| UVP | 17.570 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2026~ | |
| UVP | 21.390 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- eigenständige Optik
- kräftiger Motor mit Leistung UND Drehmoment
- qualitativ hochwertiger Eindruck
- fetter V2 Sound, aber unter 95dB
- elektronisch komplett ausgestattet inkl. Schräglagen-Sensorik
- Federung hinten knüppelhart
- futzeliger Seitenständer
- satte Straßenlage
- 1.000 km Stück kein Problem
- luxuriöser Sitzkomfort für Fahrer und Beifahrer
- bäriger Motor mit sattem Durchzug
- voll ausgestattet nicht ganz billig
- schwer -> eingeschränkte Rangierfähigkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 228 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 775 | mm |
| Gewicht | 279 | kg |
| Radstand | 1.485 | mm |
| Länge | 2.222 | mm |
| Radstand | 1.485 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 5 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V2 Revolution® Max 1250T | |
| Hubraum | 1.252 | ccm |
| Hub | 72 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum | 1.254 | ccm |
| Hub | 76 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Luft-/Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
Fahrleistungen
| Leistung | 122 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 12 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 231 | km |
| Leistung | 136 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 143 NM bei 6.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 25 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 526 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Motor mittragegend | |
| Federung vorne | USD-Gabel, 43 mm, mit einstellbarer Federvorspannung und einstellbarer Zug- und Druckstufe der Dämpfung (Federweg 92)mm | |
| Federung hinten | Über Umlenkhebel angelenktes Einzelfederbein mit außenliegendem Ausgleichsbehälter, einstellbarer Federvorspannung sowie einstellbarer Zug- und Drucks (Federweg 51)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 160/70TR17 73V | |
| Reifen hinten | 180/70R16 77V | |
| Rahmenbauart | Zweiteiliges Rahmenkonzept aus Haupt- und daran angeschraubtem Heckrahmen, mittragender Motor | |
| Federung vorne | BMW Motorrad Telelever, Zentralfederbein, Standrohrdurchmesser 37 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | BMW Motorrad Paralever; WAD Federbein (Federweg 136)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, radial montierte Vierkolben-Monoblock-Festsattelbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse ( Ø 276 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Die neue Sportster S ist unverkennbar eine Harley Davidson. Allerdings ist es eine NEUE Harley, die nicht nur optisch polarisiert, sondern auch technisch derartig vollgestopft ist, dass der eine oder andere Purist vermutlich die Nase rümpfen wird. Gerade jüngere Fahrer werden sich aber freuen, eine echte Harley mit so viel Schnickschnack bewegen zu können.Wir finden es gut, dass die Sportster S so eigenständig daherkommt und Ecken und Kanten aufweist. Sie hat Charakter und ist absolut unverwechselbar. Trotzdem haben wir mal Wettbewerber herausgesucht, die der Sportster S zumindest ähnlich sind: Indian FTR 1200 S und Honda CMX 1100 Rebel passen da noch am ehesten.
Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Harley Davidson in Kiel. Wer sie dort mal Probe fahren möchte: Wir empfehlen eine Runde um den Westensee!
Fazit - was bleibt hängen
Wenn ein echter Reise-Tourer, dann RT! Allerdings nur dann, wenn man auf der Straße bleibt. Für Schotter oder Gelände ist die RT gänzlich ungeeignet. Wer aber möglichst komfortabel (und schnell?) von Hamburg nach München kommen will, der wird auf der BMW R 1250 RT nicht nur seinen Spaß haben, sondern auch völlig entspannt ankommen. Da die RT auch statt Kette einen Kardanantrieb hat, muss man auch nicht ständig Kettenpflege betreiben.Die zahlreichen technischen Features inkl. des QuickShifters braucht man vielleicht nicht unbedingt, aber sie funktionieren alle blendend und lassen sich vor allem leicht bedienen. Die Lautsprecher vorne wirken dabei vielleicht ein bisschen nach Alt-Herren-Bike, aber wir müssen zugeben: Wir haben sie genutzt und es genossen. Vielleicht gehören wir aber auch einfach schon zur typischen RT-Generation ...
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Bergmann & Söhne in Pinneberg - vielen Dank.
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Sportster S vs. BMW R 1250 RT: Vergleich für Alltag, Tour und Fahrgefühl
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Sportster S und die BMW R 1250 RT, wird der Vergleich spannend: Hier trifft ein moderner, sportlich interpretierter Harley-Charakter auf eine Reise-Tourer-Philosophie, die auf Komfort, Stabilität und lange Strecken ausgelegt ist. Beide Maschinen können begeistern – aber sie sprechen häufig unterschiedliche Bedürfnisse an. Genau darum geht es in diesem Vergleich: nicht darum, wer „besser“ ist, sondern darum, wer wo besonders stark ist.
Grundidee der beiden Motorräder: Charakter vs. Reisefokus
Harley-Davidson Sportster S: sportlich, direkt, urban-tauglich
Die Sportster S steht für ein Motorrad, das sich schnell anfühlt und den Fahrer nah am Geschehen hält. Der Fokus liegt auf einem dynamischen Auftritt: Die Sitzposition wirkt sportlich, die Maschine reagiert zügig und vermittelt ein Gefühl von „greifbar“. Wer gern zügig über Landstraßen fährt, sich an knackigen Kurven orientiert und das Motorrad auch im Alltag nutzt, bekommt hier eine klare, moderne Interpretation der Harley-Welt.
BMW R 1250 RT: komfortabel, souverän, auf Langstrecke optimiert
Die BMW R 1250 RT ist dagegen ein klassischer Vertreter der Reise-Tourer. Das merkt man nicht nur am Gesamteindruck, sondern auch an der Art, wie sich das Motorrad bewegt: stabil, ruhig und mit viel Fokus auf Fahrkomfort. Gerade bei längeren Etappen spielt die RT ihre Stärken aus – mit guter Ergonomie, durchdachter Wind- und Wetterschutz-Logik und einem Gesamtpaket, das eher nach „entspannt ankommen“ klingt als nach „maximal sportlich drücken“.
Motor und Antrieb: Drehmomentgefühl vs. souveräne Kraftentfaltung
Im direkten Vergleich zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den Konzepten: Die Sportster S wirkt oft dann besonders überzeugend, wenn das Motorrad zügig aus dem Drehzahlbereich heraus arbeiten soll. Das Ansprechverhalten und die direkte Kraftübertragung sorgen dafür, dass sich Beschleunigung und Fahrtempo schnell „übersetzen“ lassen. Das ist ideal, wenn häufig gewechselt wird zwischen Stadtverkehr, Landstraße und spontanen Überholmanövern.
Die BMW R 1250 RT spielt ihre Stärken häufig bei gleichmäßigem Tempo und bei längeren Autobahn- oder Landstraßenphasen aus. Die Kraftentfaltung wirkt dabei weniger „aggressiv“ im Gefühl, dafür aber sehr souverän und konstant. Das macht die RT besonders attraktiv, wenn es um entspannte Reiseetappen geht, bei denen man nicht ständig den Rhythmus neu suchen möchte.
Fahrwerk und Handling: wendig im Kopf vs. stabil im Geradeaus
Sportster S: agiles Handling für Kurven und Tempowechsel
Die Harley-Davidson Sportster S wirkt im Vergleich oft leichter im Handling, vor allem dann, wenn es um Richtungswechsel und dynamisches Fahren geht. Das Motorrad lädt dazu ein, die Linie aktiv zu fahren. Wer gern „mit dem Motorrad arbeitet“, also aktiv lenkt und Kurven nicht nur durchfährt, sondern gestaltet, findet hier ein stimmiges Gesamtgefühl.
R 1250 RT: Ruhe und Stabilität für lange Strecken
Die BMW R 1250 RT ist weniger auf hektische Richtungswechsel ausgelegt, sondern auf Stabilität. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten und bei wechselnden Bedingungen (Wind, Fahrbahnqualität, Verkehrsdichte) zeigt die RT ihren Reisecharakter. Das Motorrad vermittelt ein sicheres Gefühl, das besonders auf langen Strecken entlastet. In engen Kurven kann das Handling zwar sportlich wirken, aber die eigentliche Stärke liegt klar im „Durchziehen“ von Etappen.
Komfort und Ergonomie: sportliche Nähe vs. Tourenentspannung
Beim Komfort unterscheiden sich die beiden Motorräder deutlich. Die Sportster S bietet eine sportlichere Sitzposition und ein direkteres Fahrgefühl. Das ist super, wenn kurze bis mittlere Strecken im Vordergrund stehen oder wenn das Motorrad auch mal „schnell“ wirken soll. Allerdings ist der Fokus weniger auf maximaler Langstrecken-Entspannung ausgelegt.
Die BMW R 1250 RT ist dagegen klar auf Tourenkomfort getrimmt. Ergonomie, Windschutz und die Art, wie das Motorrad Vibrationen und Fahrbahnunebenheiten „abfedert“, sind auf längere Fahrten ausgelegt. Wer häufig mehrere Stunden am Stück unterwegs ist, profitiert hier spürbar. Der Unterschied zeigt sich besonders dann, wenn man nicht nur fährt, sondern auch ankommen möchte – mit weniger Ermüdung.
Elektronik und Assistenz: moderne Helfer vs. Fokus auf Fahrgefühl
Beide Motorräder bringen moderne Technik mit, aber die Ausrichtung ist unterschiedlich. Die BMW R 1250 RT setzt typischerweise stärker auf ein Gesamtpaket aus Assistenz, Fahrmodi und Komfortfunktionen, die das Reisen erleichtern. Das hilft besonders in Situationen, in denen man nicht ständig selbst nachregeln möchte: bei wechselndem Wetter, bei unterschiedlichen Straßenbelägen oder wenn man einfach konstant und entspannt unterwegs sein will.
Die Harley-Davidson Sportster S wirkt im Vergleich oft als Motorrad, das den Fahrer stärker im direkten Fahrprozess lässt. Elektronik ist vorhanden, aber das Gefühl bleibt: Das Motorrad soll vor allem Spaß machen und nicht „zu viel“ übernehmen. Das kann ein Vorteil sein, wenn man gern selbst steuert und das Motorrad als Werkzeug für den eigenen Fahrstil nutzt.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen im Alltag und auf Tour
Im Vergleich der Bremswirkung und des Sicherheitsgefühls zeigt sich: Die BMW R 1250 RT wirkt häufig besonders dann überzeugend, wenn man mit Gepäck oder bei längeren Touren unterwegs ist – das Gesamtpaket aus Stabilität, Fahrwerksabstimmung und Bremsgefühl passt gut zu Reisebedingungen. Die Sportster S punktet eher durch ein direktes, sportliches Brems- und Rückmeldegefühl, das zu dynamischerem Fahren einlädt.
Wichtig ist: Beide Motorräder können sicher gefahren werden, aber der Charakter der Sicherheit ist unterschiedlich. Die RT vermittelt mehr „Reise-Sicherheit“ durch Ruhe und Systemlogik, die Sportster S mehr „Fahr-Sicherheit“ durch direkte Rückmeldung und Agilität.
Windschutz, Wetterschutz und Alltag: RT für Reisen, Sportster S für Flexibilität
Beim Thema Windschutz und Wetterschutz ist die BMW R 1250 RT im Vergleich klar im Vorteil. Die RT ist dafür gemacht, auch bei längeren Fahrten und wechselnden Bedingungen angenehm zu bleiben. Das reduziert Stress und erhöht den Komfort – besonders auf Autobahnabschnitten oder bei kühlerem Wetter.
Die Sportster S ist dagegen flexibler im Alltag. Sie wirkt leichter zu handhaben, wenn es darum geht, schnell von A nach B zu kommen, mal kurz zu tanken, durch den Verkehr zu navigieren oder spontan eine Runde zu drehen. Wer selten „große“ Touren plant, sondern eher abwechslungsreiche Tagesfahrten mag, findet in der Sportster S oft die passendere Basis.
Gepäck und Tourenplanung: RT als Reiseplattform
Wenn es um Gepäck und Tourenplanung geht, spielt die BMW R 1250 RT ihre Stärken aus. Das Motorrad ist als Reiseplattform gedacht: Komfort, Windschutz und die Gesamtkonzeption passen gut zusammen. Wer regelmäßig mit Gepäck unterwegs ist – sei es für Urlaub, längere Wochenenden oder einfach „mehr dabei haben“ – wird die RT als stimmig empfinden.
Die Harley-Davidson Sportster S kann natürlich auch für längere Fahrten genutzt werden, aber sie wirkt eher wie ein Motorrad, das man für Touren auswählt, bei denen das Fahrgefühl im Vordergrund steht. Wer viel Wert auf „alles dabei, entspannt ankommen“ legt, wird bei der RT eher das komplette Paket finden.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Harley-Davidson Sportster S – Stärken
- Direktes, sportliches Fahrgefühl und schnelle Reaktion
- Agiles Handling für Kurven und Tempowechsel
- Alltags- und Feierabendtauglichkeit durch flexible Auslegung
Harley-Davidson Sportster S – mögliche Schwächen
- Weniger Fokus auf maximalen Langstreckenkomfort
- Reise-„Rundum-sorglos“-Feeling ist nicht so stark wie bei der RT
BMW R 1250 RT – Stärken
- Komfort und Stabilität für lange Strecken
- Starker Wind- und Wetterschutz-Charakter
- Reiseorientierte Gesamtkonzeption mit moderner Technik
BMW R 1250 RT – mögliche Schwächen
- Weniger „agil-sportlich“ im Gefühl als die Sportster S
- Wer vor allem kurze, dynamische Fahrten sucht, könnte den Reisefokus als weniger passend empfinden
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrstil?
Die Harley-Davidson Sportster S ist besonders dann die richtige Wahl, wenn das Motorrad vor allem Spaß machen soll: dynamisch, direkt und mit einem Charakter, der sich in Kurven und bei Tempowechseln zeigt. Sie passt gut zu Fahrern, die gern selbst entscheiden, wie sportlich es wird, und die das Motorrad auch im Alltag regelmäßig nutzen.
Die BMW R 1250 RT ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf Touren liegt: lange Strecken, komfortables Reisen, guter Wetterschutz und ein Gesamtpaket, das auch bei hoher Fahrzeit entspannt bleibt. Wer häufig unterwegs ist, ohne ständig „nachzusteuern“, profitiert von der Reise-Logik der RT.
Fazit:
Die Harley-Davidson Sportster S überzeugt im Vergleich vor allem durch ihr direktes, sportliches Fahrgefühl und ihre Agilität – ideal für abwechslungsreiche Tagesfahrten, Kurven und eine Fahrweise, bei der das Motorrad aktiv „mitarbeitet“. Wer ein Motorrad sucht, das sich schnell anfühlt und den eigenen Stil betont, findet hier eine starke Basis.
Die BMW R 1250 RT ist dagegen die bessere Wahl für Menschen, die regelmäßig lange Strecken fahren und dabei Komfort, Stabilität und Wetterschutz besonders schätzen. Die RT wirkt wie eine Reiseplattform: souverän, ruhig und darauf ausgelegt, dass man nach vielen Kilometern noch frisch ankommt. Kurz gesagt: Sportster S für dynamischen Fahrspaß und Flexibilität, R 1250 RT für komfortables Reisen und entspannte Etappen.