| UVP | 14.780 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2010 bis 2018 | |
Pro und Kontra
- stufenloser, kraftvoller Durchzug aus dem Stand
- zentraler und tiefer Schwerpunkt
- spielerisch leichtes Fahrverhalten
- Rangiermanöver-Hilfe (vor- und rückwärts)
- unterstützt DC-Schnellladen
- Kurven-ABS und schräglagenabhängiger Traktionskontrolle
- begrenzte Reichweite
- Bremse vorne könnte etwas besser zupacken
- hoher Preis
- Motorleistung
- Sound
- Präzises Fahrwerk
- Platzverhältnisse
- Karge Ausstattung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 217 | kg |
| Radstand | 1.480 | mm |
| Länge | 2.156 | mm |
| Radstand | 1.480 | mm |
| Sitzhöhe: | 800 | mm |
| Höhe | 1.085 | mm |
| Gewicht | 232 | kg |
| Radstand | 1.529 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.529 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.495 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Elektro | |
| Antrieb | Zahnriemen | |
| Gänge | 1 | |
| Hubraum | 1.198 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 106 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
Fahrleistungen
| Leistung | 68 PS | |
| Drehmoment | 100 NM | |
| Höchstgeschw. | 129 | km/h |
| Reichweite | 140 | km |
| Leistung | 152 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 128 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 248 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
Fahrwerk
| Federung vorne | Showa SFF-BP USD-Gabel 43mm, nicht einstellbar (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Showa Monodämpfer, Federvorspannung einstellbar (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 17' | |
| Reifen hinten | 150/60 17' | |
| Federung hinten | Monofederbein | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Nissin 4-Kolben Bremszangen, radial montiert ( Ø 296 mm) | |
| Bremsen hinten | Nissin 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 256 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
Fazit: Nicht für alle, aber wichtiger als viele denken
Die Honda WN7 ist kein Motorrad, das jeden Verbrenner-Fan sofort bekehren wird. Dafür sind Reichweite, Preis und das fehlende klassische Motor-Erlebnis zu klare Gegenargumente. Aber sie ist ein erstaunlich überzeugender erster großer Elektro-Aufschlag von Honda. Sie fährt sauber, direkt, hochwertig und alltagstauglich, ohne sich als rollendes Technik-Demo aufzuspielen. Wer hauptsächlich pendelt, kurze bis mittlere Strecken fährt, zu Hause laden kann und Lust auf ein neues Fahrgefühl hat, sollte die WN7 definitiv ernst nehmen.
Am Ende ist die WN7 weniger Revolution mit Feuerwerk als vielmehr ein ziemlich cleverer Realitätscheck. Honda sagt nicht: Vergesst alles, was ihr über Motorräder wisst. Honda sagt eher: Hier ist ein Motorrad, das vieles von dem kann, was ihr mögt – nur eben elektrisch. Und genau deshalb funktioniert die WN7 besser, als man vielleicht erwartet. Sie ist leise, aber nicht langweilig. Vernünftig, aber nicht brav. Neu, aber nicht fremd. Kurz gesagt: ein spannender Schritt in eine Zukunft, die sich plötzlich gar nicht mehr so weit weg anfühlt.
Das Testbike wurde uns von "motofun", einem großen Honda-Händler in Kaltenkirchen nördlich von Hamburg zur Verfügung gestellt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine neue Honda zuzulegen, ist dort herzlich zu einer Probefahrt aller möglichen Modelle eingeladen. Bei motofun.de gibt es übrigens auch viele tolle gebrauchten Maschinen im 1. Stock - Sehenswert!
MotorradTest.de auf YouTube
Honda WN7 vs. Ducati Multistrada 1200 – Vergleich der Reiseenduros
Wer ein Reiseenduro sucht, landet schnell bei zwei sehr unterschiedlichen Philosophien: Die Honda WN7 steht für einen pragmatischen, alltagstauglichen Ansatz, während die Ducati Multistrada 1200 deutlich stärker auf Charakter, Technik und Fahrspaß setzt. Im direkten Vergleich zeigen sich vor allem Unterschiede in der Art, wie beide Motorräder Leistung, Komfort und Elektronik in den Alltag bringen. Genau darum geht es hier: nicht um reine Daten, sondern um das Fahrgefühl, die Stärken im jeweiligen Einsatz und die typischen Schwächen, die man im Hinterkopf behalten sollte.
Grundidee und Einsatzprofil
Die Honda WN7 wirkt wie ein Motorrad, das man einfach nutzen möchte: für Touren, für längere Strecken und auch für Tage, an denen die Planung spontan bleibt. Der Fokus liegt auf einem stimmigen Gesamtpaket aus gutmütiger Handhabung und einem Motor, der sich kontrolliert anfühlt. Dadurch eignet sich die WN7 besonders für Fahrer, die ein Reiseenduro wollen, das nicht ständig „überredet“ werden muss.
Die Ducati Multistrada 1200 dagegen ist stärker auf das Erlebnis ausgelegt. Sie bringt eine deutlich sportlichere Handschrift mit und wirkt insgesamt „präsenter“: beim Ansprechen, beim Gefühl für die Straße und auch bei der Art, wie Elektronik und Fahrmodi das Motorrad in verschiedene Richtungen lenken. Wer gerne variiert, experimentiert und das Motorrad aktiv bewegt, findet hier schnell Motivation.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung anfühlt
Beim Motorcharakter unterscheiden sich beide Modelle spürbar. Die Honda WN7 spielt ihre Stärken eher in der gleichmäßigen, gut dosierbaren Kraftentfaltung aus. Das macht sie angenehm, wenn die Strecke nicht immer ideal ist oder wenn der Fokus auf entspanntem Fahren liegt. Die WN7 wirkt dabei weniger „dramatisch“, sondern eher wie ein verlässlicher Begleiter, der auch bei wechselndem Tempo souverän bleibt.
Die Ducati Multistrada 1200 liefert dagegen ein dynamischeres Gesamtbild. Das Ansprechverhalten und die Art, wie die Leistung umgesetzt wird, wirken oft direkter und intensiver. Dadurch entsteht schneller das Gefühl, dass das Motorrad „mitarbeitet“ – besonders, wenn die Route kurviger wird oder wenn das Tempo bewusst angezogen wird. Gleichzeitig kann diese Ausrichtung im Alltag bedeuten, dass man die eigene Fahrweise stärker anpassen möchte, um den gewünschten Komfort zu treffen.
Stärken und Schwächen im Antrieb
- Honda WN7: Stärke ist die kontrollierte, alltagstaugliche Kraftentfaltung. Schwäche kann sein, dass der „Kick“ weniger im Vordergrund steht als bei sportlicheren Konzepten.
- Ducati Multistrada 1200: Stärke ist das lebendige, begeisternde Ansprechverhalten. Schwäche kann sein, dass das Motorrad je nach Fahrstil stärker fordert, um dauerhaft entspannt zu bleiben.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Im Fahrwerk zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den beiden Ansätzen. Die Honda WN7 zielt auf ein ausgewogenes Setup, das sich auf langen Strecken angenehm anfühlt. Das Motorrad liegt ruhig, vermittelt Vertrauen und bleibt auch dann gut kontrollierbar, wenn die Straße weniger perfekt ist. Gerade für Touren mit Gepäck oder für wechselnde Bedingungen ist diese Art von Stabilität ein echter Vorteil.
Die Ducati Multistrada 1200 wirkt im Vergleich oft agiler und „sportlicher“ in der Reaktion. In Kurven fühlt sich das Motorrad direkter an, und das Zusammenspiel aus Fahrwerk und Antrieb unterstützt zügiges Vorankommen. Das ist besonders dort spürbar, wo man häufiger beschleunigt, bremst und die Linie aktiv fährt. Auf der anderen Seite kann die sportlichere Ausrichtung dazu führen, dass man Unebenheiten je nach Einstellung bewusster wahrnimmt.
Kurvengefühl und Alltag
Beide Motorräder können Kurven, aber auf unterschiedliche Weise: Die Honda WN7 wirkt wie ein Motorrad, das die Linie ruhig hält und den Fahrer entlastet. Die Ducati Multistrada 1200 unterstützt stärker das aktive Fahren und belohnt eine dynamischere Gangart. Wer vor allem entspannt unterwegs ist, wird die WN7 oft als „stressfreier“ empfinden. Wer gerne das Motorrad spürt und steuert, findet in der Multistrada mehr Spielraum.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Bei den Bremsen geht es im Vergleich vor allem um Dosierbarkeit und Stabilität. Die Honda WN7 vermittelt beim Verzögern ein gleichmäßiges Gefühl, das sich gut anfühlt, wenn man nicht jedes Manöver maximal ausreizt. Das ist besonders praktisch im Alltag, bei Verkehr oder wenn die Strecke unvorhersehbar ist.
Die Ducati Multistrada 1200 wirkt beim Bremsen oft kraftvoller und direkter. Das kann ein Vorteil sein, wenn schnelle Reaktionen gefragt sind oder wenn man sportlich fährt. Gleichzeitig ist es sinnvoll, die eigene Bremstechnik und die Einstellungen im Blick zu behalten, damit das Gefühl dauerhaft genau passt.
Elektronik und Assistenz: Komfort durch Technik
Im Bereich Elektronik unterscheiden sich die beiden Modelle deutlich in der Art, wie sie den Fahrer unterstützen. Die Honda WN7 setzt eher auf ein stimmiges, unkompliziertes Gesamtpaket. Das Motorrad bleibt dabei leicht verständlich: Fahrmodi und Assistenzfunktionen sollen vor allem das Fahren erleichtern, ohne dass man sich ständig mit Einstellungen beschäftigen muss.
Die Ducati Multistrada 1200 geht stärker in Richtung „Technik als Erlebnis“. Fahrmodi, Regelungssysteme und die Art, wie das Motorrad auf unterschiedliche Situationen reagiert, machen die Multistrada besonders interessant für Fahrer, die gerne feinjustieren. Das kann den Komfort auf langen Strecken erhöhen und gleichzeitig das Fahrgefühl in Kurven deutlich beeinflussen.
Stärken und Schwächen der Elektronik
- Honda WN7: Stärke ist die unkomplizierte Bedienung und die klare Unterstützung im Alltag. Schwäche kann sein, dass weniger „Spielereien“ oder Feintuning im Vordergrund stehen.
- Ducati Multistrada 1200: Stärke ist die starke Wirkung der Elektronik auf das Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass man die Einstellungen bewusst nutzen sollte, statt sie zu ignorieren.
Komfort, Sitzposition und Ergonomie
Beim Komfort zählt vor allem, wie gut das Motorrad über Stunden hinweg trägt. Die Honda WN7 wirkt darauf ausgelegt, dass man auch nach vielen Kilometern noch entspannt bleibt. Die Sitzposition und die Art, wie das Motorrad auf Lenkimpulse reagiert, unterstützen ein ruhiges Fahren. Das ist besonders für Tourenfahrer interessant, die nicht ständig „gegen“ das Motorrad arbeiten möchten.
Die Ducati Multistrada 1200 bietet ebenfalls Komfort, aber mit einem anderen Schwerpunkt: Sie fühlt sich oft sportlicher an, ohne dass der Langstreckenbetrieb unmöglich wird. Wer die Multistrada passend einstellt, bekommt ein Motorrad, das sowohl lange Strecken als auch dynamische Abschnitte gut abdeckt. Wer dagegen eher maximal entspannt unterwegs sein möchte, könnte die sportlichere Auslegung als etwas „präsenter“ wahrnehmen.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Verkehr und spontane Touren
Im Alltag zeigt sich die WN7 häufig als unkomplizierte Wahl. Sie wirkt leicht zu kontrollieren, lässt sich im Verkehr gut handhaben und passt zu Fahrern, die ein Reiseenduro auch dann nutzen, wenn die Tour nicht geplant ist. Die Multistrada kann ebenfalls im Alltag funktionieren, aber sie spielt ihre Stärken oft dann besonders aus, wenn man bewusst fährt: mit Blick auf Fahrmodi, Fahrgefühl und die technische Ausstattung.
Ein weiterer Punkt ist das „Gesamtgefühl“: Die Honda WN7 wirkt wie ein Motorrad, das man einfach startet und losfährt. Die Ducati Multistrada 1200 lädt eher dazu ein, sich mit dem Motorrad zu beschäftigen – und genau das kann ein Plus sein, wenn man Technik und Dynamik mag.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am besten über die Fahrweise und die Erwartungen zusammenfassen. Die Honda WN7 ist besonders passend, wenn ein Reiseenduro gesucht wird, das zuverlässig, angenehm und ohne viel Aufwand funktioniert. Sie punktet dort, wo Touren entspannt beginnen und auch nach vielen Kilometern noch Freude machen sollen.
Die Ducati Multistrada 1200 ist ideal, wenn das Motorrad mehr sein soll als ein Transportmittel. Wer gerne dynamisch fährt, die Elektronik als Werkzeug nutzt und ein intensives Fahrgefühl sucht, findet in der Multistrada schnell die richtige Mischung aus Komfort und Performance.
Typische Kaufentscheidung
- Honda WN7: sinnvoll, wenn Alltagstauglichkeit, ruhiges Handling und ein unkompliziertes Gesamtpaket im Vordergrund stehen.
- Ducati Multistrada 1200: sinnvoll, wenn Fahrspaß, Techniktiefe und ein sportlicheres Ansprechverhalten stärker zählen.
Fazit:
Die Honda WN7 und die Ducati Multistrada 1200 sind beide Reiseenduros, aber mit klar unterschiedlichen Schwerpunkten. Die WN7 überzeugt vor allem durch ein stimmiges, leicht zugängliches Fahrgefühl: kontrollierte Kraftentfaltung, ruhiges Handling und ein Komfort, der lange Strecken entspannt macht. Wer ein Motorrad sucht, das im Alltag funktioniert, ohne ständig an Einstellungen oder Fahrmodi zu denken, trifft mit der Honda häufig die passendere Wahl.
Die Multistrada 1200 spielt ihre Stärken stärker in der Dynamik aus: direkteres Ansprechverhalten, sportlicheres Handling und eine Elektronik, die das Fahrgefühl aktiv mitgestaltet. Das ist ideal für Fahrer, die gerne variieren, Technik nutzen und auch auf kürzeren Abschnitten spürbaren Fahrspaß möchten. Wer dagegen maximale Ruhe und „einfach losfahren“ priorisiert, wird die Honda meist als entspannter empfinden.
Kurz gesagt: Honda WN7 für unkomplizierte Touren und Alltag – Ducati Multistrada 1200 für mehr Intensität, Technik und sportliche Momente.