann der Komfort stärker vom persönlichen Setup abhängen.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und „mal eben raus“
Im Alltag zählt, wie gut ein Motorrad im täglichen Rhythmus funktioniert. Die BMW R nineT Urban G/S spielt hier ihre Stärken aus: Sie wirkt oft leichter zu handeln, passt gut in den „Feierabend-Flow“ und macht Lust auf kurze Ausfahrten. Das Design und der Charakter unterstützen dabei das Gefühl, dass sie nicht nur für große Pläne gebaut ist.
Die Harley Pan America 1250 Special ist ebenfalls alltagstauglich, aber sie fühlt sich eher wie ein Motorrad an, das man bewusst aus dem Alltag herausnimmt, um eine Tour zu starten. Wer regelmäßig pendelt und dabei viel stop-and-go hat, wird die Harley möglicherweise als „mehr Motorrad“ erleben. Wer dagegen gerne auch spontan längere Strecken fährt, profitiert von der Adventure-typischen Ruhe.
Stärken im Vergleich: Was gewinnt in welchem Bereich?
Ein guter Vergleich zeigt nicht nur, wer „besser“ ist, sondern wo die Stärken liegen. Hier lassen sich die Unterschiede gut zusammenfassen:
Pan America 1250 Special – typische Vorteile
- Reisefokus: Sie wirkt wie gemacht für lange Etappen und wechselnde Streckenbedingungen.
- Stabilität: Das Fahrwerk und das Gesamtkonzept zielen auf kontrolliertes, sicheres Vorankommen.
- Komfort-Anspruch: Die Ergonomie unterstützt häufig eine entspannte Haltung über längere Zeit.
R nineT Urban G/S – typische Vorteile
- Agiles Handling: Besonders auf kurvigen Strecken und im Alltag kann die BMW sehr lebendig wirken.
- Direktes Fahrgefühl: Das Motorrad lässt sich oft präzise dosieren und wirkt „nah“ am Fahrer.
- Urban-Charakter: Sie passt gut zu einem Lifestyle-orientierten Fahrprofil, ohne den G/S-Spirit zu verlieren.
Schwächen: Wo sollte man genauer hinschauen?
Natürlich gibt es auch Punkte, die je nach Erwartung zum Stolperstein werden können. Bei der Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist es vor allem das „große Adventure-Paket“: Wer ein besonders leichtes, wendiges Motorrad sucht, könnte sich mit dem Gewicht und dem Gesamtkonzept weniger glücklich fühlen. Außerdem ist das Setup eher auf Touren ausgelegt – im reinen Stadtbetrieb kann das weniger „spielerisch“ wirken.
Bei der BMW R nineT Urban G/S liegt die mögliche Schwäche weniger im Können, sondern im Einsatzprofil: Wer sehr lange Strecken mit viel Gepäck oder einen stark reiseorientierten Stil bevorzugt, sollte genau prüfen, ob die Prioritäten der BMW (Agilität, direkter Charakter) zur eigenen Nutzung passen. Für viele ist das genau der Reiz – für andere eben nicht.
Für wen passt welches Motorrad?
Die Entscheidung hängt am Ende weniger von einzelnen Daten ab, sondern davon, wie das Motorrad sich im eigenen Alltag anfühlen soll. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die ein großes Adventure suchen: lange Touren, entspanntes Dahingleiten, Stabilität und ein Motorrad, das auch bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt.
Die BMW R nineT Urban G/S passt besonders gut, wenn der Fokus auf Alltag, Landstraße und einem lebendigen Fahrgefühl liegt. Wer gerne kurvige Strecken fährt, das Motorrad häufig im Alltag nutzt und dabei Wert auf einen markanten Charakter legt, findet in der BMW oft die passendere Wahl.
Fazit:
Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist die bessere Wahl für alle, die ein Adventure-Motorrad mit klarer Reise-DNA suchen: Sie spielt ihre Stärken vor allem bei langen Etappen, bei Stabilität und bei einem Komfortgefühl, das auch über Stunden trägt. Wer häufig Touren plant oder gern „einfach weiterfährt“, wird hier sehr wahrscheinlich glücklich.
Die BMW R nineT Urban G/S gewinnt eher dort, wo Agilität und Direktheit zählen: im Alltag, auf kurvigen Landstraßen und bei Fahrten, die nicht immer gleich „große Reise“ heißen. Sie ist ideal für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad möchten, das sich schnell anfühlt, präzise steuerbar ist und dabei trotzdem den G/S-Charakter mitbringt.
Kurz gesagt: Reise und Stabilität sprechen eher für die Harley – Alltag und lebendiges Handling eher für die BMW.