| UVP | 32.149 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2026~ | |
| UVP | 13.239 € | |
| Baujahr | von 2007 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- herrliche Drehorgel für Freunde jenseits der 10.000er
- 600er Jubel-Sound
- sehr guter Quickshifter
- hervorragende Bremsen
- sehr präzises Fahrwerk
- wer Sport will, bekommt Sport
- Hitzeentwicklung bei Stop & Go
- Display etwas klein geraten
- Untenrum passiert - nix.
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 365 | kg |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Länge | 2.475 | mm |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Sitzhöhe: | 745 | mm |
| Höhe | 925 | mm |
| Gewicht | 193 | kg |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Länge | 2.029 | mm |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.140 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum | 1.833 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 73 | mm |
| Kühlung | Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Vierzylinder-Reihenmotor, DOHC | |
| Hubraum | 599 | ccm |
| Hub | 42 | mm |
| Bohrung | 67 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 126 PS bei 5.500 U/Min | |
| Drehmoment | 170 NM bei 4.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
| Leistung | 121 PS bei 14.250 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 11.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 265 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 327 | km |
Fahrwerk
| Reifen vorne | 130/70-18 | |
| Reifen hinten | 200/55-16 | |
| Rahmenbauart | Diamantrahmen | |
| Federung vorne | Showa BP Upside-Down 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | ProLink-Zentralfederbein (Federweg 128)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55-ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Bremssattel ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Die Honda CBR600RR 2024 ist kein Motorrad, das sich jedem sofort erschließt. Und genau das ist ihre Stärke. Sie folgt nicht dem Trend zu immer mehr Hubraum, immer mehr Bequemlichkeit und immer mehr universeller Gefälligkeit. Stattdessen bleibt sie eine echte Supersportlerin mit einem hochdrehenden Reihenvierzylinder, präzisem Chassis, starker Bremse und nun endlich moderner Elektronik auf aktuellem Niveau. Sie verlangt Einsatz, belohnt dafür aber mit einem sehr direkten, klaren und ehrlichen Fahrerlebnis. Wer ein Motorrad sucht, das auf kurvigen Straßen und besonders auf der Rennstrecke glänzt, findet in ihr ein faszinierendes Angebot. Wer dagegen vor allem Drehmoment von unten, Tourenkomfort oder Alltagsneutralität will, wird mit anderen Konzepten glücklicher.
Unterm Strich ist die CBR600RR 2024 ein gelungenes Comeback einer fast ausgestorbenen Motorradgattung. Honda hat das Modell nicht nur zurückgebracht, sondern sinnvoll modernisiert, ohne seinen Kern zu verwässern. Genau deshalb dürfte dieses Motorrad nicht die breite Masse ansprechen, aber jene Fahrer umso stärker begeistern, die den klassischen 600er-Supersport-Geist vermisst haben. Als emotionales, fahraktives und technisch sauberes Sportmotorrad ist die neue CBR600RR ein starkes Statement. Sie ist vielleicht nicht das vernünftigste Motorrad ihrer Klasse – aber sehr wahrscheinlich eines der charakterstärksten.
Das Testbike wurde uns von "motofun", einem großen Honda-Händler in Kaltenkirchen nördlich von Hamburg zur Verfügung gestellt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine neue Honda zuzulegen, ist dort herzlich zu einer Probefahrt aller möglichen Modelle eingeladen. Bei motofun.de gibt es übrigens auch viele tolle gebrauchten Maschinen im 1. Stock - Sehenswert!MotorradTest.de auf YouTube
Honda GL 1800 Gold Wing vs Honda CBR 600 RR – Vergleich im Motorradtest
Manchmal ist ein Motorradvergleich mehr als nur Technik nebeneinander zu stellen. Er zeigt, welche Art von Fahrgefühl man sucht – und wie stark sich die Philosophie hinter dem jeweiligen Modell unterscheidet. Der Honda GL 1800 Gold Wing steht für entspanntes Reisen, viel Komfort und eine souveräne Art, Kilometer zu fressen. Die Honda CBR 600 RR dagegen ist ein Sportbike, das auf Agilität, präzises Handling und sportliche Performance ausgelegt ist. Beide Modelle sind Honda – aber sie sprechen sehr unterschiedliche Bedürfnisse an.
Grundidee: Reisekomfort vs. Sportfokus
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist als Tourer konzipiert. Das merkt man an der Ausrichtung: Der Fokus liegt auf Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten, ruhigem Geradeauslauf und einem Gesamtpaket, das auch nach vielen Stunden noch angenehm bleibt. Die Maschine wirkt wie gemacht für längere Strecken, für Pausenplanung ohne Stress und für Fahrten, bei denen der Weg das Ziel ist.
Die Honda CBR 600 RR verfolgt dagegen eine klare Sportstrategie. Sie ist auf dynamisches Fahren ausgelegt: schnelle Richtungswechsel, ein spürbar sportliches Setup und ein Fahrgefühl, das sich besonders dann entfaltet, wenn die Strecke kurvig wird oder wenn das Tempo bewusst hochgehalten wird. Wo die Gold Wing eher „entspannt ankommt“, will die CBR „aktiv fahren“.
Motor & Antrieb: Charakter statt nur Zahlen
Im direkten Vergleich zeigt sich vor allem der unterschiedliche Charakter. Die Honda GL 1800 Gold Wing bietet eine Art von Kraftentfaltung, die auf gleichmäßiges Vorankommen ausgelegt ist. Das bedeutet: Der Antrieb wirkt häufig dann besonders stark, wenn man nicht ständig am Drehzahlfenster „arbeiten“ muss. Gerade bei längeren Autobahnabschnitten oder bei gleichmäßigem Landstraßentempo spielt diese Art von Leistungsentfaltung ihre Stärken aus.
Die Honda CBR 600 RR ist dagegen deutlich sportlicher abgestimmt. Sie fühlt sich dann am lebendigsten an, wenn die Drehzahl steigt und wenn das Motorrad aktiv bewegt wird. Das ist kein Nachteil – im Gegenteil: Wer sportlich fahren möchte, bekommt ein Setup, das die Dynamik unterstützt. Allerdings ist diese Ausrichtung weniger „entspannt“ im Alltag, wenn man eher gemächlich unterwegs ist oder häufig im Stop-and-go-Modus fährt.
Fahrwerk & Handling: Stabilität vs. Wendigkeit
Beim Honda GL 1800 Gold Wing steht die Stabilität im Vordergrund. Das Motorrad liegt spürbar ruhig, vermittelt Vertrauen und macht es leicht, lange Strecken gleichmäßig zu fahren. In Kurven geht es nicht darum, das Motorrad maximal „auf Kante“ zu bringen, sondern darum, sauber durchzuziehen und dabei die Kontrolle zu behalten. Die Gold Wing ist eher die Wahl für flüssiges, souveränes Fahren.
Die Honda CBR 600 RR ist dagegen auf Wendigkeit und präzises Einlenken ausgelegt. Das Fahrwerk und die Geometrie unterstützen ein sportliches Kurvenfahren: Richtungswechsel gelingen zügig, das Motorrad reagiert direkt und vermittelt ein Gefühl von Kontrolle bei dynamischer Fahrweise. Schwächen zeigen sich eher dort, wo Komfort und Gelassenheit gefragt sind – etwa bei sehr langen, entspannten Touren oder auf schlechterem Untergrund, wenn man nicht bewusst „sportlich“ fährt.
Bremsen & Sicherheit: Vertrauen in unterschiedlichen Szenarien
Beide Motorräder sind auf ihre Einsatzzwecke optimiert. Die Honda GL 1800 Gold Wing punktet vor allem mit einem sicheren, berechenbaren Bremsgefühl. Gerade bei längeren Fahrten und wechselnden Bedingungen ist das wichtig: Man möchte nicht ständig über das Motorrad nachdenken, sondern sich auf den Verkehr und die Strecke konzentrieren.
Die Honda CBR 600 RR ist im Sportkontext zuhause. Das Bremssystem ist auf zügiges Verzögern und wiederholtes Bremsen ausgelegt, wie man es bei sportlicher Fahrweise oder auf kurvigen Strecken erlebt. Wer das Motorrad dynamisch bewegt, profitiert von der direkten Rückmeldung. Wer hingegen eher gemütlich unterwegs ist, kann den sportlichen Charakter als „zu viel“ empfinden – nicht als Problem, aber als Unterschied im Fahrgefühl.
Ergonomie & Sitzposition: Langstrecke vs. Rennstrecken-Feeling
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist ergonomisch auf Komfort ausgelegt. Die Sitzposition wirkt so gestaltet, dass man auch über längere Zeit entspannt bleibt. Das ist ein klarer Vorteil, wenn Fahrten nicht nur aus kurzen Ausflügen bestehen, sondern aus echten Touren. Auch das Handling im Alltag profitiert davon: Man sitzt so, dass man nicht permanent „gegen“ die Position arbeitet.
Die Honda CBR 600 RR setzt auf eine sportliche Sitzhaltung. Das bedeutet: Der Körper ist näher an einer aktiven Fahrposition, die das Motorrad im sportlichen Einsatz unterstützt. Für kurze bis mittlere Fahrten macht das Spaß, weil das Bike „bereit“ wirkt. Für sehr lange Strecken kann die Haltung jedoch anstrengender sein – vor allem, wenn man nicht regelmäßig Pausen einplant oder wenn die Fahrt eher entspannt geplant ist.
Alltag & Praxis: Wo die Stärken sichtbar werden
Im Alltag zeigt sich der Unterschied zwischen beiden Konzepten besonders deutlich. Die Honda GL 1800 Gold Wing ist stark, wenn man ein Motorrad sucht, das viele Situationen souverän abdeckt: längere Fahrten, Autobahnanteile, wechselnde Wetterbedingungen und die typische „Tourenroutine“. Sie wirkt wie ein Reisebegleiter, der nicht ständig nach Aufmerksamkeit verlangt.
Die Honda CBR 600 RR spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn die Strecke zum Fahren einlädt: kurvige Landstraßen, zügige Ausfahrten und das Gefühl, das Motorrad wirklich zu bewegen. Im Stadtverkehr oder bei sehr gemächlichem Tempo kann der Sportfokus weniger harmonisch wirken, weil das Bike eher auf Dynamik als auf Gelassenheit ausgelegt ist.
Stärken & Schwächen im direkten Vergleich
Honda GL 1800 Gold Wing – Stärken
- Komfortorientiertes Fahrgefühl für lange Strecken und entspannte Touren.
- Souveränes Handling mit Fokus auf Stabilität und berechenbarem Verhalten.
- Charakter des Antriebs unterstützt gleichmäßiges Vorankommen ohne ständiges „Arbeiten“.
Honda GL 1800 Gold Wing – Schwächen
- Weniger „sportlich direkt“ im Vergleich zu einem Supersport-Bike.
- Für sehr dynamische Fahrstile kann die Ausrichtung weniger „aggressiv“ wirken.
Honda CBR 600 RR – Stärken
- Sehr agiles Handling für sportliches Fahren und schnelle Richtungswechsel.
- Sportlicher Motorcharakter, der bei dynamischer Fahrweise besonders belohnt.
- Direktes Feedback von Fahrwerk und Bremsen im sportlichen Kontext.
Honda CBR 600 RR – Schwächen
- Weniger komfortorientiert für lange, entspannte Fahrten.
- Im Alltag kann der Sportfokus weniger passend sein, wenn Ruhe und Gelassenheit im Vordergrund stehen.
Welche Wahl passt? Vergleich der Einsatzprofile
Wenn man die aufgelisteten Eigenschaften beider Modelle gegeneinander hält, wird das Einsatzprofil klar: Die Honda GL 1800 Gold Wing ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad vor allem als Reisebasis dienen soll. Sie ist stark, wenn man lange Strecken plant, viel Wert auf Komfort legt und ein Motorrad möchte, das auch bei wechselnden Bedingungen ruhig und souverän bleibt.
Die Honda CBR 600 RR ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad vor allem als Sportgerät genutzt werden soll. Wer Kurven dynamisch angehen möchte, das Motorrad aktiv bewegt und ein direktes, sportliches Fahrgefühl sucht, findet in der CBR 600 RR genau dieses Paket.
Fazit:
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist für alle die richtige Wahl, die mit dem Motorrad vor allem reisen wollen: lange Strecken, entspanntes Tempo, souveränes Handling und ein Fahrgefühl, das auch nach vielen Stunden noch angenehm bleibt. Ihre Stärken liegen in Stabilität, Komfort und einem Antrieb, der gleichmäßig voranbringt, ohne dass man ständig „arbeiten“ muss.
Die Honda CBR 600 RR passt dagegen am besten zu Fahrern, die das Motorrad als sportliches Werkzeug sehen: kurvige Strecken, dynamische Ausfahrten und ein Setup, das direkt auf aktives Fahren reagiert. Ihr Vorteil ist die Wendigkeit und der sportliche Charakter von Motor, Fahrwerk und Bremsen – genau dann, wenn Tempo und Präzision gefragt sind.
Kurz gesagt: Wer Komfort und Langstrecke priorisiert, greift zur Gold Wing. Wer Agilität und sportliche Dynamik sucht, findet in der CBR 600 RR die passendere Basis.