| UVP | 32.149 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2026~ | |
| UVP | 14.750 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2023 | |
Pro und Kontra
- Motor
- Handling
- Bremsen
- Fahrwerk
- Qualitätsanmutung
- Optik
- fehlende Anzeigen für Benzinstand, Drehzahl und Gang
- Reisemöglichkeiten und Windschutz nicht auf GS-Niveau
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 365 | kg |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Länge | 2.475 | mm |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Sitzhöhe: | 745 | mm |
| Höhe | 925 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.527 | mm |
| Länge | 2.175 | mm |
| Radstand | 1.527 | mm |
| Sitzhöhe: | 850 | mm |
| Höhe | 1.105 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum | 1.833 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 73 | mm |
| Kühlung | Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxer | |
| Hubraum | 1.170 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Öl-Luft | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 126 PS bei 5.500 U/Min | |
| Drehmoment | 170 NM bei 4.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
| Leistung | 110 PS bei 7.750 U/Min | |
| Drehmoment | 116 NM bei 6.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 321 | km |
Fahrwerk
| Reifen vorne | 130/70-18 | |
| Reifen hinten | 200/55-16 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Telegabel 43 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Paralever | |
| Reifen vorne | ZR | |
| Reifen hinten | ZR | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 265 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Betörend ist die Urban G/S ohne Frage. Unser Tester Markus ließ sich zur Anmerkung hinreißen, dass es in seinen Augen das derzeit schönste Motorrad auf dem Markt ist. Sie ist darüber hinaus ein typisches Boxer-Kind und von vorne bis hinten hochwertig verarbeitet. Wer nicht ständig zwischen Deutschland und der Mongolei pendelt, für den eignet sich die Urban G/S vielleicht sogar besser als eine normale GS, denn die Urban G/S ist handlicher und wiegt deutlich weniger.Das Testmotorrad wurde uns von Bergmann & Söhne in Pinneberg für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht genau dieses Bike als Vorführer und freut sich auf jeden Menge Probefahrer. Also, ab geht's nach Pinneberg bei Hamburg!
MotorradTest.de auf YouTube
Honda GL 1800 Gold Wing vs. BMW R nineT Urban G/S: Welches Motorrad passt besser?
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Honda GL 1800 Gold Wing und die BMW R nineT Urban G/S, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht vor allem um Charakter, Einsatzgebiet und darum, wie sich die Maschinen im Alltag und auf längeren Strecken anfühlen. Die Gold Wing steht für souveränen Reisekomfort und eine Art „Alles-ist-entspannt“-Erlebnis. Die R nineT Urban G/S dagegen verbindet den klassischen Boxer-Look mit einer Haltung, die nach Abenteuer im Alltag klingt: etwas mehr Haltung, etwas mehr „Losfahren“ – auch abseits der reinen Autobahnroutine.
Grundidee im Vergleich: Tourenluxus vs. Retro-Abenteuer
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist ein Tourer, der auf Langstrecke optimiert wurde. Das merkt man nicht nur an der Größe, sondern auch daran, wie das Motorrad mit Tempo, Wind und Distanz umgeht. Die Maschine wirkt wie gemacht für Fahrten, bei denen man Kilometer sammelt, ohne ständig „arbeiten“ zu müssen.
Die BMW R nineT Urban G/S ist dagegen ein Motorrad, das sich stärker nach Stil und Fahrgefühl anfühlt. Der Boxer prägt die Wahrnehmung, die Sitzposition wirkt lebendiger und die Maschine lädt dazu ein, Strecken aktiv zu fahren. Dabei bleibt sie alltagstauglich – vor allem dann, wenn man nicht nur geradeaus denkt, sondern auch Kurven, Landstraßen und spontane Ausflüge im Blick hat.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Honda GL 1800 Gold Wing: Drehmoment-orientiert für entspanntes Cruisen
Bei der Honda GL 1800 Gold Wing steht die Art der Kraftübertragung im Vordergrund. Der Motor liefert ein sehr gleichmäßiges Ansprechverhalten, das das Motorrad besonders auf langen Strecken angenehm macht. Das Zusammenspiel aus Motorcharakter und Getriebe sorgt dafür, dass man häufig mit wenig „Gedankenarbeit“ unterwegs ist: Gas auf, Tempo halten, weiterrollen. Gerade bei konstantem Fahren oder bei Überholvorgängen aus dem Fluss heraus wirkt die Gold Wing souverän.
BMW R nineT Urban G/S: Boxer-Charakter mit spürbarer Dynamik
Die BMW R nineT Urban G/S setzt auf den typischen Boxer-Charakter. Das bedeutet: Die Maschine fühlt sich mechanischer und direkter an. Die Kraft kommt nicht nur „von unten“, sondern lässt sich auch spürbar dosieren. In Kurven und auf Landstraßen wirkt das Motorrad oft agiler im Kopf – nicht unbedingt, weil es „leichter“ wäre, sondern weil die Rückmeldung und die Art der Beschleunigung zum aktiven Fahren einladen.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Im Fahrwerksvergleich zeigt sich die unterschiedliche Philosophie besonders deutlich. Die Honda GL 1800 Gold Wing ist auf Stabilität und Ruhe ausgelegt. Das Motorrad liegt spürbar satt auf der Straße, federt Unebenheiten souverän ab und vermittelt ein Gefühl von „Kontrolle“, auch wenn die Strecke lang und das Tempo hoch ist. Das ist ein klarer Vorteil, wenn es um Komfort und Gelassenheit geht.
Die BMW R nineT Urban G/S wirkt dagegen lebendiger. Die Maschine unterstützt ein aktiveres Fahrverhalten, bei dem man Kurven nicht nur durchfährt, sondern gestaltet. Auf wechselhaftem Belag oder bei Straßen, die nicht perfekt sind, zeigt sich der Charakter: Die R nineT bleibt handlich und vermittelt das Gefühl, dass man sie führen kann, statt nur „mitzufahren“.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen aus dem Gefühl heraus
Bei beiden Motorrädern spielt die Bremsanlage eine wichtige Rolle, aber sie wird unterschiedlich wahrgenommen. Die Honda GL 1800 Gold Wing zielt auf berechenbare Verzögerung und ein sicheres Gefühl bei höheren Geschwindigkeiten. Gerade beim häufigen Wechsel zwischen Autobahn und Landstraße ist das ein Plus: Man kann sich auf die Bremswirkung verlassen, ohne dass das Motorrad „aus dem Konzept“ gerät.
Die BMW R nineT Urban G/S wirkt in der Bremsdosierung oft direkter. Das passt zum insgesamt dynamischeren Fahrstil. Wer gerne zügig in Kurven einfährt oder sportlichere Linien fährt, profitiert von dem Gefühl, dass die Maschine schnell auf Eingaben reagiert.
Elektronik und Assistenz: Komfort-Features vs. moderne Unterstützung
Elektronik ist bei beiden Modellen ein Thema, aber sie wird unterschiedlich genutzt. Die Honda GL 1800 Gold Wing setzt stark auf Komfort und Entlastung über längere Zeit. Das zeigt sich darin, wie das Motorrad das Fahren „glättet“: weniger Stress, mehr Routine. Gerade auf langen Etappen ist das ein Vorteil, weil sich die Maschine wie ein Reisebegleiter anfühlt.
Die BMW R nineT Urban G/S bringt moderne Unterstützung in ein Motorrad, das optisch und vom Fahrgefühl her eher nach „klassisch“ wirkt. Das kann bedeuten, dass man sich zwar nicht wie in einem Hightech-Raum fühlt, aber dennoch von zeitgemäßer Elektronik profitiert. Für viele Fahrer ist das die perfekte Mischung: genug Assistenz, ohne den Charakter zu überdecken.
Sitzposition und Ergonomie: Langstrecke entspannt vs. aktiv geführt
Die Sitzposition ist im Vergleich ein entscheidender Punkt. Die Honda GL 1800 Gold Wing ist klar auf Komfort ausgelegt. Die Haltung wirkt so gewählt, dass man auch nach vielen Stunden noch „bei sich“ ist. Das ist besonders relevant, wenn man häufig lange Strecken fährt oder wenn Mitfahrer ebenfalls komfortabel sitzen sollen.
Die BMW R nineT Urban G/S bietet eine ergonomische Ausrichtung, die stärker nach aktiverem Fahren verlangt. Die Maschine wirkt weniger wie ein Sofa auf Rädern und mehr wie ein Motorrad, das man führt. Das ist ein Vorteil für kürzere bis mittlere Touren, für Kurvenfahrten und für Tage, an denen nicht nur Kilometer zählen, sondern auch das Fahrgefühl.
Alltagstauglichkeit: Parken, Rangieren und der „erste Eindruck“
Im Alltag zählt oft mehr als nur die reine Fahrleistung. Die Honda GL 1800 Gold Wing ist ein großes Motorrad – und genau das kann im Stadtverkehr oder beim Rangieren spürbar sein. Dafür ist sie auf der Straße sehr souverän: Sobald die Fahrt läuft, wird die Größe schnell zur Stärke, weil Stabilität und Komfort überwiegen.
Die BMW R nineT Urban G/S wirkt im Alltag oft leichter zu „handhaben“, weil sie vom Gesamteindruck her kompakter und lebendiger wirkt. Wer häufig zwischen Stadt, Landstraße und Wochenendtour pendelt, findet hier eine Maschine, die sich schneller „zur Hand“ anfühlt.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Honda GL 1800 Gold Wing – Stärken
- Reise-Komfort: sehr entspannte Art, lange Strecken zu bewältigen
- Stabilität: ruhiges Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten
- Entlastung: Elektronik und Gesamtkonzept reduzieren Ermüdung
- Allround-Tourer: geeignet für viele Streckenarten, wenn Komfort Priorität hat
Honda GL 1800 Gold Wing – Schwächen
- Größe im Alltag: Rangieren und enge Situationen können anstrengender sein
- Charakter: wer ein besonders „sportliches“ Gefühl sucht, könnte weniger begeistert sein
BMW R nineT Urban G/S – Stärken
- Fahrgefühl: direkter, lebendiger und stärker auf aktives Fahren ausgelegt
- Boxer-Charakter: mechanisches Feedback und markantes Ansprechverhalten
- Alltagstauglichkeit: wirkt schneller „einsatzbereit“ für kürzere Touren
- Stil: Retro-Optik mit moderner Unterstützung
BMW R nineT Urban G/S – Schwächen
- Langstreckenfokus: weniger „Reise-Sofa“-Gefühl als bei der Gold Wing
- Anspruch an den Fahrstil: wer maximal entspannt cruisen will, muss sich ggf. weniger „aktiv“ fühlen
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist besonders passend, wenn lange Touren, Komfort und ein souveränes Reisegefühl im Vordergrund stehen. Sie eignet sich für Fahrer, die Kilometer sammeln möchten, ohne dass das Motorrad ständig „gefordert“ wird. Auch für Menschen, die häufig mit Gepäck oder in Begleitung unterwegs sind, spielt die komfortorientierte Auslegung ihre Vorteile aus.
Die BMW R nineT Urban G/S ist ideal, wenn das Motorrad mehr als nur Transport sein soll. Wer gerne Kurven fährt, das Fahrgefühl mag und ein Motorrad sucht, das im Alltag schnell Spaß macht, findet hier eine stimmige Wahl. Sie passt besonders zu Fahrern, die nicht nur auf Reichweite und Ruhe setzen, sondern auf Charakter, Rückmeldung und eine aktive Fahrweise.
Fazit:
Die Honda GL 1800 Gold Wing gewinnt den Vergleich vor allem dort, wo Komfort, Stabilität und entspannte Langstrecke zählen. Wer häufig größere Distanzen fährt, sich an einem ruhigen, souveränen Fahrstil erfreut und das Motorrad als Reisebegleiter versteht, bekommt mit der Gold Wing ein sehr stimmiges Gesamtpaket. Ihre Stärke liegt darin, dass sie Ermüdung reduziert und das Fahren über Stunden angenehm macht.
Die BMW R nineT Urban G/S ist dagegen die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad mit markantem Charakter suchen: lebendig, direkt und mit einem Fahrgefühl, das Lust auf Kurven und spontane Touren macht. Sie punktet besonders im Alltag und auf Strecken, auf denen man nicht nur „durchkommt“, sondern auch genießen will.
Kurz gesagt: Gold Wing für maximalen Reisekomfort und Gelassenheit, R nineT Urban G/S für aktives Fahren, Stil und vielseitigen Spaß.