| UVP | 32.149 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2006 bis 2013 | |
Pro und Kontra
- Lasten-Esel
- gutmütiges Fahrverhalten
- große Reichweite
- gemütliche Sitzposition
- sehr guter Windschutz
- geeignet auch für lange und schnelle Autobahn-Passagen
- schwer, Rangieren problematisch
- anfälliges ABS
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 365 | kg |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Länge | 2.475 | mm |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Sitzhöhe: | 745 | mm |
| Höhe | 925 | mm |
| Gewicht | 256 | kg |
| Radstand | 1.510 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.510 | mm |
| Sitzhöhe: | 890-910 | mm |
| Höhe | 1.470 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum | 1.833 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 73 | mm |
| Kühlung | Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxer 4-Takt | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Kühlung | Luft/Ölgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 126 PS bei 5.500 U/Min | |
| Drehmoment | 170 NM bei 4.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
| Leistung | 98 PS bei 7.000 U/Min | |
| Drehmoment | 115 NM bei 5.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 33 | Liter |
| Reichweite | 600 | km |
Fahrwerk
| Reifen vorne | 130/70-18 | |
| Reifen hinten | 200/55-16 | |
| Rahmenbauart | Dreiteiliges Rahmenkonzept aus Vorder- und Hinterrahmen mit mittragendem Motor | |
| Federung vorne | Telelever 41mm Zentralfederbein (Federweg 210)mm | |
| Federung hinten | WAD Federbein (Federweg 220)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge Paralever | |
| Reifen vorne | 110/80 R19 | |
| Reifen hinten | 150/70 R17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Dopperlscheibe ( Ø 305 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 265 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
"Hervorragende Offroad-Tauglichkeit bei nochmals gesteigerten Straßeneigenschaften" lautete damals der Pressetext zur neuen Adventure von BMW. Mit Offroad meinten die Schreiberlinge damals vermutlich nicht gerade die Crosspiste mit Sprüngen und tiefen Sand - dazu ist die GS 1200 Adventure schlichtweg zu schwer. Aber dennoch ist dieses Motorrad das ideale Bike für die gaaaanz lange Reise. Den Beweis lieferten Charly Boorman und Ewan McGregor 2007 auf ihrer "Long Way Down" genannten Reise, bei der sie 23.500 Kilometer durch Afrika eben genau auf diesen Maschinen zurückgelegt haben.Leider sind auch gebrauchte und ältere GS Adventure Bikes nicht ganz billig. Je nach Alter, Laufleistung, Zustand und Ausstattung werden bis zu 13.000 Euro verlangt. Allerdings darf bezweifelt werden, dass solche Preise tatsächlich auch gezahlt werden, aber für eine gute GSA K255 muss man schon mit 8.000 Euro rechnen. Zurück zur Ausgangsfrage: Lohnt sich das? Klares "JA!" unsererseits, denn diese Maschinen halten ewig und bringen auch nach 15 Jahren immer noch jede Menge Freude.
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Honda GL 1800 Gold Wing vs. BMW R 1200 GS Adventure: Vergleich für Tourenfahrer
Wenn es um große Tourenmotorräder geht, treffen bei diesem Vergleich zwei sehr unterschiedliche Philosophien aufeinander: Die Honda GL 1800 Gold Wing steht für maximalen Langstreckenkomfort, ruhige Laufkultur und ein „Ankommen“-Gefühl. Die BMW R 1200 GS Adventure dagegen ist die klassische Wahl für alle, die flexibel bleiben wollen – mit dem Anspruch, auch abseits des reinen Autobahn- oder Landstraßenritts souverän zu wirken. Beide Motorräder sind für weite Strecken gemacht, aber sie fühlen sich auf unterschiedliche Weise „richtig“ an.
Grundidee: Komfort-Luxus vs. Reise-Flexibilität
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist im Kern ein Tourer, der lange Distanzen möglichst entspannt macht. Das merkt man vor allem daran, wie sie mit Wind, Geräuschen und Vibrationen umgeht und wie gleichmäßig sie sich über Stunden fahren lässt. Wer häufig mit Gepäck unterwegs ist und dabei vor allem Ruhe, Komfort und eine entspannte Sitzposition sucht, findet hier eine sehr stimmige Basis.
Die BMW R 1200 GS Adventure ist dagegen stärker auf Vielseitigkeit ausgelegt. Sie wirkt wie ein Motorrad, das sowohl auf der großen Reise als auch auf dem Weg dorthin „mitdenkt“: stabil, kontrolliert und bereit, wenn die Route plötzlich mehr fordert. Dabei bleibt sie nicht nur ein reines Fernreisegerät, sondern zeigt auch im Alltag eine gewisse Abenteuer-Attitüde.
Motorcharakter und Fahrgefühl im Vergleich
Beide Modelle sind für Touren ausgelegt, aber die Art, wie sie Leistung bereitstellen, unterscheidet sich deutlich. Die Honda GL 1800 Gold Wing zielt auf ein gleichmäßiges, gut dosierbares Ansprechverhalten. Das macht sie besonders angenehm, wenn konstant gefahren wird: auf langen Autobahnabschnitten, bei gleichmäßigen Landstraßenetappen oder wenn das Tempo eher „gleitend“ als „sportlich“ sein soll.
Die BMW R 1200 GS Adventure vermittelt dagegen mehr „Bodenhaftung“ im Sinne von Kontrolle. Der Motor passt sich dem Charakter der Maschine an: Er unterstützt ein dynamisches Anfahren und lässt sich so fahren, dass auch wechselnde Streckenprofile gut zu bewältigen sind. Wer gern häufiger beschleunigt, variiert oder die Maschine aktiver bewegt, wird die GS-typische Art des Fahrens oft als lebendiger empfinden.
Komfort, Ergonomie und Alltagstauglichkeit
Im Bereich Komfort spielt die Honda GL 1800 Gold Wing ihre Stärken besonders deutlich aus. Die Sitzposition wirkt auf lange Strecken ausgelegt, und das Motorrad „arbeitet“ so, dass der Fahrer weniger ermüdet. Gerade bei längeren Tagesetappen ist das ein großer Vorteil: weniger Stress, mehr Fokus auf die Strecke.
Die BMW R 1200 GS Adventure ist ebenfalls komfortorientiert, aber anders. Sie ist so konstruiert, dass sie auch dann noch gut funktioniert, wenn die Fahrt nicht nur aus glattem Asphalt besteht. Die Ergonomie ist eher „auf Kontrolle“ ausgelegt: aufrecht, mit guter Übersicht und einer Sitzhaltung, die das aktive Fahren unterstützt. Wer häufig zwischen Autobahn, Landstraße und wechselnden Untergründen pendelt, profitiert von dieser Ausrichtung.
Windschutz, Geräuschkulisse und Langstreckenruhe
Bei langen Touren entscheidet oft Kleinkram: Winddruck, Geräuschkulisse und das Gefühl, dass man nicht gegen das Motorrad „arbeitet“. Die Honda GL 1800 Gold Wing ist hier besonders stark. Sie wirkt wie ein geschlossenes System: Der Fahrer bleibt eher in einer ruhigen Zone, was die Konzentration erhöht und die Müdigkeit reduziert.
Die BMW R 1200 GS Adventure kann ebenfalls angenehm sein, aber sie ist stärker auf „Reise mit Bewegung“ ausgelegt. Je nach Fahrtempo und Windverhältnissen kann die Geräuschkulisse spürbarer sein als bei der Wing. Dafür punktet die GS mit einer souveränen Stabilität, die gerade bei wechselnden Streckenbedingungen Vertrauen schafft.
Fahrwerk, Handling und Stabilität
Das Fahrwerk ist bei beiden Motorrädern ein zentraler Punkt, aber die Schwerpunkte liegen unterschiedlich. Die Honda GL 1800 Gold Wing vermittelt ein ruhiges, sehr gutmütiges Fahrverhalten. Sie liegt stabil auf der Linie und macht Richtungswechsel zwar möglich, aber ohne den Fokus auf „sportliche Agilität“. Das ist ideal, wenn die Reise im Vordergrund steht und das Motorrad vor allem entspannen soll.
Die BMW R 1200 GS Adventure ist spürbar „aktiver“. Sie fühlt sich an, als könnte sie sich schneller anpassen: beim Wechsel zwischen Kurven, bei wechselndem Grip oder wenn die Strecke unerwartet unruhig wird. Wer gern mit dem Motorrad arbeitet – statt nur zu sitzen – wird die GS oft als passender empfinden.
Bremsen, Sicherheit und Vertrauen
Bei beiden Modellen ist das Sicherheitsgefühl hoch, weil die Bremsen zuverlässig ansprechen und das Motorrad kontrollierbar bleibt. Die Honda GL 1800 Gold Wing wirkt dabei besonders „vorhersehbar“: Man kann Verzögerungen sauber dosieren, was im Alltag und auf langen Strecken angenehm ist.
Die BMW R 1200 GS Adventure punktet zusätzlich mit dem Gefühl, auch bei wechselnden Bedingungen stabil zu bleiben. Gerade wenn die Route nicht nur aus perfekten Straßen besteht, ist dieses Vertrauen ein echter Vorteil.
Elektronik und Assistenz: Unterschiede in der Ausrichtung
Elektronik ist bei modernen Reise-Motorrädern ein wichtiges Thema. Die Honda GL 1800 Gold Wing setzt den Schwerpunkt eher auf eine entspannte, komfortorientierte Gesamtwirkung: Das Motorrad soll sich „einfach“ fahren lassen, ohne dass man ständig nachregeln muss. Das hilft besonders auf langen Strecken, wenn die Konzentration nicht dauerhaft auf Feinjustierung liegen soll.
Die BMW R 1200 GS Adventure wirkt in der Elektronik stärker auf Vielseitigkeit ausgelegt. Das zeigt sich vor allem im Zusammenspiel aus Fahrmodi, Traktionsunterstützung und dem generellen Anspruch, dass das Motorrad unterschiedliche Situationen souverän abdecken soll. Wer gern flexibel unterwegs ist, wird die GS-Philosophie oft als stimmig erleben.
Gepäck, Stauraum und Reiseorganisation
Beide Motorräder sind für Reisen gemacht, aber die Art der Reiseorganisation unterscheidet sich. Die Honda GL 1800 Gold Wing ist besonders dann im Vorteil, wenn Gepäck und Komfort zusammen gedacht werden: Das Motorrad wirkt wie geschaffen für längere Touren mit klarer Routine – ankommen, auspacken, weiterfahren.
Die BMW R 1200 GS Adventure ist im Reisealltag oft die bessere Wahl, wenn das Gepäck nicht nur „mitgeführt“, sondern auch in einem flexibleren Fahrstil genutzt werden soll. Die GS wirkt wie ein Motorrad, das auch bei wechselnden Streckenprofilen nicht aus dem Konzept gerät.
Stärken und Schwächen: Wo die Modelle jeweils gewinnen
Honda GL 1800 Gold Wing: Stärken
- Maximaler Langstreckenkomfort mit ruhiger Gesamtwirkung
- Sehr entspannte Fahrbarkeit für lange Etappen
- Starke „Ankommen“-Qualitäten durch angenehme Geräusch- und Windwirkung
Honda GL 1800 Gold Wing: Schwächen
- Weniger Fokus auf „Abenteuer-Fahren“ abseits des klassischen Reiserhythmus
- Wer maximale Agilität sucht, wird eher zur GS greifen
BMW R 1200 GS Adventure: Stärken
- Reise-Flexibilität für unterschiedliche Streckenarten
- Aktiveres Handling und gutes Gefühl für Kontrolle
- Elektronik und Fahrassistenz mit starkem Praxisbezug
BMW R 1200 GS Adventure: Schwächen
- Komfort- und Ruhegefühl kann je nach Situation nicht ganz so „luxuriös“ wirken wie bei der Wing
- Wer vor allem maximale Entspannung sucht, empfindet die GS manchmal als etwas „präsenter“
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die lange Strecken genießen möchten, ohne sich dabei ständig auf das Motorrad konzentrieren zu müssen. Sie eignet sich hervorragend, wenn die Reiseplanung im Vordergrund steht: gleichmäßige Etappen, komfortables Handling, viel Ruhe und ein Motorrad, das den Tag „glatt“ macht.
Die BMW R 1200 GS Adventure ist die bessere Wahl, wenn die Route nicht immer vorhersehbar ist oder wenn das Motorrad auch dann Spaß machen soll, wenn es mal unruhiger wird. Wer gern flexibel fährt, unterschiedliche Untergründe mitnimmt und dabei ein kontrolliertes, vielseitiges Gesamtpaket sucht, findet in der GS eine sehr stimmige Lösung.
Fazit:
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist die richtige Wahl für alle, die auf Touren vor allem Komfort, Ruhe und Langstreckenentspannung priorisieren. Sie spielt ihre Stärken aus, wenn lange Fahrten möglichst stressfrei und gleichmäßig sein sollen – mit einem Fahrgefühl, das Müdigkeit reduziert und das Ankommen in den Mittelpunkt stellt. Die BMW R 1200 GS Adventure gewinnt dagegen dort, wo Flexibilität und Kontrolle wichtiger sind: für Reisen mit wechselnden Strecken, für Fahrer, die das Motorrad aktiver bewegen möchten, und für alle, die auch abseits des reinen „Asphalt-Programms“ souverän unterwegs sein wollen. Kurz gesagt: Wer vor allem luxuriöse Reise-Ruhe sucht, greift zur Wing. Wer ein vielseitiges Reisegerät für unterschiedliche Situationen möchte, ist mit der GS Adventure besser bedient.