UVP 20.900 €
Baujahr von 2021 bis 2026~
UVP 13.250 €
Baujahr von 2016 bis 2021
Harleys erstes Adventure-Bike im Test - was kann die "Pan Am"?
Weiter zum Testbericht
Katze für die lange Tour
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • Motor mit Schmalz und Charakter
  • Extrem gut ausgestattet inkl. semi-aktivem Fahrwerk
  • Großes TFT-Touch-Cockpit mit Handyanbindung (inkl. Navi)
  • Viel Platz für Fahrer & Beifahrer
  • Eignet sich dank "Adaptive Ride Height" auch für kleinere Piloten
Kontra:
  • Zuladung könnte höher ausfallen
  • kurze Service-Intervalle
  • kein Quick-Shifter erhältlich
  • kein Kardan
  • Bedienung erfordert Einarbeitung
Pro:
  • Leistung und Drehmoment
  • Leichte Bedienung
  • Verarbeitung
  • Tourentauglichkeit
Kontra:
  • Preis
  • Nicht sonderlich handlich

Abmessungen & Gewicht

Gewicht258kg
Radstand1.585mm
Länge2.270mm
Radstand1.585mm
Sitzhöhe: 850-875 mm
Höhe1.510mm
Gewicht241kg
Radstand1.540mm
Länge2.150mm
Radstand1.540mm
Sitzhöhe: 830 mm
Höhe1.330mm

Motor

Motor-BauartV2 Revolution™ Max 1250
Hubraum1.252ccm
Hub72mm
Bohrung105mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-Bauart3-Zylinder-12V-DOHC-Reihenmotor
Hubraum1.050ccm
Hub71mm
Bohrung79mm
Kühlungflüssig
AntriebX-Ring-Kette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung152 PS bei 8.750 U/Min
Drehmoment125 NM bei 6.750 U/Min
Tankinhalt21Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite385km
Leistung126 PS bei 9.475 U/Min
Drehmoment106 NM bei 7.000 U/Min
Höchstgeschw.220km/h
Tankinhalt20Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite385km

Fahrwerk

RahmenbauartDreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend
Federung vorneUpside-Down-Gabel, 47 mm, mit elektronisch einstellbarem semi-aktivem Dämpfungssystem (Federweg 191)mm
Federung hintenZentralfederbein mit automatischer elektronischer Einstellung der Federvorspannung und semi-aktiver Steuerung von Druckstufe und Zugstufe der Dämpfung (Federweg 191)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne120/70R19 60 V
Reifen hinten170/60R17 72 V
RahmenbauartDoppelrohr-Brückenrahmen
Federung vorne43 mm Showa Upside Down-Gabel mit einstellbarer Vorspannung und Druckstufendämpfung (Federweg 140)mm
Federung hintenShowa Monoshock mit einstellbarer Vorspannung und Zugstufendämpfung (Federweg 155)mm
Aufhängung hintenLeichtmetall-Einarmschwinge mit exzentrischem Kettenspannmechanismus
Reifen vorne120/70 ZR17
Reifen hinten180/55 ZR17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm)
Bremsen vorneSchwimmend gelagerte Doppelbremsscheibe, Nissin 4-Kolben-Radialsättel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Nissin Doppelkolben-Bremssattel ( Ø 255 mm)

Fazit - was bleibt hängen

Mir gefällt die neue Pan America richtig gut. Vor allem die Optik hat es mir angetan. Die Maschine sieht aus wie ein V8-MuscleCar oder wie eine Lokomotive, die dann doch zum Motorrad wurde. Klar, dieses Bike polarisiert und gerade die Front wird nicht jedem zusagen. Aber lieber so als Einheitsbrei. Die Harley hat Charakter und ist auf 10 km sofort zu erkennen.
 
Mit der Pan Am hat Harley nicht nur Mut bewiesen, sondern schon im 1. Wurf ein erstaunlich gutes Adventure-Bike auf die Beine gestellt. Sie wird sicher nicht gleich der GS den Rang ablaufen, aber wir sind uns sicher: Dieses Bike wird schon seine Käufer finden. Vielleicht sogar gerade die Reise-Enduro-Fraktion, die gerne einmal etwas anderes, etwas Besonderes fahren möchte. Gut gemacht, Harley!
 
Das Test-Bike wurde uns zur Verfügung gestellt von MTK, dem Harley-Davidson Vertragshändler in Kiel.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: ab 17.995 €
  • Verfügbarkeit: ab 06/2021
  • Farben: schwarz, grau, grün, orange

Fazit - was bleibt hängen

Nicht missverstehen: Sie kann das mit dem Touren, aber das ist eigentlich nicht ihr Wesen. Jedes Adventure-Bike ist ein Kompromiss, die Triumph tendiert eindeutig in Richtung Sport. Zusammen mit dieser gewissen Leichtigkeit von Bedienung und dem ganzen Fahrverhalten macht sie es selbst weniger geübten Tourenfahrern einfach, die Welt entspannt zu erkunden. Und dennoch wären diese nicht die geeigneten Piloten der Tiger. 
Die Vorzüge der Triumph genießt am besten der Biker, der sportlich fahren will. Alles andere ist für die Großkatze, denn trotz des guten Drehmoments animiert die Triumph Tiger 1050 Sport eher dazu, die Fußrasten in Richtung Teer zu schicken, statt mit dem serienmäßigen Tempomaten durch die Gegend zu gondeln. 
Für die Stadt ist sie ebenfalls nicht die erste Wahl, das fängt schon mit dem breiten Lenker an und hört mit der Verkleidung nicht auf.
Wer den Tiger und Sport will, im Eiltempo zum Ziel und da jede Menge Spaß haben - bitte sehr, die Triumph steht bereit.

Das Testmotorrad wurde uns freundlicher Weise von Motorrad Ruser zur Verfügung gestellt. Sie ist dort als gebrauchtes Modell für 9.990 Euro käuflich zu erwerben.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 12.600 Euro
  • Gebraucht (2 Jahre alt): 9.500 Euro 
  • Baujahre: seit 2007 (Tiger 1050)
  • Farben: Matt-Schwarz, Aluminium-Silber

MotorradTest.de auf YouTube

Harley-Davidson Pan America 1250 Special vs Triumph Tiger Sport 1050 – Motorradvergleich

Wenn zwei Motorräder aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend: Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special steht für große Adventure-Touren mit souveräner Leistungsentfaltung und einem klaren Fokus auf Langstrecke. Die Triumph Tiger Sport 1050 dagegen verbindet sportliche Ansprüche mit Alltagstauglichkeit und einem Fahrgefühl, das auf der Straße besonders lebendig wirkt. Im folgenden Vergleich werden die wichtigsten Punkte gegenübergestellt – damit leichter wird, das passende Motorrad für den eigenen Stil zu finden.

Grundcharakter: Adventure-Biss vs. sportlicher Straßenfokus

Die Pan America 1250 Special wirkt wie ein „Langstrecken-Tool“: Sie ist darauf ausgelegt, Kilometer zu fressen, auch wenn die Strecke wechselt. Der Charakter ist dabei weniger auf hektisches Anfahren ausgelegt, sondern auf ruhiges, kontrolliertes Vorankommen – mit Reserven, wenn es schneller werden soll.

Die Tiger Sport 1050 ist hingegen stärker auf die Straße zugeschnitten. Ihr Fokus liegt auf direktem Ansprechverhalten, spürbarer Agilität und einem Fahrgefühl, das Kurven und zügige Landstraßenfahrten besonders belohnt. Wer häufig auf Asphalt unterwegs ist und sportlich fahren möchte, findet hier eine Maschine, die sich schnell „einrastet“.

Motor und Leistungsentfaltung: Wie sich die Werte im Alltag auswirken

Beim Vergleich der Motorwerte zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Pan America 1250 Special ist auf kräftige Durchzugskraft ausgelegt. Das spürt man vor allem beim Beschleunigen aus mittleren Drehzahlen und beim Überholen auf längeren Strecken. Die Maschine bleibt dabei stabil im Tempo, ohne dass ständig nachgeschaltet oder „gearbeitet“ werden muss.

Die Triumph Tiger Sport 1050 setzt stärker auf ein sportliches Ansprechverhalten. Die Leistung wirkt im Bereich, in dem man auf der Landstraße häufig unterwegs ist, besonders präsent. Dadurch entsteht das Gefühl, dass das Motorrad „mitdenkt“: Gas auf, Linie halten, zügig aus der Kurve heraus. Für dynamische Fahrten ist das ein großer Vorteil.

Stärken und Schwächen im Vergleich

  • Pan America 1250 Special: Stärken liegen im souveränen Durchzug und in der entspannten Leistungsnutzung. Schwäche kann sein, dass sie für sehr enge, häufige Richtungswechsel weniger „leichtfüßig“ wirkt als ein klar straßenorientiertes Motorrad.
  • Tiger Sport 1050: Stärken liegen in der sportlichen Straßenagilität und dem direkten Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass sie bei sehr langen, schweren Touren mit viel Gepäck weniger „Adventure-typisch“ entspannt wirkt als die Pan America.

Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität

Die Fahrwerksauslegung zeigt im Vergleich deutlich, wie unterschiedlich die beiden Motorräder gedacht sind. Die Pan America 1250 Special ist auf Stabilität und Kontrolle ausgelegt. Das hilft besonders bei wechselnden Untergründen, bei Autobahn-Tempo und wenn die Strecke unruhiger wird. Auch bei längeren Fahrten bleibt das Motorrad berechenbar.

Die Tiger Sport 1050 spielt ihre Stärken vor allem in Kurven aus. Das Handling wirkt präziser und „straffer“, wodurch sich das Motorrad schneller in die gewünschte Linie bringen lässt. Wer oft kurvige Strecken fährt und dabei ein sportliches Gefühl sucht, wird hier eher glücklich.

Bremsen und Sicherheit: Wie die Bremswerte im Alltag zählen

Bei den Bremsen zeigt sich: Beide Motorräder sind auf sicheres Fahren ausgelegt, aber mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Die Pan America 1250 Special wirkt in der Kombination aus Leistung und Dosierbarkeit besonders geeignet für häufiges Beschleunigen und zügiges Tempo auf Tour. Die Tiger Sport 1050 punktet ebenfalls mit guter Verzögerung, fühlt sich aber im sportlichen Rhythmus oft „handlicher“ an, weil das Gesamtpaket aus Fahrwerk und Ansprechverhalten sehr harmoniert.

Elektronik und Assistenz: Komfort im Alltag, Kontrolle in kritischen Momenten

Elektronik ist bei beiden Modellen ein wichtiger Bestandteil. Im Vergleich der Ausstattungsbereiche wird klar: Die Pan America 1250 Special setzt stärker auf Tour-Komfort und Assistenz, die das Fahren über lange Strecken erleichtern. Das hilft vor allem, wenn das Tempo variiert oder wenn man nicht ständig „gegensteuern“ möchte.

Die Tiger Sport 1050 bringt ebenfalls moderne Elektronik mit, die vor allem die sportliche Fahrweise unterstützt. Gerade bei wechselndem Grip und beim zügigen Herausbeschleunigen aus Kurven sorgt das System für ein Gefühl von Kontrolle, ohne das Motorrad zu „zäh“ wirken zu lassen.

Ergonomie und Windschutz: Sitzposition, Komfort und Tagesreichweite

Ein großer Unterschied zeigt sich bei der Ergonomie und beim Windschutz. Die Pan America 1250 Special ist so konzipiert, dass längere Etappen angenehm bleiben. Die Sitzposition wirkt eher auf Tour ausgelegt: stabil, kontrolliert und mit genügend Reserven für entspannte Fahrten. Der Windschutz unterstützt dabei, den Fahrtwind nicht zu stark in den Vordergrund treten zu lassen.

Die Tiger Sport 1050 ist ergonomisch näher an einer sportlicheren Ausrichtung. Das kann im Alltag ein Vorteil sein, weil das Motorrad schneller „aktiv“ gefahren werden kann. Auf langen Autobahnabschnitten kann der Komfort dennoch stark davon abhängen, wie die persönliche Sitzhaltung und die eigene Körpergröße zur Maschine passen.

Komfort vs. Sportlichkeit

  • Pan America 1250 Special: Komfort und Ruhe im Fokus – ideal für lange Touren und entspanntes Tempo.
  • Tiger Sport 1050: Sportliche Sitzhaltung und agiles Fahrgefühl – ideal für häufige Kurvenfahrten und zügige Tagesausflüge.

Ausstattung und Alltag: Was sich im täglichen Gebrauch bemerkbar macht

Im Vergleich der Ausstattungsdetails wird deutlich, dass beide Motorräder auf ihren Einsatzbereich optimiert sind. Die Pan America 1250 Special wirkt wie ein Paket für „alles mitnehmen“: Touren, Gepäck, längere Strecken und wechselnde Bedingungen. Dadurch ist sie besonders interessant, wenn das Motorrad nicht nur für die Wochenendrunde gedacht ist, sondern auch für längere Reisen.

Die Tiger Sport 1050 ist stärker auf den Alltag und sportliche Fahrten zugeschnitten. Sie eignet sich besonders, wenn das Motorrad regelmäßig genutzt wird und dabei nicht nur „transportieren“, sondern auch Spaß machen soll. Für kürzere bis mittlere Touren ist das Gesamtpaket oft die passendere Wahl.

Gewicht und Fahrgefühl: Warum Zahlen nicht alles erzählen

Beim Vergleich der Gewichts- und Größenwerte zeigt sich ein typisches Muster: Die Pan America 1250 Special wirkt als großes Adventure-Motorrad insgesamt massiver. Das ist nicht automatisch ein Nachteil – im Gegenteil: Bei Tempo und auf längeren Strecken sorgt das Gewicht oft für Stabilität. In engen Situationen oder beim Rangieren kann es sich jedoch stärker bemerkbar machen.

Die Tiger Sport 1050 wirkt insgesamt leichter und agiler im Fahrgefühl. Dadurch ist sie besonders angenehm, wenn häufig angehalten, rangiert oder in engen Kurven gefahren wird. Für viele Fahrer ist genau das der Punkt, der den Unterschied zwischen „gut“ und „macht jeden Tag Spaß“ ausmacht.

Für wen passt welches Motorrad?

Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern welches besser zum eigenen Fahrprofil passt. Die Pan America 1250 Special ist die Wahl, wenn lange Touren, souveräner Durchzug und ein tourorientiertes Gesamtpaket im Vordergrund stehen. Sie eignet sich besonders für Fahrer, die gern entspannt unterwegs sind, dabei aber jederzeit Reserven nutzen möchten.

Die Tiger Sport 1050 ist die Wahl, wenn sportliche Straßenfahrten, ein lebendiges Handling und ein direktes Ansprechverhalten wichtiger sind als maximale Tour-„Allroundigkeit“. Wer oft auf Landstraßen unterwegs ist, Kurven liebt und das Motorrad gern aktiv bewegt, bekommt hier ein sehr stimmiges Konzept.

Fazit:

Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist das passendere Motorrad für Fahrer, die vor allem Langstrecke planen, ein komfortorientiertes Tour-Gefühl suchen und bei wechselnden Bedingungen Ruhe und Kontrolle bevorzugen. Ihre Stärken liegen im kräftigen Durchzug, in der stabilen Fahrcharakteristik und in der Elektronik, die das Reisen erleichtert. Wer häufig mit Gepäck unterwegs ist oder längere Etappen entspannt absolvieren möchte, findet hier einen starken Begleiter.

Die Triumph Tiger Sport 1050 ist die bessere Wahl für alle, die das Motorrad vor allem auf der Straße bewegen und dabei agiles Handling sowie ein sportlich direktes Ansprechverhalten schätzen. Sie harmoniert besonders gut mit zügiger Fahrweise auf kurvigen Strecken und wirkt im Alltag oft „einfach leichter zu fahren“. Wer Tagesausflüge, Landstraßen und dynamische Kurvenfahrten priorisiert, wird mit der Tiger Sport 1050 sehr wahrscheinlich mehr Freude haben.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙