| UVP | 19.900 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 10.299 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2021 | |
Pro und Kontra
- Motor mit ordentlich Dampf in allen Lebenslagen
- angenehme, aber trotzdem sportliche Sitzposition
- komfortables Fahrwerk
- williges Kurvenverhalten
- Fahrspaß ohne Ende
- eigenständige Optik
- kein Allerwelts-Motorrad
- Windschild nicht verstellbar
- Sound nicht jedermanns Sache
- QuickShifter nach unten gut, nach oben hakelig
- Teillast-Ruckeln bei bestimmten Drehzahlen
- Durchzug
- Verarbeitung
- Wendig
- Unkomfortable Sitzbank
- Preis
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 246 | kg |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Länge | 2.240 | mm |
| Radstand | 1.580 | mm |
| Sitzhöhe: | 825 | mm |
| Höhe | 1.510 | mm |
| Gewicht | 252 | kg |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Länge | 2.255 | mm |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.170 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V2 Revolution™ Max 1250 | |
| Hubraum | 1.252 | ccm |
| Hub | 72 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V | |
| Hubraum | 942 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 85 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 152 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 127 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 372 | km |
| Leistung | 52 PS bei 5.500 U/Min | |
| Drehmoment | 80 NM bei 3.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 169 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Dreiteiliger Leichtmetallrahmen mit Rohr-, Guss- und Formteilen, Motor mittragend | |
| Federung vorne | Showa 47 mm USD, vollständig elektronisch einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | Über Umlenkhebel angelenktes Showa Einzelfederbein mit hydraulisch einstellbarer Federvorspannung sowie einstellbarer Zug- und Druckstufe (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminium-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17 58W | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17 73W | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Federung hinten | Stereo-Federbeine (Federweg 110)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremsen Brembo Monoblock ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 280 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 298 mm) | |
Fazit
Die neue Harley Davidson Pan America 1250 ST ist ein herrlich unvernünftiges und eigenständiges Bike. Geländeausflüge mag sie nicht, dafür ist sie auf der Straße aber eine Macht! Der 1250er V2 drückt die Maschine mit Nachdruck nach vorne und dank ihrer sportlichen Fahrwerksgeometrie und der Sitzposition wird man auf einer ST mehr oder weniger automatisch zum Kurvenräuber. Ein paar kleine Kritikpunkte haben wir zwar gefunden (siehe oben), aber das ändert nichts daran, dass uns die ST einen riesigen Spaß vermittelt hat. Geile Karre!Die Testmaschine wurde uns netterweise von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Dort warten die Pan America 1250 ST und viele andere Harley Vorführer auf Probefahrer. Harley Kiel liegt verkehrsgünstig an der Autobahn und man kann vom Händler mehr oder weniger sofort auf Landstraßen das Bike seiner Wahl ausführen. Ach ja: Die Standard PanAm steht dort ebenfalls als Vorführer bereit. Vielleicht beide mal hintereinander fahren und vergleichen?
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Pan America 1250 ST vs Yamaha SCR 950 – Vergleich
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Pan America 1250 ST und die Yamaha SCR 950, wird die Entscheidung oft weniger von technischen Daten getrieben – und mehr vom eigenen Fahrstil. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Wie unterscheiden sich die beiden Modelle in ihrem Charakter, in der Art, wie sie sich im Alltag und auf längeren Strecken anfühlen, und welche Stärken bzw. Schwächen sich daraus ergeben.
Grundcharakter: Adventure-Reise vs. Retro-Scrambler
Harley-Davidson Pan America 1250 ST
Die Pan America 1250 ST ist als Adventure-Maschine gedacht: Sie zielt auf Touren, auf Komfort über längere Zeit und auf ein Fahrgefühl, das auch außerhalb der reinen Asphalt-Routine funktioniert. Der Fokus liegt auf Stabilität, souveräner Leistungsentfaltung und einer Ausstattung, die eher nach „Reise“ als nach „Show“ aussieht.
Yamaha SCR 950
Die SCR 950 steht dagegen für einen klaren Retro- und Scrambler-Vibe. Das Motorrad wirkt kompakt, nah am Fahrer und macht vor allem dann Spaß, wenn kurze Wege, Stadtfahrten und kurvige Strecken im Vordergrund stehen. Statt „großer Reise“ geht es hier um Stil, Agilität und ein direktes, unkompliziertes Fahrgefühl.
Fahrgefühl im Alltag: Wie leicht sind die Motorräder zu bewegen?
Im Alltag zeigt sich der größte Unterschied: Die Pan America 1250 ST ist ein schwereres, tourorientiertes Motorrad. Das bedeutet nicht, dass sie unhandlich ist – aber sie verlangt mehr „Mitdenken“ bei Rangieren und langsamen Manövern. Dafür spielt sie ihre Stärken aus, sobald die Strecke fließt: Geradeauslauf, Ruhe im Fahrverhalten und ein Gefühl von Stabilität, das auf längeren Fahrten entlastet.
Die SCR 950 wirkt dagegen wie gemacht für das schnelle Vorankommen. Sie ist leichter im Handling, fühlt sich in engen Situationen oft spontaner an und passt gut zu Fahrern, die ein Motorrad suchen, das man gern „einfach nimmt“. Allerdings liegt der Fokus weniger auf maximaler Langstrecken-Komfortorientierung, sondern auf einem lebendigen, unmittelbaren Fahrstil.
Komfort und Ergonomie: Sitzposition und Langstrecken-Tauglichkeit
Bei der Pan America 1250 ST ist die Ergonomie klar auf Touren ausgelegt. Die Sitzposition unterstützt längere Fahrten, und die Gesamtkonzeption zielt darauf, dass man auch nach mehreren Stunden noch entspannt unterwegs ist. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn regelmäßig längere Strecken geplant sind oder wenn das Motorrad als „Allround-Reisegerät“ dienen soll.
Die SCR 950 bietet eine eher sportlich-nah am Fahrer orientierte Haltung. Das kann auf kurzen bis mittleren Strecken sehr angenehm sein, weil das Motorrad dadurch „greifbar“ bleibt. Für lange Etappen kann das je nach Körperbau und Fahrgewohnheit weniger komfortabel wirken als bei einer klaren Tourenmaschine. Dafür punktet die SCR 950 mit einem Charakter, der sich nicht nach „Pflichtprogramm“ anfühlt, sondern nach Fahrspaß.
Leistungscharakter: Kraftentfaltung und Fahrbarkeit
Die Pan America 1250 ST ist auf Durchzug und souveräne Leistungsentfaltung ausgelegt. Das zeigt sich vor allem beim Beschleunigen aus dem mittleren Drehzahlbereich und beim entspannten Fahren auf Landstraßen oder Autobahnabschnitten. Die Stärke liegt darin, dass das Motorrad nicht ständig „eingefordert“ werden muss – es trägt den Fahrer.
Die SCR 950 setzt eher auf ein gefühltes, direktes Ansprechverhalten. Der Motorcharakter wirkt bodennah und macht das Motorrad besonders attraktiv für Fahrer, die gern mit Gefühl fahren und nicht nur auf maximale Reserven achten. Im Stadtverkehr und auf kurzen Strecken ist das oft genau die richtige Art von Fahrbarkeit.
Fahrwerk und Bremsen: Stabilität vs. Agilität
Bei der Pan America 1250 ST ist das Fahrwerk auf Kontrolle und Stabilität ausgelegt. Das hilft besonders bei wechselnden Untergründen oder wenn die Strecke nicht immer perfekt ist. Auch bei höheren Geschwindigkeiten bleibt das Motorrad ruhig, was das Sicherheitsgefühl erhöht. Die Bremsen sind dabei ein wichtiger Teil der Gesamtwirkung: Sie sollen berechenbar funktionieren und dem Fahrer das Vertrauen geben, das man auf Touren braucht.
Die SCR 950 spielt ihre Stärken eher in der Agilität aus. Das Fahrwerk wirkt oft „direkter“, wodurch sich das Motorrad in Kurven und bei Richtungswechseln lebendig anfühlt. Die Bremsen sind ebenfalls auf ein stimmiges Gesamtpaket ausgelegt – allerdings steht hier weniger die maximale Tourenreserven-Philosophie im Vordergrund, sondern das harmonische Zusammenspiel für den Alltag und sportliche Landstraßenfahrten.
Ausstattung und Alltag: Was macht den Unterschied?
Die Pan America 1250 ST ist als Reise- und Adventure-Maschine konzipiert, entsprechend ist die Ausstattung typischerweise auf längere Nutzung ausgelegt. Dazu passen Features, die das Motorrad alltagstauglicher machen: Schutz vor Wind, Komfort im Handling und eine Gesamtkonzeption, die das Motorrad als „Werkzeug für weite Strecken“ erscheinen lässt.
Die SCR 950 setzt stärker auf den Look und das Fahrgefühl. Wer ein Motorrad sucht, das sich leicht in den Alltag integrieren lässt und optisch sofort überzeugt, findet hier eine klare Antwort. Gleichzeitig ist die SCR 950 häufig die bessere Wahl für alle, die weniger „Reiseausrüstung“ brauchen und mehr Wert auf ein stimmiges Gesamtbild sowie einfache Bedienbarkeit legen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Pan America 1250 ST – Stärken
- Tourenfokus: Komfort und Stabilität für längere Strecken.
- Ruhiges Fahrverhalten: Entspanntes Handling bei höheren Geschwindigkeiten.
- Vielseitiger Charakter: Adventure-Anspruch, der über den reinen Asphalt hinausgeht.
Harley-Davidson Pan America 1250 ST – Schwächen
- Mehr Gewicht im Alltag: Rangieren und langsame Manöver können mehr Aufwand bedeuten.
- Weniger „Kurzstrecken-Feeling“: Wer vor allem spontan in der Stadt fährt, könnte den Tourencharakter als weniger passend empfinden.
Yamaha SCR 950 – Stärken
- Agiles, direktes Fahrgefühl: Besonders angenehm für Stadt und kurvige Strecken.
- Retro-Charisma: Optik und Stil passen zu einem individuellen Fahrstil.
- Unkompliziert im Alltag: Das Motorrad wirkt schnell „einsatzbereit“.
Yamaha SCR 950 – Schwächen
- Tourenkomfort nicht im Fokus: Für sehr lange Etappen kann die Ergonomie je nach Person weniger entspannend wirken.
- Adventure-Anspruch geringer: Wer abseits des Asphalts oder mit Reiseambitionen plant, findet bei der Pan America das passendere Konzept.
Welche Kaufentscheidung passt zu welchem Fahrprofil?
Die Harley-Davidson Pan America 1250 ST ist besonders dann die richtige Wahl, wenn das Motorrad als Hauptmaschine für Touren dienen soll. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, Wert auf Stabilität legt und ein Motorrad sucht, das auch bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket. Der Adventure-Charakter und die tourorientierte Ergonomie sprechen vor allem Fahrer an, die gern planen, entdecken und dabei Komfort mitnehmen möchten.
Die Yamaha SCR 950 passt dagegen besser zu Fahrern, die ein Motorrad für den Alltag, für kurze bis mittlere Strecken und für kurvige Fahrten suchen – und dabei bewusst den Retro-Scrambler-Look mögen. Wer ein leicht zu handhabendes Motorrad bevorzugt, das sich schnell in den Alltag einfügt und bei jeder Ausfahrt ein Stück „Fahrspaß“ liefert, trifft mit der SCR 950 häufig genau die richtige Wahl.
Fazit
Die Harley-Davidson Pan America 1250 ST ist das Motorrad für alle, die vor allem Touren, Komfort und Stabilität suchen. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie lange Strecken souverän „mitträgt“ und dabei einen klaren Adventure-Anspruch vermittelt. Wer häufig unterwegs ist, auch über längere Zeit, und ein Motorrad möchte, das sich wie ein verlässlicher Reisebegleiter anfühlt, wird mit der Pan America deutlich zufriedener sein.
Die Yamaha SCR 950 gewinnt dagegen dort, wo Agilität, Stil und unkomplizierter Fahrspaß zählen. Sie eignet sich besonders für Stadtfahrten, spontane Ausfahrten und kurvige Strecken, bei denen das Motorrad direkt und lebendig wirken soll. Wer weniger „Reiseausrüstung“ erwartet und mehr Wert auf ein stimmiges, charakterstarkes Gesamtbild legt, findet in der SCR 950 die passendere Wahl.