UVP 20.900 €
Baujahr von 2021 bis 2026~
UVP 12.499 €
Baujahr von 2018 bis 2020
Harleys erstes Adventure-Bike im Test - was kann die "Pan Am"?
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Adventure ohne Abenteuer
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Pro und Kontra

Pro:
  • Motor mit Schmalz und Charakter
  • Extrem gut ausgestattet inkl. semi-aktivem Fahrwerk
  • Großes TFT-Touch-Cockpit mit Handyanbindung (inkl. Navi)
  • Viel Platz für Fahrer & Beifahrer
  • Eignet sich dank "Adaptive Ride Height" auch für kleinere Piloten
Kontra:
  • Zuladung könnte höher ausfallen
  • kurze Service-Intervalle
  • kein Quick-Shifter erhältlich
  • kein Kardan
  • Bedienung erfordert Einarbeitung
Pro:
  • sauber durchkonstruiertes Motorrad
  • Motor - kräftig und drehmomentstark
  • Preis/Leistung
  • Sitzposition
  • Verarbeitung
Kontra:
  • sauber durchkonstruiertes Motorrad ;) - siehe Fazit
  • TFT-Display lädt zur Ablenkung ein

Abmessungen & Gewicht

Gewicht258kg
Radstand1.585mm
Länge2.270mm
Radstand1.585mm
Sitzhöhe: 850-875 mm
Höhe1.510mm
Gewicht215kg
Radstand1.500mm
Länge2.160mm
Radstand1.500mm
Sitzhöhe: 850 mm
Höhe1.375mm

Motor

Motor-BauartV2 Revolution™ Max 1250
Hubraum1.252ccm
Hub72mm
Bohrung105mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-Bauart4-Takt, Flüssigkeitsgekühlt, DOHC, 4 Ventile
Hubraum847ccm
Hub59mm
Bohrung78mm
KühlungFlüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung152 PS bei 8.750 U/Min
Drehmoment125 NM bei 6.750 U/Min
Tankinhalt21Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite385km
Leistung115 PS bei 10.000 U/Min
Drehmoment88 NM bei 8.500 U/Min
Höchstgeschw.210km/h
Tankinhalt18Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite310km

Fahrwerk

RahmenbauartDreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend
Federung vorneUpside-Down-Gabel, 47 mm, mit elektronisch einstellbarem semi-aktivem Dämpfungssystem (Federweg 191)mm
Federung hintenZentralfederbein mit automatischer elektronischer Einstellung der Federvorspannung und semi-aktiver Steuerung von Druckstufe und Zugstufe der Dämpfung (Federweg 191)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne120/70R19 60 V
Reifen hinten170/60R17 72 V
RahmenbauartBrückenrohrrahmen
Federung vorneTeleskopgabel (Federweg 137)mm
Federung hintenSchwinge (Federweg 142)mm
Aufhängung hintenÜber Hebelsystem angelenktes Federbein
Reifen vorne120/70ZR17M/C
Reifen hinten180/55ZR17M/C

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 298 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe ( Ø 245 mm)

Fazit - was bleibt hängen

Mir gefällt die neue Pan America richtig gut. Vor allem die Optik hat es mir angetan. Die Maschine sieht aus wie ein V8-MuscleCar oder wie eine Lokomotive, die dann doch zum Motorrad wurde. Klar, dieses Bike polarisiert und gerade die Front wird nicht jedem zusagen. Aber lieber so als Einheitsbrei. Die Harley hat Charakter und ist auf 10 km sofort zu erkennen.
 
Mit der Pan Am hat Harley nicht nur Mut bewiesen, sondern schon im 1. Wurf ein erstaunlich gutes Adventure-Bike auf die Beine gestellt. Sie wird sicher nicht gleich der GS den Rang ablaufen, aber wir sind uns sicher: Dieses Bike wird schon seine Käufer finden. Vielleicht sogar gerade die Reise-Enduro-Fraktion, die gerne einmal etwas anderes, etwas Besonderes fahren möchte. Gut gemacht, Harley!
 
Das Test-Bike wurde uns zur Verfügung gestellt von MTK, dem Harley-Davidson Vertragshändler in Kiel.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: ab 17.995 €
  • Verfügbarkeit: ab 06/2021
  • Farben: schwarz, grau, grün, orange

Fazit - was bleibt hängen

Der Autor dieser Zeilen gibt es gerne zu: Er hat ein Faible für etwas schräge Motorräder, Typen und Tätigkeiten. Mir ist die Yamaha deshalb in ihrer Unaufgeregtheit zu distanziert, was aber eine rein persönliche Wertung ist.
Die Yamaha versucht sehr erfolgreich alles Schräge außer Schräglagen aus ihrem Leben zu verbannen. Sie ist ein echter Tipp und wird sich auf dem Markt mit all ihren Fähigkeiten sicher behaupten - die Yamaha Tracer 900 GT ist ideal für Leute, die ungern Fehler machen oder fahren. 

Typen wie ich müssen weitersuchen. Kennt man ja ...

Unser Dank an Motorrad Ruser für das Bereitstellen des Testbikes.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 12.400€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 7.500€
  • Baujahre: seit 2015
  • Verfügbarkeit: gut
  • Farben: blau, schwarz, grau

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Harley-Davidson Pan America 1250 Special vs Yamaha Tracer 900 GT – Vergleich für Tourenfans

Wenn zwei Motorräder aus dem Bereich „für lange Strecken gemacht“ gegeneinander antreten, geht es selten nur um Zahlen. Viel spannender ist, wie sich die Maschinen im Alltag und auf der Tour anfühlen: Wie leicht lassen sie sich bewegen, wie souverän tragen sie Last und Gepäck, wie gut funktionieren sie bei wechselndem Tempo und wie stimmig ist die Elektronik im Zusammenspiel mit Motor und Fahrwerk? Genau darum dreht sich dieser Vergleich zwischen der Harley-Davidson Pan America 1250 Special und der Yamaha Tracer 900 GT.

Grundcharakter: US-Abenteuer vs japanischer Tourer

Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special wirkt wie ein Statement: große Präsenz, klarer Adventure-Anspruch und ein Fahrgefühl, das auf Durchzug und Gelassenheit setzt. Die Maschine ist darauf ausgelegt, auch längere Etappen mit Gepäck und wechselnden Straßenverhältnissen entspannt zu meistern. Wer Abenteuer nicht nur als Wort versteht, sondern als gelebtes Fahrprofil, findet hier eine passende Basis.

Die Yamaha Tracer 900 GT ist dagegen der klassische „Touring-Allrounder“ mit sportlicherem Einschlag. Sie zielt auf Alltagstauglichkeit, schnelle Richtungswechsel und ein agiles Handling ab, ohne den Komfort für längere Fahrten zu vernachlässigen. Gerade auf kurvigen Strecken und bei dynamischer Fahrweise spielt die Tracer ihre Stärken aus.

Motor und Antrieb: Wie sich Leistung und Drehmoment im Alltag anfühlen

Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Pan America 1250 Special ist stärker auf kräftigen Vortrieb und souveräne Leistungsentfaltung ausgelegt. Das merkt man besonders dann, wenn die Drehzahl nicht ständig „gehalten“ werden muss, sondern wenn das Motorrad aus dem Drehzahlkeller sauber nach vorne arbeitet. Das macht sie angenehm für lange Autobahnabschnitte, für zügiges Überholen und für Situationen, in denen nicht jedes Manöver perfekt getimt sein muss.

Die Tracer 900 GT setzt ebenfalls auf Durchzug, wirkt aber insgesamt oft „leichter“ im Ansprechverhalten. Im Vergleich der Fahrcharakteristik zeigt sich: Während die Pan America eher mit Ruhe und Kraft überzeugt, bringt die Yamaha mehr Schwung in den Rhythmus. Auf Landstraßen, bei häufigem Beschleunigen und Verzögern sowie beim Herausbeschleunigen aus Kurven fühlt sich die Tracer oft spontaner an.

Stärken und Schwächen im Antrieb

Pan America 1250 Special: Stärke ist die souveräne Kraftentfaltung und das entspannte Tempo über längere Strecken. Schwäche kann sein, dass der Fokus weniger auf „sportlicher Leichtigkeit“ liegt, sondern stärker auf dem großen Adventure-Gefühl.

Tracer 900 GT: Stärke ist die spritzige Fahrbarkeit und das dynamische Zusammenspiel aus Motor und Fahrwerk. Schwäche: Wer sehr schwere Lasten oder sehr „grobe“ Offroad-Abschnitte erwartet, wird eher an die Grenzen des Touring-Fokus stoßen.

Fahrwerk und Handling: Stabilität vs Agilität

Beim Fahrwerk zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen Adventure und Touring. Die Pan America 1250 Special ist darauf ausgelegt, auch unruhigere Straßen zu schlucken und dabei stabil zu bleiben. Das hilft besonders bei wechselndem Untergrund, bei längeren Autobahnfahrten mit Wind oder wenn die Straße wellig wird. Das Motorrad vermittelt das Gefühl, dass es „mitarbeitet“, statt nur zu reagieren.

Die Yamaha Tracer 900 GT ist im Vergleich oft agiler. Gerade im Stadtverkehr und auf kurvigen Strecken wirkt sie handlicher, und die Linie lässt sich häufig leichter „einrasten“. Das macht sie attraktiv, wenn Touren nicht nur aus geraden Etappen bestehen, sondern aus vielen Richtungswechseln und wechselnden Tempi.

Komfort auf langen Strecken

Beide Motorräder sind für längere Fahrten gedacht, aber der Weg dorthin ist unterschiedlich. Die Pan America punktet mit dem Adventure-typischen Komfortgefühl über Distanz, während die Tracer mit einer sportlich-touringorientierten Abstimmung überzeugt. Wer häufig lange Strecken fährt und dabei möglichst entspannt ankommen möchte, findet in beiden Modellen eine gute Basis – die Prioritäten sind jedoch verschieden.

Elektronik und Assistenzsysteme: Moderne Unterstützung im Vergleich

In der Praxis entscheidet Elektronik darüber, wie stressfrei sich ein Motorrad bei wechselnden Bedingungen bewegt. Im Vergleich beider Modelle zeigt sich: Die Pan America 1250 Special setzt stark auf ein modernes Gesamtpaket, das Fahrmodi und Traktionsunterstützung sinnvoll in den Alltag integriert. Das hilft, wenn Wetter oder Untergrund nicht planbar sind – etwa bei nasser Fahrbahn oder wenn die Haftung plötzlich wechselt.

Die Tracer 900 GT ist ebenfalls modern ausgestattet und zielt auf ein sicheres, gut kontrollierbares Fahrgefühl. Gerade bei dynamischer Fahrweise wirkt die Elektronik oft so abgestimmt, dass sie nicht „dazwischenfunkt“, sondern die Kontrolle unterstützt. Das macht sie besonders interessant für Fahrer, die gerne zügig unterwegs sind, aber trotzdem ein ruhiges Sicherheitsnetz möchten.

Stärken und Schwächen der Elektronik

Pan America 1250 Special: Stärke ist die Unterstützung bei wechselnden Bedingungen und der Adventure-Fokus der Systeme. Schwäche: Wer ausschließlich sportlich auf der Straße fährt, braucht nicht zwingend den vollen Adventure-Umfang.

Tracer 900 GT: Stärke ist die harmonische Unterstützung bei sportlicherem Fahren und die gute Alltagstauglichkeit. Schwäche: Der Adventure-Anspruch ist vorhanden, aber nicht so kompromisslos wie bei einem „großen“ Reiseenduro-Konzept.

Ergonomie und Windschutz: So fühlt sich die Tour an

Ergonomie ist bei beiden Motorrädern ein zentrales Thema. Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special bietet eine Sitzposition, die auf Kontrolle und Distanz ausgelegt ist. Der Fahrer sitzt so, dass lange Fahrten nicht in „Zwangshaltung“ enden. Dazu kommt der Windschutz, der je nach Einstellung und Fahrtempo spürbar zur Entlastung beiträgt.

Die Yamaha Tracer 900 GT setzt ebenfalls auf Touring-Komfort, wirkt aber im Vergleich häufig etwas „straffer“ und sportlicher in der Sitzhaltung. Der Windschutz ist auf ruhiges Fahren ausgelegt, und die Maschine bleibt auch bei höheren Geschwindigkeiten gut beherrschbar. Wer häufig Autobahn und Landstraße kombiniert, profitiert von dieser ausgewogenen Ausrichtung.

Für wen passt welche Ergonomie?

Wer eine aufrechte, adventuretypische Haltung bevorzugt und sich auf längere Strecken mit wechselndem Untergrund freut, wird sich in der Pan America schneller zuhause fühlen. Wer dagegen eine Tourenmaschine sucht, die sich auch auf schnellen Landstraßen dynamisch anfühlt und dabei trotzdem komfortabel bleibt, findet in der Tracer 900 GT oft die passendere Mischung.

Ausstattung und Alltag: Was zählt, wenn es wirklich losgeht

Im Vergleich der Ausstattung zeigt sich: Beide Modelle sind auf Touren ausgelegt, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Pan America 1250 Special wirkt wie ein „bereit für alles“-Paket. Das spürt man daran, wie das Motorrad als Gesamtkonzept auf Reise und Abenteuer ausgelegt ist – inklusive der typischen Adventure-Logik bei Bedienung und Fahrgefühl.

Die Yamaha Tracer 900 GT ist stark in der Kategorie „Touring-Ready“: Sie ist darauf ausgelegt, schnell startklar zu sein, sich im Alltag gut zu bewegen und auf der Strecke mit Komfort und moderner Technik zu überzeugen. Gerade wenn die Tourenplanung spontan ist und das Motorrad sowohl für Feierabendfahrten als auch für längere Urlaube genutzt wird, spielt die Tracer ihre Stärken aus.

Stärken und Schwächen im Gesamtbild

Damit wird der Vergleich am Ende klarer: Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist die Wahl, wenn das Motorrad nicht nur „Touring“ sein soll, sondern auch Abenteuer im weiteren Sinn mitdenkt. Sie punktet mit Kraft, Stabilität und einem Fahrgefühl, das auf Distanz und wechselnde Bedingungen ausgelegt ist. Schwächen zeigen sich vor allem dann, wenn man primär sportlich und leichtfüßig auf der Straße unterwegs ist und dabei eher ein agiles Handling im Vordergrund steht.

Die Yamaha Tracer 900 GT ist dagegen die bessere Wahl, wenn Touren häufig aus kurvigen Abschnitten bestehen, wenn Agilität und ein lebendigeres Fahrgefühl wichtiger sind und wenn Komfort und Elektronik im Alltag besonders harmonisch wirken sollen. Schwächen liegen eher dort, wo ein stärkerer Adventure-Anspruch erwartet wird, der über den Touring-Fokus hinausgeht.

Fazit:

Die Harley-Davidson Pan America 1250 Special ist für Fahrerinnen und Fahrer die beste Wahl, die ein großes Adventure-Gefühl suchen: viel Durchzug, ruhige Stabilität auf Distanz und ein Konzept, das auch bei wechselnden Bedingungen souverän wirken soll. Wer Touren plant, bei denen Straße und „mehr als nur Straße“ näher beieinander liegen, wird mit der Pan America besonders glücklich.

Die Yamaha Tracer 900 GT passt am besten zu denen, die eine vielseitige Reise- und Sporttourer-Alternative wollen: agiles Handling, dynamisches Fahrgefühl und moderne Unterstützung, die auch bei zügiger Fahrweise angenehm kontrolliert bleibt. Wer häufig Landstraße fährt, Touren gern abwechslungsreich gestaltet und dabei Komfort sowie Alltagstauglichkeit priorisiert, trifft mit der Tracer die bessere Wahl.

Kurz gesagt: Pan America für Abenteuer mit Kraft und Stabilität, Tracer für Touren mit Agilität und harmonischem Touring-Charakter.

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