| UVP | 20.119 € | |
| Baujahr | von 2019 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- technische Ausstattung volle Hütte
- souveränes Fahrgefühl
- stattliche Erscheinung
- schöner 2 Zylindersound
- kräftiger Motor
- gute Bremsen
- komplizierte Bedienung
- etwas schwer
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.570 | mm |
| Länge | 2.305 | mm |
| Radstand | 1.570 | mm |
| Sitzhöhe: | 835-855 | mm |
| Höhe | 1.475 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.084 | ccm |
| Hub | 82 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 102 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 112 NM bei 5.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 199 | km/h |
| Tankinhalt | 25 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 500 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | 45mm Showa EERA Upside-Down Teleskopgabel (Federweg 210)mm | |
| Federung hinten | Showa EERA Zentralfederbein (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Schwinge, ProLink Aufhängung | |
| Reifen vorne | 110/80 R19 | |
| Reifen hinten | 150/70-18 | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse mit radial befestigten Vierkolbenbremszangen ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse mit Einkolbenbremszange ( Ø 256 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Die neue Africa Twin ist ein starkes Stück Motorrad! Die Adventure Sports wurde noch mehr auf Straße getrimmt und gehört nun zu den ultimativen Adventure-Bikes für die Reise zum Nordkap. Sie ist technisch komplett ausgestattet und gehört abgesehen von der Leistung ganz klar in die Oberklasse. Einzige Kritikpunkte sind die fummelige Bedienung und das etwas schwere Gewicht, womit allerdings auch viele Wettbewerber zu kämpfen haben. Ansonsten eine supergeile Maschine mit majestätischer Ausstrahlung und ebensolchem Fahrgefühl - grandios!Das Testbike wurde uns wieder einmal von motofun (www.motofun.de) aus Kaltenkirchen nördlich von Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht die Adventure Sports und die Standard AT als Vorführer bereit. Probefahrten dort sind in den Schmalfelder Kurven ein echter Genuss - auf zu motofun und Gruß an den Chef Nico!
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports vs. MV Agusta Superveloce 800 – welcher Motorradtyp passt besser?
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken, ist der Vergleich besonders spannend. Die Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports steht für Reiseenduro-Logik: viel Alltagstauglichkeit, ein stabiler Auftritt und die Fähigkeit, auch abseits der klassischen Route nicht sofort an Grenzen zu stoßen. Die MV Agusta Superveloce 800 dagegen ist klar straßenorientiert. Sie bringt den sportlichen Anspruch, den man bei einem modernen Supersport-Feeling erwartet – mit einem Charakter, der vor allem auf kurvigen Strecken und beim dynamischen Fahren glänzt.
Im Folgenden geht es nicht um einzelne Zahlen, sondern um das, was im Alltag wirklich zählt: Fahrgefühl, Einsatzbereich, Komfort, Elektronik- und Fahrwerksphilosophie sowie die Frage, welches Motorrad die eigenen Prioritäten besser trifft.
Grundcharakter: Reiseenduro vs. straßenbetontes Sportbike
Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports: gebaut für Touren
Die Africa Twin Adventure Sports ist ein Motorrad, das man gern als „funktioniert einfach“ beschreibt. Der Fokus liegt auf Reisetauglichkeit: lange Strecken, wechselnde Untergründe und ein Fahrstil, der nicht nur auf Tempo, sondern auch auf Ruhe und Kontrolle setzt. Gerade wenn die Route nicht komplett planbar ist, spielt die Honda ihre Stärken aus.
MV Agusta Superveloce 800: sportlich, direkt, emotional
Die Superveloce 800 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das man bewusst auswählt, um die Straße zu genießen. Sie steht für Agilität, ein sportliches Ansprechverhalten und ein Fahrgefühl, das mehr nach „kurz raus und Spaß haben“ klingt als nach „wohin führt die nächste Etappe“. Wer gern zügig fährt und das Motorrad als Teil des Fahrens versteht, wird hier eher abgeholt.
Motor und Antrieb: wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beide Motorräder liefern Fahrspaß, aber auf unterschiedliche Art. Die Honda setzt stärker auf Durchzug und Alltagstauglichkeit. Das merkt man daran, dass sie sich auch bei moderatem Tempo souverän anfühlt und das Fahren weniger „auf Drehzahl“ auslegt. Dadurch wirkt sie auf langen Strecken entspannter und verzeiht mehr.
Die MV Agusta ist dagegen stärker auf sportliche Dynamik ausgelegt. Das Ansprechverhalten und die Art, wie der Motor mit dem Gas arbeitet, unterstützen ein zügiges Fahren. Die Superveloce macht besonders dann Freude, wenn man die Maschine aktiv bewegt und die Kurven nicht nur „durchfährt“, sondern „mitnimmt“.
Fahrwerk und Handling: Stabilität oder Wendigkeit?
Honda: souverän und kontrolliert
Die Africa Twin Adventure Sports vermittelt ein Gefühl von Stabilität. Das ist vor allem dann ein Vorteil, wenn die Strecke unruhig wird oder wenn Gepäck und wechselnde Fahrbedingungen dazukommen. Die Honda wirkt wie ein Motorrad, das auch bei längerer Belastung nicht schnell „unruhig“ wird.
Gleichzeitig kann das Gewicht und die Reiseorientierung spürbar sein, wenn es sehr eng und hektisch wird. In engen Kehren oder bei häufigem Rangieren fühlt sich die Honda weniger „leicht“ an als ein rein straßenorientiertes Bike.
MV Agusta: präzise und leichtfüßig
Die Superveloce 800 spielt ihre Stärken dort aus, wo es kurvig wird. Das Fahrwerk und die Geometrie wirken auf der Straße sehr direkt. Dadurch entsteht ein sportliches Gefühl: Man bekommt schnell Rückmeldung, kann das Motorrad zügig auf Linie bringen und hat das Tempo schneller „im Griff“.
Auf schlechterem Untergrund oder bei längeren Etappen kann die straßenbetonte Auslegung weniger Komfort bieten als bei einem Reiseenduro-Konzept. Wer häufig auf unebenem Belag unterwegs ist, sollte das im Hinterkopf behalten.
Elektronik und Assistenz: Komfort im Alltag vs. sportliche Unterstützung
Beide Motorräder setzen auf moderne Elektronik, aber mit unterschiedlicher Zielrichtung. Die Honda wirkt so, als wäre Elektronik vor allem dazu da, Fahren stressfreier zu machen: mehr Kontrolle bei wechselnden Bedingungen, mehr Sicherheit im Alltag und ein System, das auch auf längeren Strecken nicht ständig „im Weg“ steht.
Die MV Agusta unterstützt das sportliche Fahren stärker im Sinne von Feintuning. Das Motorrad bleibt dabei zwar alltagstauglich, aber die Elektronik wirkt eher wie ein Werkzeugkasten für dynamische Fahrweise. Wer gern variiert, kann das Motorrad dadurch sehr passend einstellen.
Bremsen und Fahrgefühl: wie sicher wirkt das Motorrad?
Bei beiden Bikes ist das Bremsgefühl grundsätzlich auf einem modernen Niveau. Die Honda punktet dabei mit einem eher berechenbaren Charakter: Man kann vorausschauend bremsen und das Motorrad bleibt dabei stabil. Das ist besonders hilfreich, wenn man nicht immer exakt weiß, was als Nächstes kommt.
Die MV Agusta fühlt sich im sportlichen Einsatz oft „näher“ an der Linie an. Dadurch kann das Bremsen in Kurven oder beim zügigen Anbremsen sehr direkt wirken. Wer sportlich fährt, bekommt hier schnell das Gefühl, dass das Motorrad die Absicht versteht.
Komfort, Ergonomie und Alltag: wer sitzt entspannter?
Honda: mehr Langstreckenkomfort
Die Africa Twin Adventure Sports ist auf Ergonomie für lange Tage ausgelegt. Sitzposition und Gesamtkonzept wirken darauf, dass man auch nach mehreren Stunden noch „fit“ ist. Dazu kommt die Reiseorientierung: Das Motorrad ist so gedacht, dass man Touren planen und auch spontan erweitern kann.
MV Agusta: sportliche Sitzhaltung mit Fokus auf Fahrspaß
Die Superveloce 800 ist eher ein Motorrad für Fahrer, die die Straße aktiv erleben wollen. Die Sitzposition und die Art, wie das Motorrad in die Kurve geht, unterstützen den sportlichen Stil. Das kann sich auf kurzen bis mittleren Strecken sehr gut anfühlen – auf langen Touren hängt es stärker davon ab, wie man selbst mit sportlicher Ergonomie klarkommt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports
- Reisetauglichkeit und ein souveräner Charakter für lange Strecken
- Kontrolle bei wechselnden Bedingungen, wodurch die Planung entspannter wird
- Allround-Feeling: nicht nur Straße, sondern auch „mehr als nur Straße“
- Komfortorientierte Ergonomie für Touren
Schwächen der Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports
- In sehr engen, hektischen Situationen wirkt die Reiseauslegung weniger „leicht“
- Wer ausschließlich sportliche Kurvenjagd sucht, könnte den Fokus als weniger kompromisslos empfinden
Stärken der MV Agusta Superveloce 800
- Sportliches Handling und direktes Fahrgefühl auf der Straße
- Agilität und schnelle Umsetzung von Fahrbefehlen
- Elektronik und Motorcharakter unterstützen dynamische Fahrweise
- Emotionaler Anspruch: das Motorrad macht Lust auf zügiges Fahren
Schwächen der MV Agusta Superveloce 800
- Weniger „Reiseenduro“-Komfort bei unruhigem Untergrund und längeren Etappen
- Wenn der Fokus stark auf Vielseitigkeit und Robustheit liegt, ist die Ausrichtung weniger passend
Welche Wahl ist sinnvoll? Orientierung nach Fahrprofil
Die Entscheidung wird deutlich, sobald das eigene Fahrprofil klar ist. Die Honda ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad für viele Situationen gedacht ist: lange Touren, wechselnde Straßen, gelegentlich auch mal abseits des perfekten Asphalts. Die Africa Twin Adventure Sports wirkt wie ein Motorrad, das man als „Hauptmaschine“ nutzen kann, ohne ständig Kompromisse zu spüren.
Die MV Agusta ist die bessere Wahl, wenn die Straße der Hauptspielplatz ist und das Motorrad vor allem für sportliche Fahrten genutzt werden soll. Wer Kurven liebt, gern zügig unterwegs ist und das Fahrgefühl als Erlebnis betrachtet, wird mit der Superveloce 800 sehr wahrscheinlich mehr „Gänsehaut“ bekommen.
Fazit:
Die Honda CRF 1100 L Africa Twin Adventure Sports ist das Motorrad für alle, die ein reiseorientiertes, vielseitiges Bike suchen: komfortabel für lange Etappen, souverän bei wechselnden Bedingungen und mit einem Charakter, der auch dann überzeugt, wenn die Route nicht perfekt geplant ist. Wer ein Motorrad möchte, das als Allrounder funktioniert und dabei nicht nur auf Tempo, sondern auf Kontrolle und Alltagstauglichkeit setzt, trifft hier eine sehr stimmige Wahl.
Die MV Agusta Superveloce 800 passt dagegen besser zu Fahrern, die straßenbetonten Fahrspaß priorisieren: direktes Handling, sportliches Ansprechverhalten und ein emotionales Gefühl, das besonders auf kurvigen Strecken zur Geltung kommt. Wer das Motorrad bewusst für dynamische Ausfahrten nutzt und sportliche Ergonomie gern in Kauf nimmt, bekommt hier ein Bike, das sich deutlich „mehr nach Sport“ anfühlt.