UVP 20.119 €
Baujahr von 2019 bis 2026~
UVP 16.150 €
Baujahr von 2019 bis 2025
Was kann die neue Africa Twin, was die alte nicht konnte?
Weiter zum Testbericht
Welche Updates bekam das 2023er Modell der BMW R1250 RS?
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • technische Ausstattung volle Hütte
  • souveränes Fahrgefühl
  • stattliche Erscheinung
  • schöner 2 Zylindersound
  • kräftiger Motor
  • gute Bremsen
Kontra:
  • komplizierte Bedienung
  • etwas schwer
Pro:
  • bulliger, Sprint- und durchzugsstarker Motor mit viel Charakter
  • Intercity-mässige Straßenlage
  • sehr komfortabel und Touren tauglich
  • viel Platz für Fahrer und Beifahrer
  • hochwertie Verarbeitung und Qualitätsanmutung
Kontra:
  • schwer
  • QuickShifter ruckelig
  • Windschild erzeugt Turbulenzen

Abmessungen & Gewicht

Gewicht243kg
Radstand1.570mm
Länge2.305mm
Radstand1.570mm
Sitzhöhe: 835-855 mm
Höhe1.475mm
Gewicht243kg
Radstand1.530mm
Länge2.202mm
Radstand1.530mm
Sitzhöhe: 820 mm
Höhe1.255mm

Motor

Motor-BauartZweizylinder-Viertakt-Reihenmotor
Hubraum1.084ccm
Hub82mm
Bohrung92mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartBoxermotor
Hubraum1.254ccm
Hub76mm
Bohrung102mm
KühlungLuft-/Flüssigkeitsgekühlt
AntriebKardan
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung102 PS bei 7.500 U/Min
Drehmoment112 NM bei 5.500 U/Min
Höchstgeschw.199km/h
Tankinhalt25Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite500km
Leistung136 PS bei 7.750 U/Min
Drehmoment143 NM bei 6.250 U/Min
Höchstgeschw.200km/h
Tankinhalt18Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite380km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vorne45mm Showa EERA Upside-Down Teleskopgabel (Federweg 210)mm
Federung hintenShowa EERA Zentralfederbein (Federweg 200)mm
Aufhängung hintenSchwinge, ProLink Aufhängung
Reifen vorne110/80 R19
Reifen hinten150/70-18
RahmenbauartZweiteiliges Rahmenkonzept aus Haupt- und daran angeschraubtem Heckrahmen, mittragender Motor
Federung vorneUpside-Down-Teleskopgabel (Federweg 140)mm
Federung hintenWAD Federbein (Federweg 140)mm
Aufhängung hintenAluminiumguss-Einarmschwinge
Reifen vorne120/70 ZR 17
Reifen hinten180/55 ZR 17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibenbremse mit radial befestigten Vierkolbenbremszangen ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinscheibenbremse mit Einkolbenbremszange ( Ø 256 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibenbremse ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinscheibenbremse ( Ø 276 mm)

Fazit

Die neue Africa Twin ist ein starkes Stück Motorrad! Die Adventure Sports wurde noch mehr auf Straße getrimmt und gehört nun zu den ultimativen Adventure-Bikes für die Reise zum Nordkap. Sie ist technisch komplett ausgestattet und gehört abgesehen von der Leistung ganz klar in die Oberklasse. Einzige Kritikpunkte sind die fummelige Bedienung und das etwas schwere Gewicht, womit allerdings auch viele Wettbewerber zu kämpfen haben. Ansonsten eine supergeile Maschine mit majestätischer Ausstrahlung und ebensolchem Fahrgefühl - grandios!
 
Das Testbike wurde uns wieder einmal von motofun (www.motofun.de) aus Kaltenkirchen nördlich von Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht die Adventure Sports und die Standard AT als Vorführer bereit. Probefahrten dort sind in den Schmalfelder Kurven ein echter Genuss - auf zu motofun und Gruß an den Chef Nico!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 18.490 €
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 15.000€
  • Baujahre: seit 2019
  • Farben: Schwarz, Weiß

Fazit - was bleibt hängen

Die BMW R 1250 RS ist nach wie vor ein betörend gutes Motorrad. Das Modell 2023 hat nun viele Features in Serie an Bord, die zuvor nur gegen Aufpreis verfügbar waren. Ausstattungsbereinigt ist die RS so gesehen sogar etwas günstiger geworden, auch wenn 15.990 Euro Grundpreis erst einmal nicht so wirken. Sie fährt toll, hat einen bärigen Motor, sieht klasse aus und ist gerade für sportliche Touren zu zweit wie gemacht.
 
Die Testmaschine wurde uns von Bergmann & Söhne zur Verfügung gestellt. Dort steht sie als vollausgestatteter Vorführer mit allen Paketen und jedweden Schnickschnack für 17.990 Euro. Ein fairer Deal und eine echte Einladung zur Probefahrt. Aber Achtung, vorher Kontostand prüfen, weil kaum jemand wiederstehen können wird...

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: ab 15.990€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 12.500€
  • Baujahre: seit 2019
  • Farben: Weiß, Schwarz, RotBlauWeiß

MotorradTest.de auf YouTube

Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports vs. BMW R 1250 RS – Vergleich für Straße, Reise und Anspruch

Wenn zwei sehr unterschiedliche Motorradwelten aufeinandertreffen, wird die Entscheidung spannend: Die Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports steht für Reiseenduro-Feeling, Geländetauglichkeit und eine robuste Allround-Philosophie. Die BMW R 1250 RS dagegen ist klar im Sporttourer-Eck verankert: dynamisches Fahren, viel Komfort auf der Straße und ein moderner Anspruch an Alltag und Langstrecke. Genau hier lohnt sich ein genauer Blick – denn beide Bikes können Touren, aber sie tun es mit unterschiedlichen Stärken.

Grundcharakter: Reiseenduro vs. Sporttourer

Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports

Die Africa Twin Adventure Sports ist darauf ausgelegt, lange Strecken souverän zu bewältigen – und dabei auch abseits der perfekten Asphaltlinie nicht sofort klein beizugeben. Der Fokus liegt auf Traktion, Stabilität und einem Fahrgefühl, das Vertrauen aufbaut. Gerade auf wechselndem Untergrund wirkt die Maschine wie gemacht für Entdecker: Sie nimmt Tempo auf, bleibt dabei kontrollierbar und vermittelt das Gefühl, dass man auch mal eine Route „anders“ fahren kann.

BMW R 1250 RS

Die BMW R 1250 RS ist dagegen der Typ Motorrad, der auf der Straße besonders glänzt. Der Sporttourer-Ansatz zeigt sich in der Ausrichtung: dynamische Linienführung, sportlichere Sitzposition im Vergleich zu klassischen Tourern und ein Fahrstil, der Kurven gern „mitnimmt“. Auf langen Etappen bleibt der Fokus auf Komfort und Ruhe – aber ohne den Charakter zu verlieren, der das Bike auch auf kürzeren Strecken lebendig macht.

Motor & Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt

Beim Vergleich der Motorcharaktere fällt auf: Beide Modelle bringen genug Reserven für zügiges Fahren, aber sie liefern das Gefühl unterschiedlich. Die Honda wirkt in der Praxis oft „gleichmäßiger“ und tourentauglicher im Sinne von: Gas geben, laufen lassen, entspannt bleiben. Das passt besonders gut, wenn die Strecke nicht nur aus Autobahn besteht, sondern aus Landstraße, Baustellen und gelegentlichen Schotter- oder Feldwegabschnitten.

Die BMW spielt ihre Stärken stärker in der Dynamik aus. Der Antrieb unterstützt ein sportliches Tempo und reagiert so, dass man Kurvenausgänge gern aggressiver ansteuert. Wer häufig zügig fährt oder gern mit Schwung unterwegs ist, bekommt hier ein Motorrad, das sich wie ein „Straßenwerkzeug“ anfühlt – präzise, direkt und mit einem klaren Fokus auf Fahrspaß.

Fahrwerk & Handling: Stabilität, Kontrolle und Agilität

Beide Motorräder sind für lange Touren gebaut, aber die Art der Stabilität unterscheidet sich. Die Africa Twin Adventure Sports setzt auf ein Fahrgefühl, das auch bei wechselndem Untergrund Sicherheit vermittelt. Das Handling ist nicht „sportlich-zackig“ im Sinne eines reinen Kurvenräubers, sondern eher souverän und kontrolliert. Das ist ein Vorteil, wenn die Strecke unruhig wird oder wenn man mit Gepäck unterwegs ist.

Die BMW R 1250 RS wirkt dagegen agiler und straßenorientierter. In schnellen Richtungswechseln und bei zügiger Kurvenfahrt spielt sie ihre Stärken aus. Gleichzeitig bleibt sie auf Distanz komfortabel genug, um nicht nach wenigen Stunden „zu nerven“. Wer häufig kurvige Strecken fährt und dabei nicht auf Komfort verzichten möchte, wird die BMW als besonders stimmig empfinden.

Elektronik & Assistenz: Komfort und Sicherheit im Vergleich

In beiden Fällen ist moderne Elektronik ein wichtiger Teil des Pakets. Die Honda zielt dabei stärker auf die Bandbreite unterschiedlicher Situationen: von entspannter Fahrt bis zu anspruchsvolleren Bedingungen, bei denen Traktion und Kontrolle wichtiger werden. Die BMW setzt ebenfalls auf Assistenz und Fahrmodi, legt aber den Schwerpunkt spürbar auf die Abstimmung für sportliches Fahren auf der Straße – also auf ein Setup, das Dynamik zulässt, ohne dass man ständig nachregeln muss.

Unterm Strich gilt: Wer häufig „gemischt“ unterwegs ist, profitiert bei der Honda stärker von der Ausrichtung auf wechselnde Bedingungen. Wer dagegen überwiegend Straße fährt und dabei gern zügig unterwegs ist, bekommt bei der BMW eine Elektronik, die das Fahrgefühl unterstützt, statt es auszubremsen.

Ergonomie & Windschutz: Wie gut passt das Bike zur Tour?

Die Sitzposition und der Windschutz entscheiden im Alltag oft mehr als man denkt. Die Honda bietet eine auf Reise ausgelegte Haltung, die auch mit Gepäck und längeren Tagesetappen sinnvoll bleibt. Der Windschutz und die Gesamtverkleidung sind so gedacht, dass man auch bei wechselndem Wetter nicht komplett „gegen den Fahrtwind“ arbeitet.

Die BMW ist als Sporttourer stärker auf die Straße optimiert. Das bedeutet: Die Haltung ist sportlicher, und der Windschutz ist auf effizientes Fahren ausgelegt. Für viele Fahrerinnen und Fahrer fühlt sich das nach „mehr Motorrad“ an – allerdings hängt die Passform stark davon ab, wie groß die Person ist und wie die gewünschte Sitzposition ausfällt.

Komfort & Alltag: Gepäck, Temperatur, Wetter

Beide Motorräder sind für Touren gemacht, aber sie „denken“ unterschiedlich. Die Honda ist im Reiseenduro-Kontext besonders stimmig, wenn Gepäck, längere Etappen und auch mal unbefestigte Abschnitte dazugehören. Das Gesamtpaket wirkt darauf ausgelegt, dass man nicht nur von A nach B fährt, sondern die Reise als Teil des Erlebnisses sieht.

Die BMW ist im Alltag und auf der Straße besonders überzeugend, wenn Komfort und Fahrspaß zusammenkommen sollen. Sie eignet sich gut für Touren, bei denen die Route zwar lang ist, aber überwiegend asphaltiert bleibt. Wer häufig bei Wind, Regen oder wechselnden Temperaturen unterwegs ist, wird die BMW vor allem wegen der straßenorientierten Abstimmung als angenehm empfinden.

Stärken & Schwächen im direkten Vergleich

Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports – Stärken

  • Vielseitigkeit: starkes Reiseenduro-Gefühl, auch abseits der Komfortzone.
  • Kontrolliertes Fahrverhalten: souverän bei wechselndem Untergrund und mit Gepäck.
  • Tourenfokus: ausgelegt für lange Strecken und unterschiedliche Bedingungen.

Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports – Schwächen

  • Weniger „Sporttourer-Agilität“ als die BMW auf reinem Asphalt.
  • Charakter: Wer ausschließlich sportlich kurvenräubern will, könnte die Honda als weniger „direkt“ empfinden.

BMW R 1250 RS – Stärken

  • Straßenfokus: dynamisches Fahrgefühl und gute Kurvenperformance.
  • Komfort auf Distanz: Sporttourer-Ansatz ohne völlige Härte.
  • Alltagstauglichkeit: wirkt wie ein sehr stimmiges „Touren-Sportgerät“ für Asphalt.

BMW R 1250 RS – Schwächen

  • Begrenzung bei Offroad-Anspruch: nicht die erste Wahl, wenn häufig Schotter oder unbefestigte Strecken im Mittelpunkt stehen.
  • Ergonomie individuell: sportlichere Haltung kann je nach Körpergröße und Vorlieben stärker ins Gewicht fallen.

Welche Kaufentscheidung passt?

Die Entscheidung hängt weniger von „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern davon, wie die typischen Touren aussehen. Die Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports ist die bessere Wahl, wenn die Reiseplanung gern flexibel bleibt: mehr Natur, mehr Nebenstrecken, mehr „mal schauen, was dahinter kommt“. Sie ist ein Motorrad, das mit wechselnden Bedingungen gut klarkommt und dabei den Fokus auf Kontrolle und Langstreckenkomfort legt.

Die BMW R 1250 RS ist die bessere Wahl, wenn die Touren überwiegend auf Asphalt stattfinden und der Spaß an zügiger Fahrt ein wichtiger Bestandteil ist. Wer Kurven liebt, gern dynamisch unterwegs ist und dabei trotzdem einen hohen Komfortanspruch hat, findet in der BMW einen besonders stimmigen Sporttourer-Partner.

Fazit:

Die Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports ist ideal für Fahrerinnen und Fahrer, die eine Reiseenduro suchen, die auch abseits der klassischen Strecken funktioniert. Sie punktet mit Vielseitigkeit, souveräner Kontrolle und einem Tourenpaket, das Flexibilität belohnt. Wer häufig gemischte Routen fährt, mit Gepäck unterwegs ist und sich nicht auf „nur Asphalt“ festlegen möchte, bekommt hier die passendere Basis.

Die BMW R 1250 RS ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt klar auf sportlichem Fahren auf der Straße liegt. Sie bietet ein dynamisches Fahrgefühl, bleibt dabei auf Distanz komfortabel und wirkt wie ein Motorrad, das Kurven und längere Etappen gleichermaßen ernst nimmt. Wer überwiegend Asphalt fährt, zügig unterwegs ist und einen Sporttourer mit hohem Wohlfühlfaktor sucht, trifft mit der BMW die richtige Entscheidung.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙