| UVP | 15.519 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- reisetauglich
- komfortabel
- tolle Serienausstattung
- gutes Handling
- Seitenkoffer etwas schmal
- Scheibe nur im Stand verstellbar
- komplizierte Bedienelemente
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 238 | kg |
| Radstand | 1.535 | mm |
| Länge | 2.240 | mm |
| Radstand | 1.535 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.340 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.084 | ccm |
| Hub | 82 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 102 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 112 NM bei 5.500 U/Min | |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 400 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa 43 mm Teleskopgabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Monoblock-Aluminiumschwinge mit Pro-Link und SHOWA-Gasdruckdämpfer, hydraulischer Einstellvorrichtung (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70R17 M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55R17 M/C (73W) | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | 2 Bremsscheiben, Radial-Vierkolbenbremszangen ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse ( Ø 256 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Hondas NT1100 lädt geradezu zum Reisen ein und spricht durch ihr unaufgeregtes, elegantes Design sicher viele Fahrer gehobenen Alters (wie auch uns) an. Gut vorstellbar beispielsweise auch als gelungenes Upgrade für Fahrer einer NC750 o.Ä. und natürlich alle Deauville- und Pan European Fans. All diejenigen, die bequem längere Touren fahren möchten und sich dabei auf ein komfortables, solides Bike verlassen wollen, sind hier sicher gut bedient. Ob es gelingt, damit auch jüngere Fahrer anzusprechen, halten wir eher für fraglich. Dazu fehlt der NT1100 neben Farbenfreude vielleicht auch die ein oder andere Ecke oder Kante oder sagen wir mal so: Peppig ist sie nun nicht gerade.
Wenn man es genau nimmt, hält sich die Auswahl an Wettbewerbern der Honda NT1100 in Grenzen. Schließlich ist sie wirklich ein reinrassiger Tourer und kein Hybrid wie etwa ein auf Straßentauglichkeit getrimmtes Adventure-Motorrad oder ein Crossover-Bike mit den Genen eines Supersportlers. Dennoch könnte man ihr vielleicht eine Yamaha Tracer 9, Kawasakis Versys oder gar eine BMW 1250 GS gegenüberstellen, wenn man sich auf große Reise begeben möchte.
Zu haben ist die Honda NT1100 ab 13.899 €, mit DCT ab 14.899 €. Die zusätzlich erhätlichen Ausstattungspakete schlagen mit 675 € (URBAN-Paket), 965 € (Touring-Paket) bzw. 1636 € (Travel-Paket) zu Buche.
Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Motofun in Kaltenkirchen zur Verfügung gestellt. Wer also auch mal eine entspannte Probefahrt unternehmen möchte kann uns sollte das dort tun.
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Honda NT 1100 vs. MV Agusta Superveloce 800: Vergleich für Touren, Alltag und Fahrspaß
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, lohnt sich ein genauer Blick. Die Honda NT 1100 steht für einen pragmatischen Ansatz: komfortabel, alltagstauglich und auf entspannte Touren ausgelegt. Die MV Agusta Superveloce 800 dagegen bringt eine deutlich sportlichere Handschrift mit – mit Fokus auf Fahrgefühl, Charakter und dem besonderen Reiz, den man spürt, sobald man losfährt.
Im Vergleich zeigt sich schnell: Beide Modelle können mehr als nur „von A nach B“. Doch sie setzen Prioritäten an unterschiedlichen Stellen. Genau daraus entsteht die Frage, welches Motorrad besser zu den eigenen Gewohnheiten passt – und welche Stärken im Alltag wirklich zählen.
Grundidee und Einsatzprofil: Tourenkomfort vs. sportlicher Anspruch
Honda NT 1100: der entspannte Reise-Allrounder
Die NT 1100 ist als Tourenmaschine gedacht, die auch im Alltag funktioniert. Der Schwerpunkt liegt auf einem souveränen Gesamtpaket: angenehme Ergonomie, gutmütige Fahrbarkeit und ein Konzept, das lange Strecken leichter macht. Wer häufig fährt, ohne jedes Mal „auf Kante“ zu leben, findet hier eine Maschine, die den Rhythmus vorgibt.
MV Agusta Superveloce 800: Fahrspaß mit Premium-Charakter
Die Superveloce 800 wirkt wie ein Motorrad, das man nicht nur fährt, sondern auch „genießt“. Der Fokus liegt stärker auf Dynamik und dem sportlichen Erleben. Das bedeutet nicht automatisch, dass sie unpraktisch ist – aber die Prioritäten sind klar: Kurven, Ansprechverhalten und ein Motorcharakter, der Lust auf mehr macht.
Fahrgefühl im Vergleich: Wie sich die Motorräder anfühlen
Beim Fahren trennt sich die Spreu oft im Detail. Die Honda NT 1100 spielt ihre Stärken vor allem in der Ruhe aus: gleichmäßige Kraftentfaltung, kontrollierbares Tempo und ein Fahrstil, der auch bei wechselnden Bedingungen sicher wirkt. Das macht sie besonders attraktiv, wenn Strecken variieren – Stadt, Landstraße und Autobahnabschnitte gehören zum Alltag.
Die MV Agusta Superveloce 800 setzt dagegen stärker auf das unmittelbare Feedback. Das Motorrad vermittelt mehr „Direktheit“: Gasannahme, Liniengefühl und das Gefühl, dass die Maschine mitdenkt, wenn es sportlicher wird. Wer gerne zügig unterwegs ist und Kurven als Hauptprogramm sieht, wird hier eher das Gefühl bekommen, dass das Motorrad aktiv mitarbeitet.
Motor und Antrieb: Charakter statt nur Zahlen
Beide Motorräder sind leistungsstark, aber sie erzählen unterschiedliche Geschichten. Die Honda NT 1100 wirkt wie ein Motor, der für gleichmäßigen Vortrieb gemacht ist. Das hilft besonders dann, wenn man nicht ständig nachjustieren möchte: Überholvorgänge, Autobahnfahrten oder das Fahren mit wechselnder Beladung lassen sich meist entspannt angehen.
Die MV Agusta Superveloce 800 steht dagegen für einen lebendigeren Charakter. Der Antrieb fühlt sich oft „sportlicher“ an, was sich vor allem in der Art zeigt, wie das Motorrad auf Gasbefehle reagiert und wie schnell man in einen dynamischen Rhythmus kommt. Das ist ein Plus für Kurvenfahrten, kann aber auch bedeuten, dass man den eigenen Fahrstil bewusster anpassen möchte, wenn es eher gemütlich sein soll.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Im Handling unterscheiden sich die beiden Konzepte deutlich. Die Honda NT 1100 zielt auf ein sicheres, ruhiges Fahrverhalten. Gerade bei längeren Strecken und bei höheren Geschwindigkeiten spielt das eine große Rolle: Man bleibt eher „im Fluss“, statt ständig gegen kleine Einflüsse arbeiten zu müssen.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt dagegen agiler und sportlicher. In Kurven fühlt sie sich oft leichter an, und das Motorrad lädt stärker dazu ein, die Linie aktiv zu fahren. Das ist ein Vorteil, wenn man gerne dynamisch unterwegs ist. Gleichzeitig kann ein sportlicheres Setup im Alltag – je nach Fahrstil und Streckenprofil – weniger „entspannt“ wirken als ein klar tourorientiertes Konzept.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen im Alltag
Bei beiden Motorrädern ist das Thema Sicherheit zentral. Die Honda NT 1100 punktet vor allem mit einem gut dosierbaren Gefühl: Bremsmanöver lassen sich meist kontrolliert aufbauen, was im Stadtverkehr und bei wechselnden Bedingungen hilft. Das Gesamtpaket wirkt dadurch oft „stressfreier“.
Die MV Agusta Superveloce 800 bringt ebenfalls überzeugende Bremsleistung mit, wirkt aber in der Wahrnehmung stärker sportlich. Wer zügig fährt und die Verzögerung bewusst nutzt, bekommt ein direkteres Feedback. Für gemütliche Fahrten ist das nicht automatisch ein Nachteil – aber die Abstimmung wird eher als „sportlicher“ wahrgenommen.
Elektronik und Assistenz: Komfort im Hintergrund
Elektronik ist heute ein wichtiger Teil des Fahrgefühls. Die Honda NT 1100 setzt dabei auf ein Konzept, das vor allem den Alltag erleichtert: Stabilität, Unterstützung und ein Gesamtgefühl, das auch bei wechselnden Bedingungen hilft. Das ist besonders praktisch, wenn man nicht jedes Mal „am Setup“ drehen möchte.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt in der Abstimmung stärker auf sportliches Fahren ausgelegt. Das kann bedeuten, dass man die Maschine eher als „fahraktiv“ wahrnimmt. Wer gerne die Dynamik nutzt, wird die Elektronik eher als Unterstützung für sportliche Ansprüche erleben. Wer dagegen vor allem Komfort und Gelassenheit sucht, kann die Abstimmung als weniger „tourig“ empfinden.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie – und warum das zählt
Die Sitzposition entscheidet oft darüber, ob man nach einer langen Tour noch entspannt ist. Die Honda NT 1100 ist klar auf Komfort ausgelegt. Der Aufbau wirkt so, dass man auch über längere Zeit eine angenehme Haltung findet. Das ist ein starkes Argument für regelmäßige Touren, Pendeln oder Fahrten, bei denen man nicht nur „Spaß“, sondern auch Ausdauer sucht.
Die MV Agusta Superveloce 800 bringt eine sportlichere Haltung mit. Das kann die Beweglichkeit in Kurven verbessern und das Fahrgefühl direkter machen. Gleichzeitig ist das eher ein Motorrad für Fahrer, die sportliche Ergonomie mögen und bereit sind, die Haltung als Teil des Konzepts zu akzeptieren.
Windschutz und Alltagstauglichkeit: Wie gut funktioniert es auf Strecke?
Auf langen Strecken ist Windschutz mehr als nur Komfort – er beeinflusst Konzentration und Müdigkeit. Die Honda NT 1100 ist hier typischerweise im Vorteil: Das Konzept zielt auf entspannte Kilometer ab. Dadurch eignet sie sich besonders, wenn man häufig unterwegs ist und nicht jedes Mal das Gefühl haben möchte, gegen den Fahrtwind arbeiten zu müssen.
Die MV Agusta Superveloce 800 kann ebenfalls tourentauglich sein, wirkt aber stärker als sportliches Motorrad, das man auch für längere Ausfahrten nutzt. Wer vor allem kurvenreiche Strecken bevorzugt und Windschutz nicht als Hauptkriterium sieht, wird die Maschine eher als „Genussgerät“ wahrnehmen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Honda NT 1100
- Komfortorientiertes Gesamtpaket für lange Strecken und gemischte Fahrprofile
- Ruhiges, gutmütiges Fahrverhalten, das den Alltag erleichtert
- Tourenfokus mit Elektronik und Ergonomie als unterstützende Basis
Schwächen der Honda NT 1100
- Wer maximal sportliche Direktheit sucht, könnte das Konzept als weniger „aggressiv“ empfinden
- Der Fokus auf Alltag und Komfort kann sportliche Fahrerwünsche weniger stark bedienen
Stärken der MV Agusta Superveloce 800
- Sportlicher Charakter mit starkem Fokus auf Fahrgefühl und Dynamik
- Agiles Handling für Kurven und zügige Ausfahrten
- Premium-Appeal und ein Motorradgefühl, das man aktiv erleben will
Schwächen der MV Agusta Superveloce 800
- Sportliche Ausrichtung kann im Alltag je nach Fahrstil weniger „entspannt“ wirken
- Für rein komfortorientierte Touren ist das Konzept weniger kompromisslos tourlastig
Welche Wahl passt zu welchem Fahrertyp?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern welches besser zum eigenen Alltag passt. Die Honda NT 1100 ist besonders passend für Fahrer, die regelmäßig fahren, lange Strecken mögen und ein Motorrad suchen, das im Hintergrund unterstützt. Sie eignet sich für Touren, bei denen Komfort, Stabilität und entspannte Kilometer zählen – auch wenn die Strecke mal unruhiger wird.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist die bessere Wahl für Fahrer, die Kurven und Fahrdynamik priorisieren und ein Motorrad möchten, das mehr „Sportgefühl“ liefert. Wer gerne zügig unterwegs ist, die Maschine aktiv bewegt und den besonderen Charakter schätzt, wird hier eher glücklich.
Fazit:
Die Honda NT 1100 ist die stimmige Wahl für alle, die ein komfortorientiertes Tourenmotorrad suchen: Sie wirkt souverän, gutmütig und erleichtert lange Strecken spürbar. Wer häufig fährt, unterschiedliche Streckenprofile hat und dabei vor allem Ruhe, Ergonomie und ein entspanntes Gesamtpaket möchte, trifft mit ihr meist die richtige Entscheidung.
Die MV Agusta Superveloce 800 passt besser zu Fahrern, die sportliche Dynamik und unmittelbares Fahrgefühl in den Vordergrund stellen. Sie belohnt aktives Fahren, macht Kurvenfahrten besonders lebendig und bringt einen Premium-Charakter mit, der Lust auf mehr macht. Wer dagegen vor allem maximalen Komfort und „einfach entspannt ankommen“ sucht, wird die Honda als harmonischere Basis erleben.