UVP 20.900 €
Baujahr von 2021 bis 2026~
UVP 13.049 €
Baujahr von 2020 bis 2023
Harleys erstes Adventure-Bike im Test - was kann die "Pan Am"?
Weiter zum Testbericht
Klein, aber oho!
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • Motor mit Schmalz und Charakter
  • Extrem gut ausgestattet inkl. semi-aktivem Fahrwerk
  • Großes TFT-Touch-Cockpit mit Handyanbindung (inkl. Navi)
  • Viel Platz für Fahrer & Beifahrer
  • Eignet sich dank "Adaptive Ride Height" auch für kleinere Piloten
Kontra:
  • Zuladung könnte höher ausfallen
  • kurze Service-Intervalle
  • kein Quick-Shifter erhältlich
  • kein Kardan
  • Bedienung erfordert Einarbeitung
Pro:
  • Motorleistung
  • Präzises Fahrwwerk
  • Bremsen sehr leistungsfähig
  • Schneller Quickshifter
Kontra:
  • Tourentauglichkeit

Abmessungen & Gewicht

Gewicht258kg
Radstand1.585mm
Länge2.270mm
Radstand1.585mm
Sitzhöhe: 850-875 mm
Höhe1.510mm
Gewicht185kg
Radstand1.482mm
Radstand1.482mm
Sitzhöhe: 834 mm

Motor

Motor-BauartV2 Revolution™ Max 1250
Hubraum1.252ccm
Hub72mm
Bohrung105mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-Bauart2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor
Hubraum890ccm
Hub69mm
Bohrung91mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung152 PS bei 8.750 U/Min
Drehmoment125 NM bei 6.750 U/Min
Tankinhalt21Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite385km
Leistung121 PS bei 9.250 U/Min
Drehmoment99 NM bei 7.750 U/Min
Höchstgeschw.240km/h
Tankinhalt14Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite295km

Fahrwerk

RahmenbauartDreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend
Federung vorneUpside-Down-Gabel, 47 mm, mit elektronisch einstellbarem semi-aktivem Dämpfungssystem (Federweg 191)mm
Federung hintenZentralfederbein mit automatischer elektronischer Einstellung der Federvorspannung und semi-aktiver Steuerung von Druckstufe und Zugstufe der Dämpfung (Federweg 191)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne120/70R19 60 V
Reifen hinten170/60R17 72 V
RahmenbauartChrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet
Federung vorneWP Apex 43er-USD-Gabel (Federweg 140)mm
Federung hintenWP Zentralfederbein (Federweg 150)mm
Aufhängung hintenAlu-Zweiarmschwinge
Reifen vorne120/70-17
Reifen hinten180/55-17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe, Brembo Stylema Monoblock Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm)

Fazit - was bleibt hängen

Mir gefällt die neue Pan America richtig gut. Vor allem die Optik hat es mir angetan. Die Maschine sieht aus wie ein V8-MuscleCar oder wie eine Lokomotive, die dann doch zum Motorrad wurde. Klar, dieses Bike polarisiert und gerade die Front wird nicht jedem zusagen. Aber lieber so als Einheitsbrei. Die Harley hat Charakter und ist auf 10 km sofort zu erkennen.
 
Mit der Pan Am hat Harley nicht nur Mut bewiesen, sondern schon im 1. Wurf ein erstaunlich gutes Adventure-Bike auf die Beine gestellt. Sie wird sicher nicht gleich der GS den Rang ablaufen, aber wir sind uns sicher: Dieses Bike wird schon seine Käufer finden. Vielleicht sogar gerade die Reise-Enduro-Fraktion, die gerne einmal etwas anderes, etwas Besonderes fahren möchte. Gut gemacht, Harley!
 
Das Test-Bike wurde uns zur Verfügung gestellt von MTK, dem Harley-Davidson Vertragshändler in Kiel.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: ab 17.995 €
  • Verfügbarkeit: ab 06/2021
  • Farben: schwarz, grau, grün, orange

MotorradTest.de auf YouTube

Harley-Davidson Pan America 1250 Special vs. KTM 890 Duke R – Motorradvergleich

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Pan America 1250 Special und die KTM 890 Duke R, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht um den Charakter: einmal ein Adventure-Bike, das für weite Strecken und wechselnde Untergründe gebaut ist, und einmal ein sportliches Naked Bike, das auf Agilität, Antritt und Kurvenspaß ausgelegt ist. Genau diese Gegensätze machen den Reiz aus – und helfen dabei, die passende Wahl für den eigenen Fahrstil zu treffen.

Grundidee und Einsatzprofil: Reiseabenteuer vs. sportliche Dynamik

Pan America 1250 Special – gemacht für Distanz

Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special steht für ein Konzept, das auf längere Touren, Komfort und souveräne Fahrbarkeit ausgelegt ist. Die Sitzposition und die Gesamtanmutung zielen darauf ab, auch nach vielen Stunden noch entspannt unterwegs zu sein. Dazu passt die typische Adventure-Logik: Stabilität, Reserven und eine Ausstattung, die das Motorrad für unterschiedliche Situationen rüstet.

890 Duke R – gemacht für Tempo und Kurven

Die KTM 890 Duke R verfolgt dagegen einen klaren sportlichen Ansatz. Das Naked-Design ist nicht nur optisch, sondern auch funktional: Der Fokus liegt auf direktem Feedback, leichtem Handling und einem Fahrgefühl, das Lust auf zügiges Fahren macht. Gerade in der Stadt, auf Landstraßen und auf kurvigen Strecken zeigt sich, wie stark die R-Variante auf Dynamik getrimmt ist.

Motor und Antrieb: Charakter statt nur Leistung

Beim Motorvergleich geht es vor allem darum, wie sich die Kraft im Alltag anfühlt. Die Pan America 1250 Special ist auf gleichmäßige Durchzugskraft und kontrollierbare Leistung ausgelegt. Das unterstützt entspanntes Fahren, etwa beim Überholen oder beim konstanten Tempo auf längeren Strecken. Gleichzeitig wirkt der Antrieb so, dass man auch mit Gepäck oder bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt.

Die KTM 890 Duke R setzt dagegen auf einen deutlich sportlicheren Motorcharakter. Der Antrieb reagiert spürbar lebendig und unterstützt ein Fahrgefühl, das stark mit Gasannahme und Drehfreude verbunden ist. In Kombination mit der sportlichen Sitzposition entsteht ein Motorrad, das sich schnell in den Vordergrund drängt – ideal, wenn Kurven, Beschleunigung und ein aktives Fahrverhalten im Mittelpunkt stehen.

Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Wendigkeit

Pan America 1250 Special: Ruhe und Kontrolle

Das Fahrwerk der Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist auf Komfort und Stabilität ausgelegt. Gerade bei längeren Etappen spielt das seine Stärken aus: Das Motorrad bleibt ruhig, vermittelt Vertrauen und schluckt Unebenheiten, ohne dass der Fahrer ständig gegensteuern muss. Auch wenn die Strecke nicht perfekt ist, wirkt die Pan America wie ein „verlässlicher Begleiter“.

890 Duke R: präzise Führung in Kurven

Die KTM 890 Duke R punktet beim Handling mit einem sportlichen Setup. Das Motorrad lässt sich zügig in Schräglage bringen und wirkt dabei sehr direkt. In engen Kurven oder auf kurvigen Strecken fühlt sich das Bike wie ein Werkzeug an, das man aktiv einsetzt: Linienführung, Rückmeldung und das schnelle Wechseln der Fahrlage sind klare Vorteile.

Bremsen und Fahrstabilität: Sicherheit in unterschiedlichen Situationen

Beide Motorräder sind auf Sicherheit ausgelegt, aber die Schwerpunkte unterscheiden sich. Die Pan America 1250 Special profitiert von einem Konzept, das auch bei längeren Abfahrten und wechselnden Bedingungen Stabilität priorisiert. Das gibt ein gutes Gefühl, wenn man nicht nur „sportlich“, sondern auch „konstant“ unterwegs ist.

Die KTM 890 Duke R ist dagegen stärker auf sportliche Verzögerung und kontrollierte Bremsmanöver ausgelegt. Gerade bei dynamischer Fahrweise und häufigen Richtungswechseln zeigt sich, dass das Motorrad für zügiges Fahren gemacht ist. Die Bremsleistung wirkt dabei so, dass man sich auf klare Dosierbarkeit und schnelle Reaktion verlassen kann.

Ergonomie und Sitzposition: Langstrecke vs. sportliche Haltung

Die Sitzposition ist ein zentraler Unterschied. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special bietet eine Haltung, die auf längere Fahrten ausgelegt ist. Das entlastet spürbar, wenn die Strecke länger wird oder wenn man nicht ständig „im Angriff“ fährt. Auch die Gesamtergonomie wirkt darauf abgestimmt, dass man das Motorrad als Reisegerät nutzt.

Die KTM 890 Duke R setzt auf eine sportlichere Position. Das unterstützt aktives Fahren und macht das Motorrad besonders interessant, wenn kurze Wege, Kurven und spontanes Beschleunigen im Alltag häufig vorkommen. Wer eher entspannt tourt, wird die Unterschiede schnell merken – und wer gern dynamisch fährt, wird die KTM als sehr passend empfinden.

Ausstattung und Alltag: Komfort, Technik und Nutzwert

Im Vergleich der Ausstattung zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen Adventure und Naked Sport. Die Pan America 1250 Special ist stärker auf Nutzwert ausgelegt: Reise- und Komfortaspekte stehen im Vordergrund, damit das Motorrad auch auf längeren Touren sinnvoll bleibt. Dazu passt, dass das Bike eher „bereit“ wirkt, wenn es um Planung, Gepäck und wechselnde Strecken geht.

Die KTM 890 Duke R wirkt dagegen wie ein Motorrad, das man vor allem wegen seines Fahrspaßes auswählt. Die Ausstattung unterstützt die sportliche Ausrichtung und sorgt dafür, dass das Bike im Alltag schnell „einsatzbereit“ ist. Wer sich weniger mit Reise-Setup beschäftigt und mehr mit Fahrgefühl, wird hier schneller glücklich.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Stärken der Harley-Davidson Pan America 1250 Special

  • Tourenfokus: Komfort und souveräne Langstrecken-Eigenschaften.
  • Stabilität: ruhiges Fahrverhalten, das Vertrauen aufbaut.
  • Vielseitigkeit: geeignet für unterschiedliche Streckenprofile und längere Einsätze.

Schwächen bzw. Grenzen der Pan America 1250 Special

  • Weniger „leichtfüßig“: Für sehr urbane, enge Szenarien wirkt die Adventure-Logik weniger agil als ein Naked Sport.
  • Fokus auf Distanz: Wer primär kurze, spontane Fahrten mit maximaler Sportlichkeit sucht, könnte die Prioritäten anders gewichten.

Stärken der KTM 890 Duke R

  • Agilität: schnelles Handling und präzise Kurvenführung.
  • Sportlicher Motorcharakter: macht Beschleunigung und Drehfreude besonders attraktiv.
  • Fahrspaß im Alltag: ideal für kurvige Strecken und dynamische Fahrweise.

Schwächen bzw. Grenzen der 890 Duke R

  • Weniger Reisekomfort: Für lange Touren kann die sportlichere Auslegung weniger entspannend wirken.
  • Adventure-Versprechen: Wer gezielt „Abenteuer“ im Sinne von wechselnden Untergründen und Reise-Setup sucht, wird eher bei der Pan America fündig.

Welche Wahl passt? Orientierung nach Fahrstil

Der Vergleich zwischen der Harley-Davidson Pan America 1250 Special und der KTM 890 Duke R lässt sich am besten über den eigenen Alltag entscheiden. Wer regelmäßig lange Strecken fährt, Wert auf Komfort legt und ein Motorrad sucht, das auch bei wechselnden Bedingungen gelassen bleibt, wird die Pan America als stimmig empfinden. Sie wirkt wie ein Bike, das man gern für Touren plant und auf das man sich verlassen kann.

Wer dagegen häufig kurvige Strecken fährt, in der Stadt oder auf Landstraßen gern dynamisch unterwegs ist und ein Motorrad möchte, das schnell reagiert und viel Fahrgefühl liefert, trifft mit der KTM 890 Duke R eher den Nerv. Sie steht für unmittelbaren Spaß und ein sportliches Gesamtpaket, das sich besonders in aktiver Fahrweise zeigt.

Fazit:

Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist die bessere Wahl, wenn Touren, Komfort und ein souveränes, stabiles Fahrgefühl im Vordergrund stehen. Sie eignet sich besonders für Fahrer, die längere Strecken planen, ein vielseitiges Motorrad suchen und dabei auch bei wechselnden Bedingungen entspannt bleiben möchten. Die KTM 890 Duke R ist dagegen die richtige Entscheidung, wenn Agilität, sportliche Dynamik und ein direktes Handling wichtiger sind als Reisekomfort. Sie passt ideal zu Alltagssituationen mit kurzen Wegen, kurvigen Strecken und einer Fahrweise, die auf Antritt, Drehfreude und präzise Rückmeldung setzt. Kurz gesagt: Wer Distanz und Vielseitigkeit priorisiert, findet in der Pan America den passenden Charakter; wer maximale Fahrfreude und sportliche Reaktion sucht, wird mit der Duke R deutlich mehr „Kick“ im Alltag erleben.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙