| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2026~ | |
| UVP | 21.599 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Fahrkomfort
- Wendigkeit
- Krawalliger, kräftiger Motor
- Geländetauglichkeit
- Soziusbetrieb
- Reisetauglichkeit
- reichlich Power
- üppige Ausstattung
- gute Bedienbarkeit
- guter Reisekofort für Fahrer und Sozius
- gelungene Deitails
- reichlich Zubeör verfügbar
- hoher, aber in dieser Klasse nicht ungewöhnlicher Preis
- etwas eigenwillige Frontmaske (Geschmackssache)
- für manchen vielleicht etwas Techniküberladen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 158 | kg |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Sitzhöhe: | 920 | mm |
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 849-869 | mm |
| Höhe | 1.520 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 84 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 75 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 74 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 193 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 342 | km |
| Leistung | 160 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 138 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Telegabel Upside-Down (Federweg 275)mm | |
| Federung hinten | WP (Federweg 275)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll | |
| Reifen hinten | 18 Zoll | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Semi-aktive WP-USD-Gabel Ø 48 mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Semi-aktives WP-Monoshock-Federbein (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Druckguss-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm) | |
Spaß ohne Ende - leider ein teurer
Also, hat das Experiment geklappt? Tja, ein eindeutiges Fazit ist schwierig. Für die Fernreise ist der Serientank klein, Sitzposition, Sitzbank und Fahrwerk auf der Anreise zum Ziel eher anstrengend.
Ansonsten ist die Husqvarna 701 Enduro ein echtes Spaßgerät. Als Erstmotorrad spielt sie sicher nicht die Idealbesetzung in der Garage, aber wer möchte und kann, sollte das mal ausprobieren. Wie schön doch kurzer Radstand und 75 PS harmonieren können!
Zum Schluss noch ein kleiner Wermutstropfen: Ist schon Mama KTM nicht für ihre zurückhaltende Preisgestaltung berühmt, tut die Tochter es ihr gleich: Das Motorrad mit praktisch null Ausstattung und wenig Neigung zum Soziusbetrieb kostet 10.395 Euro. Glückwunsch an die, die es sich leisten können.
Also: Wer ein Moped mit einem Klasse-Motor, tollem Fahrwerk, niedrigem Gewicht und brutalen Bremsen sucht, aber kaum etwas anderem, der kann einchecken. Wer Unvernunft für vernünftig im tieferen Sinn hält, der ist hier richtig. Für alle anderen gilt: „zurückbleiben bitte“.
Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.
Fazit - was bleibt hängen
Na gut, schlechte Motorräder werden heutzutage in dieser Klasse eigentlich ohnehin nicht mehr gebaut. Was bleibt da also noch zu sagen? Man muss die Fehler schon mit der Lupe suchen. Aber auch das haben wir natürlich gemacht und erwähnen daher folgende Kritikpunkte: Das Fach für das Mobiltelefon fällt für zahlreiche Modelle leider zu klein aus. Aus Sicht einer Reisemaschine wäre auch ein Kardan nett – aber klar es ist eben ´ne KTM.
Die Optik gerade der Frontmaske ist nicht jedermanns Sache – aber das fällt nun wirklich unter die Rubrik Geschmacksfrage. Der Kaufpreis ist recht üppig, aber auch damit ist die KTM nicht alleine. Kommen wir also zur Einstiegsfrage zurück, ob die KTM 1290 Super Adventure S der neue Maßstab ist. Der neue Maßstab ist vielleicht sehr ambitioniert ausgedrückt. Aber mithalten mit den großen Konkurrenzmaschinen aus diesem Segment kann die KTM allemal. Und man gewinnt fast den Eindruck, die Unterschiede werden immer kleiner.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
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Husqvarna 701 Enduro vs. KTM 1290 Super Adventure S – Motorradvergleich
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach völlig unterschiedlichen Welten aussehen, wird der Vergleich besonders spannend: Die Husqvarna 701 Enduro steht für leichtes, agiles Fahren mit Enduro-Feeling, während die KTM 1290 Super Adventure S als großes Adventure-Motorrad auf Komfort, Reichweite und souveräne Langstreckenleistung ausgelegt ist. Genau hier liegt der Kern des Vergleichs: Nicht nur Motor und Ausstattung unterscheiden sich, sondern vor allem, wie sich die Maschinen anfühlen – und wofür sie im Alltag am besten passen.
Grundcharakter: Enduro-Leichtigkeit vs. Adventure-Komfort
Husqvarna 701 Enduro – kompakt, direkt, endurotypisch
Die Husqvarna 701 Enduro wirkt wie ein Motorrad, das man gern „einfach nimmt“: für Feierabendrunden, für spontane Ausflüge und für Strecken, auf denen auch mal Schotter oder unbefestigte Wege vorkommen. Der Fokus liegt auf direkter Rückmeldung, einem lebendigen Fahrgefühl und einer agilen Handhabung. Gerade im Stadtverkehr und auf kurvigen Landstraßen spielt die 701 ihre Stärken aus, weil sie sich schnell in die gewünschte Linie bringen lässt.
KTM 1290 Super Adventure S – groß, komfortorientiert, langstreckentauglich
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen ein Motorrad, das man eher als „Reisemittel“ versteht. Sie ist darauf ausgelegt, lange Strecken entspannt zu absolvieren und auch bei höheren Geschwindigkeiten stabil zu bleiben. Das Fahrgefühl ist weniger „leichtfüßig“ und mehr „souverän“: Die Maschine trägt sich kraftvoll, vermittelt viel Ruhe und bietet eine Ausstattung, die auf Tourenkomfort und Sicherheit setzt.
Motor und Fahrleistung: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Motorcharaktere zeigt sich ein klarer Unterschied: Die Husqvarna 701 Enduro steht für ein spürbar sportliches, endurotypisches Ansprechverhalten. Das macht sie besonders attraktiv, wenn es darum geht, zügig aus Kehren zu kommen, im Gelände kontrolliert zu arbeiten oder auf wechselndem Untergrund flexibel zu reagieren.
Die KTM 1290 Super Adventure S bringt dagegen eine deutlich „große“ Leistungs- und Drehmoment-Philosophie mit. Das merkt man vor allem beim Überholen, beim Beschleunigen aus dem Stand oder aus niedrigen Geschwindigkeiten und auf Autobahnabschnitten. Während die 701 eher über Agilität und Direktheit überzeugt, punktet die 1290 über Durchzug, Reserven und das Gefühl, dass das Motorrad auch bei Belastung gelassen bleibt.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität
Im Handling trennt sich die Spreu schnell: Die Husqvarna 701 Enduro ist darauf ausgelegt, leicht zu wirken und schnell auf Lenkimpulse zu reagieren. Das hilft besonders dort, wo man häufig die Linie wechseln muss – etwa bei engen Kurven, im Stadtverkehr oder auf holprigen Abschnitten, bei denen man nicht „durchfahren“, sondern aktiv steuern möchte.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist im Vergleich stärker auf Stabilität und Komfort ausgelegt. Das Fahrwerk arbeitet so, dass längere Strecken weniger anstrengend werden und das Motorrad auch bei höheren Geschwindigkeiten ruhig bleibt. In schnellen Kurven und auf langen Etappen fühlt sich die 1290 deshalb oft „erwachsener“ an, während die 701 eher den Charakter eines Motorrads zeigt, das man gern bewegt und fordert.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen in unterschiedlichen Situationen
Beide Motorräder sind auf sportliche Nutzung ausgelegt, aber der Einsatzbereich unterscheidet sich. Die Husqvarna 701 Enduro profitiert von einem Setup, das zu kontrolliertem Fahren passt: präzises Ansprechen und ein Gefühl, das beim Wechsel zwischen Asphalt und unbefestigten Strecken hilft. Gerade wenn die Traktion schwankt, zählt ein gutes Zusammenspiel aus Bremsdosierung und Fahrwerk.
Die KTM 1290 Super Adventure S spielt ihre Stärken vor allem bei höheren Geschwindigkeiten und auf langen Touren aus. Hier ist das Sicherheitsgefühl oft besonders hoch, weil die Maschine insgesamt auf Stabilität und Kontrolle ausgelegt ist. In Kombination mit moderner Elektronik entsteht ein Paket, das das Motorrad auch in anspruchsvollen Situationen berechenbar macht.
Elektronik und Assistenz: Moderne Unterstützung im Vergleich
Im Elektronikbereich zeigt die KTM 1290 Super Adventure S typischerweise den Vorteil eines großen Adventure-Konzepts. Solche Motorräder sind häufig mit umfangreicher Assistenz und Fahrmodi ausgestattet, die das Fahren je nach Untergrund und Stil erleichtern. Das macht sie besonders interessant, wenn häufig unterschiedliche Streckenprofile gefahren werden – von Autobahn bis Landstraße, von Regen bis wechselhaftem Wetter.
Die Husqvarna 701 Enduro setzt dagegen stärker auf den direkten Fahrkontakt. Elektronik ist vorhanden, aber der Charakter bleibt „enduro-nah“. Das ist ein Plus, wenn man das Motorrad gern aktiv fährt und die Kontrolle über Gas, Kupplung und Linie im Vordergrund steht.
Ergonomie und Sitzposition: Wie bequem ist die Maschine wirklich?
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt im Vergleich. Die Husqvarna 701 Enduro wirkt eher kompakt und lässt sich so fahren, dass man auch bei wechselndem Untergrund eine aktive Haltung einnehmen kann. Wer gern steht oder sich im Gelände dynamisch bewegt, findet hier meist eine passende Basis.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen auf Tourenkomfort ausgelegt. Die Sitzposition ist so gestaltet, dass längere Fahrten weniger ermüden. Auch die Wind- und Verkleidungswirkung spielt bei Adventure-Maschinen eine große Rolle, weil sie den Fahrer spürbar entlastet. Wer häufig weite Strecken fährt oder regelmäßig mit Gepäck unterwegs ist, wird die Komfortorientierung der 1290 besonders schätzen.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße, gemischte Strecken
Im Alltag zeigt die Husqvarna 701 Enduro ihre Stärke, wenn das Fahrprofil „gemischt“ ist: kurze Wege, spontane Umwege, Strecken mit Schotteranteil oder einfach das Bedürfnis, ein Motorrad zu haben, das nicht zu schade für Abkürzungen ist. Die Maschine wirkt dabei weniger wie ein „großes Reisegerät“, sondern eher wie ein vielseitiges Werkzeug.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist im Alltag dann im Vorteil, wenn der Fokus auf Touren liegt: längere Fahrten, häufige Autobahnanteile, Reisen mit Gepäck und der Wunsch nach hoher Stabilität. In der Stadt kann sie sich zwar ebenfalls fahren lassen, aber sie spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo man Strecke macht und das Motorrad sein Komfort- und Leistungsprofil zeigen kann.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Husqvarna 701 Enduro – Stärken
- Agiles Handling für kurvige Strecken und wechselnde Untergründe
- Enduro-Feeling mit direktem Fahrkontakt
- Vielseitigkeit für gemischte Touren ohne „Reisezwang“
Husqvarna 701 Enduro – mögliche Schwächen
- Adventure-Komfort ist nicht der Hauptfokus – für sehr lange Autobahn-Etappen kann das weniger entspannend wirken
- Leistungsreserven sind im Vergleich zur großen Adventure-Maschine weniger „groß“
KTM 1290 Super Adventure S – Stärken
- Tourenkomfort und souveräne Stabilität
- Durchzug und Reserven für zügiges Fahren und Überholmanöver
- Elektronik und Assistenz für mehr Sicherheit und entspanntes Fahren
KTM 1290 Super Adventure S – mögliche Schwächen
- Weniger „leichtfüßig“ als die Enduro – besonders bei engen, technischen Passagen
- Anspruch an das Fahrprofil: Wer vor allem kurze, spontane Offroad-Impulse sucht, könnte die 1290 als „zu groß“ empfinden
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrstil?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern welches besser zum eigenen Alltag und zu den bevorzugten Strecken passt. Die Husqvarna 701 Enduro ist besonders passend, wenn das Motorrad häufig bewegt werden soll: kurvige Landstraßen, gemischte Strecken, gelegentlich Schotter und der Wunsch nach einem direkten, endurotypischen Fahrgefühl.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen die bessere Wahl, wenn Touren im Vordergrund stehen: lange Strecken, hoher Komfortanspruch, häufige Autobahnanteile und das Bedürfnis nach maximaler Souveränität. Wer gern entspannt fährt, mit Gepäck unterwegs ist und sich auf moderne Elektronik verlassen möchte, findet in der 1290 ein stimmiges Gesamtpaket.
Fazit:
Die Husqvarna 701 Enduro ist das Motorrad für alle, die ein agiles, endurotypisches Bike suchen: für spontane Ausfahrten, gemischte Strecken und Situationen, in denen schnelle Richtungswechsel und direkter Fahrkontakt wichtiger sind als maximaler Langstreckenkomfort. Sie wirkt wie ein vielseitiger Begleiter, der auch abseits der perfekten Asphaltlinie Spaß macht.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist die richtige Wahl, wenn lange Touren, hohe Stabilität und souveräne Reserven im Vordergrund stehen. Der Komfortgedanke, die moderne Elektronik und das kraftvolle Fahrgefühl machen sie besonders attraktiv für Reisen, bei denen man entspannt Kilometer sammelt und sich auf ein sehr rundes Gesamtpaket verlassen möchte.
Kurz gesagt: Enduro-Feeling und Agilität sprechen für die 701 – Adventure-Komfort und Durchzug sprechen für die 1290. Wer das eigene Fahrprofil ehrlich einordnet, trifft mit dem Vergleich schnell die passende Entscheidung.