| UVP | 19.900 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Motor mit ordentlich Dampf in allen Lebenslagen
- angenehme, aber trotzdem sportliche Sitzposition
- komfortables Fahrwerk
- williges Kurvenverhalten
- Fahrspaß ohne Ende
- eigenständige Optik
- kein Allerwelts-Motorrad
- Windschild nicht verstellbar
- Sound nicht jedermanns Sache
- QuickShifter nach unten gut, nach oben hakelig
- Teillast-Ruckeln bei bestimmten Drehzahlen
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 246 | kg |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Länge | 2.240 | mm |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Sitzhöhe: | 825 | mm |
| Höhe | 1.510 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V2 Revolution™ Max 1250 | |
| Hubraum | 1.252 | ccm |
| Hub | 72 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 152 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 127 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 372 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Dreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend | |
| Federung vorne | Showa 47 mm USD, vollständig elektronisch einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | Über Umlenkhebel angelenktes Showa Einzelfederbein mit hydraulisch einstellbarer Federvorspannung sowie einstellbarer Zug- und Druckstufe (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17 58W | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17 73W | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen Brembo Monoblock ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Die neue Harley Davidson Pan America 1250 ST ist ein herrlich unvernünftiges und eigenständiges Bike. Geländeausflüge mag sie nicht, dafür ist sie auf der Straße aber eine Macht! Der 1250er V2 drückt die Maschine mit Nachdruck nach vorne und dank ihrer sportlichen Fahrwerksgeometrie und der Sitzposition wird man auf einer ST mehr oder weniger automatisch zum Kurvenräuber. Ein paar kleine Kritikpunkte haben wir zwar gefunden (siehe oben), aber das ändert nichts daran, dass uns die ST einen riesigen Spaß vermittelt hat. Geile Karre!Die Testmaschine wurde uns netterweise von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Dort warten die Pan America 1250 ST und viele andere Harley Vorführer auf Probefahrer. Harley Kiel liegt verkehrsgünstig an der Autobahn und man kann vom Händler mehr oder weniger sofort auf Landstraßen das Bike seiner Wahl ausführen. Ach ja: Die Standard PanAm steht dort ebenfalls als Vorführer bereit. Vielleicht beide mal hintereinander fahren und vergleichen?
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Harley-Davidson Pan America 1250 ST vs. MV Agusta Superveloce 800 – der Vergleich
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Harley-Davidson Pan America 1250 ST steht für große Abenteuer auf der Straße und darüber hinaus, während die MV Agusta Superveloce 800 eher den Fokus auf sportliche Dynamik und präzises Handling legt. Genau darum geht es hier: nicht um reine Daten, sondern um das, was sich daraus im Alltag und auf der Strecke wirklich anfühlt.
Grundidee der beiden Motorräder
Harley-Davidson Pan America 1250 ST: Adventure mit Komfort-Fokus
Die Pan America 1250 ST ist als Reise- und Tourenmaschine gedacht. Der Charakter ist auf Reichweite, Stabilität und ein souveränes Fahrgefühl ausgelegt. Wer lange Strecken plant, Wert auf eine entspannte Sitzposition legt und auch mal abseits der typischen Asphaltstrecke unterwegs sein möchte, findet hier eine klare Ausrichtung.
MV Agusta Superveloce 800: Sportlichkeit mit Anspruch
Die Superveloce 800 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das für sportliche Ausfahrten gemacht ist. Der Schwerpunkt liegt auf agilerem Handling, direkter Rückmeldung und einem Fahrstil, der Kurven nicht nur durchfährt, sondern „mitnimmt“. Wer gern zügig unterwegs ist und das Motorrad als aktiven Begleiter versteht, wird die Philosophie schnell erkennen.
Motor und Fahrgefühl im Vergleich
Im direkten Vergleich zeigen sich die Unterschiede vor allem im Charakter. Die Pan America 1250 ST ist auf gleichmäßige Kraftentfaltung und Durchzug ausgelegt. Das macht sie besonders attraktiv, wenn das Tempo über längere Zeit konstant bleiben soll oder wenn Lastwechsel in Alltagssituationen souverän abgefedert werden müssen. Das Motorrad vermittelt dabei das Gefühl von „Stabilität unter Last“ – ideal für Touren, bei denen man nicht ständig neu anfahren oder permanent nachjustieren möchte.
Die MV Agusta Superveloce 800 setzt dagegen stärker auf sportliche Reaktion. Das Ansprechverhalten wirkt direkter, und das Motorrad lädt dazu ein, den Drehzahlbereich bewusst zu nutzen. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das mehr nach „Kurve für Kurve“ klingt: Gas auf, Linie halten, wieder Gas – ohne dass das Motorrad den Fahrer aus dem Rhythmus bringt. Für dynamische Fahrten ist das ein großer Vorteil.
Fahrwerk, Handling und Stabilität
Bei der Harley-Davidson Pan America 1250 ST spielt das Fahrwerk seine Stärke vor allem auf längeren Strecken aus. Die Maschine bleibt auch bei wechselnden Untergründen ruhig und gibt dem Fahrer ein sicheres Gefühl. Gerade wenn die Straße nicht perfekt ist oder wenn Gepäck und Fahrkomfort eine Rolle spielen, zeigt sich die Reiseorientierung. Das Handling ist nicht „zackig“ im Sinne eines reinen Sportmotorrads, aber es ist kontrolliert und berechenbar.
Die MV Agusta Superveloce 800 punktet beim Wechsel zwischen Schräglage und Richtungswechseln. Das Motorrad wirkt leichter in der Bewegung und vermittelt ein präzises Feedback. In engen Kurven und auf kurvigen Strecken ist das ein klarer Vorteil: Die Superveloce fühlt sich an, als würde sie die Linie aktiv unterstützen. Gleichzeitig kann genau diese sportliche Auslegung bedeuten, dass man bei sehr langen Etappen oder bei weniger perfekten Straßen stärker auf den eigenen Komfort achten muss.
Bremsen und Sicherheitsempfinden
Beide Motorräder sind auf ein sicheres Fahrverhalten ausgelegt, aber sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Pan America 1250 ST wirkt im Bremsgefühl eher „tourentauglich“: stabil, gut dosierbar und auf wiederholtes Verzögern ausgelegt. Das ist besonders dann wichtig, wenn man im Alltag häufig bremsen muss oder wenn längere Abfahrten geplant sind.
Die Superveloce 800 bietet dagegen ein sportlicheres Bremsgefühl. Die Verzögerung wirkt direkter, und das Motorrad lässt sich im Tempowechsel sehr fein steuern. Für Fahrer, die gern zügig unterwegs sind und Bremsmanöver als Teil des Fahrstils sehen, ist das ein Plus. Wer dagegen vor allem entspannt reisen möchte, wird die Pan America als „stressfreier“ empfinden.
Ergonomie und Sitzposition
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt, weil sie den Unterschied zwischen „macht Spaß“ und „macht lange Spaß“ ausmacht. Die Harley-Davidson Pan America 1250 ST ist auf Komfort und eine aufrechte bis leicht geneigte Haltung ausgelegt. Dadurch bleibt die Belastung über längere Zeit moderat, und auch bei wechselndem Wetter oder längeren Tagesetappen wirkt das Motorrad weniger anstrengend.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist sportlicher positioniert. Das unterstützt eine aktive Fahrweise und sorgt dafür, dass sich das Motorrad schnell in die gewünschte Haltung bringen lässt. Für kurze bis mittlere Touren oder für Ausfahrten mit Fokus auf Kurven ist das ideal. Bei sehr langen Strecken kann die sportlichere Haltung jedoch stärker ins Gewicht fallen, je nach Körpergröße und persönlichem Komfortempfinden.
Ausstattung und Alltagstauglichkeit
Im Alltag zeigt sich die unterschiedliche Zielgruppe. Die Pan America 1250 ST ist als Reiseplattform gedacht. Typisch sind die Ausrichtung auf Schutz, Komfort und eine Ausstattung, die längere Fahrten erleichtert. Das Motorrad wirkt wie gemacht für Touren, bei denen man nicht nur „fahren“, sondern auch ankommen will – mit möglichst wenig Reibung im Tagesablauf.
Die Superveloce 800 ist dagegen stärker auf Fahrspaß und sportliche Funktionalität ausgelegt. Die Ausstattung unterstützt den sportlichen Charakter, ohne den Fokus zu sehr auf Reise-„Komfortpakete“ zu legen. Wer gern leicht und dynamisch unterwegs ist, wird das als Vorteil sehen. Wer hingegen regelmäßig mit Gepäck unterwegs ist oder viel auf wechselnden Streckenbedingungen fährt, wird die Reiseorientierung der Pan America deutlicher spüren.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Pan America 1250 ST – Stärken
- Reise- und Langstreckenfokus: Stabilität und Komfort für lange Etappen.
- Souveränes Fahrgefühl bei wechselnden Bedingungen.
- Alltagstauglichkeit durch gut dosierbare Performance und entspannte Ergonomie.
Harley-Davidson Pan America 1250 ST – mögliche Schwächen
- Weniger „Sport-Agilität“ als ein reines Kurvenmotorrad.
- Fahrstilabhängig: Wer maximal sportlich fahren will, könnte sich mehr „Biss“ wünschen.
MV Agusta Superveloce 800 – Stärken
- Sportliches Handling mit direktem Feedback.
- Kurvenorientierte Dynamik für zügige Ausfahrten.
- Feine Steuerbarkeit beim Tempo- und Richtungswechsel.
MV Agusta Superveloce 800 – mögliche Schwächen
- Komfortfokus geringer als bei einer Reiseenduro.
- Sportliche Ergonomie kann bei sehr langen Strecken stärker fordern.
Welche Maschine passt zu welchem Fahrprofil?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welche Werte „besser“ sind, sondern davon, wie diese Werte im Fahralltag wirken. Die Pan America 1250 ST ist besonders dann die richtige Wahl, wenn Touren, Reichweite, Komfort und ein souveränes Gesamtpaket im Vordergrund stehen. Sie eignet sich für Fahrer, die gern entspannt planen, lange Strecken fahren und dabei auch mal andere Untergründe akzeptieren.
Die Superveloce 800 ist dagegen die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf sportlicher Dynamik liegt: Kurven, Tempowechsel, präzises Handling und ein Motorrad, das sich wie ein Werkzeug für den Fahrspaß anfühlt. Wer häufig kurze bis mittlere Strecken fährt und dabei gern zügig unterwegs ist, wird die Stärken der MV Agusta sehr schnell zu schätzen wissen.
Fazit:
Die Harley-Davidson Pan America 1250 ST ist die stimmige Wahl für alle, die ein Motorrad für lange Touren suchen: komfortorientiert, stabil im Alltag und mit einem Fahrgefühl, das auch bei wechselnden Bedingungen Ruhe ausstrahlt. Wer regelmäßig größere Strecken fährt, Wert auf Ergonomie und eine Reiseausrichtung legt und das Motorrad als zuverlässige Basis für Abenteuer versteht, bekommt hier ein starkes Gesamtpaket.
Die MV Agusta Superveloce 800 passt besser zu Fahrern, die sportliche Ausfahrten priorisieren: präzises Handling, direkte Rückmeldung und eine Dynamik, die Kurvenfahrten besonders lebendig macht. Wer gern zügig unterwegs ist und das Motorrad aktiv „mitfährt“, wird die Stärken der Superveloce deutlich spüren.
Kurz gesagt: Pan America 1250 ST für Reise und Komfort über Distanz – Superveloce 800 für sportliche Kurven und Fahrspaß mit Anspruch.