UVP 19.900 €
Baujahr von 2025 bis 2026~
UVP 23.190 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
Die neue Straßenvariante der Pan Am mit 17 Zoll Vorderrad.
Weiter zum Testbericht
Der Power-Cruiser mit dem 117er Milwaukee-Eight im Test
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • Motor mit ordentlich Dampf in allen Lebenslagen
  • angenehme, aber trotzdem sportliche Sitzposition
  • komfortables Fahrwerk
  • williges Kurvenverhalten
  • Fahrspaß ohne Ende
  • eigenständige Optik
  • kein Allerwelts-Motorrad
Kontra:
  • Windschild nicht verstellbar
  • Sound nicht jedermanns Sache
  • QuickShifter nach unten gut, nach oben hakelig
  • Teillast-Ruckeln bei bestimmten Drehzahlen
Pro:
  • brachialer Motor
  • brachialer Sound
  • brachiales Motorrad-Erlebnis
  • brachiale Emotionen
Kontra:
  • Sitzposition nicht für jedermann
  • schwer

Abmessungen & Gewicht

Gewicht246kg
Radstand1.580mm
Länge2.240mm
Radstand1.580mm
Sitzhöhe: 825 mm
Höhe1.510mm
Gewicht308kg
Radstand1.615mm
Länge2.355mm
Radstand1.615mm
Sitzhöhe: 710 mm
Höhe1.160mm

Motor

Motor-BauartV2 Revolution™ Max 1250
Hubraum1.252ccm
Hub72mm
Bohrung105mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartMilwaukee-Eight V2
Hubraum1.923ccm
Hub114mm
Bohrung104mm
Kühlungflüssig
AntriebRiemen
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung152 PS bei 9.000 U/Min
Drehmoment127 NM bei 6.750 U/Min
Höchstgeschw.220km/h
Tankinhalt21Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite372km
Leistung106 PS bei 5.020 U/Min
Drehmoment168 NM bei 3.500 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt19Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite338km

Fahrwerk

RahmenbauartDreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend
Federung vorneShowa 47 mm USD, vollständig elektronisch einstellbar (Federweg 170)mm
Federung hintenÜber Umlenkhebel angelenktes Showa Einzelfederbein mit hydraulisch einstellbarer Federvorspannung sowie einstellbarer Zug- und Druckstufe (Federweg 170)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne120/70ZR17 58W
Reifen hinten180/55ZR17 73W
RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vorneShowa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 112)mm
Aufhängung hintenDreieckschwinge
Reifen vorne110/90 B19 62 H
Reifen hinten180/70 B16 77H

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen Brembo Monoblock ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm)

Fazit

Die neue Harley Davidson Pan America 1250 ST ist ein herrlich unvernünftiges und eigenständiges Bike. Geländeausflüge mag sie nicht, dafür ist sie auf der Straße aber eine Macht! Der 1250er V2 drückt die Maschine mit Nachdruck nach vorne und dank ihrer sportlichen Fahrwerksgeometrie und der Sitzposition wird man auf einer ST mehr oder weniger automatisch zum Kurvenräuber. Ein paar kleine Kritikpunkte haben wir zwar gefunden (siehe oben), aber das ändert nichts daran, dass uns die ST einen riesigen Spaß vermittelt hat. Geile Karre!
 
Die Testmaschine wurde uns netterweise von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Dort warten die Pan America 1250 ST und viele andere Harley Vorführer auf Probefahrer. Harley Kiel liegt verkehrsgünstig an der Autobahn und man kann vom Händler mehr oder weniger sofort auf Landstraßen das Bike seiner Wahl ausführen. Ach ja: Die Standard PanAm steht dort ebenfalls als Vorführer bereit. Vielleicht beide mal hintereinander fahren und vergleichen?

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 19.990 €
  • Verfügbarkeit: seit 03/2025
  • Farben: rot, grau, schwarz

Fazit

Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.
 
Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 22.795€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 15.000€
  • Baujahre: seit 2017
  • Farben: Grau, Rot, Blau, Schwarz

MotorradTest.de auf YouTube

Harley-Davidson Pan America 1250 ST vs. Harley-Davidson Low Rider S: Motorradvergleich

Wenn zwei Modelle aus dem Hause Harley-Davidson aufeinandertreffen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Harley-Davidson Pan America 1250 ST steht für Abenteuerlust, weite Strecken und eine deutlich reisefokussierte Ausrichtung. Die Harley-Davidson Low Rider S dagegen verkörpert den klassischen Cruiser-Ansatz: markanter Auftritt, entspannteres Handling auf Asphalt und ein Fahrgefühl, das vor allem auf Stil und Dynamik setzt. Im Folgenden werden die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden Motorrädern herausgearbeitet – damit klar wird, welches Konzept besser zu den eigenen Plänen passt.

Grundcharakter: Reiseabenteuer vs. Cruiser-Performance

Pan America 1250 ST – gebaut für Strecke und Vielseitigkeit

Die Pan America 1250 ST ist als Adventure-Motorrad gedacht, das nicht nur auf der perfekten Straße Spaß macht. Die Kombination aus aufrechterer Sitzposition, reisefähiger Ergonomie und einer Auslegung, die auch längere Touren komfortabel macht, zieht sich wie ein roter Faden durch das Konzept. Wer häufig unterwegs ist, Tagesetappen plant oder auch mal eine weniger perfekte Route wählt, bekommt hier ein Motorrad, das sich dafür deutlich besser eignet als ein rein straßenorientiertes Modell.

Low Rider S – Fokus auf Look, Sound und Straßengefühl

Die Low Rider S ist dagegen klar im Cruiser-Lager verortet. Der Schwerpunkt liegt auf dem Fahrgefühl auf Asphalt: stabil, kraftvoll und mit einer Sitzhaltung, die den Alltag angenehm macht. Das Motorrad wirkt wie gemacht für Ausfahrten, bei denen der Weg das Ziel ist – aber eben vor allem auf gutem Untergrund. Wer ein Bike sucht, das schnell „nach Harley“ klingt und sich im Stadtverkehr sowie auf Landstraßen souverän anfühlt, findet hier einen passenden Charakter.

Sitzposition und Ergonomie: Wie sich die Motorräder im Alltag anfühlen

Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Pan America 1250 ST bietet eine Sitzposition, die eher auf Kontrolle und Übersicht ausgelegt ist. Das hilft besonders bei längeren Fahrten, weil der Körper weniger „in eine Haltung gedrückt“ wird. Auch das Handling bei wechselnden Geschwindigkeiten wirkt dadurch oft entspannter, vor allem wenn die Strecke über Stunden geht.

Die Low Rider S setzt auf eine Cruiser-typische Ergonomie. Das bedeutet: Füße und Beine sind anders positioniert, der Oberkörper wirkt stärker „eingebettet“. Das kann sehr angenehm sein, wenn der Fokus auf entspanntem Fahren liegt. Gleichzeitig ist diese Haltung weniger darauf optimiert, stundenlang in einer sportlich kontrollierten Position zu bleiben – gerade dann, wenn die Touren länger werden oder das Tempo variiert.

Fahrwerk und Handling: Stabilität, Rückmeldung und Kurvengefühl

Beide Motorräder sind auf ihre Art dynamisch, aber sie spielen unterschiedliche Stärken aus. Die Pan America 1250 ST wirkt im Vergleich wie ein Bike, das für wechselnde Bedingungen gemacht ist: Das Fahrwerk unterstützt eine kontrollierte Linie, und das Gesamtpaket vermittelt das Gefühl, auch bei nicht ganz idealem Belag souverän zu bleiben. In Kurven hilft die Auslegung dabei, die Maschine ruhig zu halten, während die Geometrie eher auf Stabilität bei längeren Strecken ausgelegt ist.

Die Low Rider S fühlt sich dagegen stärker nach „Straßen-Cruiser“ an. Das Handling ist oft direkt und kraftvoll, aber die Abstimmung zielt mehr auf das Fahrgefühl auf Asphalt ab. Wer Kurven dynamisch fährt, merkt schnell, dass das Motorrad seinen Charakter aus der Cruiser-typischen Balance zieht: kräftig, präsent und mit einem gewissen „Schwung“, der Spaß macht – solange die Umgebung passt.

Motor und Antrieb: Charakterunterschiede im Vergleich

Beim Motor zeigt sich der Unterschied zwischen den Konzepten besonders deutlich. Die Pan America 1250 ST ist auf gleichmäßiges Vorankommen und Tourentauglichkeit ausgelegt. Das merkt man daran, wie sich Leistung und Drehmoment über verschiedene Geschwindigkeiten hinweg nutzen lassen. Für lange Strecken ist das ein Vorteil, weil das Motorrad nicht nur „spurtet“, sondern auch konstant trägt.

Die Low Rider S steht dagegen für einen kraftvollen Cruiser-Drive. Im Vergleich wirkt das Ansprechverhalten oft unmittelbarer, und das Motorrad vermittelt mehr das Gefühl von „Punch“ aus dem Stand bzw. aus niedrigen Drehzahlen. Das ist ideal für Ausfahrten, bei denen man gern zügig beschleunigt, den Sound genießt und die Fahrt bewusst dynamisch gestaltet.

Bremsen und Sicherheit: Vertrauen im Tempo

Beide Motorräder sind auf sicheres Fahren ausgelegt, aber die Schwerpunkte unterscheiden sich. Die Pan America 1250 ST profitiert von einer Gesamtkonzeption, die für längere Fahrten und wechselnde Streckenbedingungen gedacht ist. Dadurch wirkt das Bremsgefühl oft „tourenstabil“: Man kann das Tempo kontrolliert aufbauen und wieder reduzieren, ohne dass sich das Motorrad aus dem Konzept bringt.

Die Low Rider S setzt ebenfalls auf verlässliche Verzögerung, aber der Fokus liegt stärker auf dem typischen Cruiser-Einsatz. Das bedeutet: Bremsen und Fahrstabilität passen besonders gut zu Fahrprofilen, bei denen man auf Asphalt unterwegs ist und das Motorrad vor allem für zügige, aber nicht dauernd extreme Manöver nutzt.

Elektronik und Assistenz: Komfort vs. Fahrgefühl

Im Vergleich zeigt sich: Die Pan America 1250 ST bringt eine modernere, stärker tourenorientierte Elektronik-Philosophie mit. Das hilft vor allem dann, wenn die Bedingungen variieren oder wenn man längere Strecken entspannt fahren möchte. Die Systeme unterstützen dabei, das Motorrad berechenbar zu halten und den Fahrer zu entlasten.

Die Low Rider S wirkt in der Abstimmung eher darauf ausgelegt, das Fahrerlebnis im Vordergrund zu lassen. Elektronik ist vorhanden, aber der Charakter bleibt klar cruiser-lastig: Man spürt das Motorrad, statt dass es sich wie ein „Assistenzpaket“ anfühlt. Das ist für viele genau der Reiz – solange man weiß, dass das Bike primär für Asphalt und klassische Cruiser-Routen gedacht ist.

Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und Touren

Für den Alltag ist entscheidend, wie gut sich ein Motorrad in unterschiedlichen Situationen bewegt. Die Pan America 1250 ST punktet vor allem bei längeren Fahrten und wenn die Route nicht zu 100 Prozent planbar ist. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man gern „einfach nimmt“, weil es die meisten Situationen souverän abdeckt.

Die Low Rider S ist im Alltag besonders dann stark, wenn der Schwerpunkt auf Ausfahrten, Stadtfahrten und Landstraßen liegt. Das Motorrad macht dort Spaß, wo man nicht ständig mit wechselnden Untergründen rechnen muss. Wer häufig in urbanen Bereichen unterwegs ist, profitiert zudem von der cruiser-typischen Art, das Motorrad ruhig und präsent zu bewegen.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Harley-Davidson Pan America 1250 ST

  • Stärken: Reise- und Tourenfokus, vielseitiger Charakter, komfortorientierte Ergonomie, gute Unterstützung bei wechselnden Bedingungen.
  • Schwächen: Wer ausschließlich kurze Asphalt-Ausfahrten bevorzugt und ein möglichst „leichtes“ Cruiser-Gefühl sucht, könnte den Adventure-Ansatz als weniger passend empfinden.

Harley-Davidson Low Rider S

  • Stärken: Cruiser-typischer Auftritt, kraftvoller Straßencharakter, unmittelbares Fahrgefühl auf Asphalt, ideal für Ausfahrten mit Fokus auf Stil und Dynamik.
  • Schwächen: Für lange Touren mit wechselnden Strecken oder für ambitionierte Offroad-Ansätze ist die Ausrichtung weniger geeignet als bei der Pan America.

Für wen lohnt sich welches Motorrad?

Die Entscheidung hängt weniger von „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern davon, welche Art von Fahrten im Vordergrund steht. Die Pan America 1250 ST ist die bessere Wahl, wenn Tourenplanung, Komfort über viele Kilometer und ein Motorrad gefragt sind, das auch außerhalb perfekter Straßenverhältnisse Spaß macht. Sie passt besonders zu Fahrern, die gern mehrere Stunden am Stück unterwegs sind und ihre Route flexibel gestalten.

Die Low Rider S ist die richtige Wahl, wenn der Schwerpunkt auf Asphalt liegt und das Motorrad vor allem für Ausfahrten, Stadt und Landstraße genutzt wird. Wer den Cruiser-Charakter liebt, gern zügig beschleunigt und das Fahrgefühl möglichst direkt und „präsent“ haben möchte, wird mit der Low Rider S deutlich glücklicher.

Fazit:

Die Harley-Davidson Pan America 1250 ST ist das Bike für lange Touren, flexible Routen und alle, die ein Adventure-Konzept mit komfortabler Ergonomie suchen. Sie spielt ihre Stärken aus, wenn Strecken variieren, wenn man mehrere Stunden fährt und wenn das Motorrad nicht nur auf dem perfekten Asphalt überzeugen soll. Die Harley-Davidson Low Rider S hingegen ist die bessere Wahl für Asphalt-Fahrer, die den Cruiser-Charakter, den markanten Look und ein unmittelbares, kraftvolles Straßengefühl bevorzugen. Wer vor allem kurze bis mittlere Ausfahrten plant, gern dynamisch beschleunigt und das Motorrad als stilvollen Begleiter im Alltag nutzt, trifft mit der Low Rider S den richtigen Nerv. Kurz gesagt: Pan America für Reise und Vielseitigkeit, Low Rider S für Cruiser-Feeling und Straßenfokus.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙