| UVP | 15.519 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 20.299 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- reisetauglich
- komfortabel
- tolle Serienausstattung
- gutes Handling
- Seitenkoffer etwas schmal
- Scheibe nur im Stand verstellbar
- komplizierte Bedienelemente
- Kraftvoller Motor
- Stabiles Fahrwerk
- Bedienung
- Elektronische Helfer
- Bremsen
- Soziustauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 238 | kg |
| Radstand | 1.535 | mm |
| Länge | 2.240 | mm |
| Radstand | 1.535 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.340 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.497 | mm |
| Radstand | 1.497 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.084 | ccm |
| Hub | 82 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V2 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 102 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 112 NM bei 5.500 U/Min | |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 400 | km |
| Leistung | 180 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 140 NM bei 8.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 287 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa 43 mm Teleskopgabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Monoblock-Aluminiumschwinge mit Pro-Link und SHOWA-Gasdruckdämpfer, hydraulischer Einstellvorrichtung (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70R17 M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55R17 M/C (73W) | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP-USD Ø 48 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | WP-Monoshock per Umlenkung (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 200/55-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | 2 Bremsscheiben, Radial-Vierkolbenbremszangen ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse ( Ø 256 mm) | |
| Bremsen vorne | 2 x Brembo Stylema Monoblock Vierkolben-Radialfestsattel, Bremsscheiben, schwimmend ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Hondas NT1100 lädt geradezu zum Reisen ein und spricht durch ihr unaufgeregtes, elegantes Design sicher viele Fahrer gehobenen Alters (wie auch uns) an. Gut vorstellbar beispielsweise auch als gelungenes Upgrade für Fahrer einer NC750 o.Ä. und natürlich alle Deauville- und Pan European Fans. All diejenigen, die bequem längere Touren fahren möchten und sich dabei auf ein komfortables, solides Bike verlassen wollen, sind hier sicher gut bedient. Ob es gelingt, damit auch jüngere Fahrer anzusprechen, halten wir eher für fraglich. Dazu fehlt der NT1100 neben Farbenfreude vielleicht auch die ein oder andere Ecke oder Kante oder sagen wir mal so: Peppig ist sie nun nicht gerade.
Wenn man es genau nimmt, hält sich die Auswahl an Wettbewerbern der Honda NT1100 in Grenzen. Schließlich ist sie wirklich ein reinrassiger Tourer und kein Hybrid wie etwa ein auf Straßentauglichkeit getrimmtes Adventure-Motorrad oder ein Crossover-Bike mit den Genen eines Supersportlers. Dennoch könnte man ihr vielleicht eine Yamaha Tracer 9, Kawasakis Versys oder gar eine BMW 1250 GS gegenüberstellen, wenn man sich auf große Reise begeben möchte.
Zu haben ist die Honda NT1100 ab 13.899 €, mit DCT ab 14.899 €. Die zusätzlich erhätlichen Ausstattungspakete schlagen mit 675 € (URBAN-Paket), 965 € (Touring-Paket) bzw. 1636 € (Travel-Paket) zu Buche.
Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Motofun in Kaltenkirchen zur Verfügung gestellt. Wer also auch mal eine entspannte Probefahrt unternehmen möchte kann uns sollte das dort tun.
Fazit - doch kein Biest
Ist die Super Duke das Biest, wie KTM sie selber nennt? Nein. Trotz all der formidablen Leistung, die immer zur Verfügung steht: Kaum je wurde diese so verantwortungsbewusst dargeboten. Biestig ist hier nichts, was für ein Glück. Die Super Duke wird öfter Freudentränen statt Angstschweiß produzieren.
Die KTM ist ein umgängliches Motorrad, das sich selbst in der Stadt nicht unwohl fühlt. Für ein Naked Bike ist die Soziustauglichkeit verträglich, der Windschutz hingegen … nunja. Wer jemals die Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h ausprobieren will, sollte sich gut festhalten oder mit 30 Metern doppelseitigem Klebeband am Bike fixieren.
Ansonsten: Daumen hoch!
Das Test-Bike wurde uns von Motorrad-Ruser zur Verfügung gestellt.
MotorradTest.de auf YouTube
Honda NT 1100 vs. KTM 1290 Super Duke R: Vergleich für Alltag, Tour und Fahrspaß
Wer zwischen der Honda NT 1100 und der KTM 1290 Super Duke R schwankt, entscheidet im Grunde zwischen zwei sehr unterschiedlichen Motorrad-Philosophien. Die Honda steht für souveränen Komfort, entspannte Langstrecken und eine alltagstaugliche Touring-Ausrichtung. Die KTM dagegen ist auf maximale Agilität, direkte Gasannahme und kompromisslosen Fahrspaß ausgelegt – mit dem Charakter eines sportlichen Naked Bikes, das Kurven und Tempo liebt.
Im folgenden Vergleich werden die aufgelisteten Werte beider Modelle miteinander gegenübergestellt. Dabei geht es nicht nur um Zahlen, sondern vor allem darum, wie sich diese Unterschiede im Fahrgefühl bemerkbar machen: von Motor und Fahrwerk über Elektronik bis hin zu Ergonomie und Einsatzprofil.
Grundcharakter: Touring-Souveränität vs. sportliche Direktheit
Honda NT 1100 – die entspannte Reise
Die Honda NT 1100 wirkt wie ein Motorrad, das für längere Strecken gemacht ist. Die Ausrichtung zeigt sich in der Art, wie sie mit Leistung und Drehmoment arbeitet: eher gleichmäßig, gut dosierbar und auf Alltagstauglichkeit getrimmt. Auch die Sitzposition und die Gesamtergonomie zielen darauf ab, dass man auch nach mehreren Stunden noch entspannt unterwegs ist.
KTM 1290 Super Duke R – das aggressive Naked-Bike
Die KTM 1290 Super Duke R ist dagegen ein Motorrad, das den Fokus klar auf Fahrdynamik legt. Der Motorcharakter ist deutlich „präsenter“: Die Leistungsentfaltung wirkt unmittelbarer, das Ansprechverhalten ist sportlich und die Maschine lädt spürbar dazu ein, das Gas öfter weiter aufzudrehen. Das spiegelt sich auch in der Sitzposition und dem generellen Handling wider: eher kompakt, eher aktiv, eher „dran bleiben“ statt „entspannt cruisen“.
Motor und Leistung: Wie sich die Werte im Alltag auswirken
Beim Vergleich der aufgelisteten Motorwerte fällt vor allem die unterschiedliche Zielsetzung auf. Die Honda NT 1100 setzt auf eine nutzbare, gleichmäßige Kraftentfaltung, die sich besonders auf längeren Strecken und bei wechselnden Geschwindigkeiten auszahlt. Das macht sie attraktiv, wenn häufiges Anfahren, zügiges Vorankommen und ruhiges Gleiten gefragt sind.
Die KTM 1290 Super Duke R bringt hingegen eine deutlich sportlichere Auslegung mit. Die aufgelisteten Leistungs- und Drehmomentwerte wirken in Kombination mit dem Charakter des Motors wie ein „Schub“, der beim Beschleunigen schnell für Tempo sorgt. Das ist ein Vorteil, wenn Überholmanöver, dynamische Beschleunigung und sportliches Kurvenfahren im Vordergrund stehen.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
- Honda NT 1100: Stärke ist die gut kontrollierbare Kraft für Alltag und Tour. Schwäche kann sein, dass der „Kick“ weniger im Vordergrund steht als bei einer sportlichen Naked-Interpretation.
- KTM 1290 Super Duke R: Stärke ist die direkte, sportliche Performance. Schwäche kann sein, dass die Maschine im Alltag – je nach Fahrstil – mehr „Fokus“ fordert und weniger auf entspanntes Gleiten ausgelegt ist.
Fahrwerk und Handling: Stabilität für Touren vs. Agilität für Kurven
Die aufgelisteten Fahrwerksdaten zeigen die unterschiedliche Priorität: Die Honda NT 1100 zielt auf ein ruhiges, sicheres Fahrverhalten ab, das auch bei längeren Strecken und wechselnden Bedingungen überzeugt. Das hilft besonders dann, wenn die Route nicht nur aus perfekten Straßen besteht.
Die KTM 1290 Super Duke R ist dagegen stärker auf sportliche Rückmeldung und schnelle Richtungswechsel ausgelegt. Die Maschine wirkt darauf trainiert, zügig in Schräglage zu gehen und das Tempo in Kurven zu unterstützen. Wer Kurvenfahrten mag und das Motorrad aktiv bewegt, bekommt hier deutlich mehr „Sportgefühl“.
Stärken und Schwächen beim Handling
- Honda NT 1100: Stärke ist die souveräne Stabilität und die entspannte Kontrolle. Schwäche kann sein, dass das Motorrad weniger „leichtfüßig“ wirkt als ein klar sportlich ausgelegtes Naked Bike.
- KTM 1290 Super Duke R: Stärke ist die Agilität und die sportliche Rückmeldung. Schwäche kann sein, dass Komfort und Gelassenheit im Vergleich zur Touring-orientierten Honda weniger im Fokus stehen.
Elektronik und Assistenz: Komfort-Orientierung vs. Performance-Fokus
Auch bei der Elektronik unterscheiden sich die Modelle in der Ausrichtung. Die Honda NT 1100 wirkt wie ein Motorrad, das den Alltag erleichtern soll: Elektronik unterstützt dabei, dass das Fahren über längere Zeit stressarm bleibt und sich das Motorrad in unterschiedlichen Situationen berechenbar verhält.
Die KTM 1290 Super Duke R setzt Elektronik stärker als Werkzeug für sportliche Performance ein. Das zeigt sich in der Art, wie Fahrmodi und Regelstrategien das Fahrgefühl beeinflussen können: mehr Dynamik, mehr Kontrolle beim sportlichen Einsatz und ein spürbarer Effekt auf Beschleunigung und Traktion.
Was bedeutet das für die Praxis?
Wer häufig unterwegs ist, ohne jedes Mal „sportlich“ fahren zu müssen, profitiert von der Honda-Philosophie: Sie wirkt wie ein Motorrad, das sich gut in den Alltag einfügt. Wer dagegen bewusst das Fahrgefühl sucht – und auch mal sportlich unterwegs ist – findet in der KTM mehr „Werkzeug“ für dynamische Fahrten.
Ergonomie und Sitzposition: Langstrecke entspannt vs. aktiv sportlich
Die aufgelisteten Ergonomie- und Geometrieangaben machen den Unterschied deutlich: Die Honda NT 1100 ist auf eine komfortablere Haltung ausgelegt. Das hilft besonders bei längeren Fahrten, wenn der Körper nicht ständig gegen die Position arbeiten soll.
Die KTM 1290 Super Duke R setzt auf eine aktivere Sitzposition. Das ist ein Vorteil, wenn das Motorrad „mitfahren“ soll – also wenn Kurvenarbeit und dynamische Steuerimpulse im Vordergrund stehen. Für lange, entspannte Etappen kann das je nach Fahrstil weniger angenehm sein als bei einer Touring-orientierten Maschine.
Stärken und Schwächen bei Komfort
- Honda NT 1100: Stärke ist der Komfort für längere Strecken. Schwäche kann sein, dass die sportliche „Aktivität“ weniger stark vermittelt wird.
- KTM 1290 Super Duke R: Stärke ist das direkte, sportliche Gefühl. Schwäche kann sein, dass der Komfort bei sehr langen Fahrten stärker vom persönlichen Empfinden abhängt.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und Reise
Im Vergleich der Einsatzprofile zeigt sich: Die Honda NT 1100 ist die naheliegende Wahl, wenn das Motorrad häufig für Pendeln, längere Touren und gemischte Strecken genutzt wird. Die Kombination aus gut dosierbarer Leistung, komfortorientierter Ergonomie und einer eher „tourenden“ Gesamtwirkung passt zu einem breiten Nutzungsspektrum.
Die KTM 1290 Super Duke R ist stärker auf das Wochenende, die Landstraße und sportliche Ausfahrten ausgerichtet. Sie eignet sich besonders dann, wenn das Motorrad nicht nur „funktionieren“, sondern vor allem Spaß machen soll – und wenn dynamische Fahrten regelmäßig Teil des Plans sind.
Worauf es beim Kauf ankommt
Entscheidend ist weniger, welches Motorrad „besser“ ist, sondern welches Fahrgefühl besser zu den eigenen Routinen passt. Die Honda punktet mit Alltagstauglichkeit und Reise-Komfort. Die KTM punktet mit sportlicher Performance und einem Motorrad, das sich klar als Naked-Bike positioniert.
Fazit: Welches Bike passt zu wem?
Die Honda NT 1100 ist die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad für lange Strecken, gemischte Alltagsfahrten und entspanntes Reisen suchen. Die aufgelisteten Werte und die daraus resultierende Ausrichtung zeigen eine Maschine, die Stabilität, Komfort und gut kontrollierbare Kraft in den Vordergrund stellt. Wer häufig unterwegs ist und dabei nicht ständig „sportlich“ fahren muss, bekommt mit der Honda ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Die KTM 1290 Super Duke R passt dagegen besser zu Fahrern, die Kurven und Beschleunigung aktiv genießen und ein Motorrad möchten, das spürbar mehr Dynamik und Direktheit liefert. Die sportliche Auslegung der aufgelisteten Leistungs- und Fahrwerkswerte macht sie besonders attraktiv für ambitionierte Ausfahrten und Fahrer, die das Motorrad bewusst fordern.
Kurz gesagt: Für Touren, Alltag und entspanntes Tempo ist die Honda NT 1100 die passendere Entscheidung. Für sportlichen Fahrspaß, agiles Handling und eine deutlich performance-orientierte Auslegung ist die KTM 1290 Super Duke R die bessere Wahl.