| UVP | 20.900 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 14.795 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2023 | |
Pro und Kontra
- Motor mit Schmalz und Charakter
- Extrem gut ausgestattet inkl. semi-aktivem Fahrwerk
- Großes TFT-Touch-Cockpit mit Handyanbindung (inkl. Navi)
- Viel Platz für Fahrer & Beifahrer
- Eignet sich dank "Adaptive Ride Height" auch für kleinere Piloten
- Zuladung könnte höher ausfallen
- kurze Service-Intervalle
- kein Quick-Shifter erhältlich
- kein Kardan
- Bedienung erfordert Einarbeitung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 258 | kg |
| Radstand | 1.585 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.585 | mm |
| Sitzhöhe: | 850-875 | mm |
| Höhe | 1.510 | mm |
| Gewicht | 257 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 840 | mm |
| Höhe | 1.490 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V2 Revolution™ Max 1250 | |
| Hubraum | 1.252 | ccm |
| Hub | 72 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 1.043 | ccm |
| Hub | 56 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 152 PS bei 8.750 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 6.750 U/Min | |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 385 | km |
| Leistung | 120 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 102 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 226 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Dreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend | |
| Federung vorne | Upside-Down-Gabel, 47 mm, mit elektronisch einstellbarem semi-aktivem Dämpfungssystem (Federweg 191)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein mit automatischer elektronischer Einstellung der Federvorspannung und semi-aktiver Steuerung von Druckstufe und Zugstufe der Dämpfung (Federweg 191)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70R19 60 V | |
| Reifen hinten | 170/60R17 72 V | |
| Rahmenbauart | Doppelprofilrahmen | |
| Federung vorne | 43-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Horizontal angeordnetes Back-Link-Gasdruck-Zentralfederbein (Federweg 152)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppel-Petal-Bremsscheiben. Bremssattel: Doppelt radial montiert, Monobloc, gegenüberliegende 4-Kolben ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe. Bremssattel: Einkolben ( Ø 250 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Mir gefällt die neue Pan America richtig gut. Vor allem die Optik hat es mir angetan. Die Maschine sieht aus wie ein V8-MuscleCar oder wie eine Lokomotive, die dann doch zum Motorrad wurde. Klar, dieses Bike polarisiert und gerade die Front wird nicht jedem zusagen. Aber lieber so als Einheitsbrei. Die Harley hat Charakter und ist auf 10 km sofort zu erkennen.Mit der Pan Am hat Harley nicht nur Mut bewiesen, sondern schon im 1. Wurf ein erstaunlich gutes Adventure-Bike auf die Beine gestellt. Sie wird sicher nicht gleich der GS den Rang ablaufen, aber wir sind uns sicher: Dieses Bike wird schon seine Käufer finden. Vielleicht sogar gerade die Reise-Enduro-Fraktion, die gerne einmal etwas anderes, etwas Besonderes fahren möchte. Gut gemacht, Harley!
Das Test-Bike wurde uns zur Verfügung gestellt von MTK, dem Harley-Davidson Vertragshändler in Kiel.
Fazit - was bleibt hängen
Fahrspaß, Tourentauglichkeit, angemessenes Preis-Leistungsverhältnis und sonst noch? Es gibt für uns ehrlich gesagt kaum Kritikpunkte. Das Bike fährt sich wirklich extrem angenehm und smooth. Die aufrechte Adventure Sitzhaltung ist in Verbindung mit dem geschmeidigen Reihenvierer eine tolle Kombination, die auf längeren Touren einiges an Vorzügen mit sich bringt.
Die Optik kann man wie immer diskutieren, aber das ist auch hier Geschmackssache. Die Maschine gibt es übrigens in den beiden Farbkombinationen Pearl Storm Gray / Metallic Diablo Black / Metallic Flat Spark Black & Emerald Blazed Green / Metallic Diablo Black / Metallic Flat Spark oder kurz gesagt Grau/Schwarz & Grün/Schwarz. Beide finden wir gelungen und ansprechend.
Einzig ein 19“ Vorderrad statt des 17 Zöllers wäre Dietmar und mir vielleicht noch ein Anliegen. Aber auch da scheiden sich die Geister, denn die 17 Zoll vorn sorgen natürlich für ein gutes Einlenkverhalten. So oder so ist die Kawasaki Versys 1000 S aber eine hervorragend gelungene Reisemaschine und Kawa verspricht nicht zu viel! „Jede Straße - Jederzeit“ das können wir mit gutem Gewissen unterschreiben.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Heller & Soltau.
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Pan America 1250 Special vs. Kawasaki Versys 1000 S: Vergleich für Touren, Alltag und Abenteuer
Wenn zwei große Namen aus der Adventure- und Touring-Ecke aufeinandertreffen, geht es selten nur um Zahlen. Bei der Harley-Davidson Pan America 1250 Special und der Kawasaki Versys 1000 S treffen unterschiedliche Philosophien aufeinander: Die eine steht für den markentypischen Charakter und ein starkes Reisegefühl, die andere für präzise Allround-Eigenschaften und eine sehr durchdachte Gesamtabstimmung. Im folgenden Vergleich werden die im jeweiligen Modell angeführten Eigenschaften miteinander gegenübergestellt – mit Blick auf Stärken, Schwächen und die Frage, welches Motorrad für welchen Einsatzzweck am besten passt.
Grundidee und Einsatzprofil
Die Pan America 1250 Special ist als Reiseabenteuer gedacht: Sie soll lange Strecken komfortabel machen, dabei aber auch das Gefühl vermitteln, dass abseits des reinen Asphalt-Alltags noch mehr möglich ist. Die Versys 1000 S ist ebenfalls auf Touren ausgelegt, wirkt aber im Gesamtkonzept stärker wie ein sehr leistungsfähiger Langstrecken-Allrounder, der sich sowohl auf der Landstraße als auch auf schnellen Autobahnabschnitten souverän anfühlt.
Motor und Fahrcharakter im Vergleich
Beide Motorräder setzen auf kräftige Motoren und eine Auslegung, die für zügiges Fahren auf längeren Strecken gedacht ist. Der Unterschied liegt vor allem im Charakter: Die Pan America 1250 Special wirkt in der Wahrnehmung oft „präsenter“ und betont den Adventure-Gedanken stärker. Die Versys 1000 S spielt dagegen häufig ihre Stärke in der gleichmäßigen, gut dosierbaren Leistungsentfaltung aus. Das macht sie besonders interessant, wenn häufig zwischen entspanntem Cruisen und sportlicherem Fahren gewechselt wird.
In der Praxis zeigt sich das auch bei der Art, wie sich die Leistung anfühlt: Während die Pan America eher mit einem markanten Antritt und einem „großen“ Gefühl punktet, kann die Versys 1000 S mit einer sehr kontrollierten Dynamik überzeugen. Wer häufig in wechselnden Geschwindigkeitsbereichen unterwegs ist, profitiert meist von der gut planbaren Reaktion der Kawasaki. Wer dagegen das Erlebnis und den Charakter stärker gewichtet, findet in der Harley oft genau den richtigen Ton.
Fahrwerk, Handling und Stabilität
Beim Fahrwerk geht es bei beiden Modellen um zwei Dinge: Komfort auf langen Strecken und Stabilität bei wechselnden Bedingungen. Die Pan America 1250 Special zielt dabei auf ein souveränes Handling auch dann, wenn die Straße nicht mehr ganz „perfekt“ ist. Das kann sich besonders bei holprigen Abschnitten, Baustellen oder unruhigen Untergründen bemerkbar machen.
Die Versys 1000 S ist im Vergleich häufig die Maschine, die sich sehr „aufgeräumt“ anfühlt: Geradeauslauf, Richtungswechsel und das kontrollierte Einlenken wirken oft sehr harmonisch. Das ist ein Vorteil, wenn viel gefahren wird, ohne dass man ständig am Fahrstil „gegensteuern“ muss. Gleichzeitig kann die Kawasaki dadurch für manche Fahrer etwas weniger „abenteuerlich“ wirken, weil sie im Alltag sehr glatt und effizient rüberkommt.
Stärken und Schwächen beim Handling
- Pan America 1250 Special: Stärke in der Abenteuer-Atmosphäre und dem Gefühl, auch bei wechselndem Untergrund sicher unterwegs zu sein. Schwäche kann sein, dass das Setup je nach Fahrstil weniger „leichtfüßig“ wirkt als bei sehr straßenorientierten Abstimmungen.
- Versys 1000 S: Stärke in der präzisen, gutmütigen Fahrbarkeit und der Stabilität bei zügigem Fahren. Schwäche kann sein, dass der Fokus stärker auf Straße und Tour liegt, wodurch echtes Offroad-Feeling weniger im Vordergrund steht.
Elektronik und Assistenzsysteme
Beide Motorräder sind modern ausgestattet und bieten Elektronik, die das Fahren erleichtert. In der Praxis ist das besonders relevant, wenn Wetter, Beladung oder Streckenprofil wechseln. Die Pan America 1250 Special setzt dabei auf ein Paket, das den Fahrer in unterschiedlichen Situationen unterstützt und das Adventure-Gefühl abrundet. Die Versys 1000 S ist ebenfalls stark in der Elektronik, wirkt aber oft besonders „tourentauglich“, weil die Systeme das Handling im Alltag spürbar entspannen.
Wichtig ist: Elektronik ist nicht nur „nice to have“. Sie entscheidet mit darüber, wie stressfrei sich ein Motorrad bei Regen, bei wechselnder Traktion oder bei längeren Etappen anfühlt. Wer häufig unterwegs ist und nicht jedes Mal an der perfekten Einstellung feilen möchte, profitiert meist von der sehr alltagstauglichen Abstimmung der Kawasaki. Wer dagegen die Adventure-Inszenierung und ein stimmiges Gesamtpaket aus Charakter und Technik sucht, findet in der Harley oft den besseren Match.
Komfort, Ergonomie und Windschutz
Auf langen Strecken entscheidet Komfort über den Spaß. Hier spielen Sitzposition, Federungskomfort, Windschutz und die allgemeine Ergonomie zusammen. Die Pan America 1250 Special wirkt so konzipiert, dass sie auch bei längeren Tagesetappen eine gute Basis liefert. Die Versys 1000 S punktet im Vergleich häufig mit einer sehr ausgewogenen Sitzhaltung und einem Windschutz, der das Ermüdungsgefühl reduziert.
Gerade wenn viel Autobahn oder zügige Landstraße gefahren wird, kann der Unterschied spürbar sein: Eine gut abgestimmte Verkleidung und eine passende Sitzposition sorgen dafür, dass der Oberkörper weniger „gegenarbeitet“. In vielen Situationen ist die Kawasaki hier besonders effizient, während die Harley vor allem dann überzeugt, wenn man das Motorrad auch als Erlebnismaschine wahrnimmt und die Reiseatmosphäre im Vordergrund steht.
Ergonomie im Alltag
- Pan America 1250 Special: Stärke in der Adventure-orientierten Gesamthaltung und dem Gefühl, „bereit für alles“ zu sein. Schwäche kann sein, dass die Sitzposition je nach Körpergröße und Fahrstil nicht für jeden gleich perfekt wirkt.
- Versys 1000 S: Stärke in der sehr tourentauglichen Ergonomie und dem entspannten Handling über viele Kilometer. Schwäche kann sein, dass der Charakter weniger „ikonisch“ wirkt als bei der Harley.
Bremsen, Fahrstabilität und Sicherheit
Bei beiden Modellen sind Bremsen und Fahrstabilität wichtige Faktoren. In der Praxis zeigt sich das vor allem in der Dosierbarkeit: Wie gut lässt sich die Verzögerung anpassen, ohne dass das Motorrad unruhig wird? Die Versys 1000 S wirkt häufig besonders harmonisch in der Abstimmung, was gerade bei häufigen Geschwindigkeitswechseln Vorteile bringt. Die Pan America 1250 Special kann ebenfalls mit starker Bremsleistung überzeugen, wirkt aber in der Gesamtwahrnehmung stärker „massig“ und damit eher auf Stabilität ausgelegt.
Für die Sicherheit zählt außerdem, wie gut das Motorrad in Kurven und bei wechselndem Grip bleibt. Beide Maschinen sind dafür gemacht, lange Strecken sicher zu bewältigen. Wer viel in dynamischem Tempo fährt, wird die Kawasaki oft als sehr berechenbar erleben. Wer dagegen eher „gleichmäßig und weit“ unterwegs ist, findet in der Harley ein sehr stabiles, selbstbewusstes Fahrgefühl.
Alltagstauglichkeit: Werkstatt, Wartung und Handling im Stand
Auch wenn das Thema nicht immer im Fokus steht: Alltagstauglichkeit entscheidet über die Freude im echten Leben. Dazu gehören Dinge wie die Handhabung im Stand, die Zugänglichkeit für Wartung und das Gefühl beim Rangieren. Die Versys 1000 S wird häufig als sehr unkompliziert wahrgenommen, weil sie sich im Alltag sehr „logisch“ bewegt. Die Pan America 1250 Special kann ebenfalls alltagstauglich sein, verlangt aber je nach Situation etwas mehr Aufmerksamkeit beim Handling, insbesondere wenn es eng wird oder viel Rangieren nötig ist.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Pan America 1250 Special
- Stärken: markanter Adventure-Charakter, stimmiges Gesamtgefühl für Reisen, souveräne Stabilität und ein Paket, das das Motorrad als Erlebnismaschine positioniert.
- Schwächen: kann je nach Fahrstil und Körpergröße weniger „leicht“ wirken als die Kawasaki; im engen Alltag kann das Handling anspruchsvoller sein.
Kawasaki Versys 1000 S
- Stärken: sehr tourentaugliche Ergonomie, präzises und gutmütiges Handling, oft besonders harmonische Abstimmung für dynamische Fahrten und lange Etappen.
- Schwächen: weniger „ikonisch“ im Charakter als die Harley; wer stark auf Adventure-Inszenierung und Offroad-Nähe setzt, könnte sich stärker in der Pan America wiederfinden.
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrertyp?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern davon, welche Prioritäten gesetzt werden. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist besonders interessant für Fahrer, die eine Reise mit Charakter suchen: ein Motorrad, das sich nach Abenteuer anfühlt, ohne auf Komfort zu verzichten. Wer gerne lange Strecken fährt, dabei aber auch Wert auf das „Gesamtbild“ legt – also auf Stil, Stimmung und ein stimmiges Adventure-Gefühl – trifft mit der Pan America oft die richtige Wahl.
Die Kawasaki Versys 1000 S ist die bessere Wahl für alle, die einen sehr vielseitigen Langstrecken-Allrounder möchten: präzise, gut kontrollierbar und mit einer Ergonomie, die über viele Kilometer entspannt. Wer häufig zwischen Alltag, Tour und zügiger Landstraße wechselt und dabei ein Motorrad sucht, das sich einfach „rund“ anfühlt, wird mit der Versys 1000 S sehr zufrieden sein.
Fazit:
Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist die Wahl für Fahrer, die Adventure-Feeling, markanten Charakter und ein stimmiges Reiseerlebnis priorisieren. Sie wirkt besonders dann überzeugend, wenn lange Touren anstehen und das Motorrad nicht nur funktional, sondern auch emotional überzeugen soll. Die Kawasaki Versys 1000 S spielt ihre Stärken vor allem in der präzisen Allround-Abstimmung aus: komfortabel, gut dosierbar und sehr tourentauglich – ideal für alle, die viel fahren, häufig zwischen Fahrstilen wechseln und ein Motorrad möchten, das sich im Alltag wie auf der Strecke gleichermaßen souverän anfühlt.
Wer also mehr „Adventure-Identität“ sucht, landet eher bei der Pan America. Wer dagegen den Fokus auf harmonisches Handling, entspannte Ergonomie und vielseitige Touren legt, trifft mit der Versys 1000 S meist die bessere Wahl.