| UVP | 16.600 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2026~ | |
| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2012 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- Bäriger Motor mit echtem Harley-Feeling
- krasser Sound
- lässiger Auftritt
- technisch gut ausgestattet
- Bremsen sind nur okay
- ABS regelt nicht mehr zeitgemäß
- Sozius sitzt wie auf einer Abschußßrampe
- Sportlich
- Unglaublich wendig
- Preis
- Alltagsnutzen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 293 | kg |
| Radstand | 1.630 | mm |
| Länge | 2.320 | mm |
| Radstand | 1.630 | mm |
| Sitzhöhe: | 680 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
| Gewicht | 162 | kg |
| Radstand | 1.476 | mm |
| Radstand | 1.476 | mm |
| Sitzhöhe: | 899 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight® 117 Classic | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 1-Zylinder 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 80 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 91 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 156 NM bei 2.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 240 | km |
| Leistung | 79 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 73 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 320 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | 49-mm-Telegabel mit zwei Federraten, Dual Bending Valve, Leichtmetall-Gabelbrücken und Faltenbälgen (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein mit einstellbarer Federvorspannung (Federweg 86)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90B19,57H,BW | |
| Reifen hinten | 150/80B16,77H,BW | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | WP-USD Apex Ø 48 mm (Federweg 224)mm | |
| Federung hinten | WP APEX mit Pro-Lever Umlenkung (Federweg 240)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 160/60 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattelbremse ( Ø 292 mm) | |
| Bremsen vorne | Scheibe, Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit
Die Harley-Davidson Street Bob 2025 ist ein gelungener Cruiser für Individualisten, die Wert auf Authentizität und Fahrspaß legen. Das Design ist klassisch und dennoch modern, die Technik ausgereift und die Ausstattung sinnvoll gewählt. Im Fahrverhalten überzeugt das Bike durch Agilität und Komfort, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist angesichts der Qualität und des Kultfaktors angemessen. Persönlich überzeugt die Street Bob durch ihre Vielseitigkeit und das besondere Fahrerlebnis, das nur eine echte Harley bieten kann. Für alle, die einen charakterstarken Cruiser suchen, ist die Street Bob 2025 eine klare Empfehlung.
Die Testmaschine wurde uns netterweise von Harley-Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Dort wartet die Street Bob und viele andere Harley Vorführer auf Probefahrer. Harley Kiel liegt verkehrsgünstig an der Autobahn und man kann vom Händler mehr oder weniger sofort auf Landstraßen das Bike seiner Wahl auf den Zahn fühlen.
DEAL: Wer sich beeilt, bekommt bei HD Kiel die Street Bob 2025 (gleiches Motorrad, andere Farben) für 17.000 Euro inkl. der Speichenfelgen!
Fazit: Man will sie mögen, aber einfach ist es nicht
Bekommt sie von uns den Daumen hoch? Schwierige Entscheidung. Denn trotzdem sie im Vergleich zur Konkurrenz die agilste und konsequenteste Supermoto ist, hat sie einfach zu viele Mängel für die meisten Interessenten. Dabei geht es nicht um solche Dinge wie die fehlende Soziustauglichkeit oder den nicht existierenden Windschutz. Über solche Dinge können engagierte KTM SMC R 690-Treiber nur Grinsen, und sie haben recht damit. Fans gibt es übrigens viele: Die Maschine liegt in der aktuellen Zulassungsstatistik auf Platz 15.
Nein, einen großen Nachteil gibt es: Sie liefert in ihrer Paradedisziplin nicht ab, denn wirklich schnell ist sie nur dann, wenn man das Treppenhaus des Hamburger Michel hochfahren möchte. Ansonsten ist da mehr Show als Shine. Wenn der stärkste Einzylinder der Welt nur 75 PS liefert, ist das eben das entscheidende Leistungsmanko im Vergleich zur nicht viel weniger wendigen Ducati Hypermotard mit ihren 114 PS. Das sind über 50% mehr.
Dass Vergleiche mit Ducatis überhaupt auftauchen, liegt an der sportlichen Preispolitik der Österreicher, von der selbst BMW noch etwas lernen könnte. Für die roh ausgestattete SMC R 690 verlangt KTM tatsächlich 10.799 Euro. Zum Vergleich: Der gleiche Motor wird in der 690 Enduro R für ebenfalls 10.799 Euro verbaut, im Naked Bike Duke 690 gibt es ihn für 8.899 Euro.
Motorräder der Marke Ducati gelten eigentlich nicht als Softies. Mag die Hypermotard das im Vergleich zur SMC sein, aber für einen Sitzplatz mehr, die umfangreiche Ausstattung und 114 PS verlangt Ducati 12.490 Euro und damit nur 1.691 Euro mehr.
Aber wahrscheinlich ist das alles nichts für die KTMler. Ja, sie ist die konsequenteste Supermoto auf dem Markt. Und damit ein Statement, wunderbar.
Danke an M.A.S. für das Testbike.
MotorradTest.de auf YouTube
Harley-Davidson Street Bob vs KTM 690 SMC R: Vergleich für unterschiedliche Fahrwelten
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Harley-Davidson Street Bob und die KTM 690 SMC R, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Vielmehr entscheidet das Gesamtpaket: Fahrgefühl, Sitzposition, Charakter des Motors, Handling und wie gut das jeweilige Bike zu den eigenen Wegen passt. Die Street Bob steht für klassisches Cruiser-Feeling, die KTM 690 SMC R für sportliche Agilität und den Anspruch, Kurven und wechselnde Strecken aktiv zu „arbeiten“. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich spannend.
Grundidee der beiden Motorräder: Cruiser-Look vs. Supermoto-Performance
Die Harley-Davidson Street Bob ist als Cruiser gedacht, der im Alltag souverän wirkt und dabei bewusst auf eine klare, reduzierte Linie setzt. Der Fokus liegt auf einem entspannten, kraftvollen Auftritt und einem Fahrstil, der eher von gleichmäßiger Dynamik als von hektischem Antritt lebt.
Die KTM 690 SMC R dagegen ist ein Supermoto, das mit seiner Leichtbau-Anmutung und dem sportlichen Setup auf Wendigkeit und Fahrspaß ausgelegt ist. Wer gern zügig durch die Stadt fährt, enge Kurven mag oder auch mal abseits der typischen „Autobahn-Routine“ unterwegs ist, findet hier eine Maschine, die förmlich nach Bewegung verlangt.
Motorcharakter im Vergleich: Drehmomentgefühl vs. sportliche Reaktion
Beim Motorcharakter zeigen sich die typischen Unterschiede: Die Street Bob vermittelt ein Gefühl von „Kraft aus dem Stand heraus“ und wirkt insgesamt wie ein Motorrad, das man nicht ständig drehen muss, um zügig voranzukommen. Das passt besonders gut zu Fahrten mit wechselndem Tempo, Ampelstopps und Strecken, auf denen man nicht dauerhaft im gleichen Rhythmus bleibt.
Die KTM 690 SMC R reagiert dagegen spürbar sportlicher und dynamischer. Sie fühlt sich eher nach „Gas geben und sofort mitnehmen lassen“ an. Das macht sie attraktiv für Fahrer, die gern beschleunigen, früh in die Kurve gehen und das Motorrad aktiv führen. Gerade im kurvigen Umfeld zeigt sich, dass die KTM nicht nur schnell sein will, sondern auch das Fahrgefühl stark über die Gasannahme und das Zusammenspiel aus Motor und Fahrwerk definiert.
Handling und Fahrwerk: entspannter Geradeauslauf vs. präzise Wendigkeit
Im Handling unterscheiden sich die Motorräder deutlich. Die Harley-Davidson Street Bob wirkt in der Praxis stabil und ruhig. Das Motorrad vermittelt ein souveränes Gefühl, wenn die Strecke fließt und man nicht ständig „arbeiten“ muss. Gerade auf längeren Abschnitten oder bei gemütlicherem Tempo spielt diese Art von Fahrstabilität ihre Stärken aus.
Die KTM 690 SMC R ist dagegen auf Agilität ausgelegt. Das Fahrwerk und die Geometrie unterstützen ein schnelles Umlegen und ein präzises Positionieren in Kurven. Wer gern dynamisch fährt, profitiert von der direkten Rückmeldung. Gleichzeitig bedeutet diese sportliche Ausrichtung: Das Motorrad fordert mehr Aufmerksamkeit, insbesondere wenn die Straße unruhig ist oder die Fahrbahn wechselt.
Bremsen und Kontrolle: souveränes Tempo vs. sportliche Verzögerung
Beim Thema Bremsen zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen Cruiser- und Supermoto-Philosophie. Die Street Bob ist darauf ausgelegt, kontrolliert und berechenbar zu verzögern. Das passt gut zu einem Fahrstil, bei dem man vorausschauend bremst und das Motorrad eher „ruhig“ in die gewünschte Geschwindigkeit bringt.
Die KTM 690 SMC R wirkt im Vergleich sportlicher in der Verzögerung. Sie unterstützt ein zügiges Anbremsen und ein aktives Fahren. Wer Kurven gern mit klaren Bremsimpulsen einleitet, wird die direkte Kontrolle zu schätzen wissen. Wer dagegen eher entspannt unterwegs ist, kann die sportliche Sensibilität als „zu viel“ empfinden – das hängt aber stark vom eigenen Fahrstil ab.
Sitzposition und Ergonomie: Cruiser-Komfort vs. sportliche Haltung
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt im Vergleich. Die Harley-Davidson Street Bob bietet eine Haltung, die eher auf Komfort und entspannte Kontrolle ausgelegt ist. Das Motorrad wirkt dadurch besonders passend für Fahrten, bei denen man nicht ständig in eine „Rennhaltung“ wechseln möchte.
Die KTM 690 SMC R setzt auf eine sportlichere Position. Das unterstützt das aktive Führen und macht das Motorrad besonders geeignet für Fahrer, die gern mit dem Körper arbeiten, das Bike in Kurven „mitnehmen“ und die Dynamik ausnutzen. Für längere, gemütliche Touren kann das je nach Körperbau und Fahrgewohnheit weniger entspannend wirken als bei der Street Bob.
Alltagstauglichkeit: Stadt und Alltag vs. kurvige Strecken
Im Alltag spielt die Street Bob ihre Stärken vor allem dort aus, wo man häufig stoppt, anfahren muss und das Motorrad nicht permanent „auf Temperatur“ bringen möchte. Der Cruiser-Charakter wirkt dabei angenehm unkompliziert. Zudem passt das Gesamtbild der Street Bob gut zu urbanen Wegen, bei denen Stil und Präsenz genauso zählen wie Fahrkomfort.
Die KTM 690 SMC R ist im Alltag besonders dann stark, wenn die Strecke nicht nur aus geraden Linien besteht. In der Stadt kann sie durch ihre Wendigkeit punkten, auf Landstraßen durch das schnelle Ansprechverhalten und die kurvenorientierte Fahrweise. Wer häufig kurze Wege fährt und dabei gern „mitnimmt“, statt nur „zu kommen“, findet in der KTM oft mehr Fahrspaß.
Stärken und Schwächen: Was die Modelle jeweils besser können
Harley-Davidson Street Bob – Stärken
- Charakter und Fahrgefühl: Cruiser-typisches, ruhigeres Kraftgefühl mit starker Präsenz.
- Alltag & Rhythmus: Wirkt besonders passend für wechselnde Geschwindigkeiten und häufiges Anfahren.
- Komfortorientierte Haltung: Eher entspannte Ergonomie für längere Abschnitte.
Harley-Davidson Street Bob – Schwächen
- Sportliche Agilität: Gegenüber einer Supermoto-Philosophie wirkt die KTM in engen Kurven oft „leichter“.
- Aktives Fahren: Wer maximale Dynamik aus Kurven ziehen will, muss bei der Street Bob stärker mit dem eigenen Stil arbeiten.
KTM 690 SMC R – Stärken
- Agilität und Präzision: Unterstützt ein schnelles, sicheres Umlegen und aktives Kurvenfahren.
- Motorreaktion: Wirkt sportlich und macht Beschleunigung sowie Gaswechsel besonders spaßig.
- Fahrspaß auf kurvigen Strecken: Die Supermoto-Idee zeigt sich im Alltag und auf Landstraßen besonders deutlich.
KTM 690 SMC R – Schwächen
- Anspruch: Die sportliche Ausrichtung verlangt mehr Aufmerksamkeit, besonders bei unruhiger Fahrbahn.
- Komfort für lange Touren: Die sportlichere Sitzposition kann je nach Fahrgewohnheit weniger entspannend sein.
Für wen lohnt sich welcher Vergleich?
Der Vergleich entscheidet sich letztlich weniger nach „besser“ oder „schlechter“, sondern nach dem gewünschten Fahrprofil. Die Harley-Davidson Street Bob passt besonders gut, wenn ein Motorrad gesucht wird, das im Alltag souverän wirkt, einen klaren Cruiser-Charakter hat und Fahrten mit entspannterem Rhythmus belohnt. Wer Wert auf Stil, Präsenz und ein kraftvolles, aber nicht zwingend „sportlich-angespanntes“ Fahrgefühl legt, findet in der Street Bob eine stimmige Wahl.
Die KTM 690 SMC R ist dagegen die bessere Option, wenn Kurven, Wendigkeit und sportliche Reaktion im Vordergrund stehen. Wer gern aktiv fährt, das Motorrad in jede Situation „mitnimmt“ und Fahrspaß auch aus kurzen Strecken zieht, wird mit der KTM deutlich mehr Dynamik erleben. Gerade für Fahrer, die gern schnell reagieren, präzise einlenken und das Bike als Werkzeug für sportliches Fahren sehen, ist die KTM die passendere Wahl.
Fazit:
Die Harley-Davidson Street Bob ist die richtige Wahl für alle, die ein Cruiser-Motorrad suchen, das im Alltag entspannt wirkt, einen klaren Charakter besitzt und mit einem kraftvollen, gutmütigen Fahrgefühl überzeugt. Sie spielt ihre Stärken besonders dort aus, wo der Rhythmus aus Stadtverkehr, kurzen Strecken und gleichmäßiger Dynamik besteht. Die KTM 690 SMC R hingegen ist ideal für Fahrer, die Agilität, präzises Handling und sportliche Motorreaktion priorisieren. Auf kurvigen Strecken und bei einem aktiven Fahrstil macht sie besonders viel Spaß und fühlt sich wie ein Motorrad an, das ständig nach Bewegung verlangt. Wer Komfort und Cruiser-Feeling sucht, landet eher bei der Street Bob. Wer Wendigkeit und Fahrspaß in den Mittelpunkt stellt, wird mit der KTM 690 SMC R glücklicher. Am Ende gewinnt das Bike, das zum eigenen Fahrstil passt – und genau darin liegt der Kern dieses Vergleichs.