| UVP | 30.309 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2026~ | |
| UVP | 23.190 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- imposante Leistung, extreme Beschleunigung
- superstabiles, elektr. einstellbares Fahrwerk
- technische volle Hütte inkl. Launch-Control und Track-Modus
- sehr gute Bremsen
- Sitzposition auf Dauer anstrengend
- benötigt hohe Drehzahlen
- Sozius-Sitzmöglichkeit ist hoffentlich nicht ernst gemeint
- brachialer Motor
- brachialer Sound
- brachiales Motorrad-Erlebnis
- brachiale Emotionen
- Sitzposition nicht für jedermann
- schwer
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 201 | kg |
| Radstand | 1.455 | mm |
| Länge | 2.100 | mm |
| Radstand | 1.455 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.140 | mm |
| Gewicht | 308 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 710 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.000 | ccm |
| Hub | 48 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight V2 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 217 PS bei 14.000 U/Min | |
| Drehmoment | 113 NM bei 12.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 299 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 338 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Aluminiumrahmen | |
| Federung vorne | Ohlins NPX S-EC 43mm Teleskopgabel | |
| Federung hinten | Ohlins TTX36 S-EC Pro-Link Aufhängung | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 200/55-17 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa USD-Gabel 43 mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 112)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse mit radial befestigten Vierkolbenbremszangen ( Ø 330 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse mit Doppelkolbenbremszange ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Tja, beeindruckend oder? Da ist meine Landstraßenperformance nicht ganz so dolle, aber Spaß hatte ich dennoch jede Menge. Ich frage mich allerdings, wie lange man eine Fireblade ohne Führerscheinentzug lenken darf. Ich würde sicherlich nach wenigen Tagen sofort meinen Lappen los sein. Langsam fahren geht jedenfalls nicht auf der CBR, und damit kommen wir auch zum Punkt: Honda hat bei der Fireblade alles auf Rennstrecke ausgelegt und dass so gut hingekriegt, dass für normales Motorradfahren wenig übrigbleibt.Mit dieser Maschine nur auf Landstraßen rumzufahren wäre Perlen vor die Säue. Obwohl - macht trotzdem irre Spaß! 95% der Käufer werden dennoch Racer sein, die Ihr Schätzchen regelmäßig auf die Rennstrecke entführen. Genau da fühlt sie sich wohl, genau da gehört sie hin.
Test-Bike von Motofun Kaltenkirchen - vielen Dank!
Fazit
Die Harley Davidson Low Rider S gehört ohne Frage zu den beeindruckendsten Motorrädern, die ich je gefahren bin. Das liegt nicht zuletzt an dem neuen 117er Motor, der die Fuhre nun mit einer deart brachialen (sorry) Gewalt nach vorne befördert, das einem der Atem stockt und man einen trockenen Mund bekommt. Dieses Motorrad scheint ausschließlich aus Emotionen gebaut zu sein. Die technische Ausstattung oder die sonstigen Aspekte anderer Motorräder verkommen hier zur absoluten Nebensache. Motorradfahren in seiner ursprünglichen Form mit Power in ganz größen Tüten: Das ist die Low Rider S.Die Testmaschine wurde uns von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Probefahrten sind dort mit vielen aktuellen Harley Modellen möglich. Tipp für die Ausfahrt: Nicht mehr bis zum Westensee und dann links (Tempo 30!), sondern vorher schon links abbiegen Richtung Rodenbek/Rumohr.
MotorradTest.de auf YouTube
Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP vs. Harley-Davidson Low Rider S: Vergleich für unterschiedliche Fahrstile
Wenn zwei Motorräder so klar unterschiedliche Welten repräsentieren, wird der Vergleich besonders spannend: Die Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP steht für kompromisslose Sportlichkeit, präzises Handling und ein Setup, das auf Dynamik ausgelegt ist. Die Harley-Davidson Low Rider S dagegen verkörpert den klassischen Cruiser-Charakter: kräftiger Motorlauf, massives Auftreten und ein Fahrgefühl, das eher auf Rhythmus und Gelassenheit setzt als auf maximale Rennstrecken-Nähe.
Im Folgenden geht es nicht um reine Datenlisten, sondern darum, wie sich die aufgelisteten Werte der beiden Modelle in der Praxis auswirken: beim Ansprechverhalten, beim Fahrwerk, bei der Bremsleistung, beim Komfort und bei der Frage, welches Motorrad zum eigenen Alltag passt.
Grundidee der beiden Motorräder: Sport gegen Cruiser
Die Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP ist ein Superbike, das auf schnelle Richtungswechsel, hohe Stabilität bei Tempo und ein sehr direktes Feedback ausgelegt ist. Die Harley-Davidson Low Rider S ist ein Cruiser, der mit seiner Motorcharakteristik und dem entspannten Sitz-/Fahrkonzept vor allem dann überzeugt, wenn längere Strecken ohne Stress, aber mit viel Stil gefahren werden sollen.
Schon hier zeigt sich eine wichtige Erkenntnis: Beide Motorräder können schnell sein – aber sie liefern Geschwindigkeit auf unterschiedliche Art. Die Honda fühlt sich wie ein Werkzeug an, das man präzise führt. Die Harley wirkt wie ein Erlebnis, das man genießt.
Motor und Charakter: Wie sich die Werte im Fahrgefühl bemerkbar machen
Beim Vergleich der Motorleistung und des Drehmomentverlaufs wird klar, warum die beiden Maschinen so unterschiedlich wirken. Die Honda ist typischerweise auf ein sportliches Leistungsband ausgelegt, das bei höheren Drehzahlen besonders stark zur Geltung kommt. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das mit zunehmender Drehzahl immer „scharfer“ wird – ideal für dynamische Ausfahrten und zügiges Beschleunigen aus Kurven.
Die Harley-Davidson Low Rider S spielt ihre Stärken eher im unteren bis mittleren Drehzahlbereich aus. Das bedeutet: weniger „Aufdrehen müssen“, mehr sofortiges Anfahren und ein kräftiges Durchziehen. Wer gern entspannt fährt, findet hier oft den Punkt, an dem das Motorrad einfach losrollt und dabei souverän bleibt.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
- Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP: Stärken liegen in der sportlichen Leistungsentfaltung und dem dynamischen Charakter. Schwäche kann sein, dass der „richtige“ Spaß häufig mit höheren Drehzahlen beginnt – was im Stadtverkehr oder im Stop-and-go weniger entspannt sein kann.
- Harley-Davidson Low Rider S: Stärken liegen in der Drehmomentbasis und dem entspannten Ansprechverhalten. Schwäche kann sein, dass die sportliche Spitzenperformance nicht die gleiche Art von „Rennstrecken-Feeling“ erzeugt wie bei einem Superbike.
Fahrwerk und Handling: Präzision vs. souveräne Gelassenheit
Beim Fahrwerk und den Geometrie-Werten zeigt sich der Unterschied zwischen „agil geführt“ und „komfortabel getragen“. Die Honda ist auf sportliche Linienführung ausgelegt: Sie unterstützt schnelle Richtungswechsel, bleibt in Schräglage stabil und vermittelt ein sehr klares Feedback. Das ist besonders dann spürbar, wenn die Strecke kurvig wird und man das Motorrad aktiv bewegt.
Die Harley setzt dagegen auf ein Cruiser-typisches Setup. Die Maschine wirkt oft stabil und ruhig, was auf längeren Strecken angenehm ist. Gleichzeitig kann das Handling weniger „spitz“ wirken, wenn man sehr sportlich und aggressiv fahren möchte. Das ist nicht zwingend ein Nachteil – eher eine Frage, welche Art von Fahrstil im Vordergrund steht.
Bremsen und Sicherheit: Wie sich die Werte übertragen
Auch bei den Bremsen ist der Vergleich interessant: Die Honda zielt auf starke Verzögerung und kontrollierbares Dosieren bei sportlicher Fahrweise. Die Harley kann ebenfalls kräftig verzögern, wirkt aber häufig mehr auf „souveränes Verzögern“ als auf maximal sportliches Bremsgefühl getrimmt.
In der Praxis bedeutet das: Wer häufig zügig in Kurven einfährt und gern hart bremst, wird an der Honda meist mehr „Sport-Reserven“ spüren. Wer dagegen vor allem entspannt unterwegs ist und dabei trotzdem jederzeit sicher bremsen möchte, findet bei der Harley ein stimmiges Gesamtpaket.
Komfort und Alltag: Sitzposition, Ergonomie und Fahrruhe
Komfort ist bei der Kaufentscheidung oft entscheidender als man denkt. Die Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP bringt eine sportliche Sitzposition mit, die den Oberkörper nach vorn bringt und die Arme stärker beansprucht. Das ist für kurze bis mittlere sportliche Fahrten großartig, kann aber bei langen, entspannten Touren oder im Stadtverkehr als weniger „locker“ empfunden werden.
Die Harley-Davidson Low Rider S ist ergonomisch auf Cruiser-Fahrten ausgelegt. Die Sitzhaltung wirkt meist entspannter, die Maschine lässt sich im Alltag oft leichter „laufen“ und vermittelt mehr Ruhe. Das kann besonders auf längeren Strecken oder bei häufigen Stopps im Verkehr ein Plus sein.
Stärken und Schwächen im Alltag
- Honda: Stärken: sportliche Ergonomie für dynamische Fahrten, sehr gutes Feedback. Schwächen: weniger entspannter für lange Cruiser-Touren oder häufiges Stadtfahren.
- Harley: Stärken: komfortorientierteres Fahrgefühl, angenehmer Rhythmus im Alltag. Schwächen: weniger „sportlich direkt“ bei sehr ambitionierter Fahrweise.
Leicht zu fahren oder anspruchsvoll? Die Rolle von Gewicht und Abmessungen
Auch Gewicht und Abmessungen beeinflussen, wie sich ein Motorrad im Alltag anfühlt. Die Honda ist als Supersportler oft so abgestimmt, dass sie sich trotz sportlicher Bauweise kontrolliert bewegt. Dennoch bleibt sie ein Motorrad, das man aktiv führen möchte.
Die Harley wirkt durch ihre Cruiser-Bauart oft „präsenter“. Das kann beim Rangieren oder bei engen Manövern spürbar sein. Dafür belohnt sie den Fahrer auf der Straße mit Stabilität und einem souveränen Eindruck.
Unterm Strich gilt: Beide Motorräder können im Alltag funktionieren – aber die Art, wie sie sich „leicht“ anfühlen, ist unterschiedlich. Die Honda fühlt sich eher wie ein Sportgerät an, die Harley eher wie ein großes, ruhiges Erlebnis.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Der Vergleich zeigt: Es gibt nicht das eine „bessere“ Motorrad, sondern das passende. Die Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP ist besonders attraktiv, wenn sportliche Fahrten, präzises Handling und ein dynamisches Leistungsgefühl im Vordergrund stehen. Wer Kurven liebt, gern zügig fährt und das Motorrad als Werkzeug für Fahrspaß versteht, wird hier sehr wahrscheinlich glücklich.
Die Harley-Davidson Low Rider S ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf Cruiser-Feeling, kräftigem Durchzug und entspannter Tourenstimmung liegt. Wer gern mit Charakter fährt, den Motorlauf genießt und auch längere Strecken ohne „Sportstress“ absolvieren möchte, findet in der Harley oft den idealen Begleiter.
Typische Entscheidungsszenarien
- Viele kurvige Ausfahrten, sportlicher Fahrstil: eher Honda.
- Touren mit entspanntem Tempo, Cruiser-Atmosphäre: eher Harley.
- Gemischter Alltag: beide möglich – die Entscheidung hängt davon ab, ob Komfort und Motorrhythmus oder Präzision und Sportgefühl stärker zählen.
Fazit:
Die Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP ist die richtige Wahl, wenn sportliche Dynamik, präzises Handling und ein klar sportliches Fahrgefühl Priorität haben. Die aufgelisteten Werte spiegeln sich in einem Motorrad wider, das besonders bei zügiger Fahrweise und in Kurven seine Stärken ausspielt: direkteres Feedback, sportlicheres Ansprechverhalten und ein Setup, das aktiv gefahren werden will.
Die Harley-Davidson Low Rider S überzeugt vor allem dort, wo Cruiser-Charakter zählt: kräftiger Durchzug, ein stimmiger Rhythmus im Fahrbetrieb und ein insgesamt entspannteres Erlebnis. Wer lange Strecken genießen möchte und dabei nicht ständig „sportlich“ arbeiten will, findet in der Harley meist die passendere Balance aus Komfort und souveräner Kraft.
Wer also ein Motorrad sucht, das sich wie ein Sportgerät anfühlt, greift zur Honda. Wer ein Motorrad möchte, das vor allem Charakter, Ruhe und Cruiser-Feeling liefert, ist mit der Harley besser bedient.