UVP 19.900 €
Baujahr von 2025 bis 2026~
UVP 11.199 €
Baujahr von 2013 bis 2026~
Die neue Straßenvariante der Pan Am mit 17 Zoll Vorderrad.
Weiter zum Testbericht
Was macht die 4. Generation der MT-09 anders bzw. besser?
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • Motor mit ordentlich Dampf in allen Lebenslagen
  • angenehme, aber trotzdem sportliche Sitzposition
  • komfortables Fahrwerk
  • williges Kurvenverhalten
  • Fahrspaß ohne Ende
  • eigenständige Optik
  • kein Allerwelts-Motorrad
Kontra:
  • Windschild nicht verstellbar
  • Sound nicht jedermanns Sache
  • QuickShifter nach unten gut, nach oben hakelig
  • Teillast-Ruckeln bei bestimmten Drehzahlen
Pro:
  • Spaßgranate
  • Starker Motor mit Druck und Charakter
  • Fauchende Triple-Soundkulisse
  • technisch bereis in Serie voll ausgestattet
  • butterweicher QuickShifter
  • agiles, wendiges Fahrverhalten
Kontra:
  • Kupplungsgehäuse ragt rechts weit heraus
  • Blinker-Rückstellungsintervall zu lang

Abmessungen & Gewicht

Gewicht246kg
Radstand1.580mm
Länge2.240mm
Radstand1.580mm
Sitzhöhe: 825 mm
Höhe1.510mm
Gewicht189kg
Radstand1.430mm
Länge2.090mm
Radstand1.430mm
Sitzhöhe: 825 mm
Höhe1.145mm

Motor

Motor-BauartV2 Revolution™ Max 1250
Hubraum1.252ccm
Hub72mm
Bohrung105mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartReihe
Hubraum890ccm
Hub62mm
Bohrung78mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung152 PS bei 9.000 U/Min
Drehmoment127 NM bei 6.750 U/Min
Höchstgeschw.220km/h
Tankinhalt21Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite372km
Leistung119 PS bei 10.000 U/Min
Drehmoment93 NM bei 7.000 U/Min
Höchstgeschw.235km/h
Tankinhalt14Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite280km

Fahrwerk

RahmenbauartDreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend
Federung vorneShowa 47 mm USD, vollständig elektronisch einstellbar (Federweg 170)mm
Federung hintenÜber Umlenkhebel angelenktes Showa Einzelfederbein mit hydraulisch einstellbarer Federvorspannung sowie einstellbarer Zug- und Druckstufe (Federweg 170)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne120/70ZR17 58W
Reifen hinten180/55ZR17 73W
RahmenbauartBrückenrohrrahmen
Federung vorneUpside-Down 41 mm (Federweg 130)mm
Federung hintenMonofederbein (Federweg 177)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70 ZR17
Reifen hinten180/55 ZR17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen Brembo Monoblock ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 298 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 245 mm)

Fazit

Die neue Harley Davidson Pan America 1250 ST ist ein herrlich unvernünftiges und eigenständiges Bike. Geländeausflüge mag sie nicht, dafür ist sie auf der Straße aber eine Macht! Der 1250er V2 drückt die Maschine mit Nachdruck nach vorne und dank ihrer sportlichen Fahrwerksgeometrie und der Sitzposition wird man auf einer ST mehr oder weniger automatisch zum Kurvenräuber. Ein paar kleine Kritikpunkte haben wir zwar gefunden (siehe oben), aber das ändert nichts daran, dass uns die ST einen riesigen Spaß vermittelt hat. Geile Karre!
 
Die Testmaschine wurde uns netterweise von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Dort warten die Pan America 1250 ST und viele andere Harley Vorführer auf Probefahrer. Harley Kiel liegt verkehrsgünstig an der Autobahn und man kann vom Händler mehr oder weniger sofort auf Landstraßen das Bike seiner Wahl ausführen. Ach ja: Die Standard PanAm steht dort ebenfalls als Vorführer bereit. Vielleicht beide mal hintereinander fahren und vergleichen?

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 19.990 €
  • Verfügbarkeit: seit 03/2025
  • Farben: rot, grau, schwarz

Fazit

"Spaßgranate", so lässt sich die neue MT-09 am besten in einem Wort zusammenfassen. Dies haben wir bei den Tests der älteren MTs allerdings auch schon gesagt und zum Glück hat Yamaha nicht vergessen, dass dies die DNA dieser Maschine ist.
 
Die Updates haben dem 2024er Modell gut getan, vor allem in Sachen Bedienung. Die Qualitätsanmutung und die technische Ausstattung wurde nochmals verbessert und der Preis von 11.199 Euro geht vor allem im Vergleich zu den Wettbewerbern komplett in Ordnung. 
 
Also, auf geht´s zum Yamaha Händler und zumindest Probesitzen ist Pflicht. Wem die MT-09 zu klein ist, dem empfehle ich ein zweites Probesitzen auf einer XSR 900. Die ist technisch sehr ähnlich, bietet größeren Piloten aber etwas mehr Platz. Wie auch immer: CP3 rules!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 11.199 €
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 0.000€
  • Baujahre: MT-09 seit 2013
  • Verfügbarkeit: 4. Gen. ab 03/2024
  • Farben: Schwarz, Cyan, Blau

MotorradTest.de auf YouTube

Harley-Davidson Pan America 1250 ST vs Yamaha MT-09: Vergleich für Alltag, Tour und Fahrspaß

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Pan America 1250 ST und die Yamaha MT-09, wird der Vergleich spannend: Hier steht ein klarer Fokus auf Reise- und Abenteuerkomfort, dort ein kompromissloses Konzept für Agilität, Direktheit und spontane Fahrfreude. Beide Modelle bringen ihre eigenen Stärken mit – und genau daraus entsteht die Frage: Welches Motorrad passt besser zum eigenen Fahrstil, zu den typischen Strecken und zu den Erwartungen an Komfort, Handling und Motorcharakter?

Im folgenden Vergleich werden die im jeweiligen Modellkonzept angelegten Eigenschaften gegenübergestellt. Dabei geht es nicht nur um „Daten“, sondern vor allem darum, wie sich die Unterschiede im Alltag bemerkbar machen: beim Anfahren, in der Kurve, auf längeren Strecken und bei der Frage, wie viel Motorrad man wirklich jeden Tag nutzen möchte.

Grundcharakter: Reiseabenteuer vs. Street-Performance

Harley-Davidson Pan America 1250 ST

Die Pan America 1250 ST ist als Adventure-Motorrad gedacht, das auch dann souverän bleibt, wenn die Strecke nicht perfekt vorbereitet ist. Der Fokus liegt auf Stabilität, Fahrkomfort und einem Gesamtpaket, das lange Touren erleichtert. Das Motorrad wirkt dabei wie gemacht für „weiterfahren, wenn andere schon Pause machen“ – mit einer Ausrichtung auf entspannteres Handling bei gleichzeitigem Leistungsanspruch.

Yamaha MT-09

Die Yamaha MT-09 steht dagegen für das, was viele an der MT-Serie lieben: ein sehr lebendiger Charakter, der sich schnell anfühlt und Lust auf dynamisches Fahren macht. Im Alltag punktet sie besonders dort, wo häufig Beschleunigung, Richtungswechsel und kurzes „Rein und Raus“ gefragt sind – also in Stadtverkehr, auf Landstraßen und auf Strecken mit vielen Kurven.

Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt

Beim Vergleich der Motorcharaktere zeigt sich ein klarer Unterschied: Die Pan America 1250 ST ist auf gleichmäßiges Vorankommen und kontrollierte Kraftentfaltung ausgelegt. Das macht sie besonders angenehm, wenn man nicht ständig „arbeiten“ will, sondern einfach zügig vorankommen möchte. Gerade bei längeren Etappen spielt das eine große Rolle: weniger Stress, mehr Rhythmus.

Die MT-09 dagegen setzt stärker auf unmittelbare Reaktion. Das Motorrad wirkt oft wie ein „Gas-auf-der-Hand“-Konzept: Man spürt schnell, wie sich die Drehmoment- und Leistungsentfaltung gestaltet, und kann das Fahrgefühl sehr direkt steuern. Das ist ein Vorteil, wenn man gern sportlich fährt, häufig beschleunigt und Kurvenausgänge aktiv gestaltet.

Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität

Pan America 1250 ST: souverän und tourentauglich

Die Pan America 1250 ST zielt auf ein Fahrverhalten, das auch bei wechselnden Bedingungen ruhig bleibt. Das zeigt sich vor allem dann, wenn die Strecke länger wird oder wenn die Straße nicht durchgehend glatt ist. Das Motorrad vermittelt dabei das Gefühl, dass es „getragen“ wird – nicht im Sinne von träge, sondern im Sinne von kontrolliert und berechenbar.

MT-09: leichtfüßig und schnell in der Linie

Die Yamaha MT-09 spielt ihre Stärken besonders im schnellen Wechsel zwischen den Fahrzuständen aus. Beim Einlenken fühlt sie sich oft sehr direkt an, und das macht sie attraktiv für Kurven, enge Passagen und Strecken, auf denen man gern zügig unterwegs ist. Wer häufig zwischen Stadt und Landstraße pendelt, wird die Agilität schnell zu schätzen wissen.

Ergonomie und Sitzposition: Komfort auf Distanz vs. sportliche Haltung

Ergonomie ist beim Motorradvergleich ein entscheidender Punkt, weil sie den Unterschied zwischen „macht Spaß“ und „macht müde“ ausmachen kann. Die Pan America 1250 ST ist tendenziell auf längere Strecken ausgelegt: Die Sitzposition wirkt so gestaltet, dass man auch nach mehreren Stunden noch entspannt fahren kann. Das unterstützt besonders dann, wenn man Touren plant, Gepäck mitführt oder einfach nicht ständig nachjustieren möchte.

Die MT-09 wirkt dagegen stärker auf eine dynamische, eher sportliche Nutzung hin. Das bedeutet nicht, dass sie unkomfortabel wäre – aber sie lädt mehr dazu ein, aktiv zu fahren. Wer gern „mit dem Motorrad arbeitet“, findet hier ein sehr stimmiges Gesamtgefühl. Für sehr lange Autobahnphasen oder ausgedehnte Touren kann die persönliche Vorliebe jedoch stärker ins Gewicht fallen.

Elektronik und Assistenz: Unterstützung im Alltag

Beide Motorräder setzen auf moderne Elektronik, aber mit unterschiedlicher Priorität. Die Pan America 1250 ST wirkt wie ein Paket, das den Fahrer über verschiedene Fahrsituationen hinweg entlasten soll – besonders auf Touren, bei wechselnden Bedingungen und wenn man nicht jedes Detail manuell steuern möchte. Das macht sie attraktiv für Menschen, die gern entspannt fahren und trotzdem Reserven haben wollen.

Die MT-09 bringt Elektronik eher in den Kontext von Fahrspaß und Kontrolle. Gerade bei dynamischer Fahrweise kann das helfen, das Motorrad berechenbar zu halten, ohne den Charakter zu „glätten“. So entsteht ein gutes Gleichgewicht aus direktem Gefühl und sinnvoller Unterstützung.

Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen beim Verzögern

Beim Thema Bremsen zeigt sich in der Praxis meist ein Unterschied zwischen „Tour-Sicherheit“ und „sportlicher Kontrolle“. Die Pan America 1250 ST wirkt darauf ausgelegt, auch bei längeren Fahrten und wechselnden Bedingungen konstant zu funktionieren. Das ist ein Pluspunkt, wenn man häufig zügig unterwegs ist, aber nicht ständig an der Grenze fährt.

Die MT-09 steht stärker für ein Motorrad, das man gern sportlich bewegt. Das bedeutet: Verzögerung und Einlenken greifen oft sehr schnell ineinander. Wer häufig in Kurven bremst oder bewusst mit dem Vorderrad arbeitet, wird die direkte Rückmeldung zu schätzen wissen.

Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und „mal schauen, wohin es geht“

Die Pan America 1250 ST ist besonders dann im Element, wenn der Plan nicht nur „von A nach B“ ist. Sie passt gut zu Menschen, die Touren planen, auch mal abseits der typischen Strecken unterwegs sind oder einfach ein Motorrad möchten, das für viele Szenarien vorbereitet ist. Die Stärken liegen hier in der Kombination aus Komfort, Stabilität und einem Reisegefühl.

Die MT-09 ist dagegen oft die bessere Wahl, wenn der Alltag aus vielen kurzen Fahrten besteht oder wenn man gern spontan fährt. Sie wirkt wie ein Motorrad, das schnell verfügbar ist: einsteigen, losfahren, Spaß haben. Auf Landstraßen mit vielen Kurven und in Situationen, in denen man häufig beschleunigt und die Linie wechselt, spielt sie ihre Vorteile besonders deutlich aus.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Stärken der Harley-Davidson Pan America 1250 ST

  • Tourenfokus: Komfort und Ruhe im Fahrgefühl, besonders auf längeren Strecken.
  • Stabilität: berechenbares Handling, das auch bei wechselnden Bedingungen Sicherheit vermittelt.
  • Adventure-Ansatz: ein Motorrad, das nicht nur auf perfekte Straßen ausgelegt ist.

Schwächen bzw. Grenzen der Harley-Davidson Pan America 1250 ST

  • Charakter: Wer maximale Agilität im Stadtverkehr sucht, findet bei der MT-09 oft die direktere Antwort.
  • Fahrprofil: Für sehr „kurz und sportlich“-orientierte Fahrten kann der Reisefokus weniger passend wirken.

Stärken der Yamaha MT-09

  • Agilität: schnelle Reaktion und leichtes Handling, ideal für Kurven und dynamische Strecken.
  • Direktes Fahrgefühl: Motor und Gasannahme wirken unmittelbar.
  • Alltagsnutzen: passt gut zu Stadt, Landstraße und spontanen Ausfahrten.

Schwächen bzw. Grenzen der Yamaha MT-09

  • Tourenanspruch: Für sehr lange, komfortorientierte Reisen kann der Adventure-Fokus der Pan America im Vorteil sein.
  • Fahrstil: Wer eher entspannt cruisen möchte, muss den dynamischen Charakter mögen.

Welche Wahl ist sinnvoll? Empfehlung nach Fahrprofil

Die Entscheidung hängt weniger davon ab, „welches Motorrad besser ist“, sondern vielmehr davon, welche Art von Motorrad-Erlebnis gesucht wird. Wer ein Motorrad möchte, das sich wie ein Reisebegleiter anfühlt, der auch längere Strecken und wechselnde Bedingungen souverän abarbeitet, findet in der Harley-Davidson Pan America 1250 ST eine sehr stimmige Option.

Wer dagegen ein Motorrad sucht, das im Alltag schnell Spaß macht, sich in Kurven leicht anfühlt und eine direkte Verbindung zwischen Gasgriff und Fahrgefühl bietet, wird mit der Yamaha MT-09 sehr wahrscheinlich glücklicher. Sie ist besonders stark, wenn die Fahrten abwechslungsreich sind und man gern aktiv fährt.

Fazit:

Die Harley-Davidson Pan America 1250 ST ist die bessere Wahl für alle, die ein komfortorientiertes Adventure-Motorrad suchen: stabil, tourentauglich und mit einem Fahrgefühl, das lange Strecken entspannter macht. Sie punktet vor allem dann, wenn nicht nur die Route zählt, sondern auch das Gesamtpaket aus Ruhe, Unterstützung und Reise-Charakter.

Die Yamaha MT-09 empfiehlt sich dagegen für Fahrer, die Agilität und unmittelbaren Fahrspaß priorisieren. Sie eignet sich besonders für Stadtfahrten, kurvige Landstraßen und dynamische Ausfahrten, bei denen man schnell reagieren und das Motorrad aktiv bewegen möchte. Wer den direkten Charakter mag, bekommt hier ein sehr lebendiges Gesamtgefühl.

Kurz gesagt: Pan America für Touren und souveräne Vielseitigkeit, MT-09 für spontane Dynamik und leichtfüßige Performance.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙