| UVP | 15.519 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 8.999 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- reisetauglich
- komfortabel
- tolle Serienausstattung
- gutes Handling
- Seitenkoffer etwas schmal
- Scheibe nur im Stand verstellbar
- komplizierte Bedienelemente
- Preiskracher mit guter Ausstattung
- Motor mit Charakter und Sound
- Fahrwerk von Kayaba, Bremsen von Nissin
- Enorme Reichweite
- Bequeme Ergonomie
- Offroad-tauglich
- ungleichmässige Gasannahme
- Lastwechselreaktionen
- kein Quickshifter erhältlich
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 238 | kg |
| Radstand | 1.535 | mm |
| Länge | 2.240 | mm |
| Radstand | 1.535 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.340 | mm |
| Gewicht | 227 | kg |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Länge | 2.390 | mm |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Sitzhöhe: | 860 | mm |
| Höhe | 1.460 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.084 | ccm |
| Hub | 82 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | DOHC Reihentwin mit elektronischer Einspritzung | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 102 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 112 NM bei 5.500 U/Min | |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 400 | km |
| Leistung | 95 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 81 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 210 | km/h |
| Tankinhalt | 24 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 462 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa 43 mm Teleskopgabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Monoblock-Aluminiumschwinge mit Pro-Link und SHOWA-Gasdruckdämpfer, hydraulischer Einstellvorrichtung (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70R17 M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55R17 M/C (73W) | |
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | KYB 43mm Upside-Down Gabel, voll einstellbar (Federweg 207)mm | |
| Federung hinten | KYB Zentralfederbein, Federvorspannung und Dämpfung verstellbar (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90-21 | |
| Reifen hinten | 150/70-R18 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | 2 Bremsscheiben, Radial-Vierkolbenbremszangen ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse ( Ø 256 mm) | |
| Bremsen vorne | Nissin Doppelbremsscheibe ø 310 mm ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Nissin Bremsscheibe ø 240 mm ( Ø 240 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Hondas NT1100 lädt geradezu zum Reisen ein und spricht durch ihr unaufgeregtes, elegantes Design sicher viele Fahrer gehobenen Alters (wie auch uns) an. Gut vorstellbar beispielsweise auch als gelungenes Upgrade für Fahrer einer NC750 o.Ä. und natürlich alle Deauville- und Pan European Fans. All diejenigen, die bequem längere Touren fahren möchten und sich dabei auf ein komfortables, solides Bike verlassen wollen, sind hier sicher gut bedient. Ob es gelingt, damit auch jüngere Fahrer anzusprechen, halten wir eher für fraglich. Dazu fehlt der NT1100 neben Farbenfreude vielleicht auch die ein oder andere Ecke oder Kante oder sagen wir mal so: Peppig ist sie nun nicht gerade.
Wenn man es genau nimmt, hält sich die Auswahl an Wettbewerbern der Honda NT1100 in Grenzen. Schließlich ist sie wirklich ein reinrassiger Tourer und kein Hybrid wie etwa ein auf Straßentauglichkeit getrimmtes Adventure-Motorrad oder ein Crossover-Bike mit den Genen eines Supersportlers. Dennoch könnte man ihr vielleicht eine Yamaha Tracer 9, Kawasakis Versys oder gar eine BMW 1250 GS gegenüberstellen, wenn man sich auf große Reise begeben möchte.
Zu haben ist die Honda NT1100 ab 13.899 €, mit DCT ab 14.899 €. Die zusätzlich erhätlichen Ausstattungspakete schlagen mit 675 € (URBAN-Paket), 965 € (Touring-Paket) bzw. 1636 € (Travel-Paket) zu Buche.
Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Motofun in Kaltenkirchen zur Verfügung gestellt. Wer also auch mal eine entspannte Probefahrt unternehmen möchte kann uns sollte das dort tun.
Fazit
Unterm Strich ist die Voge DS 800 X Rally eines der interessantesten Motorräder im aktuellen Mittelklasse-Adventure-Segment. Sie kombiniert eine überzeugende technische Basis mit einem mutigen Preispunkt und einer Ausstattung, die in dieser Form normalerweise deutlich mehr kostet. Der 798er Zweizylinder mit rund 95 PS passt sehr gut zur Mission des Motorrads, das KYB-Fahrwerk und die Nissin-Bremsen schaffen Vertrauen, und die 21/18-Zoll-Radkombination sorgt dafür, dass der Rallye-Anspruch nicht bloß dekorativ bleibt. Gleichzeitig sprechen der große Tank, der Langstreckenkomfort und die umfangreiche Komfortausstattung auch Fahrer an, die vor allem reisen wollen und nur gelegentlich den Asphalt verlassen.
Natürlich ist nicht alles frei von Fragezeichen. Eine noch junge Marke muss sich über Jahre hinweg Vertrauen erarbeiten, und Faktoren wie Markenimage, Restwert und flächendeckender Service spielen bei einem Reisemotorrad eine wichtige Rolle. Wer maximale Prestige-Sicherheit sucht oder kompromissloses Hard-Enduro-Feeling erwartet, wird vermutlich weiterhin zu anderen Namen greifen. Wer jedoch nüchtern auf Technik, Ausstattung, Einsatzbreite und Kaufpreis blickt, findet in der Voge DS 800 X Rally ein bemerkenswert starkes Gesamtpaket. Sie ist kein Billigbike mit großen Versprechen, sondern eine ernsthafte, vielseitige Reiseenduro, die den Wettbewerb unter Druck setzt. Gerade für Fahrerinnen und Fahrer, die ein adventure-taugliches Motorrad mit echtem Gegenwert suchen, könnte die DS 800 X Rally zu den spannendsten Überraschungen der Saison zählen.MotorradTest.de auf YouTube
Honda NT 1100 vs. Voge DS 800 X Rally: Vergleich für Touren, Alltag und Schotter
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach „Reise“ klingen, aber aus unterschiedlichen Richtungen kommen, lohnt sich ein genauer Blick. Die Honda NT 1100 steht für souveränen Langstrecken-Komfort und eine sehr runde Alltags-Tourenidee. Die Voge DS 800 X Rally dagegen bringt den Rally-Gedanken stärker nach vorn: mehr Abenteuer-Feeling, ein Look mit Offroad-Anleihen und der Anspruch, auch abseits der reinen Asphalt-Route Spaß zu machen.
Im folgenden Vergleich werden die typischen Unterschiede herausgearbeitet: Wie unterscheiden sich die beiden Konzepte bei Motorcharakter, Fahrwerk und Ergonomie? Welche Rolle spielen Ausstattung und Elektronik im Alltag? Und wo liegen die Stärken – aber auch die Grenzen – der jeweiligen Ausrichtung?
Grundkonzept: Tourer-Souveränität trifft Rally-Charakter
Honda NT 1100: Reisekomfort als Schwerpunkt
Die Honda NT 1100 ist klar auf entspannte Kilometer ausgelegt. Das merkt man am Gesamteindruck: Die Sitzposition wirkt auf Langstrecke ausgelegt, der Windschutz und die Art, wie das Motorrad „ruhig“ bleibt, unterstützen das entspannte Fahren. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, profitiert von dieser Grundstimmung.
Voge DS 800 X Rally: Abenteuer mit Straßentauglichkeit
Die Voge DS 800 X Rally nimmt den Weg dorthin, wo Touren nicht nur aus Autobahn und Landstraße bestehen. Der Rally-Ansatz zeigt sich in der Optik und im Fahrgefühl: Das Motorrad wirkt bereit, wenn die Route plötzlich schlechter wird oder wenn eine Schotterpassage „einfach mal mitgenommen“ werden soll. Gleichzeitig bleibt es so konzipiert, dass es nicht nur für die kurze Offroad-Episode taugt, sondern auch auf der Straße funktioniert.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beide Motorräder sind für Touren gedacht, aber die Art, wie sie Leistung bereitstellen, ist unterschiedlich. Die Honda NT 1100 wirkt im Vergleich häufig „harmonischer“: Der Motor unterstützt gleichmäßiges Tempo, lässt sich gut dosieren und passt besonders gut zu entspanntem Cruisen. Das ist vor allem dann spürbar, wenn es nicht um maximale Beschleunigung geht, sondern um flüssiges Vorankommen.
Die Voge DS 800 X Rally bringt dagegen mehr „Impuls“ in den Charakter. Gerade beim Anfahren, beim Herausbeschleunigen aus Kurven oder wenn die Straße wechselt (von Asphalt zu rauerem Untergrund), fühlt sich das Motorrad lebendiger an. Das kann ein echter Vorteil sein, wenn die Fahrt abwechslungsreich ist und nicht jeder Abschnitt perfekt vorbereitet wirkt.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
- Honda NT 1100: Stärke ist die gleichmäßige, tourentaugliche Gangart. Schwäche kann sein, dass der Fokus weniger auf „Abenteuer-Feeling“ liegt, sondern mehr auf Ruhe und Berechenbarkeit.
- Voge DS 800 X Rally: Stärke ist der dynamischere Charakter und die Bereitschaft für wechselnde Untergründe. Schwäche kann sein, dass das Motorrad je nach Fahrstil weniger „seidig“ wirkt als ein klassischer Tourer.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Fahrwerk zeigt sich die Philosophie beider Modelle besonders deutlich. Die Honda NT 1100 zielt auf souveräne Stabilität ab. Das Motorrad liegt spürbar ruhig, vermittelt Vertrauen bei höheren Geschwindigkeiten und macht lange Etappen weniger anstrengend. Auch wenn die Straße wellig ist, bleibt der Gesamteindruck kontrolliert.
Die Voge DS 800 X Rally ist dagegen stärker auf „Allround-Balance“ getrimmt. Sie fühlt sich in vielen Situationen agiler an und gibt dem Fahrer das Gefühl, dass auch unebene Strecken dazugehören. Gerade auf Strecken mit Schotteranteil oder schlechterem Belag kann das ein Plus sein.
Kurven, Spurtreue und Untergrund
Auf glattem Asphalt spielt die Honda NT 1100 ihre Stärken besonders aus: Spurtreue und Komfort stehen im Vordergrund. Die Voge DS 800 X Rally kann auf Asphalt ebenfalls überzeugen, wirkt aber stärker „mit dem Untergrund beschäftigt“, was für manche Fahrer genau richtig ist – für andere eher weniger, wenn der Fokus ausschließlich auf maximaler Entspannung liegt.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie lange bequem?
Ergonomie ist bei Tourenmotorrädern entscheidend. Die Honda NT 1100 wirkt darauf ausgelegt, dass auch längere Fahrten ohne ständiges Umsetzen angenehm bleiben. Die Sitzposition unterstützt eine entspannte Haltung, und der Windschutz trägt dazu bei, dass der Oberkörper weniger „arbeiten“ muss.
Die Voge DS 800 X Rally setzt ebenfalls auf Komfort, aber mit einem anderen Zielbild: Die Haltung wirkt etwas „aktiver“, was auf wechselnden Untergrund Vorteile bringt. Wer häufig zwischen Straße und schlechterem Belag wechselt, profitiert von dieser Bereitschaft. Wer dagegen sehr lange, gleichmäßige Autobahnabschnitte fährt, wird die Honda-typische Ruhe oft als angenehmer empfinden.
Ausstattung und Elektronik: Was im Alltag wirklich hilft
Bei der Ausstattung geht es nicht nur um „mehr Technik“, sondern um den Nutzen. Die Honda NT 1100 punktet typischerweise mit einem stimmigen Gesamtpaket für Touren: Bedienbarkeit, Fahrkomfort und eine Elektronik, die das Fahren unterstützt, ohne zu überfordern. Gerade auf längeren Strecken ist das spürbar, weil das Motorrad den Fahrer entlastet.
Die Voge DS 800 X Rally bringt ebenfalls moderne Helfer mit, die besonders dann überzeugen, wenn die Bedingungen nicht konstant sind. Wenn es rutschiger wird, wenn der Belag wechselt oder wenn man bewusst „mehr Abenteuer“ zulässt, kann die Elektronik helfen, das Motorrad kontrolliert zu bewegen.
Stärken und Schwächen bei der Ausstattung
- Honda NT 1100: Stärke ist die tourentypische, alltagstaugliche Abstimmung. Schwäche kann sein, dass der „Rally“-Mehrwert weniger im Vordergrund steht.
- Voge DS 800 X Rally: Stärke ist die Bereitschaft für wechselnde Bedingungen und der Abenteuerfokus. Schwäche kann sein, dass nicht jeder Fahrer den aktiveren Charakter als „klassisch tourig“ empfindet.
Gepäck und Alltag: Welche Maschine passt besser zum Reiseplan?
Im Alltag und auf Reisen entscheidet oft das Zusammenspiel aus Ergonomie, Windschutz und praktischer Nutzbarkeit. Die Honda NT 1100 eignet sich besonders gut für Fahrer, die regelmäßig mit Gepäck unterwegs sind und dabei vor allem Wert auf Komfort und entspannte Kilometer legen. Das Motorrad wirkt wie gemacht für „Route planen, losfahren, genießen“.
Die Voge DS 800 X Rally passt besser zu Fahrern, die ihre Touren gerne variieren: mal Asphalt, mal Schotter, mal eine spontane Abzweigung. Wenn die Reise nicht nur aus dem perfekten Fahrbahnbelag besteht, spielt die Rally-Orientierung ihre Vorteile aus.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Honda NT 1100 – ideal für…
Die Honda NT 1100 ist besonders passend für Fahrer, die häufig lange Strecken fahren und dabei vor allem Komfort, Ruhe und Berechenbarkeit suchen. Wer gerne mit gleichmäßigem Tempo unterwegs ist, Wert auf einen guten Windschutz legt und ein Motorrad möchte, das sich wie ein zuverlässiger Reisebegleiter anfühlt, findet hier eine sehr stimmige Wahl.
Voge DS 800 X Rally – ideal für…
Die Voge DS 800 X Rally ist eine gute Option für alle, die Touren abwechslungsreich gestalten. Wenn Schotter, schlechterer Belag oder spontane Abstecher zur Route gehören, wirkt das Motorrad wie ein „Abenteuer-Allrounder“. Wer gerne aktiv fährt und das Motorrad auch mal fordernder einsetzen möchte, wird den Rally-Charakter zu schätzen wissen.
Fazit:
Die Honda NT 1100 gewinnt vor allem dort, wo Komfort und entspannte Langstrecke im Mittelpunkt stehen. Ihr tourentypisches Fahrgefühl, die ruhige Abstimmung und die insgesamt sehr stimmige Ergonomie machen sie zur passenden Wahl für regelmäßige Reisen, bei denen der Fokus auf angenehmem Kilometerfressen liegt. Wer häufig Autobahn und Landstraße fährt und dabei möglichst wenig „arbeiten“ möchte, bekommt mit der Honda ein sehr rundes Gesamtpaket.
Die Voge DS 800 X Rally spielt ihre Stärken besonders aus, wenn die Route nicht nur aus perfektem Asphalt besteht. Der Rally-Charakter, das lebendigere Fahrgefühl und die Bereitschaft für wechselnde Untergründe machen sie attraktiv für Fahrer, die Touren gerne variieren und auch mal abseits der Standardstrecken unterwegs sind. Wer Abenteueranteil sucht, ohne auf Straßentauglichkeit zu verzichten, findet in der Voge den passenden Begleiter.
Kurz gesagt: Honda für die komfortorientierte Reise, Voge für die abwechslungsreiche Tour mit mehr „Draußen“-Gefühl.